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Arge bezahlt Wohnung - Frage!

 Von 
nadimauz
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 1x hilfreich)
Arge bezahlt Wohnung - Frage!

Hallo,

folgende Frage, meine beste Freundin und ihre kleine Tochter ziehen jetzt zum 1.5 in eine 3 ZKB Wohnung, diese bekommt sie von der Arge bezahlt.

Nun meine Frage:
Die Wohnung könnte man auch als 5 ZKB anmieten, da sich im Dachgeschoss noch zwei seperate Zimmer befinden.
Diese zwei seperaten Zimmer würde ich gerne anmieten wenn der Vermieter damit einverstanden ist. Jedoch habe ich dann keine eigene Küche und Bad und müsste diese dann "unten" mitnutzen.

Kann die Arge ihr deswegen etwas kürzen?
Ich wohne ja nicht bei ihr, beziehe also im Grunde oben meine eigene Wohnung, die jedoch keine Küche und Bad hat.
Könnte man das evt mit dem Vermieter abklären das ich die normale Miete für die obigen Zimmer zahle sowie die Nebenkosten für eine Person?

Würde mich über Antworten freuen ;-)

Lg

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Wohnung Miete Freundin Nebenkosten


8 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12363 Beiträge, 4169x hilfreich)

@nadimauz:

Vermutlich ist es für die von Dir angestrebte Lösung inzwischen zu spät, weil das Jobcenter der Anmietung der 3 ZKB bereits zugestimmt hat? Das einfachste wäre es gewesen, Deine Freundin hätte die vollständige Wohnung gemietet und von vornherin die 2 Zimmer - mit Einverständnis des Vermieters - an Dich untervermietet.

Vermutlich wird das Jobcenter Euch eine Bedarfsgemeinschaft unterstellen. In dem Zusammenhang nicht ganz uninteressant: Bist Du männlich oder weiblich und ist Deine Freundin "nur" ein Freundin, oder Deine Partnerin? Und darüber hinaus: Erhälst Du ebenfalls ALG II, oder bist Du erwerbstätig?

quote:
Könnte man das evt mit dem Vermieter abklären das ich die normale Miete für die obigen Zimmer zahle sowie die Nebenkosten für eine Person?

Mietrechtlich wäre das sicher kein Problem, wenn alle einverstanden sind. Was das Jobcenter draus macht, bleibt abzuwarten.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG 2 auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info"

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#3
 Von 
nadimauz
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 1x hilfreich)

quote:
Vermutlich ist es für die von Dir angestrebte Lösung inzwischen zu spät, weil das Jobcenter der Anmietung der 3 ZKB bereits zugestimmt hat?

Ja die Anmietung wurde bereits zugestimmt, aber ich gehe davon aus das sie wohl kaum eine 5 ZKB Wohnung genehmigt bekommen hätte...

quote:
Bist Du männlich oder weiblich und ist Deine Freundin "nur" ein Freundin, oder Deine Partnerin? Und darüber hinaus: Erhälst Du ebenfalls ALG II, oder bist Du erwerbstätig?

Ich bin weiblich ;-) Sie ist eine gute Freundin die ich seit kleinauf kenne. Sie hat sich jetzt von ihrem Freund und Vater des Kindes getrenntm daher die eigene Wohnung.
Ich beziehe kein ALG II oder sonstige Hilfen vom Staat , bin in der Ausbildung und wohne auch schon alleine.

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""

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#4
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12363 Beiträge, 4169x hilfreich)

@nadimauz:

quote:
aber ich gehe davon aus das sie wohl kaum eine 5 ZKB Wohnung genehmigt bekommen hätte...

Allein für sich und ihre Tochter wohl nicht, für die Einrichtung einer Wohngemeinschaft möglicherweise schon. Ist aber jetzt auch nebensächlich.

Sofern der Vermieter mitspielt würde ich an Eurer Stelle wie folgt vorgehen:

1. Deine Freundin mietet zusätzlich zur jetzigen Wohnung die weiteren 2 Zimmer im Dachgeschoss.

2. Zwischen Dir und Deiner Freundin wird ein Untermietvertrag für die zwei zusätzlichen Zimmer und die Mitbenutzung von Küche und Bad geschlossen. Die Untermiete sollte mindestens die Mehrkosten Deiner Freundin im Vergleich zu Ihrer "genehmigten" eigenen Miete betragen.

3. Die Erhöhung der Miete und der Ausgleich dieser Erhöhung durch Untervermietung wird dem Jobcenter mitgeteilt und durch Vorlage des geänderten Mietvertrages und des Untermietvertrages nachgewiesen.

Eigentlich dürfte sich dadurch dann für Deine Freundin nichts ändern.

Wenn Sie im Vorfeld auf Nummer sicher gehen will, spricht sie persönlich - in Begleitung eines Bestandes, der z.B. auch Du sein kannst - beim Jobcenter vor und bespricht die geplante Vorgehensweise mit dem zuständigen Sachbearbeiter. Eventuelle Zusagen sollte sie sich unbedingt schriftlich bestätigen lassen.

Gruß,

Axel

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#6
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12363 Beiträge, 4169x hilfreich)

@alida:

quote:
Kommt jetzt noch eine Person dazu, wären garantiert nicht weitere zwei Zimmer angemessen.

Hast Du eine Kristallkugel, die Dir die Höhe sowohl der tatsächlichen, als auch der örtlich angemessenen Unterkunftskosten der TE verraten hat? Die sind nämlich entscheidend für für die Angemessenheit und nicht die Anzahl der Zimmer.

quote:
Vorher eine 5-Zimmer-Wohnung anmieten und dann 2 Zimmer "untervermieten"? Dafür gäbe es weder eine Genehmigung noch eine Übernahme von Kaution und Umzugskosten.

Auch während des Bezuges von ALG II ist die Gründung einer WG nicht verboten. Im Übrigen gelten auch hinsichtlich der Größe und Kosten für eine WG andere Angemessenheitsgrenzen als für zwei, bzw. in diesem Fall 3 Personen in Bedarfsgemeinschaft.

quote:
Untervermietung ist zur Senkung der Unterkunftskosten gedacht für Bestandswohnungen

Wie gesagt, auch ALG II Empfänger dürfen eine WG neu gründen. Möglicherweise wäre die gemeinsame Anmietung der Wohnung und dann Aufteilung der Kosten im Verhältnis zu jeweiligen Nutzung besser gewesen. Ich persönlich halte allerdings die Untervermietung - im Sinne der Trennung von Verträgen - für den besseren Weg. Und wenn Du der Meinung bist, dass das für Neuanmietungen im ALG II Bezug nicht zulässig sei, dann nenne mir bitte die Rechtsgrundlage dafür. Dabei spreche ich jetzt nicht von dem Risiko, welches der Hauptmieter hinsichtlich der Mietzahlungen eingeht.

quote:
und nicht zum Erschwindeln von neuen Mietverhältnissen und Umgehung einer Bedarfsgemeinschaft.

Wo siehst Du denn hier ein Erschwindeln von Mietverhältnissen? Und eine Bedarfsgemeinschaft dürfte hier nach der Beantwortung meiner entsprechenden Nachfragen schwerlich zu konstruieren sein.

Gruß,

Axel


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#8
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12363 Beiträge, 4169x hilfreich)

@alida:

quote:
Jetzt mach dich nicht noch lächerlicher als schon die ganze Zeit!

Hast Du immer noch nicht gerlernt ohne persönliche Beleidigungen zu kommunizieren? Dann wird's aber langsam Zeit.

quote:
Du wirst doch nicht einmal selbst daran glauben, dass jemand während des laufenden Bezugs Zimmer anmieten kann, um die unterzuvermieten.

Ich hatte Dich um Mitteilung der Rechtsgrundlage für die Annahme gebeten, dass das nicht zulässig sein soll.

quote:
Es kommt nicht auf die Größe der Wohnung an?

Für die Bestimmung der zunächst abstrakten Angemessenheitsgrenzen kommt aus (auch) auf die Wohnungsgröße an. Ist die abstrakte Angemessenheit bestimmt, sagen wir mal z.B. auf 300,- € (Brutto-Kaltmiete) für 60 m², dann ist der LE durchaus berechtigt, eine 70 m² Wohnung anzumieten, wenn die Kosten von 300,- € nicht überschritten werden.

Die Heizkosten sind im Übrigen immer separat zu betrachten und zu prüfen, wobei die Festlegung starrer Obergrenzen (egal ob wohnflächenbezogen oder nicht) unzulässig ist.

Üblicherweise werden in den Kommunen hinsichtlich der Heizkosten so genannte Nichtprüfungsgrenzen festgelegt. Die orientieren sich an der angemessenen Wohnfläche und den durchschnittlichen Heizkosten pro m², dürfen aber eben keine starre Obergrenze bilden.

Beispiel: Angemessene Heizkosten pro m² 1,- €. Bei einer angemessenen Wohnfläche von z.B. 60 m² sind also 60,- € Heizkosten auf jeden Fall angemessen. Ob ich jetzt mit diesen 60,- € tatsächlich auch 60 m² beheize, oder 70, oder nur 50, ist völlig egal. Die Heizkosten sind angemessen. Erst wenn ich mehr als diese 60,- € verbrauche, kann und muss genauer geprüft werden, ob unangemessen hohe Heizkosten vorliegen, die dann nicht mehr vollständig übernommen werden.

Und nur mal so am Rande: Wenn für eine Einzelperson bis zu 45 m² Wfl. als angemessen gelten, dann gelten für 2 Personen in Wohngemeinschaft bis zu 90 m² als angemessen und nicht etwa 60 m². Insofern ist gar nicht so abwegig, dass eine 5-Zimmer-Wohnung für insgesamt 3 Personen, von denen jedoch nur 2 Personen eine BG bilden, sogar von der Wohnfläche her angemessen sein kann. Genauere Angaben hierzu fehlen vorliegend allerdings.

Gruß,

Axel


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