Schulden bei einem Freund

16. Oktober 2010 Thema abonnieren
 Von 
BQNE
Status:
Beginner
(76 Beiträge, 4x hilfreich)
Schulden bei einem Freund

Hallo zusammen,

2004 hat mir mein damaliger Chef und Freund Geld gegeben wo er diesen Betrag aber nur in seinen Rechner geschrieben hat.
2008 habe ich ihm Angeboten (so lange war nichts von ihm zu hören), das ich ihm Monatlich einen Betrag von 50Euro zurückzahlen werde. Im April 2009 habe ich ihm 200Euro aufeinmal gezahlt. Die Restschuld betrug jetzt noch 1400Euro.
Da es ein Freund war und das für mich Ehrenschulden sind will ich ihm auch das Geld zurückzahlen.
Ich bin zur Zeit Arbeitslos und die letzten Jahre ging es mir Finanziel auch nicht besonders gut. Ich stehe nun kurz vor der Privatinsolvenz, da er mir Anfang diesen Monats per email eine Frist bis zum 31.10.2010 gegeben hat um den Gesamten Betrag zurück zu zahlen oder er gibt es an seinen Anwalt weiter.

Welche möglichkeiten habe ich jetzt noch? Das ganze ging immer über den email verkehr und ich habe nichts Unterschrieben.
Ich habe da irgendwas von einer Verjährungsfrist gelesen aber nicht genau verstanden.

Also versteht das jetzt nicht falsch, ich würde ihm das Geld ja zurückzahlen, aber 1400Euro auf einmal kann ich nicht.
400Euro würde ich ihm sofort geben und den rest auch, aber bis zum 31.10 ist es halt nicht möglich.

Eine Privatinsolvenz will ich mit allen Umständen vermeiden und deswegen hoffe ich auf rat von euch.

vielen dank schonmal
gruss
BQNE

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32665 Beiträge, 17203x hilfreich)

Hi,

auf Ratenzahlung muß er sich nicht einlassen. Trotzdem muß die Frage ja eher lauten: Was kann er, der Gläubiger, machen? Und er kann nicht viel machen...Die Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens und die Beauftragung des Gerichtsvollziehers kostet nämlich sein Geld und er weiß ja wohl, daß Sie arbeitslos sind - jeder Pfändungsversuch wäre also erfolglos.

Gruß vom mümmel

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#2
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1715 Beiträge, 689x hilfreich)

Hmmm Privatinsolvenz und Gläubiger und Rückzahlung:

Ganz schlechte Idee, während einer Privatinsolvenz ihm "nur" weil er Freund ist Geld zurückzuzahlen. Gehst Du in die Insolvenz und er kommt raus, dass Du ihn in irgendeiner Art und Weise begüngtigst hast Du ein problem dass sich u.a. "Gläubigerbegünstigung" nennt und keineswegs - auch wenn es gut gemeint ist - positiv auf Dein Verfahren auswirkt.
Also entweder alles Zurückzahlen oder Insolvenz, beides ist nur durch einen Inso-.Verwalter möglich der dann entscheidet wer wieviel vom Kuchen abbekommt.

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#3
 Von 
BQNE
Status:
Beginner
(76 Beiträge, 4x hilfreich)

Danke für die schnellen Antworten.

Also die Privatinsolvenz würde nur dann in Raum stehen, sollte er sich auf nichts einlassen und die sachen vor Gericht geregelt werden.

Bis jetzt konnte ich alle Gläubiger zufrieden stellen, so das ich die Privatinsolvenz vermeiden würde. Aber nochmal 1400Euro, plus die Gerichtskosten usw. würden mir das Genick brechen.

Deswegen müsste ich ihn ja irgendwie unter Druck setzen, (also z.b. das es eine Verjährung gibt, oder das z.b. emails keine beweise sind usw. halt)
Geld spielt bei ihm keine Rolle und nur um mir eins reinzuwürgen würde er es seinem Anwalt weitergeben. Vor Gericht würde dann vielleicht eine Ratenzahlung vereinbart werden, aber wahrscheinlich mit der doppelten Summe.

Also im kurzen, ich will das Geld zurück zahlen, kann es aber nicht sofort und brauche ein Druckmittel.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
BQNE
Status:
Beginner
(76 Beiträge, 4x hilfreich)

Hab da vielleicht noch eine Info,

2004 habe ich 300€ bekommen und dafür auch eine Quittung unterschrieben.
Und 1400€ habe ich auch irgendwie bekommen, weiss aber schon garnicht mehr wofür. Auf Nachfrage konnte mir mein damaliger Chef und Freund auch nichts sagen und meinte nur das es ja schon so lange her ist (ich meine es war ein Vorrauszahlung vom Gehalt)
Ende 2008 und Anfang 2009 habe ich insgesamt auch 300€ zurück gezahlt.

Hätte ich das überhaupt noch machen müssen? Zählt da nicht eine Verjährungsfrist von 3 Jahren?

Über die 1400€ die ich ihm jetzt noch schulde gibt es keinen Nachweis, er hat es vielleicht im PC eingetragen bei sich, aber ich habe nichts unterschrieben.
Weiter gibt es noch den e-mail Kontakt von Ende 2008 bis Februar 2009 wo ich einer Ratenzahlung zustimme von je 50€ im Monat, dieses habe ich auch zweimal gemacht und dann auf einen schlag 200€ (sind die genannten 300€). Danach habe ich nichts mehr gezahlt bis heute.





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#5
 Von 
Dieter25
Status:
Lehrling
(1970 Beiträge, 995x hilfreich)


quote:
Hätte ich das überhaupt noch machen müssen? Zählt da nicht eine Verjährungsfrist von 3 Jahren?

Die Verjährungszeit beträgt tatsächlich 3 Jahre.
Im Normalfall ist Verjährungsbeginn der Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Es kommt jedoch auch auf die Vereinbarung über die Fälligkeit und Rückzahlung an, über die sie nichts wesentliches berichtet haben.
Über den Erhalt der 1400€, wie auch über die Höhe des Rückzahlungsbetrages (erst 200€, dann 300€) besteht keine Klarheit
Aus Ihren Beiträgen geht aber hervor, daß Sie die Rückzahlung beabsichtigen.

Der Sachverhalt ist allgemein leider unklar. Es ist ein Anwalt zu empfehlen, der Ihnen nach Erörterung des tatsächlichen Sachverhalts auch Auskunft darüber geben kann, ob vor Ihrer Abschlagszahlung die Verjährung bereits eingetreten wäre.
Grundsätzlich beginnt abgesehen davon die Verjährung mit jeder Abschlagszahlung von neuem..



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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
BQNE
Status:
Beginner
(76 Beiträge, 4x hilfreich)

Es ist immer schwer sowas schriftlich zu erklären :)

Also ich versuche es nochmal kurz aber genau zu erklären.

Im Juli 2004 waren die "Schulden" bei 1700€.
Bis zum 01.10.2008 wurde über die Schulden nicht gesprochen.
Am 17.11.2008 habe ich ihm 50€ überwiesen und das selbe nochmal im Dezember. (vereinbart waren ab Okt. 50€ monatlich)
Im Januar 2009 bekam er gleich 200€, so das es insgesamt 300€ waren.
Am 27.01.2009 war der letzte Kontakt.
Am 30.09.2010 meldete er sich wieder und gab mir eine Frist bis zum 31.10.2010 um den Gesamtbetrag zurück zu zahlen von 1400€.
Über diese 1400€ gibt es aber keinen Schuldschein oder ähnliches, ausser den e-mail Kontakt von Okt.08 - Jan.09.


-- Editiert am 17.10.2010 15:49

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Dieter25
Status:
Lehrling
(1970 Beiträge, 995x hilfreich)

Da es sich auf Grund des geschilderten Sachverhaltes m.E. nur um ein privates Darlehen handeln kann und nicht zu entnehmen ist, daß eine Vereinbarung über die Rückzahlung getroffen wurde, hängt die Fälligkeit des Darlehens in diesem Falle von der Kündigung Ihres Freundes ab. Die Frist dafür trägt 3 Monate.
Lesen Sie dazu § 488 BGB .
Diese Meinung ist in einem Laienforum unverbindlich, wofür ich um Verständnis bitten muß.



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