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anwalt -> nachweis gem. tkg

11.7.2008 Thema abonnieren
 Von 
danysahne01
Status:
Praktikant
(733 Beiträge, 187x hilfreich)
anwalt -> nachweis gem. tkg

hallo,

heute lag ein anwaltsschreiben in meinem briefkasten. ich hätte 11/2006 bei meiner telekomrechnung einen betrag von 7,86 euro der firma intelicom networks gmbh nicht bezahlt.
dann steht noch, ich zitiere: "..... hinzu kommt, dass zwischenzeitlich wegen fristablaufs nach paragraph 45i abs. 2 tkg die nachweispflicht für das nicht zustandekommen der verbindungen bei ihnen liegt."

könnte mir da bitte mal jemand erklären, was dieser paragraph aussagt und ob das auch tatsächlich zutrifft?

fakt ist, dass ich damals den smartsurfer verwendet habe. dadurch kamen leistungen von fremdanbietern zustande. was ich allerdings nicht mehr weiß, ob ich die telekomrechnung damals pünktlich bezahlt habe oder erst nach einer mahnung. was ich auch nicht mehr weiß, ob es da einen posten für interneteinwahlen zu diesem anbieter gegeben hat.

die forderungsaufstellung sieht wie folgt aus:

unverzinsliche kosten: 44,00
verzinsliche kosten: 0,00
hauptforderung: 7,86
summe ohne zinsen: 51,86

zinsen auf kosten: 0,00
zinsen auf hf: 0,97

gesamtsumme: 52,83


aaalso, ich wollte jetzt halt wissen, ob ich tatsächlich nachweisen muss, dass diese forderung nicht berechtigt ist. so habe ich den o.g. satz von denen zumindest verstanden. wieso muss der verbraucher eine forderung nachweisen bwz. das diese berechtigt ist.

im schreiben stand, eine vollmacht kann auf verlangen vorgelegt werden. das fällt dann schon mal weg. aber die richtigkeit der forderung ist ja dann immer noch nicht bewiesen. es ist auch keiner der üblichen massenmahnanwälte, der mir schon mal irgendwie zu ohren gekommen wäre. sondern ein anwaltsbüro aus chemnitz, namens schwarz rechtsanwälte.

sollte ich stillschweigend die hauptforderung + 5,00 mahngebühr bezahlen? denn die 44,00 find ich schon krass, da ich mit sicherheit keine mahnung dieser firma erhielt. greift hier denn nicht die schadensminderungspflicht? wahrscheinlich nicht oder?

danke!

Post vom Inkassobüro?

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6374x hilfreich)

An den RA per Einwurfeinschreiben :

Gegen die Inrechnungstellung dieses Betrages lege ich hierdurch Widerspruch ein. Sie berechnen hier eine Leistung, die ich nicht in Anspruch genommen habe.
Ich fordere Sie hierdurch auf, mir
das kostenlose Prüfprotokoll der technischen Prüfung gem TKG § 45 i
zu übermitteln
Solange dieser Nachweis nicht vorgelegt wird, kann die Forderung zurückgewiesen werden. Bis zum Eingang der Unterlagen mache ich gegenüber Ihrer o. a. Forderung von meinem Zurückbehaltungsrecht (§ 273 BGB ) Gebrauch."

Mach es so !
Es funktioniert
lies auch hier :
http://www.elo-forum.org/schulden/22820-wehre-mich-gegen-strittige-telefongeb-hren.html

-- Editiert von thehellion am 11.07.2008 16:51:28

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
danysahne01
Status:
Praktikant
(733 Beiträge, 187x hilfreich)

hi thehellion, danke!!!
habe mir jetzt mal die mühe gemacht und meine ganzen telekom-unterlagen rausgesucht. also es gibt auf der 11/2006 rechnung tatsächlich einen posten für interneteinwahl dieses anbieters, der von dem anwalt genannt wird. allerdings nicht wie vom anwalt in rechnung gestellt in höhe von 7,86 euro sondern laut auflistung der telekomn in höhe von 6,78 euro. und zwar einmalig. gut möglich, dass der anwalt sich hier einfach nur vertippt hat, jedenfalls finde ich die von ihm genannte summe nirgens. und auch mit der differenz von 1,08 euro kann ich nichts anfangen. durch einiges hin und her mit meinem anschluss und einiger kontobewegungen weiß ich nicht mehr genau wann ich das gezahlt habe und ob es komplett war. jedenfalls buchte die telekom mit der rechnungsnummer von 11/2006 im januar zusammen mit anderen beträgen eine summe x ab.

bist du dir nach dem jetzigen stand der dinge sicher, dass das mit dem prüfprotokoll die lösung wäre?

nochmals danke!

lg

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6374x hilfreich)

Ja - da bin ich mir sicher.
Das Telko bzw der RA hat 8 Wochen , nach Einforderung, Zeit das Prüfprotokoll auf den Tisch zu legen
Nach 8 Wochen gilt :
-----------------------------------------------------
1) Der Teilnehmer kann eine ihm von dem Anbieter von Telekommunikationsdiensten erteilte Abrechnung innerhalb einer Frist von mindestens acht Wochen nach Zugang der Rechnung beanstanden. Im Falle der Beanstandung hat der Anbieter das in Rechnung gestellte Verbindungsaufkommen unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Belange etwaiger weiterer Nutzer des Anschlusses als Entgeltnachweis nach den einzelnen Verbindungsdaten aufzuschlüsseln und eine technische Prüfung durchzuführen, es sei denn, die Beanstandung ist nachweislich nicht auf einen technischen Mangel zurückzuführen. Der Teilnehmer kann innerhalb der Beanstandungsfrist verlangen, dass ihm der Entgeltnachweis und die Ergebnisse der technischen Prüfung vorgelegt werden. Erfolgt eine nach Satz 3 verlangte Vorlage nicht binnen acht Wochen nach einer Beanstandung, erlöschen bis dahin entstandene Ansprüche aus Verzug;
-----------------------------------------------------

p.s
die Erstellung des für den Verbraucher kostenlosen Protokolls kostet für die Gegenseite , das telko , ca 100 bis 150 €

-- Editiert von thehellion am 11.07.2008 17:31:20

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
danysahne01
Status:
Praktikant
(733 Beiträge, 187x hilfreich)

oki, danke!!! ich versuchs! ;)

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(12085 Beiträge, 4055x hilfreich)

Hallo danysahne,

die 6,78 euro sind Netto, macht mit 16 % MwSt 7,86 Euro Brutto.

Wenn du eine T-Rechnung nicht rechtzeitig bezahlst, kommt eine (kostenlose) Mahnung, aber nur über die Forderung der Telekom. Die Forderungen von Drittanbietern musst du alleine begleichen; und das hast du wahrscheinlich übersehen, passiert vielen.

Ansonsten hat thehellion alles gesagt.

MfG Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6374x hilfreich)

die 6,78 euro sind Netto, macht mit 16 % MwSt 7,86 Euro Brutto.
-----------------------------------------------
Stimmt :respekt:

Als fairer Zahler könnte man - unabhängig vom Protokoll - trotzdem die zahlung an den beauftragten RA tätigen mit dem Zusatz : HF Zahlung unter Vorbehalt

lg

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
danysahne01
Status:
Praktikant
(733 Beiträge, 187x hilfreich)

ach ja, stimmt. an die mwst. hab ich gar nicht gedacht! *grins*

mir ist klar, dass die telekom nur ihre eigenen beträge anmahnt. allerdings haben sich bisher diese drittanbieter immer gemeldet, zwar mit ner mahngebühr usw. aber man hatte immer die chance das ganze zu bezahlen. und nicht erst anderthalb jahre später und gleich mit anwalt. vor allem wegen so ein paar euro. das müsste denen doch schon bei der letzten steuererklärung aufgefallen sein, dass aussenstände sind. warum treibt man die nicht erstmal mit ner 55 cent briefmarke und ner mahngebühr von meinetwegen 5 euro ein, sondern lässt sich anderthalb jahre dafür zeit?

allerdings weiß ich heute nun nicht mehr, ob ich pünktlich bezahlt habe und ob die telekom vielleicht etwas nicht weiter geleitet hatte. das wäre doch auch möglich.

na mal schauen, vielleicht zahl ich die hf plus ner kleinen mahngebühr.

0x Hilfreiche Antwort

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