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Zum Studium trotz Krankheit

 Von 
Ingo_Z
Status:
Beginner
(84 Beiträge, 4x hilfreich)
Zum Studium trotz Krankheit

Hallo,

ich hab mal ein paar Fragen zu folgendem Fall:

Eine Auszubildene/Studentin (duales Studium) ist für 3 Wochen krank geschrieben, wegen einer OP am Fuss.
In der 3. Woche der Krankschreibung fährt sie, ohne dem AG Bescheid zu sagen, für 1 Woche zum Studium. Dann ruft sie an und sagt, dass sie für weitere 5 Tage krank geschrieben ist.
Sie hätte am Wochenende arbeiten müssen.
Meiner Meinung nach wurde der Heilungsprozess dadurch behindert.
Als wir heute erfuhren, dass sie nicht zu Hause, sondern beim Studium war, haben wir sie angerufen. Sie meinte dann, wenn wir eine weitere Krankschreibung wegen dem Fuss nicht akzeptieren, bringt sie eben einen Krankenschein wegen Erkältung.
Sie hat bisher keine schriftliche Abmahnung bekommen, die Arbeitsmoral ließ aber in den letzten Monaten zu wünschen übrig.

Wie soll man sich verhalten?
Abmahnung? fristlose Kündigung?

-----------------
" MfG

Ingo_Z"

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Krankschreibung Woche Krankenschein Studium


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
HeHe
Status:
Schlichter
(7826 Beiträge, 3491x hilfreich)

Da der AN dem AG nie die Diagnose nennen muss und die auch auf dem Krankenschein-Expl. für den AG nicht ersichtlich ist, müsste diese überschlaue Dame also keine neue Krankheit erfinden, um weiter der Arbeit fernzubleiben. Ob der AG den Krankenschein akzeptiert, ist letztendlich auch egal. Krankgeschrieben ist krankgeschrieben, da beweist kein AG das Gegenteil.

Falls es sich um eine kaufm. Tätigkeit handelt, die im Sitzen ausgeübt wird und auch das Studium hauptsächlich im Sitzen absolviert wird, sehe ich keine brauchbare Begründung, warum sie zwar in der Uni sitzen kann, aber nicht am Schreibtisch!?



Ich würde sie mit einer solchen Begründung abmahnen und auch die von ihr gemachte Äußerung zur Umwandlung der Krankheit in eine Erkältung, als angekündigten Krankenschein in die Abmahnung einbringen (am besten noch mit Nennung der Ohrenzeugen).

Jetzt hoff ich nur, dass das duale Studium tatsächlich im kaufm. Bereich stattfindet und die Argumentation mit dem Sitzen passt. Andernfalls sieht es schlechter aus: Mit operiertem Fuß kann man im Hörsaal sitzen, aber nicht im Betrieb rumlaufen.

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#2
 Von 
Jogibear
Status:
Student
(2659 Beiträge, 752x hilfreich)

wenn der Arzt sie als Studentin für arbeitsfähig erachtet (sitzende Tätigkeit) und für die Tätigkeit als Azubi (laufende Tätigkeit, Belastungen etc.) dann geht das in Ordnung.

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#3
 Von 
Ingo_Z
Status:
Beginner
(84 Beiträge, 4x hilfreich)

Hallo,

und vielen Dank für die schnellen Antworten.

Der Arzt hat sie meines Wissens nicht für das Studium für arbeitsfähig geschrieben. Die Krankschreibung war bis heute. Die Tätigkeit als Azubi ist tatsächlich stehen und laufen, also keine sitzende Tätigkeit.
Dann müssen wir uns wohl weiter auf dem Kopf rum tanzen lassen. :zoff:

-----------------
" MfG

Ingo_Z"

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#4
 Von 
Andreas.Hauser
Status:
Lehrling
(1229 Beiträge, 123x hilfreich)

also wenn sie so kleinkariert kommen würden würde ich mich auch so verhalten. seien sie doch froh dass die azubine in ihrer krankheit wenigstens ihr studium fördert, dass ist doch der hauptzweck der ausbildung einen abschluss zu machen und nicht den unterbezahlten hilfsarbeiter als azubi.
vor gericht haben sie ohnehin keine chance, alleine schon die formulierung, dass der ag eine erkrankung nicht akzeptiert ist ja schon eine frechheit.

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#5
 Von 
Ingo_Z
Status:
Beginner
(84 Beiträge, 4x hilfreich)

Hallo Herr Hauser,

sie haben Recht. Es sieht kleinkariert aus. Wie ich aber oben schrieb, gibt es eine Vorgeschichte. Bei jedem anderen, hätte ich noch ein Abendessen spendiert.
Und sie haben auch Recht, dass wir froh sein können, dass sie wenigstens zum Studium fährt.
Es geht aber um die Krankschreibung ab morgen, das WE und die Tage danach. Wir haben ein wichtiges Projekt am laufen und das weiß der Azubi. Wir sind ein kleines Unternehmen mit 3 Mitarbeitern. Unterbezahlt ist sie übrigens nicht.
Die Aussage, das der AG die Krankschreibung nicht akzeptiert, kam vom Azubi, nicht vom AG.

-----------------
" MfG

Ingo_Z"

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#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(39828 Beiträge, 14305x hilfreich)

Die Studentin begibt sich auf sehr dünnes Eis.

Wenn Du so eine Aussage
Sie meinte dann, wenn wir eine weitere Krankschreibung wegen dem Fuss nicht akzeptieren, bringt sie eben einen Krankenschein wegen Erkältung.
beweisen kannst, dann ist das ein Grund für eine fristlose Kündigung.

Den Vorwurf, dass die Teilnahme am Studium den Heilungsprozess behindert hat, musst Du im Zweifel beweisen können.

Nach meiner laienhaften Einschätzung würde ich nämlich sagen, dass man nach einer Fuß-OP durchaus sitzende Tätigkeiten ausüben kann, jedoch keine stehenden oder solche, bei denen man laufen muss.

Daher halte ich den Umstand, dass die Auszubildende trotz Krankschreibung am Studium teilgenommen hat nicht einmal für abmahnungswürdig, sondern eher geeignet für ein Lob bezüglich ihres Einsatzes.

Vielmehr gibt ihre Reaktion auf Deinen Anruf Anlass zu entsprechenden Maßnahmen. Da aber schon aufgrund Deiner Fragestellung zu vermuten ist, dass auch Du unangemessen reagiert hast, wäre das Ganze aus meiner Sicht eher ein Anlass zu einem ernsten Gespräch zwischen AZUBI und Mitarbeiter, denn zu einer Abmahnung oder gar Kündigung. Darin sollte dann auch ergründet werden, warum die Leistung in der letzten Zeit nachgelassen hat.

Die Aussage, das der AG die Krankschreibung nicht akzeptiert, kam vom Azubi, nicht vom AG.

Auch wenn Du es nicht wörtlich gesagt hast, so hast Du doch wohl mindestens den Eindruck erweckt, Du würdest die Krankschreibung nicht akzeptieren.

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