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Unterhalt für einen bald 20 Jährigen

 Von 
Remmelinho
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 5x hilfreich)
Unterhalt für einen bald 20 Jährigen

Hallo zusammen.

Seit einigen Wochen hadere ich sehr mit den Zahlungen des Unterhalts an meinen Sohn. Daher habe ich hier ein paar allgemeine Fragen.


Der Gute (Einschulung mit 6) ist 19 1/2 und hängt noch in der 12. Klasse zum Abitur. Diese Tatsache ist nicht seiner Dummheit geschuldet sondern viel mehr dem Umstand das er sich zu einem Schwänzer der besonderen Art entwickelt.

Im letzten Jahr hat er es auf 338 Fehlstunden (davon 102 unentschuldigt) gebracht. An den daraus resultierenden entschuldigten Fehlstunden kann man erkennen das dieses Verhalten seitens der Mutter zum großen Teil unterstützt wird. Die Jahre davor, waren diesbezüglich auch nicht besser.

Leider bekommt er von dieser Seite auch den Lenz vorgelebt. Sie ist 41 und hat bisher kaum einen Tag richtig gearbeitet und lebt seit jeher von Sozialamt, Arge und Jobcenter.

Bisher war es so das ich den Unterhalt immer mit einem großen Maß an Freude gezahlt habe da ich wusste wofür er ist. Mittlerweile schwindet diese Tatsache immer mehr.

Ich habe all die Jahre versucht ihm ein geregeltes Leben vorzuleben und auch sehr häufig mit ihm über die gesamten Umstände gesprochen. Leider nimmt er sich scheinbar nichts davon an und hängt den ganzen Tag am Computer.

Für dieses Hobby werden pro Jahr auch viele Tausend Euro in die Hand genommen.

Woher dieses Geld kommt kann ich mir allerdings nicht erklären. Auch ein Auto und eine pervers große Wohnung sind vorhanden.

Und genau da ist der Hund begraben....

Der gesamt zu zahlende Unterhalt beläuft sich auf 555€ wovon ich 400€ und das Jobcenter 155€ zahlen. Die Mutter selbst ist also finanziell vollständig aus der Verantwortung.

Was kann ich in dieser Situation tun?

Da die Mutter ja vom Staat lebt, wird sie einen möglichen Gerichtsstreit bis zum Ende aussitzen da es sie keinen Cent kostet.

Eigentlich ist es auch gar nicht mein Bestreben dies auf dem Wege zu regeln.

Aber all meine Bemühungen mit ihr über dieses Thema zu sprechen laufen ins Leere. Sie ist halt der Meinung das ich zu 100% alleine für den Unterhalt verantwortlich bin.


Was kann ich also tun?


Danke für Eure Zeit und Antworten!


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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Unterhalt Mutter Geld Situation


14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28825 Beiträge, 11894x hilfreich)

Vorab: ich verstehe Deinen Frust. Trotzdem wird Dir meine Antwort nicht gefallen. Diese Fälle, da gibt es eigentlich nur Verlierer.Jedenfalls ist die Mutter aus dem Szenario raus. Sie bekommt nur den Mindestunterhalt vom Staat, ich weiss jetzt nicht, ob der Sohn noch in der Bedarfsgemeinschaft drinne ist, wahrscheinlich. d.h., sein Unterhalt, den Du zahlst, der geht mit in die Bereichnung des Job-Centers rein. Sie kann und muss den Sohn nicht finanziell unterhalten. DAs Gegenteil zu beweisen, das ist vergebliche Liebesmühe. Zumal sich darum ja auch das Job-Center kümmert. Ich hoffe sehr, dass Du wenigstens mit Erreichen der Volljährigkeit des Sohnen DEine Unterhaltszahlungen um das hälftige Kindergeld gekürzt hast, dass also das Kindergeld voll auf die Unterhaltszahlungen angerechnet wird.

So, nun zum Sohn. Ab Volljährigkeit ändern sich die Pflichten des Kindes. Ab da ist das Kind gehalten, seine Ausbildung zügig durchzuziehen. Rumbummeln geht zwar, aber das darf nicht zu einer Verlängerung der Ausbildung führen. In zwei Monaten kommen die Zwischenzeugnisse. Vielleicht die mal abwarten, und Dich in der Zeit mal über die Schulordnung schlau machen. Also: kann das Kind überhaupt noch die Versetzung schaffen, gibt es überhaupt noch eine Chance auf das Abi? Das müsstest Du auf der Basis des Zwischenzeugnisses herausfinden. Des weiteren müsstest Du mal nachschauen, ob ein Unterhaltstitel existiert und ob der über die Volljährigkeit hinaus geht. Wenn letzteres der Fall ist, dann wäre der gegebenenfalls abzuändern (bis dahin müsste gezahlt werden), wenn nicht, dann stellt sich die Frage, wann die Ausbildung nicht mehr zügig verfolgt wird.

Ganz sicher nicht mehr, wenn er die Schule verlassen hat/verlassen musste und privatisiert, also keiner Ausbildung nachgeht. Wenn es nur zu einer Wiederholung des Schuljahres kommt, dann wirst Du wahrscheinlich weiterzahlen müssen, zumindest für das folögende Jahr. Denn die Rechtsprechung billigt 1-2 Jahre Verzögerung zu.

Ich würde das Zwischenzeugnis abwarten, dann per Einschreiben einen Brief an den Sohn schicken (der ist nämlich Dein Ansprechpartner) ihn auf die Rechtslage hinweisen, insbesondere darauf, dass Du bei fehlender Zügigkeit die Unterhaltszahlungen einstellen wirst.

DAnn kann der Sohn sich nicht darauf berufen, dass hier irgendeine nicht vorhersehbare und deshalb unzumutbare Überraschung erfolgt ist.

wirdwerden

Wenn der Sohn die Schule verlassen muss, nichts tut, besteht auch kein Unterhaltsansprch

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#2
 Von 
Remmelinho
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 5x hilfreich)

Erst einmal, danke für die Antwort!

Punkt 1: Er ist innerhalb der Bedarfsgemeinschaft.

Punkt 2: Ich habe die Zahlungen nicht um das hälftige Kindergeld gekürzt. Mir wurde vom Jobcenter mitgeteilt, "das Kindergeld steht zur Gänze der Mutter zu und wird bei der Berechnung des Unterhalts nicht berücksichtigt".

Falls die da falsch liegen, habe ich dann Anspruch auf Rückzahlung?

Punkt 3: Er dreht ja bereits die dritte Ehrenrunde und in den letzten Jahren lässt sich dies an seiner Lustlosigkeit aufgrund der Fehlstunden festmachen. Mit anderen Worten: Er hat kaum Interesse daran seine Ausbildung zügig abzuschließen.

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28825 Beiträge, 11894x hilfreich)

Punkt zwei ist definitiv falsch. Zwar fliesst das Kindergeld in die öffentlich-rechtliche Berechnung ein und wird da voll berücksichtigt, aber Du hast ja im Zweifel einen familienrechtlichen Titel (oder nicht?) und familienrechtlich ist das Kindergeld nun mal voll zu berücksichtigen, das ist eine ganz andere Kiste.

Rückzahlungen wird es eher nicht geben, da zu viel gezahlter Unterhalt als verbraucht gilt.

1. Schritt ist also die Klärung des Unterhalts, und das zwar schnell, der 1. Dez. ist ja bald.

Ansonsten ändert sich nichts an meinen Empfehlungen hinsichtlich der Vorgehensweise. Machs bitte schriftlich, und klär das mit der Schule, damit der Sohn endlich mal merkt, dass es so nicht weiter geht.

wirdwerden

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#4
 Von 
Anami
Status:
Richter
(8537 Beiträge, 1472x hilfreich)

Zitat (von Remmelinho):
hängt noch in der 12. Klasse zum Abitur
Ist egal. Er ist in der Schulausbildung. Ist also unterhaltsberechtigt. Warum die Schule ihn wegen der Fehlstunden nicht von der Schule geworfen hat, weiß man nicht. Aber für den Unterhalt ist es auch egal.

Wie kommst du auf 400,-? Sind dir 400,- zuviel?
Würdest du sonst weniger zahlen?

Ich kann dir mal schreiben, wie das JC rechnet:
Bedarf Mutter 424,-
Bedarf Sohn 339,-
Bedarf Wohnkosten---X je hälftig.
Einkommen Sohn 204,- Kindergeld
Einkommen Sohn 400,- Unterhalt
Freibetrag V-Pauschale Sohn 30,-
Der Bedarf 155,- deines Sohnes kann sich nur aus der Hälfte Wohnkosten ergeben. Die Wohnung kostet ca. 780,- warm...?

Zitat (von Remmelinho):
Was kann ich also tun?
So gut wie nichts.
Wenn der Bursche nach dem Abi studiert (wenn er nicht zu faul ist)... zahlst du auch.
Bis zum Ende der ersten Ausbildung bzw. bis 25.

https://youtu.be/6y6grKQ8wPE

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#5
 Von 
Marcus2009
Status:
Lehrling
(1647 Beiträge, 983x hilfreich)

In Ergänzung zu meinen Vorrednern:

Zitat (von Remmelinho):
Er dreht ja bereits die dritte Ehrenrunde

Solange der Knabe die Schule besucht, wirst du um den Unterhalt nicht herum kommen.

Aber die Schule macht das nicht beliebig lange mit ! Da gibt es meist entsprechende Grenzen ... und wenn die erreicht sind, der wird der Knabe die Schule verlassen müssen. Erkundige dich halt mal bei der Schule.

Da dein Sohn volljährig ist, ist er nur zum Unterhalt berechtigt, wenn er auch einer Ausbildung nachgeht Das kann eine Lehre sein ... dass kann eine Ausbildung zum Jodel-Lehrer sein ... aber es muss eine Berufsausbildung sein. Sonst ist Schluss mit dem Unterhalt. Arbeitslosigkeit ist KEIN Grund, um Unterhalt zu verlangen.

Aber auch wenn der Knabe eine Ausbildung macht, dann muss er diese ZÜGIG absolvieren. Wenn die Ausbildung schuldhaft über Gebühr verzögert wird, dann kann der Anspruch auf Unterhalt entfallen ... Ständiges unentschuldigtes Fehlen in der Schule kann bei dieser Argumentation irgendwann eine Rolle spielen Die Zeugnisse solltest du also gut aufbewahren.

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#6
 Von 
Anami
Status:
Richter
(8537 Beiträge, 1472x hilfreich)

Zitat (von Remmelinho):
Er ist innerhalb der Bedarfsgemeinschaft.
Ja. Stimmt.
Zitat (von Remmelinho):
das Kindergeld steht zur Gänze der Mutter zu und wird bei der Berechnung des Unterhalts nicht berücksichtigt".
An der Höhe und Anrechnung durch das JC ändert sich nichts. Aber evtl. an deiner Unterhaltsberechnung?
Zitat (von Remmelinho):
Er hat kaum Interesse daran seine Ausbildung zügig abzuschließen.
Auch erstmal egal. Wenn er das Abi nicht schafft, hat er den Realschulabschluss.
Dann kann er *überlegen*. Da zahlst du trotzdem weiter.
Eine Schulbescheinigung muss er halbjährlich der Familienkasse vorlegen--- damit weiterhin Kindergeld gezahlt wird. Und Kindergeld wird ihm auch gezahlt für einen Zeitraum zwischen 2 Ausbildungsabschnitten.
Während seiner *Überlegungen*.
Und? Nun ja, selbst wenn er gar nichts macht, müsstest du mühevoll nachweisen, dass er nicht will, obwohl er kann.

Es gibt viele, die nicht so recht wissen und noch weniger wollen. Evtl. gibts auch einfach viel zu viel, was möglich wäre?
Wie sie aber weiterhin Leistungen erhalten--- das wissen sie oft besser als ihre Eltern und Lehrer zusammen.
Aber oft erst, wenns nicht mehr so üppig fließt.

Du weißt vielleicht auch nicht alles von Mutter und Sohn?

Zitat (von Marcus2009):
aber es muss eine Berufsausbildung sein.
Nein, das ist nicht die Voraussetzung. Es gibt sehr viel mehr Möglichkeiten, durch die die Unterhaltsberechtigung erfüllt wird.

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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28825 Beiträge, 11894x hilfreich)

Nö, die Aussage stimmt so nicht. Unterhalt ist zur zu zahlen, wenn er in einer Ausbildung ist. Überlegensphasen bei Volljährigen müssen nicht bezahlt werden. Möglicherweise kann eine Unterhaltspflicht nach einer Überlegensphase wieder aufleben. Aber im Augenblick sind wir in der Phase, in der erst einmal der Schulbesuch zu bewerten ist. Und da muss man erst einmal wissen, wie die Schule die Karriere in ihren Hallen bewertet.

wirdwerden

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#8
 Von 
Anami
Status:
Richter
(8537 Beiträge, 1472x hilfreich)

Ja, sorry, Unterhalt ist nur in der Ausbildung zu zahlen. Das mit der *Überlegungszeit* betrifft das Kindergeld.

Zitat (von wirdwerden):
Und da muss man erst einmal wissen, wie die Schule die Karriere in ihren Hallen bewertet.
Der Sohn geht jetzt in die 12.
In der Klasse 11 hatte er die 102 Fehlstunden. Offenbar hat die Schule ihn nicht verwiesen/geext. Jetzt zählt jeder Fehltag gem. Schulgesetz des entspr. Bundeslandes neu für Klasse 12. Ob alle Schulgesetze auch die Entlassung von der Schule aufgrund von Fehlzeiten haben, weiß ich nicht. Oder ob sie sammeln dürfen?
Der Sohn hatte also 102 Fehlstunden--- etwa 17 Tage. Ist nicht so enorm viel. Der Sohn ist nicht mehr schulpflichtig...

1. Der Sohn besucht jetzt die Schule. Der Vater hat jetzt Unterhalt zu zahlen.

2. angenommen, der Sohn schafft das Abi in 2020 nicht--- ab wann muss der Vater dann nicht mehr zahlen?
angenommen, der Sohn schließt im Juli 2020 ohne Abitur ab, macht ab August/September ein Berufskolleg .
Oder das Fachabitur .
Oder an der VHS das Abi
Oder beginnt eine Berufs-Ausbildung
gehört alles zu Ausbildung...

Wie oft muss der Vater vom Sohn den jeweiligen Status abfragen, um monatlich Unterhalt zu zahlen oder nicht zu zahlen?

3. angenommen, der Sohn schafft das Abi im Juli 2020, evtl. mehr schlecht als recht. Hat aber Abitur.
angenommen, der Sohn bewirbt sich mit seiner (schlechten) Hochschulreife an einer Hochschule. Dort beginnt das Semester im Oktober 2020.
Braucht der Vater von August bis September keinen Unterhalt zahlen?

Zahlt für 2 Monate das JC?

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#9
 Von 
Remmelinho
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 5x hilfreich)

Das Ding ist das er 338 Fehlstunden innerhalb eines Jahres (in Klasse 12 - 2018 /2019) hatte. Das ist knapp ein halbes Schuljahr. Lediglich 102 davon waren entschuldigt!
Im Vorjahr war es ähnlich.
Es ist also kaum erkennbar das er seiner Ausbildung zügig nachgeht.
Faktisch sitzt er das halbe Jahr zuhause rum. Seiner Mutter kommt dies entgegen da sie ihn dann nicht zur Schule fahren muss und ebenfalls ausschlafen kann.

-- Editiert von Remmelinho am 22.11.2019 20:51

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#10
 Von 
Marcus2009
Status:
Lehrling
(1647 Beiträge, 983x hilfreich)

Das hab ich ja nun verstanden, dass der Knabe die Schule schwänzt, das dritte mal die Klasse wiederholt und dass die Kindesmutter nicht gerade motiviert ist das zu ändern.

Aber deswegen entfällt nicht gleich der Unterhalt. Und du wirst an der Gemengelage derzeit kurzfristig vermutlich nichts ändern können.

Zitat (von Remmelinho):
Was kann ich in dieser Situation tun?

Um etwas Sinnvolles sagen zu können, muss man die Umstände des Falles kennen:

Zitat (von Remmelinho):
Der Gute (Einschulung mit 6) ist 19 1/2

Das KInd ist also volljährig. Damit ist übrigens dein Sohn der Ansprechpartner in Sachen Unterhalt. Und NICHT die Kindesmutter !

Zitat (von Remmelinho):
Der gesamt zu zahlende Unterhalt beläuft sich auf 555€ wovon ich 400€ und das Jobcenter 155€ zahlen. Die Mutter selbst ist also finanziell vollständig aus der Verantwortung.

Wann und wie wurde denn dieser Unterhalt festgelegt ? Gibt es darüber einen Titel, der über das 18. Lebensjahr hinaus gültig ist ? Auch wenn die Mutter nicht leistiungsfähig sein sollte, wie du schreibst, so wird nach Eintritt der Volljährigkeit der Unterhalt trotzdem unterschiedlich berechnet. Wurde dies getan ?

Solche Dinge muss man wissen, wenn man hier einen sinnvollen Rat geben soll.


-- Editiert von Marcus2009 am 22.11.2019 22:00

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#11
 Von 
Anami
Status:
Richter
(8537 Beiträge, 1472x hilfreich)

Zitat (von Remmelinho):
Das Ding ist
Das ist aber kein Unterhaltsding.
Zitat (von Remmelinho):
Das ist knapp ein halbes Schuljahr.
Ich ging davon aus, dass 12.Klässler von Mo-Fr. ca je 6-7 Std. Unterricht haben. Das waren dann ca. 50 Schultage.
Ein halbes Jahr hast du woher? Ein ganzes Schuljahr hat ca. 230 Schultage.
Zitat (von Remmelinho):
Im letzten Jahr hat er es auf 338 Fehlstunden (davon 102 unentschuldigt) gebracht.
Schau doch bitte nochmal nach.
Zitat (von Remmelinho):
Es ist also kaum erkennbar das er seiner Ausbildung zügig nachgeht.
Schneller als ein Schuljahr geht doch nicht. Klassen wiederholen hat nichts mit absichtlicher Verzögerung der Schulausbildung zu tun. Die Schule erkennt offenbar, dass er das Zeug zum Abschluss hat.
Zitat (von Remmelinho):
Faktisch sitzt er das halbe Jahr zuhause rum.
Das ist auch kein Unterhaltsding. Du weißt evtl. nicht, welche Noten er in den Tests und Klausuren hat?
Wegen der Fehlstunden hat die Schule jedenfalls keine Ordnungsmaßnahmen erwirkt.
Zitat (von Remmelinho):
Seiner Mutter kommt dies entgegen da sie ihn dann nicht zur Schule fahren muss und ebenfalls ausschlafen kann.
Auch das kann deine Unterhaltspflicht nicht aushebeln oder reduzieren.

Deshalb bitte klären:
Ist der Unterhalt tituliert?
Grundsätzlich wird das Kindergeld beim Bedarf vom Kindesunterhalt ab 18 komplett abgezogen.
Prüfe die Berechnung des Unterhaltes. Dein Sohn ist ein sog. privilegierter Unterhaltsberechtigter.
Sage deinem Sohn, dass er mit 18 --- außer nur volljährig zu sein--- sich auch selbst um seinen Unterhalt zu kümmern hat. d.h. er muss ihn von dir beanspruchen.

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#12
 Von 
Remmelinho
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 5x hilfreich)

Also, erstmal danke für so viel kompetente Resonanz!
Alles davon gefällt mir natürlich nicht, aber das ändert daran nichts...

Entschuldigt meine verspätete Antwort. Ich bin selbstständig und hatte in den letzten Tagen einiges zu tun.

Ein Unterhaltstitel existiert nicht.

Der Unterhalt wurde mit letztes Jahr vom Jobcenter so mitgeteilt, davor habe ich diesen immer der Düsseldorfer Tabelle entnommen. Merkwürdig ist allerdings das mir im letzten Jahr telefonisch vom Jobcenter mitgeteilt wurde: "das Kindergeld steht der Mutter zu und wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt."
Hier und auch an anderen Stellen lese ich immer wieder das Gegenteil.

Mein monatliches Einkommen beläuft sich laut BWA auf 1891€ Netto / Monat.

Wenn ich das jetzt auf die Düsseldorfer Tebelle besziehe, komme ich auf einen Untehalt von 323€ / Monat.

Zahle ich jetzt zu viel oder wird das vom Jobcenter irgendwie anders gerechnet?

Ergänzen sollte ich vielleicht noch das die Mutter seit unserer Trennung (2007) dem ältesten Gewerbe der Welt nachgeht und schon ein bisschen Geld zur Verfügung hat.
Auch wenn ich da gewissermaßen eine Doppelmoral an den Tag lege, es kommt für mich nicht in Frage sie "in die Pfanne zu hauen", da mein Sohn vermutlich (finaziell) darunter leiden würde.

Ich versuche lediglich nach 20 Jahren Knechterei und Zahlerei für andere Menschen endlich mal auf einen grünen Zweig zu kommen.


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#13
 Von 
eh1960
Status:
Student
(2318 Beiträge, 766x hilfreich)

Zitat (von Remmelinho):

Der Gute (Einschulung mit 6) ist 19 1/2 und hängt noch in der 12. Klasse zum Abitur. Diese Tatsache ist nicht seiner Dummheit geschuldet sondern viel mehr dem Umstand das er sich zu einem Schwänzer der besonderen Art entwickelt.

Mit 19 1/2 in der 12.Klasse zu sein ist absolut nichts ungewöhnliches und auch nicht zu beanstanden, und es berechtigt auch nicht, den Ausbildungsunterhalt zu streichen.
Zitat:

Im letzten Jahr hat er es auf 338 Fehlstunden (davon 102 unentschuldigt) gebracht. An den daraus resultierenden entschuldigten Fehlstunden kann man erkennen das dieses Verhalten seitens der Mutter zum großen Teil unterstützt wird. Die Jahre davor, waren diesbezüglich auch nicht besser.

Leider bekommt er von dieser Seite auch den Lenz vorgelebt. Sie ist 41 und hat bisher kaum einen Tag richtig gearbeitet und lebt seit jeher von Sozialamt, Arge und Jobcenter.


Das mag einen ärgern, ist aber rechtlich unerheblich. Man sollte es auch lieber nicht als Argument vorbringen, sonst kommt ganz schnell der Verdacht auf, hier solle der Mutter und Ex eine Harke gezeigt werden, auf dem Umweg über den Sohn.

Zitat:
Bisher war es so das ich den Unterhalt immer mit einem großen Maß an Freude gezahlt habe da ich wusste wofür er ist. Mittlerweile schwindet diese Tatsache immer mehr.

So ist das mit Kindern.
Zitat:

Ich habe all die Jahre versucht ihm ein geregeltes Leben vorzuleben und auch sehr häufig mit ihm über die gesamten Umstände gesprochen. Leider nimmt er sich scheinbar nichts davon an und hängt den ganzen Tag am Computer.

Die Kinder müssen auch nicht dem geregelten Leben der Eltern nacheifern, sie haben trotzdem einen Anspruch auf eine angemessene Ausbildung.

Zitat:
Für dieses Hobby werden pro Jahr auch viele Tausend Euro in die Hand genommen.

Ja. Und?

Zitat:
Woher dieses Geld kommt kann ich mir allerdings nicht erklären. Auch ein Auto und eine pervers große Wohnung sind vorhanden.

Auch das sagt erstmal: nix.

Zitat:
Der gesamt zu zahlende Unterhalt beläuft sich auf 555€ wovon ich 400€ und das Jobcenter 155€ zahlen. Die Mutter selbst ist also finanziell vollständig aus der Verantwortung.

Was kann ich in dieser Situation tun?


Einen Anwalt beauftragen, das ganze mal nachzurechnen. Wenn man der Mutter Einkünfte nachweisen kann, die sie nicht angegeben hat, dann spielt das eine Rolle für die Berechnung der Unterhaltspflichten des Vaters.
Zitat:

Da die Mutter ja vom Staat lebt, wird sie einen möglichen Gerichtsstreit bis zum Ende aussitzen da es sie keinen Cent kostet.

Nur wenn die Forderungen gegen sie unberechtigt sind.

Zitat:
Eigentlich ist es auch gar nicht mein Bestreben dies auf dem Wege zu regeln.

Ist aber die einzige Möglichkeit.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#14
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28825 Beiträge, 11894x hilfreich)

Na denn versuchen wir es nochmals etwas substantierter.

Ja, das Job-Center rechnet anders. Aber, seine Ansprüche gegenüber dem Vater für das Kind sind übergeleitete familienrechtliche Ansprüche. Und famiienrechtlich bist Du nun mal um das halbe Kindergeld zu entlasten, weil dieses Geld eben beiden Elternteilen zukommen soll, nach Volljährigkeit um das ganze Kindergeld.

Bei der Berechnung des JC fließt das Kindergeld voll in die Berechnung des gemeinsamen Bedarfs mit ein. Ausgangspunkt ist die Überlegung (grob vereinfacht dargestellt), dass Kindergeld eine Steuerentlastung sein soll. Und - ALG II Empfänger zahlen nun mal keine Steuern. Diese Verrechnung hat aber mit der Anspruchsgrundlage für Deine Verpflichtungen nichts zu tun.

Wie jetzt Deine Unterhaltsverpflichtungen aussehen, das können wir hier nicht abschätzen. Denn die Basis für Unterhaltsverpflichtungen kann von anderen Berechnungen abweichen. Da setz mal einen Fachmann ran.

wirdwerden

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