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Vollstreckungsbescheid Unschuld!

 Von 
fb502754-50
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)
Vollstreckungsbescheid Unschuld!

Hallo,
Ich bin auf der Suche nach eure Hilfe...
Hier ist die Sache, ich habe mal mit meinen Vater, Stiefonkel und tochter von meinem Stiefonkel zusammen gewohnt.
Sie hat bei uns ein monat lang gewohnt und ist umgezogen nach Amerika, bevor sie umgezogen ist, hat sie von meinem Vater 2000€ ausgeliehen (überweisung). Dafür hat sie Uns Klavier gelassen in gleichen wert, Nach 1 Jahr wollten wir das sie uns das Geld zurcük zahlt, darauf meinte sie, sie hätte nichts von uns ausgeliehen.
Darauf habe ich das Klavier einem mann auf Ebay verkauft.
Nach dem sie es gemerkt hat das die Klavier weg sind hat sie eine anzeige erstartet.
Die ganze sache kam vor gericht und das Verfahren wurde §153 StPo eingestellt (keine straffe).
Dannach bekam ich Briefe von Ihre Oma Ihr Anwalt das ich 2500€ fur das Klavier zahlen soll, ich habe drauf nicht geanwortet und bekam ein Vollstreckungbescheid, auf dem ich auch nicht geanwortet habe, weil ich überhaupt nicht wusste was das ist.
Dannach kam ein Gerichtsvollzieher und will bis heute 3900€ von mir ingesammt.
Jetzt hat mich der Mann dem ich das Klavier verkauft habe angeschrieben und meinte das die Frau(Oma von der junge frau die bei uns geowhnt hat) Ihre Klavier wieder zurcük von ihn will. Sie hat keine papiere dafür und Keiner von denen hatte bei uns zu hause ein meldung.
Was kann ich tun? Oder muss ich das jetzt zahlen? (Tut mir leid für mein Deutch bin erst seit 4 Jahren in Deutschland)

Mit freundliche Grüsse.


-- Editiert von Moderator am 03.11.2018 16:29

-- Thema wurde verschoben am 03.11.2018 16:29

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Geld Vollstreckungsbescheid zahlen


17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AR0710
Status:
Schüler
(393 Beiträge, 65x hilfreich)

Das ein Strafverfahren eingestellt worden ist, hat mit der vorliegenden Sache grundsätzlich nichts zu tun. Der Vollstreckungsbescheid betrifft einen zivilrechtlichen Anspruch. Dem ist ein Mahnbescheid vorausgegangen. Geht man gegen diesen Mahnbescheid nicht vor, wird der Vollstreckungsbescheid erlassen. Dieser Titel ist ein Titel, welcher zur Zwangsvollstreckung geeignet ist. Deswegen war der Gerichtsvollzieher auch schon da. Der einzige Weg den Vollstreckungsbescheid wieder aus dem Weg zu räumen ist, Vollstreckungsabwehrklage zu erheben. Hier kommt es dann zu einer Gerichtsverhandlung, sodass in der Sache entschieden wird. Es bietet sich an, vorher die einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung zu beantragen.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81404 Beiträge, 33990x hilfreich)

Zitat (von fb502754-50):
Was kann ich tun?

Außer zahlen wohl nichts mehr.



Zitat (von fb502754-50):
Oder muss ich das jetzt zahlen?

Ja.

Sowohl beim Mahnbescheid als auch beim Vollstreckungsbescheid hätte man noch Widerspruch bzw. Einspruch einlegen können. Das hat man nicht gemacht, somit wurde das ganze rechtskräftig.



Zitat (von fb502754-50):
Jetzt hat mich der Mann dem ich das Klavier verkauft habe angeschrieben und meinte das die Frau(Oma von der junge frau die bei uns geowhnt hat) Ihre Klavier wieder zurcük von ihn will.

Da wird sich die Oma entscheiden müssen: entweder die 2.500 EUR für das Klavier oder das Klavier selber.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23951 Beiträge, 15582x hilfreich)

Wie lange ist das denn her? Aus 2500€ werden nicht einfach so plötzlich 3900€. Wie setzt sich der Betrag zusammen? Dass man zahlen muss bedeutet natürlich nicht, dass man jeden Gebührenunsinn mitmachen muss.

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#4
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3045x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Wie lange ist das denn her? Aus 2500€ werden nicht einfach so plötzlich 3900€. Wie setzt sich der Betrag zusammen? Dass man zahlen muss bedeutet natürlich nicht, dass man jeden Gebührenunsinn mitmachen muss.

Und zeitgleich wird aus Amerika nach Jahren der Käufer des Klaviers angeschrieben und das Klavier wird zurückverlangt?

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23951 Beiträge, 15582x hilfreich)

Ich würde diesbezüglich sowieso mal zur Polizei gehen. Sie will also:
A) das Geliehene Geld nicht zurück zahlen, obwohl es eine Überweisung als Beweis gibt. Sie lügt, dass es nie geliehenes Geld gab.
B) das Klavier behalten bzw. vom Käufer zurück verlangen
C) per Pfändung Geld haben

Unterm Strich also will sie den Gegenstand und zwei mal Geld dafür. Das ist in meinen Augen nur eines: Betrug. Vielleicht gibt es dann die Chance, nachträglich den Titel aufzuheben, sollte sie wegen Betruges verurteilt werden.

Die offenen Fragen sind aber dennoch wichtig.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#6
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3045x hilfreich)

Zuallerst Anwalt, da hier eine Vollstreckungsabwehrklage nötig sein wird um das Übel erst mal zu stoppen.

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23951 Beiträge, 15582x hilfreich)

Ich sehe (im Moment) keinen Ansatz für eine Abwehrklage. Oder habe ich da was übersehen?

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#8
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3045x hilfreich)

Aufrechnen mit der der Gegenforderung, die man beweisen kann?

Zitat (von fb502754-50):
Sie hat bei uns ein monat lang gewohnt und ist umgezogen nach Amerika, bevor sie umgezogen ist, hat sie von meinem Vater 2000€ ausgeliehen (überweisung).

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#9
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23951 Beiträge, 15582x hilfreich)

Ich dachte immer, man kann bei einer Vollstreckungsabwehrklage nur solche Dinge vorbringen, die nach Titel entstanden sind?

Aber bevor man das macht, wäre der Zeitablauf noch mal relevant. Also wie lange das her ist. Nicht dass man in eine Verjährung rennt.

Wenn ich mich irre, dann würde das in der Tat Sinn ergeben. Ich würde dann sogar die Chance nutzen, die Rückforderung des Klaviers ansprechen und ob sich daraus nicht ergibt, dass man gar nichts zu zahlen hat. Nach dem Motto: Käufer erhält Geld zurück, sie erhält das Klavier und 0 Euro in Summe.

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81404 Beiträge, 33990x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
obwohl es eine Überweisung als Beweis gibt

Wie soll das ein Beweis sein für eine Darlehen sein? Das einzige was es beweist, ist das da ein Geldtransfer mit unbekanntem Hintergrund stattgefunden hat.
Und dann müsste man ja auch noch den Beleg für die Überweisung haben ...



Zitat (von mepeisen):
Unterm Strich also will sie den Gegenstand und zwei mal Geld dafür.

Nö, das Klavier will die Oma der Tochter vom Stiefonkel haben, das Geld die Tochter vom Stiefonkel.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#11
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23951 Beiträge, 15582x hilfreich)

Zitat:
Wie soll das ein Beweis sein für eine Darlehen sein?

Natürlich ist der Verwendungszweck wichtig. Aber ich nehme mal an, dass der nicht sein wird "Geschenk zum 18. Geburtstag" o.ä.
Ansonsten kommt es auch drauf an, was genau die Gegenseite nun leugnet. Wenn sie leugnet, nie Geld erhalten zu haben ;-)

Zitat:
Nö, das Klavier will die Oma der Tochter vom Stiefonkel haben, das Geld die Tochter vom Stiefonkel.

1. Die Oma hat gar nichts zu wollen.
2. Wenn die Oma eine Vollmacht o.ä. hat, das einzufordern, muss sich die Tochter das anlasten lassen.



-- Editiert von mepeisen am 05.11.2018 08:00

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81404 Beiträge, 33990x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Aber ich nehme mal an, dass der nicht sein wird "Geschenk zum 18. Geburtstag" o.ä.

Nur: der Absender kann da reinschreiben was er mag.
Erfahrungsgemäß hat der Verwendungszweck in solchen Fällen leider keine wirklich große Bedeutung.



Zitat (von mepeisen):
Die Oma hat gar nichts zu wollen.

Ich hatte es so verstanden, das die Oma die eigentliche Eigentümerin des Klaviers war/ist.


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#13
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8838 Beiträge, 2837x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Ich sehe (im Moment) keinen Ansatz für eine Abwehrklage. Oder habe ich da was übersehen?

Bin insoweit bei Dir.

Fakten:

Cousine leiht sich Geld vom Onkel (wird jetzt bestritten), hinterlässt als Pfand ein Klavier, dass aber vermutlich nicht ihr sondern der Oma gehört.

Dieses Pfandstück wird von einem Unbeteiligten, dem TS, verkauft. Verkaufspreis?

Ts wird von Cousine verklagt und zur Zahlung verurteilt, weil er sich nicht gegen die unberechtigte Forderung zur Wehr setzt (Versäumnisurteil?).

Oma, die vermutete Eigentümerin vor dem Verkauf fordert die Herausgabe vom Käufer.

Berry


Loriot hatte es etwas anders geschrieben: :)
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjK2tvumb7eAhWzhqYKHYDiC7gQyCkwAHoECAcQBA&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DmTfSXIit9qA&usg=AOvVaw0iz9pOLVaEWhaAPkKF3-Ep

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#14
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23951 Beiträge, 15582x hilfreich)

Zitat:
Erfahrungsgemäß hat der Verwendungszweck in solchen Fällen leider keine wirklich große Bedeutung.

Ich kenne genug Gerichtsurteile, wo genau dieser Verwendungszweck wichtig ist und als Beweis dient, dass die Aussage "das war ein Geschenk" gelogen war.

Zitat:
Ich hatte es so verstanden, das die Oma die eigentliche Eigentümerin des Klaviers war/ist.

Ich habe genau den anderen Fall verstanden, dass es immer noch das Klavier der Frau ist. Zumindest steht das oben im Ausgangsbeitrag in einem Satz durchaus so drin.

Selbst wenn die Oma Eigentümerin ist, dann hat die Tochter ganz kleine Brötchen zu backen.

Zitat:
Ts wird von Cousine verklagt

Im Ausgangsbeitrag steht "von Ihre Oma Ihr Anwalt ". Wäre jetzt wirklich mal spannend, wer da als Antragsteller im VB steht. Die Oma oder die Cousine.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#15
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31081 Beiträge, 12379x hilfreich)

Aber der Drops ist doch gelutscht. Wir haben einen Titel, es ist nichts passiert, was nicht in einem Gerichtsverfahren hätte vorgetragen werden können.

wirdwerden

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#16
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8838 Beiträge, 2837x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Im Ausgangsbeitrag steht "von Ihre Oma Ihr Anwalt ".

Jetzt wo ich es nochmals lese wirst Du wohl Recht haben.

Berry

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#17
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23951 Beiträge, 15582x hilfreich)

Zitat:
Aber der Drops ist doch gelutscht

Mit der Rückforderung des Klaviers aber nicht so ganz, oder? Damit entsteht ja eine völlig neue Situation.

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