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Straf und Privatrecht Betrug

 Von 
October
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Straf und Privatrecht Betrug

Sehr geehrte Damen und Herren, bitte lassen Sie mir schon im Voraus ihren Hilfe zu bedanken. Folgende Problem traf mich der letzten Zeit. Ich suchte jemand der mir mein Autoreparatur durchführt, weshalb gab ich einen Anzeige an einem Onlineplattform auf. Hierbei listete ich die folgenden Angaben (Aufgaben) auf:
-Ölwechsel mit Ölfilter und Zündkerzen
-Abgasanlage tauschen
-Bremsen vorne hinten tauschen
-Ventildeckeldichtung plus Ölaustritt Probleme zu beheben. Bei der Anzeige schrieb ich, dass ich alle benötigten Teile gekauft habe, und gebe zur Reparatur. (alle Teile von Fachgeschäften passend zu meinem Auto.)
Meldete sich A, und bot mir sein Dienstleistung für 200 Euro an, und versicherte mich dass die Arbeiten werden innerhalb von 24 stunde erledigt. Wir vereinbarten einen Treffen, wo sich gleich die Übergabe stattfand. Er verlangte 50 euro Vorauszahlung von mir, dies wurde bei der Übergabe bezahlt. Nach 2 Tagen meldete ich mich beim A, und ich fragte nach dem Zustand des Autos. Er sagte er macht das morgen, morgen wieder er macht das morgen, so 5-7 Tage lang. Während diese Zeit schrieb er mir mehrmals dass er andere Teile gefunden hat, die defekt und zu ersetzen sind. Dies bestätigte ich und erlaubte ihm zu reparieren. Er schrieb mir, dass ich falsche Bremsscheiben für den Vorderachse gekauft habe, dies konnte ich verneinen, und mit Rechnung und Teilenummer bestätigen dass die Scheibe richtig sind. Ich bat ihn mehrmals das Auto an mir zurück zu geben, er sagte 5 tage lang dass er es noch nicht fertiggestellt hat. Nach einer Woche sagte ich Schluss, und ich wollte das Auto abholen. Er übergab mir das Auto und verlangte 500 euro für den Arbeiten (mit 40 euro Zuzahlung auf meine Bremsen was er verbaut hat, er sagte er sollte andere Bremsen kaufen, obwohl er meine bereits gekaufte Scheibe verbaut hat) danach stellte ich fest, dass er ausser die Bremsscheiben und Auspuffanlage nichts gemacht hat obwohl er noch Ölleitungen, Getriebesimmeringe usw. in Rechnung gestellt hat. Ich habe des bei ihm beschwert und er wir vereinbarten ein neuen Termin. Ich übergab ihm das Auto dabei verlangte er noch 300 euro für den fälligen Arbeiten. Dies bezahlte ich vor ort so ist es bei ihm schon 850 euro und das Auto gewesen. Er sagte wieder paar Tage und ist fertig. Ich habe ihm eine Woche gegeben danach wollte ich das auto abholen. 4 wochen lang schrieb ich ihm jeden tag, und fragte ob das Auto fertig ist. Er sagte 4 Wochen lang, dass das Auto morgen fertig wird. Nach vier Wochen klingelte die Polizei bei mir in der nacht, dass sie das Auto beschlagnahmt haben, weil, nach Zeugenaussage, sollte irgendjemand damit innerorts 130 bis 200 km/h in einer Straße mehrmals hin und her gefahren sein. Nach Täterbeschreibung konnten die Polizisten ein Türke in unmittelbarer Nähe des Tatortes spazierend festzunehmen, bei einer Durchsuchung fanden die Poliztisten mein Autoschlüssel bei ihm und das Auto abgeparkt in unmittelbarer Nähe. Die Augenzeugen trauten sich nicht eine Anzeige zu stellen, und wollten bei der Verhandlung auch nicht teilnehmen,so keine 'Kronenzeuge'. Ich bekam das Auto nach vier wochen unrepariert (obwohl 850 euro bezahlt) zurück, so dass mein linken Spiegel abgefahren wurden (dabei entstehen mir knapp 500 euro Sachschaden). Ich nahm wieder schriftliche Kontakt zum A, und schilderte den Vorfall. Er gab zu dass sein 'Spezl' B fuhr den Auto, und der Spiegel wurde parkend von Unbekannte Fahrer abgefahren (er stellte kein Anzeige wegen Unfallflucht, verständigte mich als Eigentümer nicht und er hat sich selbst ein neuen Spiegel in lackiertem Zustand gesorgt, wollte er das eindeutig Verdunkeln). Bei der Übernahme meines Fahrzeuges (von Pol) stellte ich fest, dass das Auto wies 2000km mehr Laufleistung auf, wie bei Übergabe vor 4 Wochen (dies kann ich nachvollziehen, da ich ein Foto vom Tacho vor 1-2 Monaten habe, dass der Tacho bei 136.000 km Laufleistung steht, jetzt bei 138.000 km Laufleistung. Daneben habe ich mehrere Augenzeugen dass das Auto bei mir aufgrund des Ölraustrittes immer unbewegt in der Garage stand.) Ich habe A und B nach § 248b StGB und A nach § 263 StGB angezeigt und Strafantrag gestellt. Ich habe von der ersten Mail bis zum letzten alles gespeichert, wo alles drinnen steht, wann und wo wieviel ich gezahlt habe, und wann und wo was wir vereinbart haben usw. im normalen Fall habe alles gegen A und B, trotzdem habe ich Angst dass ich nicht wieder zu meinem Geld komme. Ich habe insgesamt 2000 euro von ihm verlangt (650 für die nichterledigte trotzt bezahlte Arbeiten, 500 euro für den Spiegel, und 850 euro Schmerzensgeld weil die beiden 2000km mit dem Auto (vollgas) gefahren sind, dabei entstanden mir Schaden von Bremsenabnutzung, Kolbenabnutzung, Ventile, usw. Verschleißteile, daneben verlor das Auto mindesten 500-700 euro von seinem Verkaufswert, aufgrund der erhöhten Laufleistung (ich fahre jährlich so 2000 km, sogar weniger). Ich möchte dass die beiden genug bestraft werden (bei der Polizei stellte sich heraus, dass die beiden schon 4mal wegen solchen Delikten aufgefallen und angezeigt worden) und ich möchte mein Geld inkl. Entschädigung erhalten. Wie viele Chance habe ich in dem Fall, dass ich vor Gericht gewinne und ich mein Geld wieder sehe? Sollte ich ein Anwalt beauftragen oder kann ich ohne eine gewinnen? Herzlichen dank für ihre Hilfe

-- Editiert von October am 06.06.2019 11:32

-- Editiert von October am 06.06.2019 11:33

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Anwalt Gericht Geld Euro


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(25617 Beiträge, 7109x hilfreich)

Zitat:
usw. im normalen Fall habe alles gegen A und B, trotzdem habe ich Angst dass ich nicht wieder zu meinem Geld komme.

Dass Du innerhalb des Strafverfahrens zu Deinem Geld kommst ist ohnehin zieml. unwahrscheinlich.

Dafür wirst Du denjenigen wohl zivilrechtlich verklagen müssen.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67406 Beiträge, 31655x hilfreich)

Absätze manchen nicht nur Schuhen Sinn ...



Strafrechtlich wird der Strafanspruch des Staates befriedigt, der Schadenersatzanspruch des Geschädigten hingegen nicht.

Es gibt zwar die Möglichkeit eines Adhäsionsantrages, dem wird aber in der Regel nicht stattgegeben.
Damit bleibt nur der zivilrechtliche Rechtsweg.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
fb367463-2
Status:
Junior-Partner
(5671 Beiträge, 2543x hilfreich)

Jesses, beim Schreiben nicht das Luftholen vergessen ;)

Zitat (von October):
850 euro Schmerzensgeld weil die beiden 2000km mit dem Auto (vollgas) gefahren sind
Daß einem Auto Schmerzensgeld zugesprochen wird, halte ich für wohl 100%ig ausgeschlossen...

Viele Grüße!

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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