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Nichtzahlung eines Freiberuflers

8.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
IMooWhenIPoo
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Nichtzahlung eines Freiberuflers

Guten Tag,

ich versuche das hier so kurz wie möglich zu halten. Ich bin zum Studium ins europäische Ausland ausgewandert. Ich habe aber weiterhin für meinen letzten Arbeitgeber als Freelancer gearbeitet. Vorher war ich angestellt. Mein Arbeitgeber meinte das sei nötig da ihn sonst die Steuern zu kompliziert werden, wenn man einen Mitarbeiter im Ausland beschäftigt.

Ich habe dann mehrere Monate weiter für diesen Auftraggeber gearbeitet und am Ende eines Monats eine Rechnung an meinen Auftraggeber geschrieben. Im März habe ich erfahren, dass ich keine Aufträge mehr erhalten werde. Da es keine Aufgaben mehr gibt, die ich aus dem Homeoffice erledigen kann.

Jetzt zu meinem Problem, ich habe dem Auftraggeber die letzte Rechnung für den März Anfang April geschickt. Diese beläuft sich auf 400 EUR. Nachdem die Rechnung über zwei Monate nicht bezahlt wurde und ich auch keine Antwort bekommen habe. Hatte ich heute ein Telefonat mit einem Mitarbeiter. Er hat mir angeboten, dass ich die Hälfte des Geldes bekomme und er kümmert sich drum, dass das Geld noch diese Woche auf meinem Konto ist. Meine Tätigkeit in dem Unternehmen war die Kundenaquise und die Recherche. Laut dem Mitarbeiter sieht er nicht, dass ich wirklich 40 Stunden in dem Monat gearbeitet habe und möchte deshalb nur 200 EUR anstatt 400 EUR Überweisen.

Jetzt zu meiner offensichtlichen Frage: Wie komme ich an das Geld, und wie kann ich beweisen, dass ich den Monat 40 Stunden gearbeitet habe und muss ich das überhaupt, wenn der Rechnung 2 Monate lang nicht widersprochen wurde.

Im Voraus schonmal vielen Dank.

-- Editiert von Moderator topic am 08.06.2021 18:50

-- Thema wurde verschoben am 08.06.2021 18:50

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Legende
(18669 Beiträge, 3219x hilfreich)

Zitat (von IMooWhenIPoo):
für meinen letzten Arbeitgeber als Freelancer gearbeitet.
Ja. Und was sagt dein Vertrag?
Genau danach sollte sich deine Vergütung und die Zahlungsmodalitäten richten.
In den Monaten vorher hast du monatlich nach Rechnungstellung auch das Geld erhalten?
Zitat (von IMooWhenIPoo):
Im März habe ich erfahren, dass ich keine Aufträge mehr erhalten werde.
Ja, so ist das oft bei freien Mitarbeitern.
Zitat (von IMooWhenIPoo):
Hatte ich heute ein Telefonat mit einem Mitarbeiter.
War der denn befugt, mit dir über Vergütungen zu verhandeln?
Zitat (von IMooWhenIPoo):
Laut dem Mitarbeiter sieht er nicht, dass ich wirklich 40 Stunden in dem Monat gearbeitet habe
Wie hast du denn das in den anderen Monaten nachgewiesen, damit voll bezahlt wurde?
Zitat (von IMooWhenIPoo):
Wie komme ich an das Geld
Lass dir die 200,- jetzt überweisen und weise so wie sonst üblich deine Arbeitszeit nach.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32691 Beiträge, 12792x hilfreich)

Man sollte sich zunächst die Abrechnungsmodi anschauen. Dann überprüfen, ob die Rechnung diesen Modi entspricht. Wenn ja, Mahnbescheid beantragen und dann sieht man weiter.

wirdwerden

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(88943 Beiträge, 35288x hilfreich)

Zitat (von IMooWhenIPoo):
Wie komme ich an das Geld,

Mit etwas Pech gar nicht.

Erst mal müsste die Rechnung gerichtsfest Verzug auslösen, dann müsste man das gerichtliche Verfahren (Mahnbescheid / Klage) durchführen.



Zitat (von IMooWhenIPoo):
und wie kann ich beweisen, dass ich den Monat 40 Stunden gearbeitet habe

Wenn nicht mal DU weist, wie Du Deine Arbeiten beweisen könntest ... woher sollen wir das dann wissen?



Zitat (von IMooWhenIPoo):
muss ich das überhaupt, wenn der Rechnung 2 Monate lang nicht widersprochen wurde.

Ja, vor Gericht wird man das müssen falls die Gegenseite bestreitet.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
de Bakel
Status:
Schüler
(268 Beiträge, 30x hilfreich)

Naja, vor gericht wird das vermutlich nie landen.
Das hört sich sehr nach Scheinselbständigkeit mit den zugehörigen Folgen Sozialversicherungs- und Steuerbetrug an.

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#5
 Von 
cirius32832
Status:
Bachelor
(3353 Beiträge, 940x hilfreich)

Zitat (von de Bakel):
Naja, vor gericht wird das vermutlich nie landen.
Das hört sich sehr nach Scheinselbständigkeit mit den zugehörigen Folgen Sozialversicherungs- und Steuerbetrug an..


Den Eindruck habe ich auch

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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