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FKH OHG möchte Verfahren ruhen

29.10.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Frage Gericht
 Von 
MilatAFK
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)
FKH OHG möchte Verfahren ruhen

Hallo Liebe Leute, vor einige Zeit hatte ich 2 Mahnbescheide von FKH OHG.
Diese habe ich leider nicht beantwortet und es endete damit, dass ich 2 Vollstreckungsbescheide erhielt, wo die Kosten der Hauptforderung 30 Euro waren und alles insgesamt 270 Euro.

Laut dem was ich dem Forum entnahm waren bzw. sind nicht alle Kosten richtig, sodass ich einen verspäteten Widerspruch abgab, welches als Einspruch angenommen wurde vom Gericht und es nun zu einem Verfahren kommt.

Nun habe ich 2 Briefe erhalten, beide von FKH OHG an das Gericht, mit der Bitte, das Verfahren zu ruhen.

Der genaue Text:

"In dem Rechtsstreit

FKH OHG -/. MEIN NAME

beantragen die Unterzeichner ( also FKH) das Ruhen des Verfahrens, mit dem Recht des jederzeitigen Wiederaufrufs, wegen außergerichtlicher Vergleichsversuche. Es wird versichert, dass aus dem Vollstreckungsbescheid bis Ablauf des Verfahrens nichts vollstreckt wird."



Das Gericht fragt also wegen den FKH OHG Anwälten an ob ich dem zustimme oder nicht.

Die Frage ist, was soll ich tun?
Soweit ich verstehe, will FKH eine Pause und es außergerichtlich versuchen mit mir ein Vergleich zu erzielen.
Das ist soweit ich sehe ja gut. Soll ich dies also annehmen?


Hier ein Foto von eins der Vollstreckungsbescheide https://imgur.com/a/9JLBsVG

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Frage Gericht


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22912 Beiträge, 15073x hilfreich)

Das ergibt keinen Sinn, was die wollen.

Ich würde dem Gericht schreiben, dass man kein Interesse an Verhandlungen hat und dass da auch nichts ruht. Ich würde dem Gericht schreiben, es möge bitte der FKH eine Frist für die Abgabe einer Klageschrift setzen, sowie eine Aufforderung, den Vollstreckungsbescheid aufgrund deines Einspruchs bei Gericht abzugeben. Jeglicher Versuch einer Vollstreckung würde ohnehin mit Mitteln einer Vollstreckungsabwehrklage beantwortet werden.

Ansonsten: Sind denn die Hauptforderungen berechtigt oder was steckt dahinter?

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#2
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13816 Beiträge, 6233x hilfreich)

Entweder die Forderung ist nicht durchsetzungsfähig oder der score ist zu schlecht.

Signatur:EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71853 Beiträge, 32488x hilfreich)

Zitat (von thehellion):
Entweder die Forderung ist nicht durchsetzungsfähig oder der score ist zu schlecht.

So wie ich den Laden kenne, wollen die vermeiden, das die Angelegenheit vor Gericht landet.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1421 Beiträge, 629x hilfreich)

Hier einmal die Übersetzung:

Man bittet darum der FKH Zeit zu geben, dich anzuschreiben, damit du denen mitteilen kannst, warum du der Forderung nicht zustimmt. Diese Argumente sind dann Aufhänger dafür, sie gegen dich im Verfahren zu verwenden und ggf. Zu "entkräften". Einzig und allein dafür um sich schon mal auf den schriftlichen Prozess vorzubereiten.

Meine Antwort wäre:

Dem Antrag der Gegenpartei wird von meiner Seite aus nicht zugestimmt.
Die Gegenseite hatte genügend Zeit, um Argumente und Beweise für die Forderung vorzubereiten. Spätestens mit der Mitteilung über den Widerspruch hätte sie damit rechnen müssen, dass die Forderung bestritten wird und die entsprechenden Nachweise über die Hauptforderung und Kosten vorliegen haben müssen.
Ein solcher Antrag dient einzig dazu Zeit zu gewinnen. Der Kläger hatte im Vorfeld genügend Zeit sich mit mir - dem Beklagten - spätestens nach Kenntnisnahme des Widerspruchs in Verbindung zu setzen. Dies erfolgte nicht. Ein außergerichtlicher Einigungsversuch hätte somit auch vor Beantragung des Mahnbescheides erfolgen können.
Es hat den Anschein, dass der Kläger unzulässige Kosten, wie die doppelte Forderung von Anwaltskosten und Inkassokosten korrigieren möchte.

-- Editiert von Albarion am 30.10.2019 09:50

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#5
 Von 
DStein
Status:
Schüler
(380 Beiträge, 70x hilfreich)

Also für mich klingt das hier ganz danach dass die FKH versucht hat ihre nicht durchsetzungsfähigen Kosten via Mahnverfahren / Vollstreckung durchzusetzen & zu hoffen dass der Schuldner nicht widerspricht. Genau das hat der Fragesteller gemacht & das Inkasso hat nun ein großes Problem... bzw. zieht den Schw.... ein weil sie wissen dass ihre Forderung nicht weit kommen wird.

Das "Angebot", wie ja schon gesagt wurde, auf keinem Fall zustimmen! & das Schreiben was mepeisen & Albarion vorgeben, so an das Gericht schicken. Per FAX oder Einschreiben m. Rückschein.

Die FKH wird, wenn du nämlich zustimmen würdest das Verfahren einzustellen / zu Ruhen, dir eine neue Forderung schicken. Eine "korrigierte" Forderung. Jeder der hier das Angebot annehmen würde, wäre dumm.

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#6
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1421 Beiträge, 629x hilfreich)

Ergänzend könnte man noch in der Antwort schreiben:

"Der Klägerin steht es natürlich frei, Ihre Klage und Antrag zurückzuziehen und erneut einen korrigierten Mahnbescheid zu erlassen. In diesem Falle beantrage ich, dass diese die Kosten des Verfahrens auferlegt wird."

Damit bringst Du die mehr oder minder in eine "Loose-Loose"-Situation.
Entweder ziehen die Ihre Klage zurück und sind vielleicht auch so dumm dann einen "korrigierten MB" zu erlassen, wo plötzlich die unzulässigen Gebühren fehlen, der dann natürlich nicht fruchten wird, weil inzwischen keine Forderung mehr besteht ODER sie ziehen den nicht zurück und verlieren, weil ihre Gebühren unzulässig sind und kassieren eine derbe Niederlage.

Irgendwie "dumm gelaufen"

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22912 Beiträge, 15073x hilfreich)

Zitat:
"Der Klägerin steht es natürlich frei, Ihre Klage und Antrag zurückzuziehen und erneut einen korrigierten
Mahnbescheid zu erlassen. In diesem Falle beantrage ich, dass diese die Kosten des Verfahrens auferlegt wird."

Ich würde gar nicht so weit gehen. Einfach nur "Will ich nicht. Machen wir nicht. Klage abgeben oder sein lassen."

Zitat:
Damit bringst Du die mehr oder minder in eine "Loose-Loose"-Situation.

Nicht wirklich. Sie können ja trotzdem eine Klagebegründung abgeben. Bringt denen halt auch nicht so viel.

Wie auch immer: Lieber etwas weniger schreiben als zu viel.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#8
 Von 
MilatAFK
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Das ergibt keinen Sinn, was die wollen.

Ich würde dem Gericht schreiben, dass man kein Interesse an Verhandlungen hat und dass da auch nichts ruht. Ich würde dem Gericht schreiben, es möge bitte der FKH eine Frist für die Abgabe einer Klageschrift setzen, sowie eine Aufforderung, den Vollstreckungsbescheid aufgrund deines Einspruchs bei Gericht abzugeben. Jeglicher Versuch einer Vollstreckung würde ohnehin mit Mitteln einer Vollstreckungsabwehrklage beantwortet werden.

Ansonsten: Sind denn die Hauptforderungen berechtigt oder was steckt dahinter?

Mir wurde leider nicht angezeigt dass mir Leute geantwortet haben. Schade, aber danke für die Hilfe.

Ja die Hauptforderungen sind berechtigt aber soweit ich vom Forum gelernt habe, nicht alle Gebühren.

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#9
 Von 
MilatAFK
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Das ergibt keinen Sinn, was die wollen.

Ich würde dem Gericht schreiben, dass man kein Interesse an Verhandlungen hat und dass da auch nichts ruht. Ich würde dem Gericht schreiben, es möge bitte der FKH eine Frist für die Abgabe einer Klageschrift setzen, sowie eine Aufforderung, den Vollstreckungsbescheid aufgrund deines Einspruchs bei Gericht abzugeben. Jeglicher Versuch einer Vollstreckung würde ohnehin mit Mitteln einer Vollstreckungsabwehrklage beantwortet werden.

Ansonsten: Sind denn die Hauptforderungen berechtigt oder was steckt dahinter?

Ja die Hauptforderung ist berechtigt.

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#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22912 Beiträge, 15073x hilfreich)

Du hast nur einen Teilwiderspruch gemacht oder?
Dann liegt der Ball ja bei denen. Wie gesagt dem Gericht schreiben, dass es keine Zustimmung gibt von dir. Sie sollen die Klage begründen.

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