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Unschuldig wegen Vergewaltigung verurteilt:Was nun?

 Von 
Sven 2
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Unschuldig wegen Vergewaltigung verurteilt:Was nun?

Am 23.07.2000 bin ich auf der Geburtstagsparty eines Bekannten gewesen.
Dort lernte ich Mädchen (damals 18) kennen.
Wir unterhielten uns ca. 1 std. lang,danach trennten sich vorläufig unsere Wege.
Als wir zur späteren Stunde am Lagerfeuer zusammen saßen stand sie unvermittelt auf und sagte jetzt nach Hause gehen zu wollen.
Ich erkundigte mich warum,habe aber keine Antwort von ihr bekommen.Ca. eine halbe stunde später hatte ihre Schwester,die sich auch am Lagerfeuer befand,einen Anruf von ihr bekommen.
Ich fragte was sie wollte,Sie sagte zu mir sie sei am Telefon sehr zerstreut gewesen.
Ich beschloß daraufhin sie mit einem Fahrrad zu suchen,und fand sie nach etwa 10-15 min.
Als ich sie fand und fragte was los sei rannte Sie vor mir weg und schrie nur:"Du hast mich vergewaltigt"!
Daraufhin wollte ich sie zur Rede stellen aber Sie rannte weiter vor mir weg.
Ich fuhr zurück zur Party und konnte mir das geschehene nicht erklären.
Am nächsten Tag ging die Person zur Polizei und zeigte mich wegen Vergewaltiging an!
Einen Tag später wurde ich zum Verhör auf das Polizei-Revier gebracht und habe dort meine aussage gemacht.
Da ich mir nichts vorzuwerfen hatte,verzichtete ich auf einen Rechtsbeistand.
Aufgrund ihrer Aussage und der ihrer Schwester ,die aussagte das ich verstört wieder zur Feuerstelle zurück gekehrt sei und mich auffallend anders verhalten hätte,wurde Anklage erhoben.
Zudem wurde noch eine Speichelprobe von mir entnommen die aber Negativ ausfiel und auch in der Verhandlung gar nicht erwähnt wurde.
In der ersten Instanz wurde ich von einem Schöffengericht zu 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt,die berufungsverhandlung vor dem Landgericht kam zu dem selben Strafmaß.
In der Verhandlung wurde ich von meinem Rechtsanwalt darüber in Kenntnis gesetzt das ich die 2 Jahre,6 monate akzeptieren solle,sonst müßte ich mit einem noch höheren Strafmaß rechnen.
Es gäbe darüber eine Absprache mit der Staatsanwältin.
Ich beteuerte aber zu jeder Zeit meine Unschuld.

Aus meinem Bekanntenkreis habe ich mittlerweile erfahren das die Klägerin bereits mehrfach psychisch auffällig war,weshalb ich annehme das die Anzeige gegen mich evt. auch darauf beruhen könnte.
Mein Pflichtverteidiger nahm dieses im Prozeßverlauf nicht weiter zur Kenntnis.
Darum jetzt meine Frage:

-Gibt es Möglichkeiten die Krankengeschichte der Klägerin einsehen zu können?
-Gibt es für mich als Beklagten die Möglichkeit ein pschychologisches Gutachten über die Klägerin einzufordern?
-Gibt es Möglichkeiten die Wiederaufnahme des Prozesses zu erwirken?

Bin für alle tipps und Anregungen dankbar!!

Sven

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"Sven"

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Anklage Gericht Kenntnis Landgericht


36 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
isy81
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 3x hilfreich)

Hi
ui das hört sich ja garnicht gut an.
Erstmal muß ich was fragen. ich wurde wegen dem gleich angeklagt, aber freigesprochen. Du hast geschrieben, daß die person, nach hause gegangen ist und eine halbe stunde später ziemlich verstreut bei ihrer schwaester angerufen hat, die bei dir am lagerfeuer saß. habe ich das richtig verstanden??? Wenn ja, ist das vor gericht zur sprache gekommen?? Das ist ja ein indizt, daß zu dem zeitpunkt schon etwas war bzw gewesen sein könnte.
Die person, muß vor gericht die wahrheit sagen. und wenn die frage kommt, ob sich schon mal auffällig war oder behandlt wurde, muß auch diese frage vor gericht ehrlich beantwortet werde(kommt mir doch bekannt vor).
Es gibt die möglichkeit eines glaub würdigkeits gutachten. was aber so weit ich weiß von der anklägerin verweigert werden kann. in wie weit dieses dann erzwungen werden kann weiß ich leider nicht.
Zu deiner letzten frage, weiß ich leider auch kein rat. aber ich denke, wenn neue indizien oder beweise auftauchen, kann es bestimmt wieder auf genommen werden.
Wie meinst du das mit der speichelprobe)klar dna test) aber wurden denn bei ihr sperma gefunden?? wenn ja ist das doch ein eindeutiges zeichen, daß du es nicht warst muß vor gericht auch angesprochen werden.
Hattest du danach mit der person noch kontakt?? E-mails telefonate oder so?? wenn ja aufheben dem gericht vorlegen. es ist nämlich unwahrscheinlich, daß eine person, die von dir vergewaltigt danach noch mit dir kontakt hat.
jede kleinigkeit zählt, egal was und wenn es nur ist, daß sie sich nicht mehr genau an den ort erinnern kann, danach noch kontakt mit dir hatte, wärend der aussage nicht die wahrheit gesagt hat, sachen erfunden hat, die du wiederlegen kannst usw.
Mfg Isy

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#2
 Von 
RA DPMS
Status:
Praktikant
(998 Beiträge, 148x hilfreich)

Hallo "Sven",

läuft die Hauptverhandlung in der Berufungsinstanz denn noch?

Mit freundlichen Grüßen

D.P.M. Sevriens
<a href="http://www.erecht.net" target="blank">www.erecht.net</a>

"Wer glücklich ist, kann glücklich machen, wer`s tut,
vermehrt sein eigenes Glück." (Gleim)

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#3
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1397x hilfreich)

Guten Tag,

also wenn Sie auch in der Berufungsinstanz vor dem Landgericht zum gleichen Strafmaß verurteilt worden sind, sehe ich die Situation als durchaus problematisch an.

Die Beweismittelwürdigung fand vor dem Schöffengericht statt. Wieso wurden dort die näheren Umstände zur Krankengeschichte der Klägerin nicht näher berücksichtigt? Andererseits müssen auch evidente Vorwürfe und Beweise bestehen, um Sie der Vergewaltigung in zwei Instanzen zu verurteilen.

Alles in allem ist es mir persönlich nicht möglich qualifiziert zu diesem Thema Stellung zu nehmen, da mir die nötigen Einzelheiten Ihres Falles und die Gesamtwürdigung des Schöffen- und Landgerichtes nicht bekannt sind.

Was meinen Sie zu dieser Problematik Herr Sevriens?


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

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#4
 Von 
RA DPMS
Status:
Praktikant
(998 Beiträge, 148x hilfreich)

Selbstverständlich können wir nur schwer substantiert zu dem geschilderten Strafverfahren Aussagen oder gar Prognosen machen.

Ihr Einwand, es müsse evidente Vorwürfe und Beweise geben, überzeugt mich.

Fraglich, ob die Revision nicht fristgerecht eingelegt werden kann.

Falls nicht, sehe ich schwarz und sollte mir deswegen mal ein paar mehr Gedanken machen.

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#5
 Von 
Cyberfahnder
Status:
Schüler
(224 Beiträge, 19x hilfreich)

ich glaube Ihnen nicht, Sven

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#6
 Von 
belle
Status:
Praktikant
(826 Beiträge, 126x hilfreich)

...ich schließe mich Cyperfahnder an.
Die Sachverhalts(kurz)schilderung von Sven weist große Lücken auf, wo "nachhaken" geradezu ins Auge springt.
Das DNA etwa nicht angesprochen wurde, weil keine Vergleichsspur, Aussage der Schwester wg. Telefonats, wollte nach Hause und dann nach ca. 15min gefunden......

Bestätigung des Urteils durch LG, spätestens hier wird nochmals bis ins Detail alles beleuchtet und schließlich im Urtel schriftlich niedergelegt.

Dieses Urteil würde ich gern mal lesen, wie ein LG es begründet, wenn es so war, wie Sven es geschildert hat.

mfg

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#7
 Von 
Hank
Status:
Praktikant
(920 Beiträge, 229x hilfreich)

Klassischer StA Satz: "Aber hören Sie mal, das können Sie mir doch nicht erzählen!"

Aber wie auch immer die Geschichte sich tatsächlich abgespielt hat...Ich habe diesen Satz gelesen

"Da ich mir nichts vorzuwerfen hatte,verzichtete ich auf einen Rechtsbeistand."

und nur gedacht: tsja! Mit Ansage ins Verderben gestürzt!

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"Plakatieren verboten! Hier könnte Ihre Werbung stehen... "

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#8
 Von 
RA DPMS
Status:
Praktikant
(998 Beiträge, 148x hilfreich)

Falls es so wa(h)r wie Sven berichtet hat, braucht er Hilfe!

Falls Sven lügt, schwindet die Hoffnung...

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#9
 Von 
isy81
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 3x hilfreich)

Wenn es war ist braucht er wirklich hilfe
Ich weiß ja nicht ob das geht bzw rechtens ist und oder es den leuten die ahnung haben überhaupt hilft. aber könne sven nicht mal das urteil hier ins netz posten???? bzw die urteils begründung??
Mfg
Isy

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#10
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29343 Beiträge, 8963x hilfreich)

Sicher kann er das... :)

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#11
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1397x hilfreich)

Guten Abend,

@Belle: Naja, finden Sie denn nicht, dass eine ausführliche Sachverhaltsschilderung + gerichtlicher Wertung des Falles hier etwas viel wäre? Letztlich haben Sie aber natürlich recht, dass es schon sehr verwundert, dass das LG das Urteil bestätigte.

@Cyberfahnder
Schön mal wieder was von Ihnen zu hören.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

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#12
 Von 
Cyberfahnder
Status:
Schüler
(224 Beiträge, 19x hilfreich)

@BOBO
Danke und liebe Grüße zurück.

@Forum
Ich glaube nicht, dass es viel hilft, wenn wir hier das komplette Urteil präsentiert bekommen. Hier ist eine individuelle Beratung nötig, wobei der Rechtsanwalt auch in die Verfahrensakten und vor Allem in die Verhandlungsprotokolle schauen muss.

Grüße vom CyberFahnder

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#13
 Von 
jouri
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

mal eine frage:

wieso ist der sven durch die dna-analyse nicht freigesprochen worden ??? die ist doch eindeutig oder irre ich mich da ? man hört ja immer, dass die dna-tests so unfehlbar sein sollen.

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#14
 Von 
belle
Status:
Praktikant
(826 Beiträge, 126x hilfreich)

...ist doch dahingehend einfach, entweder wurde keine Vergleichsspur gefunden oder beide hatten etwas miteinander, sie sagt "Vergewaltigung" war es, er sagt "freiwillig" tat sie es.
Dann wird es schwierig.

Dieses geht aber nicht zweifelsfrei aus dem Sachverhalt hervor.

mfg

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#15
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1397x hilfreich)

Guten Abend "Jouri",

das gängige DNA-Verfahren können Sie als eindeutig ansehen. Die Möglichkeit einer Fehlanalyse ist schwindend gering.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

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#16
 Von 
AACHEN
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Das kann ich leider nur bestätigen!
Wer glaubt, dass der deutsche Rechtsstaat keine Fehlurteile schreibt, sollte sich bei Intimitäten mit einer Frau nur dem Beisein eines Freundes, einer Videokamera und/oder eines sonstigen Aufzeichnungsgerätes erfreuen.
So mir ergangen Mitte der 90-iger Jahre vor dem Landgericht Aachen. Der vorsitzende Richter war wegen hoher Strafmaße schon berühmt wie berüchtigt, dazu 2 Berufsrichterinnen sowie 2 alte Schöffinnen, dann noch eine Staatsanwältin: 5 Frauen gegen einen wegen (angeblicher) Vergewaltigung angeklagten Mann!
Der Platz reicht nicht für die Vorgeschichte. In einer Oldiethek sprach mich eine fühere Intimbekanntschaft an, die mich mit einer sie begleitenden Polin dort bekannt machte. Es kam nach wenigen Tagen nach dem gegenseitigen Austausch der Peronalien zu einem ersten (natürlich einvernehmlichen) Intimtreff bei mir zu Hause, danach noch zu mindestens 3 wechselseitigen häuslichen Intimtreffen, sogar zu einer 3-tägigen Einladung zu dieser Polin, zuletzt bei mir. Bei allen Treffen kam es zu Intimitäten.
Nach der letzten Nacht bei mir, sprang die besagte Dame gegen 9.00 h aus dem Küchenfenster des I. Stocks meines Hauses.
Da ich einen voll durchgebrochenen Leisten-/ Hodenbruch sowie eine noch nicht ausgeheilet rechte Oberarmfraktur hatte, konnte ich die Dame nur mittels meines linken Armes die Treppe hinausstützen. Sie zeigte und äußerte keinerlei Verletzungen. Obwohl ich ihr anbot, meinen Hausarzt zu rufen, lehnte sie dies ab. Nach Kontaktaufnahme zu ihrer Tochter, verbrachten wir sie gemeinsam in ein Krankenhaus, mit dem Taxi. Obgleich die Tochter dort examinierte Krankenschwester war, hielt sie einen Krankenwagen bzw. Arzt nicht vonnöten.
Hiernach besuchte ich sie noch 2 x hintereinander im Krankenhaus; danach galt sie als "verlegt". Nach 2 ergebnislosen Briefen meinerseits an ihre Wohnanschift, gab ich den Kontakt zu ihr auf. Hierauf hörte ich ca. 3 Monate nichts mehr!
Im Dezember erschienen gleich 4 Kripobeamte zur Hausdurchsuchung: Verdacht der Vergewaltigung, des unerlaubten Waffenbeseitzes sowie BTM-Verstoß!
Die Dame hatte angegeben, dass ich ihr am letzten Abend eine "psychotrope Droge" in den Kaffee getan hätte (von dem ich auch getrunken hatte), sie u. a. mit Zeigen der Waffe (die sie vorher bereits kannte und den Grund des zeitweiligen Mitführens zu meinem Schutze kannte) - vergewaltigt hätte.
Der leitenden Kripobeamte erklärte mir, dass, wenn man dies amtlich geglaubt hätte, einen Haftbefehl mitgebracht hätte. Ich kam nicht in Haft.
Nach ca. 2 Jahren erhielt ich die entsprechende Anklageschift. Urteil: Mehrere Jahre Haft!
Der Gutachter der RWTH glaubte dem "psychotropen Drogenwahn", obgleich im Krankenhaus derartige Drogen nicht festgestellt werden konnten!
Da ich zu diesem in Rede stehenden Zeitpunkt noch starker Alkoholiker war, körperlich so stark (wie zuvor geschildert) gebeutelt war, konnte ich eine Intimität nur sehr vorsichtig vornehmen. So wurde also ein damaliger Krüppel zum sportlich avancierten Vergewaltiger gestempelt, dazu zu einem Gewaltmenschen, dessen Gegenteil er ist und auch lebt.
Revisision wurde verworfen, und eine erste Wiederaufnahme in der Haft von einer sog. "Starverteidigerin" aus Hessen verworfen:
Ca. 15.000,00 DM für 3 aussageschwache Wiederaufnahmeseiten!!
Zur Erinnerung: Auch meine frühere Verlobte hatte mich einmal dieses Vorwurfes bezichtigt - aus Eifersucht, und weil ich sie verlassen hatte, trotzdem während ihrer Ehezeit ihrem intimen Ansinnen gefolgt war!
W e l c h e n M ä n n e r n g i n g e s ä h n l i c h ?
Wer könnte nachträgliche Zeugen in dieser Sache erbringen - etwa vor Mitte der 90-er Jahre?
Vorsitzender Richter *****+ Staatsanwältin *****, Landgericht Aachen + Staatsanwaltschaft Aachen.
Wegen des Umfanges dieses Falles konnte nur ein spontaner Abriß an dieser Stelle erfolgen.


-----------------
"Wegen Falschaussagen der Vergewaltigung abgeklagt, verurteilt und Strafe verbüßt"

3x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#17
 Von 
AACHEN
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Es muß natürlich heißen "Wegen Falschaussagen der Vergewaltigung angeklagt".

*****



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"Wegen Falschaussagen der Vergewaltigung abgeklagt, verurteilt und Strafe verbüßt"

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#18
 Von 
mc0072
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)

Tach, ich habe das gleiche Problem. Vorwurf der Vergewaltigung an meiner äußerst kranken Ex-Freundin( Selbstverstümmelung, extrem sadistische Sex-Vorlieben, Gewalt bei nahe schon brauchend, etc…. ). Die Anzeige kam direkt nach dem ich mich von ihr getrennt habe.

Der Richter meint, es wäre eine reine zwei Personengeschichte und müsse „sehen“ was zu machen sei.
Darüber hinaus werden 3 ihrer „Freunde“ geladen, die ein Hören und Sagen bestätigen. Zudem keinerlei
Beweise. Auf meiner Seite, jede Menge Leute, die bestätigen, ich können nur einen sehr kurzen Zeitraum
bei ihr gewesen sein. Für den Richter jedoch zu schwammig. Versteh ich.

Meine neue Freundin ist schwanger und wir leben derzeit auf Ibiza. Ich kann also keine Entscheidungen basierend auf irgendwelcher Wahrscheinlichkeiten machen. Ich habe im Internet gesehen, dass die Urteil relativ milde ausfallen und habe es daher vorgezogen, alle durch die Anklage erhoben Vorwürfe zu bestätigen, dies in der Hoffnung, Bewährung zu bekommen und somit bald wieder zu Hause sein zu können. Ich selbst bin wegen ein paar Ladendiebstählen und Softwaredelikten vorbestraft (7 Jahre zurück).





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#19
 Von 
chocola
Status:
Schüler
(167 Beiträge, 20x hilfreich)
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#20
 Von 
Andreas.Hauser
Status:
Lehrling
(1229 Beiträge, 124x hilfreich)

Der Richter meint, es wäre eine reine zwei Personengeschichte und müsse „sehen“ was zu machen sei.

Das hört sich doch schon sehr gut an, zumindest zieht er einen Freispruch auch in Erwägung.

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#21
 Von 
guest123-2016
Status:
Lehrling
(1048 Beiträge, 224x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#22
 Von 
bernardoselva
Status:
Bachelor
(3253 Beiträge, 1803x hilfreich)

Hallo,

ganz richtig. Dieses Ibiza-bla-bla hatten wir doch schon.


Viele Gruesse
bernardoselva

-----------------
"Touristiker"

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#23
 Von 
guest-12318.02.2009 22:43:28
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 4x hilfreich)

ich will nicht den Schlaumeier spielen, aber der Ausgang einer Gerichtsverhandlung hängt von vielen Faktoren ab, egal ob der/die Angeklagte die Tat begangen hat oder nicht.
Der/Die Richter(in) kann private Probleme oder einen schlechten Tag haben, oder der/die Staatsanwa(ä)lt(in), oder die Zeugen sind gut oder schlecht. Meistens ist es aber so, dass der/die Angeklagte den Ausgang des Verfahrens schon beeinflussen kann, indem er/sie sachlich verhält und zur Wahrheitsfindung beiträgt. Es gibt z.B. dämliche belastenden Zeugen, die für den/die Angeklagte/n sprechen, vorausgesetzt der/die Angeklagte sich vernünftig verhält. Eine Gerichtsverhandlung ist nichts anderes als eine Theatervorstellung. Jede/r hat seine/ihre Rolle zu spielen.

-- Editiert von bitte-recht-freundlich am 24.04.2008 01:43:13

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#24
 Von 
guest123-2065
Status:
Lehrling
(1119 Beiträge, 242x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#25
 Von 
mc0072
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)

Wieder mal vielen Dank liebe Leute. Und auch sorry für die letzten posts. Aber wenn man in so einer Situation steckt, ist alles ziemlich dramatisch und auch sehr emotionsgeladen(bin deswegen in Behandlung gegangen).

Das mit dem Theater habe ich auch in so in Erinnerung. Sogar der Tag der Verhandlung schien eine Rolle zu spielen, so sehr, dass man Freitag Nachmittags gerne mal ein paar Delikte vergisst. Hammer ! Ich wusste ja , dass Justiz bzw. Recht nicht unbedingt etwas mit Wahrheit zu tun hat, aber das es so
Ablaufen kann, hätte ich gerade mal von Comics erwartet.


Ich habe dem Richter/Staatsanwalt alles so bestätigt, dass die keinerlei Problem von meiner Seite zu erwarten haben. Die müssen ja irgendwie ihren Job machen. Daher werde ich alles versuchen, dass die mit mir zufrieden sind. Wenn das Urteil allerdings zu hart oder zu gering(Nebenklägern, Schmerzensgeld ist geplant.) ausfällt, geht die Schlammschacht leider weiter.
Soweit, daß ich dort dieses Glaubwürdigkeitsgutachten anfordern muss. Naja, wird schon schief gehen.


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#26
 Von 
guest-12318.02.2009 22:43:28
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 4x hilfreich)

So viel wie nötig, so wenig wie möglich! Sie müssen sich nicht gleich unnötig belasten. Das tun schon die Zeugen und die Staatsanwaltschaft. Und immer die Aussage bzw. die Regie vor Gericht mit Ihrem Anwalt vorab absprechen. Kein Wort zuviel. Wie gesagt: es ist eine Theatervorstellung, auf Ihr Verhalten und Ihr Auftreten kommt es an.

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#27
 Von 
guest-12318.02.2009 22:43:28
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 4x hilfreich)

Dass die Justiz manchmal Fehlurteile fällt, glaube ich mehr denn je. Habe ich am eigenen Leib erlebt. Ich wurde in der ersten Instanz zu 8 Monate auf Bewährung wegen Körperverletzung verurteilt (obwohl nicht vorbestraft, der Tatbestand und die Beweislage unklar waren). In der Berufung wurde das Urteil kassiert und das Verfahren ohne Auflagen eingestellt.
Ob solche Fälle Ausnahmen sind, kann ich leider nicht sagen.

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#28
 Von 
guest-12318.02.2009 22:43:28
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 4x hilfreich)

»Ich bin selbst ein deutscher Richter, seit fast 20 Jahren. Ich würde mich nicht noch einmal entscheiden, ein deutscher Richter zu werden. Die deutschen Richter machen mir Angst.«
Prof. Diether Huhn in: 'Richter in Deutschland', 1982, zitiert nach: 'Diether Huhn in memoriam' von Prof. Dr. Eckhart Gustavus, Berlin, NJW 2000, Heft 1, S. 51

»In Deutschland kann man, statt einen Prozess zu führen, ebenso gut würfeln.«
Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Willi Geiger. Karlsruhe. In einem Beitrag in der 'Deutschen Richterzeitung', 9/1982, S. 325

»Es gibt in der deutschen Justiz zu viele machtbesessene, besserwissende und leider auch unfähige Richter, denen beizukommen offenbar ausgeschlossen ist.«
Dr. Egon Schneider, ehem. Richter am OLG, in 'Zeitschrift für anwaltliche Praxis' 6/1999 vom 24.3.1999, S. 266)

Eine Freundin von mir, ehemalige Richterin, jetzt Dozentin an einer Hochschule, die früher als Richterin an einem Amtsgericht in München arbeitete, berichtete mir von dem Ergebnis einer internen Studie, die vor etwa 10 bis 15 Jahren an einem Münchener Amtsgerichts durchgeführt worden war. Das erschütternde Ergebnis dieser Studie: Etwa 10 % der überprüften Urteile an diesem Amtsgericht waren grob rechtsfehlerhaft! Jeder zehnte Bürger, der mit diesem Gericht zu tun hatte, ist also ein "Opfer der Justiz"...

-- Editiert von bitte-recht-freundlich am 25.04.2008 01:22:00

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#29
 Von 
mc0072
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)

bitte-recht-freundlich,ich glaube man sollte auch mal sehen, daß dort auch überwiegend klassische Täter am Start sind. Wenn solche Typen ohne herben Tritt in der 1. Verhandlung davon kommen, dann stehen die vielleicht schnell wieder dort. Ich kenne die Statistiken jedoch nicht aber ich kanns mir in etwas so vorstellen. Das Landgericht konnte nur über meine geklauter Leberwurst lachen und hat mich nach 6 Monaten grasser UHaft wieder gehen lassen. Danach befand sich alles was ich noch besaß in einer Plastiktüte und hatte es extrem schwer mich in der Freiheit wieder einzugewöhnen. Nach 4 Jahren habe ich wieder ein geregeltes Leben führen können. Hat einen riesen Schaden angerichtet,den ich heute noch bezahle.
Die Typen Amtsgericht haben mich behandelt wie einen Penner,obwohl ich schon wieder im grünen war,Software-Produktionsfirma mit 4 Angestellten.Die haben meine Selbstständigkeit verspottet. Ekelhaft was die mit einem machen.

10% ? das sind ja vergleichswese noch gute Zahlen !



besten Dank für die Tips und Infos.

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#30
 Von 
mc0072
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)

in Frankreich gibts sogar einen eigenen Radio-Sender über die Fehlurteile. Viele Leben werden und wurden auf Grund gewisser "Freiheiten" der Richter zertört. Sicherlich für die ganz großen Knöppeldrücker eine zu vernachlässigende Zahl aber die Realität geht bestimmt weit über eine Einzelbetrachtung hinaus. In meinem Fall, also -im schlimmsten - ohne Bewährung, bedeutet : Werksvertragstrafen bis ans Ende meines Lebens, Zukunft für Frau und Kind auch ade, und auf dem Markt brauch ich mich dann auch nicht mehr blicken lassen und bin dann fix bei Harz4. Am bezahlt der Bürger für die souverän geschwungenen Hammer. Bekommen
die eigentlich Punkt pro Verurtteilung ?

Alternativen sind auch nicht in Sicht. Es wird meiner Ansicht nie eine Maschine gebaut werden können, die alle menschliche Merkel beseitigt. So ein Teil wird nie verstehen können, dass eine geschlagene Frau evtl. auch
alles dazu beigetragen hat,um geschlagen zu werden.

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