Nachbar belästigt Anlieger mit seiner Werkstatt durch Lärm, übler Nachrede, Umweltverschmutzung und

11. August 2015 Thema abonnieren
 Von 
SandyB73
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 6x hilfreich)
Nachbar belästigt Anlieger mit seiner Werkstatt durch Lärm, übler Nachrede, Umweltverschmutzung und

Guten Abend,

wir wohnen am Rand von Dresden in einem kleinen Dorf. Bisher war es eine gute Nachbarschaft, doch dann kam ein 22jähriger und kaufte den angrenzenden Bauernhof. Durch Umnutzung schnell zu einer KFZ-Werkstatt umgebaut betreibt er dort nun sein Gewerbe ohne Rücksicht auf Verluste.

Hier einige Beispiele:
Er hat Auflagen seine Arbeiten nur bei geschlossenem Tor durchzuführen - ignoriert er. Ein Anwohner hat deshalb schon Ordnungsamt und Umweltamt eingeschaltet, die Kontrolle war da und das Tor war verschlossen - er versicherte dass es immer verschlossen ist, der "Meldende" muss wohl gelogen haben.

Er hat mehrere Hunde, sein gesamtes Grundstück ist nicht umzäunt und die Tiere laufen frei herum - natürlich immer auf den angrenzenden Grundstücken. Wenn ein Nachbar ihn freundlich darauf hinweist bekommt er Beleidigungen und vulgäre Ausdrücke an den Kopf geworfen. Man soll doch sein eigenes Grundstück einzäunen.

Fast wöchentlich kommen LKWs an, die altes Abrissholz von Hausabbrüchen anliefern. Diese riesigen Holzberge werden mittels Kreissäge fein säuberlich gesägt und eingelagert, für den nächsten Herbst und Winter. Denn dann wird die Werkstatt mit Holz befeuert, es spielt dabei keine Rolle ob lackiert, Pressspan oder alte Öllappen - die RAuchwolken isnd grün, gelb und schwarz!
Auch hier hat sich ein Nachbar ans Umweltamt gewandt, das hat sich angemeldet und kontrolliert - alles ok. Auf die Frage was das für alte Holzhaufen sind hat er geantwortet: das benötige ich für Schalungen - den Rest entsorge ich. Das Amt sagt: Alles ok.

Er hat nun Leuchtreklamen um das gesamte Grundstüc montiert, die Strahler erleuchten die gesamte NAcht - inklusive aller anderen angrenzenden Grundstücke. Mehrere Anwohner haben sich beschwert, das Umweltamt war da und hat bemerkt, dass gar keine Genehmigung vorlag. Das Amt hat ihn gebeten bitte die Anträge nachträglich noch zu stellen, eine Auflage hat er auch bekommen: die Leuchtreklamen dürfen keinen Nachbarn blenden - sonst ist alles ok. Hierzu hat er schnell Blenden an seine Strahler geschraubt - alles ok sagt das Amt. Kaum war das Amt vom Hof wird die Birne durch die doppelte Wattzahl ersetzt und die Blende abmontiert.

Jetzt beginnt er Lügen über die hinterhältigen Nachbarn seinen Kunden zu erzählen, seine Angestellten, er selbst und seine Freunde fahren nun mit lauter Musik und quietschenden Reifen zur Werkstatt und von dort weg.


Die Frage, die ich mir stelle:
Kann man heutzutage alles machen und kommt immer und überall um jede Strafe herum - oder will das Landratsamt gar nicht hinsehen? All umliegenden Nachbarn sind nur noch genervt und wollen gemeinsam dagegen vorgehen, er wurde mehrfach gewarnt dass es so nicht weitergehen kann - er winkt nur ab und geht davon.

Vielleicht ist man hier tatsächlich gezwungen stündlich die Polizei, Feuerwehr und Umweltamt zu rufen, auch wenn man damit extrem hohe Kosten verursacht und die Behörden so lahmlegt - anders scheint es nicht mehr zu gehen - oder hat noch jemand einen Tipp? (Wegziehen ist übrigens kein Weg - darin sind sich alle angrenzenden Nachbarn einig - es sind 8 Grundstücke die geschlossen und entschieden dagegen ankämpfen wollen)

Der Ablauf ist übrigens immer der Gleiche:
Meldung an Ordnungsamt:
a) Wir sind nicht zuständig
b) Wir leiten es an Landratsamt weiter

Danach dann:
b1) LRA kündigt Besuch an und danach ist alles gut
b2) LRA weißt Anzeige direkt zurück.


Liebe Grüße,
Sandy

-- Editier von SandyB73 am 11.08.2015 21:57




2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(128868 Beiträge, 41138x hilfreich)

Bis jetzt lese ich immer nur von unbewisenen Behauptungen, nichts von Foto- und Videobeweisen, detaillerten Protokollen, ...
Sollte man mal ändern.



Zitat:
Vielleicht ist man hier tatsächlich gezwungen stündlich die Polizei, Feuerwehr und Umweltamt zu rufen

Abgesehen davon das es zimlich sinnlos ist alles zu rufen was mit Bliklichtern auf den Dach herum fährt und gar nicht zuständig ist, bekommt der Datensatz dann schnell ein "Q" als Ergänzung.
Hier sollte man unter fachlicher Anleitung strukturiert vorgehen.



Zitat:
es sind 8 Grundstücke die geschlossen und entschieden dagegen ankämpfen wollen)

Nur die Grundstücke oder auch deren Eigentümer? :)

Ist doch ideal:
Einer beauftragt entsprechend einen Anwalt und man teilt sich die Kosten.



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