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Räumungsfrist aus rechtskräftigem Urteil verstreicht

8.1.2022 Thema abonnieren
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
Räumungsfrist aus rechtskräftigem Urteil verstreicht

Guten Abend zusammen,

der Sachverhalt so kurz wie möglich zusammengefasst:
Dez. 18 zogen unsere Mieter ein. Eine 7köpfige Familie. Schon kurze Zeit später wurden wir gewarnt, die hätten einen schlechten Ruf, die seien dreckig und streitsüchtig. Wir hatten zunächst einen anderen Eindruck, wurden aber recht schnell eines besseren belehrt. Im Mai 19 bekamen wir Post vom Mieterschutzbund mit angegebenen Mängeln (insgesamt 7) wovon nur einer tatsächlich ein Mangel war und dieser auch innerhalb von 3 Tagen behoben wurde. Vorher weder Brief noch Anruf oder SMS - Androhung der Mietminderung. Im Juli 19 zeigten die uns ein defektes Fenster an, ein Sturm hätte das geschlossene Fenster aus den Angeln gerissen und wir sollten das bitte unserer Versicherung melden.- Wieder Androhung der Mietminderung! Wir wohnen in der gleichen Stadt, an dem Tag gab es keinen Sturm, sondern nur Sonnenschein, wir wiesen darauf hin, das solche Falschangaben als Betrugsversuch gelten. Danach war das Fenster doch nicht kaputt. Im Sep. 19 wurden wir vom Verwalter angerufen, unsere Mieter hätten Holzwürmer in der Wohnung entdeckt, warum wir darauf nicht reagieren, Androhung der Mietminderung wurde uns ausgerichtet! Wir hörten das erste mal von diesen Holzwürmern, kümmerten uns aber sofort. Die vermeintlichen Holzwürmer entpuppten sich als Larven der gemeinen Lebensmittelmotten, die aus dem versifften Schrank unserer Mieterin aus dem Müsli krochen. Im Nov. 19 erhielten wir eine Beschwerde per sms, dass die Raumtemperatur nach 22 Uhr immer auf 26 Grad runtergeht und ihre Kinder sich erkälten, sie bräuchten aber 28-30 Grad um gesund zu bleiben. Wieder- Androhung der MietminderungWir teilten Ihnen mit, dass die Heizung nachts runtergefahren wird (Beschluss einer Eigentümerversammlung), aber mit 26 Grad die mindesttemperatur ja noch erreicht sei. Mein Mann schlug einen persönlichen Gesprächstermin vor, um mal zu klären, was denn überhaupt mit denen los sei, da wir auch ständig Beschwerden von den Nachbarn erhielten. Der Zutritt wurde uns ab da verweigert. Zig Termine erst zugesagt, dann kurzfristig abgesagt oder die Tür nicht geöffnet und sich bei den Nachbarn drüber lustig gemacht. Im Feb 20 wurden wir aufgefordert für Ihren Kinderwagen draussen einen Carport zu bauen, da sie diesen nicht in der Wohnung haben will, es im Flur wegen der Brandschutzverordnung verboten ist und der Keller nicht geht, weil sie Spinnen nicht mag ansonsten - genau- Androhung der Mietminderung. Auch im Feb. 20 erhielten wir einen Anruf, dass es aus der Wohnung in die untere tropft - Wasserschaden - der WM Ablauf war nicht richtig angebracht. Sagte der Klempner und verwies uns auf den desolaten Zustand der Wohnung und das er und seine Leute diese nur noch in Schutzanzügen betreten würde. Er würde auch Meldung ans Jugendamt machen. Wow, wir waren ein wenig geschockt. Im April 20 erhielten wir auf einmal vom Jobcenter eine sehr eigenartige Mietzahlung, die Minderung der Miete war überhaupt nicht zuzuordnen. Auf Nachfragen wurde nicht geantwortet. Im Mai 20 erhielten wir von der Nachbarin die Info, dass das Jugendamt alle Kinder aus der Wohnung geholt hätte mit Hilfe der Polizei und diese Fremduntergebracht hätte. Ab da wurde die Miete immer weniger. Betriebskostennachzahlung i.H.v. 1850,-€ wurde nicht bezahlt. Auf Anfrage beim Jobcenter, ob die die Rechnung wenigstens vorgelegt hätten, erhielten wir aus Datenschutzrechtlichen Gründen keine Antwort. Es dauerte auf jeden Fall, bis dann auch endlich die benötigte Summe um eine Kündigung auszusprechen. Machte unser Anwalt und bekam prompt Antwort vom gegnerischen Anwalt die Miete wäre wegen Mängel einbehalten worden. Genannt wurden 1:1 die Mängel, die uns Mai 19 schon vom Mieterschutzbund vorgetragen wurden und sich ja in Luft auflösten. Nach ein bisschen hin und her hatten wir nun im September 21 den Vergleichstermin beim Amtsgericht. Die Richterin hatte mit dem Beklagten absolut kein Nachsehen und sagte ihm das auch. Das Urteil lautete dass die Beklagten die Wohnung zum 31.01.2022 spätestens räumen müssen, aber auch nur dann erst, wenn die Mietzahlungen ab Oktober vernünftig laufen würden, sonst könnte eher geräumt werden. Natürlich gab es nicht einen Cent. Am 11. 10.21 waren wir berechtigt den Gerichtsvollzieher einzuschalten, bis heute kam von dem nichts. Jetzt steuern wir auf den 31.01.2022 zu und fragen uns, ob wir ab dem 01.02.2022 berechtigt sind, die Wohnung zu betreten oder dann Hausfriedensbruch begehen würden. Von den Beklagten gibt es kein Lebenszeichen mehr. Sie bekam noch ein Kind und durfte dies unter der Bedingung behalten in einem Mutter-Kind-Heim zu wohnen. Nachbarn bestätigen, dass die Beklagten seit mehr als 8 Wochen nicht mehr in der Wohnung waren.

-- Editiert von m-roth am 08.01.2022 22:09

-- Editiert von Moderator topic am 08.01.2022 22:48

-- Thema wurde verschoben am 08.01.2022 22:48

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45 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95919 Beiträge, 36360x hilfreich)

Da ich in der absatzlos hingezimmerten Textwand keine Frage sehen konnte: gibt es eine Frage?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Solan196
Status:
Bachelor
(3001 Beiträge, 314x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Am 11. 10.21 waren wir berechtigt den Gerichtsvollzieher einzuschalten, bis heute kam von dem nichts.


Was soll auch von dem kommen? Ihr müsst ihn auch mal beauftragen, der wird nicht bei euch klingeln.

Meine Eltern haben Ende November den Gerichtsvollzieher mit einer Räumung beauftragt, da ist bis heute auch noch keine Regung gekommen, aber OK, war ja auch Dezember inkl. Weihnachtsfrieden dazwischen.

Also, habt ihr den Gerichtsvollzieher beauftragt oder hat das euer Anwalt gemacht?

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#3
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Da ich in der absatzlos hingezimmerten Textwand keine Frage sehen konnte: gibt es eine Frage?


Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich in meinem momentanen Nervenzustand keine angenehme Formatierung vorgenommen habe. Die Frage schleicht sich weiter unten ein, ob ich Hausfriedensbruch begehe wenn das Urteil lautet, dass die Wohnung am 31.01.2022 geräumt an uns übergeben werden muss, die Mieter nicht zu erreichen sind, also vom Erdboden verschluckt sind und ich am 01.02.2022 dann einfach die Wohnung betrete.

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#4
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Also, habt ihr den Gerichtsvollzieher beauftragt oder hat das euer Anwalt gemacht?

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Entschuldiung, habe ich wirklich doof formuliert. Laut Vergleichsurteil sollten die Beklagten bis zum 10.10.21 Mietzahlungen leisten, anderfalls Gerichtsvollzieher. Da ich doch nicht so feste mit dem Klammerbeutel gepudert wurde, ist mir natürlich klar, dass ich oder mein Anwalt sich beim GV melden müssen. Wir informierten unseren Anwalt auch am 11.10.21, dass keine Zahlung kam. Er wollte den Gerichtsvollzieher beauftragen und uns über alles informieren, mit dem Hinweis, dass dies sehr lange dauern kann. Wir haben noch nichts gehört. Auf Nachfrage beim Anwalt Anfang Dezember hieß es dass der Anwalt bis dahin auch nichts gehört hätte. Wir konnten auf der Seite vom Amtsgericht sehen, welcher Gerichtsvollzieher für unseren Bezirk zuständig ist. Ist ebenfalls nicht zu erreichen. Wir verzweifeln langsam, denn uns geht tatsächlich nach fast 2 Jahren langsam das ersparte aus. Der 31.01.22 rückt näher und es muss doch einfach mal ein Ende haben. Geht das auch ohne GV, falls der nicht in die Puschen kommt?

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95919 Beiträge, 36360x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
ob ich Hausfriedensbruch begehe wenn das Urteil lautet, dass die Wohnung am 31.01.2022 geräumt an uns übergeben werden muss, die Mieter nicht zu erreichen sind, also vom Erdboden verschluckt sind und ich am 01.02.2022 dann einfach die Wohnung betrete.

Ja, das Problem besteht.

Aber es gibt ein noch viel größeres Problem, denn man muss dann unter Umständen gerichtsfest beweisen, das die Kiste mit den Krügerrand Münzen eben nicht noch da war wie vom Mieter behauptet ...
Oder der 2000 EUR 8K Flachbildfernseher, das 1500 EUR teure Gaminglaptop, der ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(41717 Beiträge, 14926x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Nachbarn bestätigen, dass die Beklagten seit mehr als 8 Wochen nicht mehr in der Wohnung waren.


Wenn die Mieter erkennbar ausgezogen sind, sich also nicht nur im Urlaub befinden, dann wäre es kein Hausfriedensbruch ohne Gerichtsvollzieher in die Wohnung einzudringen. Das ist jedoch ein riskantes Unterfangen auch im Hinblick auf die Antwort von @Harry van Sell.

Wenn man also das Risiko eingehen will, anschließend wegen Hausfriedensbruchs angezeigt zu werden, dann sollte man wenigstens Zeugen mitnehmen, die bestätigen, dass sich keine derartigen Wertsachen in der Wohnung befunden haben.

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#7
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Wenn man also das Risiko eingehen will, anschließend wegen Hausfriedensbruchs angezeigt zu werden, dann sollte man wenigstens Zeugen mitnehmen, die bestätigen, dass sich keine derartigen Wertsachen in der Wohnung befunden haben.

0x Hilfreiche Antwort
Zitieren
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Wir stehen im Kontakt mit den anderen Hausbewohnern, die uns mitteilten, dass die Beklagten im Oktober mehrere tagelang Sachen aus der Wohnung geschleppt haben und wurden seitdem nicht mehr gesehen. Der Strom soll auch wegen Nichtzahlung bereits abgestellt worden sein.

Danke für die Antwort.
Ok, wäre es dann vielleicht ratsam, wenn man ab Zutritt vielleicht mit dem Handy filmt, eventuell auch die Zeugen?

-- Editiert von m-roth am 09.01.2022 08:58

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#8
 Von 
Spezi-2
Status:
Junior-Partner
(5372 Beiträge, 2182x hilfreich)

Man könnte auch beim Meldeamt prüfen, ob sie sich umgemeldet haben und die neue Adresse bekannt ist.
Eine Ummeldung wäre ein sicheres Zeichen.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#9
 Von 
Solan196
Status:
Bachelor
(3001 Beiträge, 314x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
. Auf Nachfrage beim Anwalt Anfang Dezember hieß es dass der Anwalt bis dahin auch nichts gehört hätte


Was ist das denn für eine Antwort? Hat der Anwalt nun den Gerichtsvollzieher beauftragt oder nicht?

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#10
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Was ist das denn für eine Antwort? Hat der Anwalt nun den Gerichtsvollzieher beauftragt oder nicht?


Er sagte, hätte er getan, auch mit der Absprache, dass eine "Berliner Räumung" durchgeführt werden soll. Wir haben bei jedem Schriftwechsel unseres Anwalts mit dem Amtsgericht immer eine Mail bekommen, was geantwortet wurde. Aber seit dem Telefonat kam da auch nichts mehr.
Wir hatten zufällig über Bekannte erfahren, dass der Beklagte in der Zwischenzeit eine Anstellung bei einer Zeitarbeitsfirma bekommen hätte. Die Daten des Arbeitgebers habe ich dem Anwalt auch durchgegeben, damit er eine Lohnpfändung beim Amtsgericht beantragt. Da kam bislang auch nix.

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#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95919 Beiträge, 36360x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Eine Ummeldung wäre ein sicheres Zeichen.

Nein, wäre es überhaupt nicht ...


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#12
 Von 
Solan196
Status:
Bachelor
(3001 Beiträge, 314x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Er sagte, hätte er getan, auch mit der Absprache, dass eine "Berliner Räumung" durchgeführt werden soll


Dann soll er mal beim Gerichtsvollzieher nachfragen, durch Corona und dann Weihnachten läuft alles zur Zeit immer noch sehr schleppend. Wenn ihr durch die Bekannte Kontakt zu den ehemaligen Mietern bekommt, dann kann sie denen doch sagen, dass diese sollen euch einfach die Wohnungsschlüssel in euren Briefkasten werfen um weitere Kosten zu vermeiden, oft machen Mieter das, viele trauen sich nicht nach einem verloren Räumungsprozess die Dinge ordentlich zu beenden. Ich würde da versuchen eine Brücke zu bauen, vollstrecken könnt ihr hinterher immer noch, das Wichtigste wäre es doch die Wohnung wieder in den verfügbaren Bestand zu bekommen oder nicht?

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#13
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Wenn ihr durch die Bekannte Kontakt zu den ehemaligen Mietern bekommt, dann kann sie denen doch sagen, dass diese sollen euch einfach die Wohnungsschlüssel in euren Briefkasten werfen um weitere Kosten zu vermeiden, oft machen Mieter das, viele trauen sich nicht nach einem verloren Räumungsprozess die Dinge ordentlich zu beenden.


Das Problem ist, das diese Bekannte uns das gar nicht hätte sagen dürfen, denn persönlichen Kontakt hat sie zu dem auch nicht. Sie lieferte auch eher ein Beweisstück, aber mehr kann ich dazu nicht sagen. Die haben schon vor der Verhandlung im September auf nichts von uns reagiert. Das wir uns einen Titel holen müssen ist auch klar. Die haben kaum Einkommen, setzen gefühlt jedes Jahr ein neues Kind in die Welt, dass denen wieder weggenommen wird und die Schulden häufen sich an. Deren Gerichtskosten sind schon mal knappe 15000€ und uns Schulden die runde 10000-12000€ plus 2 Jahre (bald 3) Betriebskostennachzahlung von gesamt 3100€.
Da hätte ich glatt noch eine Frage:

Kann ich diese Betriebskostennachzahlung eventuell direkt beim Jobcenter einfordern? Er arbeitet ja erst seit letzten September und bekam davor Hartz 4.

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#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95919 Beiträge, 36360x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Kann ich diese Betriebskostennachzahlung eventuell direkt beim Jobcenter einfordern?

Fordern könnte man, die Erfolgsaussichten sind aber eher marginal.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#15
 Von 
großmädle
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 8x hilfreich)

Ich würde das über das JC versuchen, denn so wie die Herrschaften beschrieben werden ,traue ich denen zu, daß die NK vom JC eingefordert und bezahlt wurden.
Vermutlich haben die dort auch nix von der Mietminderung verlauten lassen.
Das dürfte das JC schon auch wissen, wenn sie das Geld nicht weitergeleitet haben und sich dadurch bereichert haben.
Also kurz und knapp, die ganzen Emotionen weglassen, einen Brief schreiben, Kopien dazu, vermutlich hat das JC nur eingeschränkt geöffnet oder es geht oft auch per Emil
Viel Glück

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#16
 Von 
Solan196
Status:
Bachelor
(3001 Beiträge, 314x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Kann ich diese Betriebskostennachzahlung eventuell direkt beim Jobcenter einfordern? Er arbeitet ja erst seit letzten September und bekam davor Hartz 4.


Sorge erst mal dafür, dass du wieder über die Wohnung verfügen kannst, das Geld wirst du vermutlich abschreiben müssen (können).

Zitat (von m-roth):
Die haben schon vor der Verhandlung im September auf nichts von uns reagiert.


Hilft ja nix, entweder kannst du hier im Forum verweilen und (vergeblich) auf Wundermittel hoffen, oder du ergreifst die Initiative um zeitnah und kostengünstig wieder Zugriff auf dein Eigentum zu erhalten. Wenn du weißt wo die wohnen, schicke eine neutrale Person dahin und lass die nach den Schlüsseln fragen, gib dieser Person vorsichtshalber ein vorbereitetes Schreiben mit (doppelte Ausführung), dass die euch erlauben die Wohnung ab sofort wieder in Besitz zu nehmen, dies für den Fall, dass die Schlüssel nicht auffindbar sind. Die neutrale Person sollte wirklich nicht involviert sein, und nett und freundlich. Wer was will muss freundlich sein. Dir würden sie wahrscheinlich die Tür nicht öffnen.

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#17
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(21755 Beiträge, 4389x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Kann ich diese Betriebskostennachzahlung eventuell direkt beim Jobcenter einfordern?
Du als Vermieter hast kein Vertragsverhältnis mit dem JC.
Oben schreibst du immer nur von *Androhung einer Mietminderung*. Wann und wie viel tatsächlich gemindert wurde, liest man nicht.
Nur:
Zitat (von m-roth):
Im April 20 erhielten wir auf einmal vom Jobcenter eine sehr eigenartige Mietzahlung, die Minderung der Miete war überhaupt nicht zuzuordnen.
Ihr als Vermieter hattet damals ---direkt-- vom JC eine Mietzahlung erhalten?
Nur einmal?
Oder war das JC schon seit Mietbeginn der Direktzahler der Unterkunfts-und Heizkosten?

U.U könnte man im Falle der Direktzahlung mit dem JC Kontakt aufnehmen, die aktuelle Situation schildern.

Einen Versuch ist es wert.

Zitat (von m-roth):
Er arbeitet ja erst seit letzten September und bekam davor Hartz 4.
Das kann noch immer so sein, als sog. *Aufstocker*. Ob mit oder ohne Kinder.
Zitat (von m-roth):
Das Problem ist, das diese Bekannte uns das gar nicht hätte sagen dürfen,
Das ist jetzt im Moment vermutlich ein eher kleineres Problem.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#18
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Du als Vermieter hast kein Vertragsverhältnis mit dem JC.
Oben schreibst du immer nur von *Androhung einer Mietminderung*. Wann und wie viel tatsächlich gemindert wurde, liest man nicht.


Sie hatten es ständig angedroht, bei Dingen, die, wie ich bereits geschrieben hatte, keinen Bestand hatten.
Tatsächlich war im Mietvertrag vereinbart, dass die Miete vom Jobcenter direkt auf unser Konto überwiesen wird. Wir hatten eine zusätzliche Vereinbarung mit dem Sachbearbeiter zum Vertrag, die dieser auch unterschrieben hatte, betreffend etwaige Änderungen zu melden, mit der wir uns aber im Nachhinein auch den Podex abwischen konnten. Die Minderungen fielen unterschiedlich hoch aus, ein halbes jahr lang 33%, dann mal wieder nur 17% und dann nochmal ca. 25%. Und diese Zahlungen kamen vom Jobcenter. Dann kamen im November und Dezember 20 gar keine Zahlungen mehr, da er dies persönliche beim JC abgeändert hat, dass die auf sein Konto überweisen und er an uns.
Januar 21 kam dann wieder die komplette Miete vom Jobcenter, dann von Feb. 21 - September 21 wieder um 30% gemindert (auch vom JC) und ab Oktober 21 wieder nix mehr.
Im September 21 bei der Verhandlung fragte die Richterin den gegnerischen Anwalt, wie diese Zahlungen denn bitte zustande gekommen sind und er schüttelte nur mit dem Kopf und konnte dies nicht beantworten. Der Mieter gestand zudem ein, dass die Minderungen unberechtigt waren und das seine Lebensgefährtin alles angeleihert hätte. Die war nicht anwesend und konnte dazu also nicht befragt werden. Der Beklagte wurde daraufhin dazu "verurteilt", ab Oktober 21 den Mietrückstand monatlich in Raten, in seiner Wunschhöhe (er gab 100€ an, wo ihm sein Anwalt zu mahnte, er solle sich nicht wieder übernehmen) abzubezahlen und beim JC endlich die 2 Jahre Betriebskostennachzalung einzureichen (was wir längst getan hatten ohne eine Antwort zu erhalten). Ausserdem wurde ihm bei Einhaltung der Mietzahlungen ab Oktober 21 die Räumungsfrist bis 31.01.22 verlängert, bei Nichtzahlung die sofortige Zwangsräumung.

Ich kann mir vorstellen, wie kurios das alles klingt, wir haben zwischendurch selbst Mühe, damit klarzukommen, vor allem, weil man das Gefühl hat, diese Leute werden auch noch von allen staatlichen Seiten unterstützt. Sei es vom Jobcenter, die die Miete mindern ohne sich einmal zu vergewissern, ob alles stimmt. Und das diese Typen auch noch Gerichtskostenbeihilfe bekommen.
Die lügen sich durchs leben und zahlen müssen wir.

Eine kleine Befriedigung war die Rechnung vom Gericht: rund 15000€, die allein der Beklagte zahlen muss.

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#19
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(21755 Beiträge, 4389x hilfreich)

Er hat also tatsächlich gemindert--- und nicht nur angedroht.

Zitat (von m-roth):
Die Minderungen fielen unterschiedlich hoch aus, ein halbes jahr lang 33%, dann mal wieder nur 17% und dann nochmal ca. 25%.
Da wäre ich als Vermieter schon nach den ersten Monaten beim Anwalt gewesen.
Zitat (von m-roth):
Dann kamen im November und Dezember 20 gar keine Zahlungen mehr, da er dies persönliche beim JC abgeändert hat, dass die auf sein Konto überweisen und er an uns.
Pfffff, dann dürfte ein JC-Versuch zur Luftnummer werden. Leider.
Zitat (von m-roth):
vor allem, weil man das Gefühl hat, diese Leute werden auch noch von allen staatlichen Seiten unterstützt. Sei es vom Jobcenter, die die Miete mindern ohne sich einmal zu vergewissern, ob alles stimmt.
Von allen ganz sicher nicht und--- das JC ist nun mal (leider oder zum Glück) NICHT die Stelle, die sich hier noch sozialpädagogisch, familienrechtlich oder sonstwie finanziell um solche Mieter/Leute zu kümmern hat. Du hast vermutlich falsche Vorstellungen von deren Arbeit und Aufgaben.
Wir leben in einem Sozialstaat, im Moment hast du grad nicht soviel davon...

Ihr solltest euch also jetzt vorrangig darum kümmern, die Zwangsräumung korrekt zu veranlassen. Und lernen, wie und mit welchen Sicherheitsnadeln man als Vermieter arbeiten muss.
Aber Risiken bleiben immer...
Zitat (von m-roth):
Eine kleine Befriedigung war die Rechnung vom Gericht: rund 15000€, die allein der Beklagte zahlen muss.
Schon tituliert? Oder Lohnpfändung o.ä. ?Sonst ist da evtl. nicht viel mit Hoffnung...oder gar Befriedigung.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#20
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Wenn du weißt wo die wohnen, schicke eine neutrale Person dahin und lass die nach den Schlüsseln fragen,


Wir wissen nicht wo die Wohnen. Sie wurde letztes Jahr unter Androhung der Fremdunterbringung des Säuglings, vom Jugendamt in ein Mutter-Kind-Heim untergebracht und er ist verschütt. Wir haben lediglich die Handy Nummern, aber die reagieren auf nichts. Wir waren trotz aller Umstände immer höflich zu diesem Pack, obwohl mir das echt schwer fiel, ich mir aber kein Eigentor schießen wollte. Die Post verteilt sich bereits im ganzen Hausflur, da er nicht umgemeldet ist bzw. keinen Nachsendeantrag gestellt hat, aber, wie bereits erwähnt, seit gut 2 Monaten nicht mehr in der Wohnung war.

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#21
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Da wäre ich als Vermieter schon nach den ersten Monaten beim Anwalt gewesen.


So klug waren wir auch. Es ist ja nunmal so, dass erst eine gesetzlich vorgeschriebene Summe zusammenkommen muss, bis man fristlos kündigen darf.



Zitat (von Anami):
Von allen ganz sicher nicht und--- das JC ist nun mal (leider oder zum Glück) NICHT die Stelle, die sich hier noch sozialpädagogisch, familienrechtlich oder sonstwie finanziell um solche Mieter/Leute zu kümmern hat. Du hast vermutlich falsche Vorstellungen von deren Arbeit und Aufgaben.


Das mag deine Meinung sein, ich finde, dafür wie sich herausstellte, wir nicht die ersten geprellten waren, spüren die von Seiten der Ämter leider viel zu wenig konsequenzen. Aber im Gegenteil, immer schön gucken, dass solche Leute sich noch mehr erschleichen und nix im Leben dafür tun. Mitte 20, Kinder wie die Orgelpfeifen, die in der Reihenfolge auch noch wegen Kindeswohlgefährdung fremduntergebracht werden und alles kriegen die in die Furt geschoben. Erklär mir doch mal, warum der Tünnes, nachdem seine Uschi ins Mutter-Kind-Heim musste, für sich alleine immer noch die 120 m2 Wohnung bezahlt bekommen hat. Und mir ist es ehrlich gesagt auch ****-egal, für was die da sind, vom Jobcenter, die können ja auch komischerweise anders handeln, bei älteren, schwer vermittelbaren Arbeitslosen, die Haus und Hof loswerden müssen um irgendwann mal was zu bekommen. Das hier in Deutschland einiges schief läuft ist ja wohl tatsache.
Aber das soll hier gar nicht Thema werden, denn dass verhagelt mir nur die Laune.

Zitat (von Anami):
Und lernen, wie und mit welchen Sicherheitsnadeln man als Vermieter arbeiten muss.

Gelernt habe ich, dass es diese "Sicherheitsnadeln" nicht gibt.

Dennoch danke für deine Antwort

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#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95919 Beiträge, 36360x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Eine kleine Befriedigung war die Rechnung vom Gericht: rund 15000€, die allein der Beklagte zahlen muss.

Falsch, die musst DU zahlen ... beim Beklagten ist ja nichts zu holen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#23
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(34046 Beiträge, 13056x hilfreich)

Die 15.000,-, das war wohl eher der Gegenstandswert. Nicht das, was es kostet.

wirdwerden

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#24
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Falsch, die musst DU zahlen ... beim Beklagten ist ja nichts zu holen ..


Im Urteil steht "Die Kosten des Verfahrens werden dem Beklagten auferlegt".
In der Rechnung (an uns gerichtet), die ein paar Tage später eintrudelte stand: "Zu Zahlen: 0,00€"

Zitat (von wirdwerden):
Die 15.000,-, das war wohl eher der Gegenstandswert. Nicht das, was es kostet.

War die Summe der Anwaltskosten unseres und des gegnerischen Anwalts, sowie eine Auflistung aller anderen Anfallenden Kosten des Gerichts.

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#25
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(21755 Beiträge, 4389x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
spüren die von Seiten der Ämter leider viel zu wenig konsequenzen.
Wir brauchen hier keine Grundsatzdiskussion über *solche Leute* führen. Das bringt hier vor allem dir/euch als geprellte Vermieter gar nichts. Außerdem:
*Solche Leute* haben vermutlich Erfahrung, evtl. fam. Hintergrund mit Alg2 und tun nun das, was sie *können*.
1. Kinderkriegen ist nicht verboten, sogar erwünscht. Es geht eben leider so oder so.
2. Anspruch auf Sozialleistungen hat in D derjenige, der sie beantragt und die Voraussetzungen erfüllt.
3. Wer betrügt und nicht dabei ertappt wird, betrügt vielleicht weiter. Hier war das wohl so.
uswusf.

Selbstverständlich finde ich *solche Leute* auch asozial unter aller S**, aber Behörden wie dem JC sind in gewissen Dingen die Hände gebunden/wünschenswerte Handlungen nicht erlaubt.
Immerhin haben mehrere Behörden dann endlich reagiert, leider hilft auch dir/euch das nicht.
Zitat (von m-roth):
Erklär mir doch mal,
Ich kann dir das nicht erklären, denn ich lese hier nur dein Gejammer.
Zitat (von m-roth):
Aber das soll hier gar nicht Thema werden, denn dass verhagelt mir nur die Laune.
Dafür hast du selbst schon ordentlich weit ausgeholt, sogar die nicht auszurottende Mär von den armen Alten, die H&H verjacken müssen.
Merkst du eigentlich, was du da schreibst?

Es gibt Sicherheitsnadeln, auf jeden Fall. Ihr müsst sie zukünftig kennen, wenn ihr weiterhin vermieten wollt.

Zitat (von m-roth):
Die Kosten des Verfahrens werden dem Beklagten auferlegt
Na, denn man tau. HAU, das Gericht hat gesprochen, nun seht zu, wie ihr an das Geld des Beklagten/Schuldners kommt.
Aber zuerst die Räumung. Evtl. den Schlosswechsel. Die Renovierung, Reparatur. Das zahlt IHR auch erst, bevor ihr wieder vermieten könnt. Von wem ihr das wiederholen könntet, ist eine andere Geschichte.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#26
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Ich kann dir das nicht erklären, denn ich lese hier nur dein Gejammer.

Zwingt dich keiner zu, man muss sich ja nicht in jeden Thread reinhängen, schon gar nicht, um die Leute, die hilfreiche Tipps oder Antworten auf ihre Fragen suchen, runterzumachen.

Von daher würde ich dich höflichst bitten, einfach nichts weiter zu schreiben, da deine Kommentare nur herablassend, aber nicht hilfreich sind.

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#27
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95919 Beiträge, 36360x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Im Urteil steht "Die Kosten des Verfahrens werden dem Beklagten auferlegt".

Richtig, nur wenn bei dem dann nichts zu holen ist, wird der Kläger die Kosten tragen müssen.

Die gesetzliche Regelung lautet, dass jeder, der einen Zivilprozess anfängt, diesen auch bezahlen muss. Schlicht weil man Anwalt und Gericht beauftragt hat und als Auftraggeber haftet man.

Das
Zitat (von m-roth):
Im Urteil steht "Die Kosten des Verfahrens werden dem Beklagten auferlegt".

bedeutet nicht, das man von dieser Pflicht befreit wäre.

Die werden jetzt erst mal zum Beklagten gehen, wenn sie dann feststellen das bei dem nichts zu holen ist, geht man zum Kläger / Auftraggeber .


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#28
 Von 
m-roth
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Die werden jetzt erst mal zum Beklagten gehen, wenn sie dann feststellen das bei dem nichts zu holen ist, geht man zum Kläger / Auftraggeber .


Ok, bleibt also einfach abzuwarten. Dann müssen wir wohl um Ratenzahlung bitten, denn die guten Leute haben uns echt blank gemacht.
Wie gesagt, dass Geld ist eh abgeschrieben, zu allererst ging es mir ja nur darum zu erfragen, ob wir Hausfriedensbruch begehen, wenn wir uns am 01.02.22 Zutritt zur Wohnung verschaffen würden, da per Urteil am 31.01.22 die Wohung geräumt an uns übergeben werden soll. Gerade kam noch der Fakt hinzu, dass der gute Mann per Haftbefehl gesucht wird. Die Polizei war heute in dem Haus, wo unsere Wohnung liegt und befragte die Nachbarn zu seinem Aufenthalt. Die Nachbarn informierten uns dann. Wenn der Typ jetzt einfährt und sie durch das Mutter Kind Heim bereits eine andere Wohnung hat, müssten wir doch eigentlich reindürfen oder werden die dann wieder durch irgendein Gesetz geschützt?

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#29
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(21755 Beiträge, 4389x hilfreich)

Zitat (von m-roth):
Von daher würde ich dich höflichst bitten, einfach nichts weiter zu schreiben,
Das hilft bei mir nicht.
ICH habe mich erst nach #13 in diesen Thread eingeklinkt. Wegen deiner Frage zum JC.
Da war dir vorher schon längst erklärt und erläutert worden, was du zum Zwecke der Wohnungsöffnung/-Räumung tun kannst.
In #17 habe ich dir empfohlen, was du wegen des JC tun kannst. In #19 nochmal geändert, weil die Ausgangslage anders war als oben von dir geschildert.
---> Titulierung? Lohnpfändung ? --- wenn du meinst, das wäre kein hilfreicher Hinweis, dann nutze doch die vielen anderen, die hier von anderen Usern kamen.
DANN hast du deinen Kummer über solche Leute hier ausgegossen, ich habe versucht, klarzumachen, dass dir das nichts bringt.

Nun schreibst du in #28 wieder, was du ganz oben wissen wolltest.

Sorry, offenbar willst du nicht verstehen, in welcher Lage ihr seid.

Zitat (von m-roth):
Dann müssen wir wohl um Ratenzahlung bitten,
Ja, bitten könnt ihr. Was soll man sonst antworten?
Und *rein* dürft ihr auch, mit entspr. Vorkehrungen.

Heute ist der 11.1., die *Geschäfte* laufen so langsam wieder an und offenbar sieht weder der Anwalt noch der GV ganz dringenden Handlungsbedarf.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#30
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(34046 Beiträge, 13056x hilfreich)

Ich versuche mal, einiges zu erklären, vielleicht wird es dann besser verstanden.

Zu den sich reduzierenden Zahlungen des Job-Centers. Grundsätzlich zahlt das JC den Mietzins nur in der Höhe, in welcher ein Anspruch der Mieter besteht, es ist nicht Aufgabe des JC, die vertraglichen Verpflichtungen des Mieters zu erfüllen. Wenn so nach und nach die Kinder aus dem Haushalt der Eltern genommen worden sind, reduziert sich die Höhe des Mietzinses, den das JC übernimmt und reguliert. Wenn der Mann jetzt arbeitet, wird natürlich auch neu gerechnet, und in der Kombi kommt dann eben auch das zustande, was wir jetzt haben: die Mietzahlungen durch das JC werden eingestellt, weil die Familie insoweit keine Ansprüche gegen die Staatskasse mehr hat.

Es ist nicht Aufgabe des Staates, unternehmerisches Risiko von Vermietern zu übernehmen. Wirklich nicht. Da muss man sich die Mieter eben genau angucken, ehe man vermietet, evtl. auch mal schauen, wo sie bisher gelebt haben. Wobei ich nicht vor ALG II Empfängern als Mieter warne. Die Masse ist doch hoch anständig. Du bist offensichtlich an sehr junge, unerfahrene und überforderte Mieter gekommen. Und glaub mir mal, um diese Familie ist schon seit langem eine Armee von staatlichen Unterstützern getanzt. Sozialarbeiter vom Jugendamt, von der Job-Vermittlung, Haushaltshilfe u.s.w. Nur, das ist nicht die Aufgabe des JC. Ist wohl alles gescheitert, sonst wäre nicht die Notbremse (Herausnahme der Kinder, Mutter-Kind-Heim) gezogen worden.

Wie geht es bei Dir vernünftig weiter? Ja, ich würde jetzt in die Wohnung gehen. Wir haben Winter, es ist kalt, keine Ahnung, ob da Rohre einfrieren können oder aber weitere Schäden erst jetzt entstehen können, etwa wegen Undichtigkeiten, Ungeziefer, was weiß ich. Sichere Dich ab, indem Du zwei Personen mitnimmst, die möglichst nicht aus der Familie kommen, dokumentiert sauber den Zustand der Wohnung. Nicht nur mit Fotos, sondern auch mit Protokoll.

So, nun zum Verfahrensstand. Bei uns hinken die Gerichtsvollzieher derzeit hoffnungslos hinterher. Insbesondere bei "Hausbesuchen." In der Regel arbeiten Gerichtsvollzieher der Reihe nach ab, sie haben auch ein massives Interesse daran, Fälle schnell zu erledigen, denn ein Teil ihres Gehalts bekommen sie aus den Vollstreckungen, die sie vollziehen. Natürlich kostet die Räumung einer Wohnung, sei es nach "Berliner Modell" oder traditionell viel Zeit des GV. Wenn man aber mitteilen kann, dass die Wohnung leer ist, oder man selbst den Rest organisieren würde, dass da niemand mehr vorzufinden ist, dann kann er diese Aktion vielleicht mal schnell dazwischen schieben. Ich würde jetzt einen Termin beim Anwalt vereinbaren. Ganz konkret fragen (und mir eine Abschrift der Unterlagen geben lassen), wann was wie veranlasst worden ist. Der Anwalt sollte auch wissen, wie derzeit die GV in dem Sprengel ausgelastet sind und was wie lange dauert.

Nun zu den 15.000 €. Wenn das alle Kosten sind, incl. zweier Anwälte, kann das natürlich hinhauen. Ich war nur von Gerichtskosten ausgegangen. Klar, für die Gerichtskosten (Du hast die Musik ja bestellt), Deinen Anwalt musst Du aufkommen. Für den gegnerischen Anwalt wohl eher nicht.

Ich hoffe, jetzt ist alles etwas klarer.

wirdwerden

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