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Berechnung der Krankentage (AU) in meiner Lohnabrechnung, starke zweifel der Richtigkeit

1.12.2019 Thema abonnieren
 Von 
go532362-86
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Berechnung der Krankentage (AU) in meiner Lohnabrechnung, starke zweifel der Richtigkeit

Hallo liebes Forum,
leider stehe vor einem Problem möglicherweise mit meinem Arbeitgeber und zwar geht es um Folgende Situation:

Ich war letzten Monat eine gesamte Woche (5Tage) Arbeitsunfähig erkrankt. Jetzt habe ich meine Lohnabrechnung genauer angeschaut und bezweifle die richtige Berechnung. Es geht um eine Zeitarbeit.
Ich bin davon ausgegangen, das an Tagen wo ich Krank war ich sozusagen voll bezahlt werde (mindestens nah dran) als ich ohne AU gearbeitet hätte.

Dies wäre: 7,5std pro Tag * (Stundenlohn 10,45+Branchenzuschlage 3,14)= 101 € pro Tag in etwa (da auch durschnittlich 13 wochen berücksichtig wird) Die Woche war auch Nachtschicht falls dies etwas ändern sollte. Also bei 5 Tagen wäre es 505.
So jetzt zu meiner Lohnabrechnung. Darauf wurde mir 5* ein Tagessatz von 60,34€ gutgeschrieben. Dies ist eindeutig mit cirka 300€ weit weniger, als die oben genannten 505€.

Ich arbeite in Teilzeit (108std Vertrag), in der Regel jede zweite Woche je 5 Tage (iMo-FR mmer eine volle Schicht von 7,5std bei jedem Einsatz bisher, ganz selten Sonntag freiwillig 9,5std). Es ist keine wöchentlich Arbeitszeit angegeben im Arbeitsvertrag.

Ich hoffe mir kann jemand vlt kurz Auskunft geben, ob ich da falsch liege oder ob es eher den Anschein hat das die ZA einen Fehler gemacht hat.
Vielen Dank im Vorraus

-- Editiert von go532362-86 am 01.12.2019 13:15

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Stofferl
Status:
Beginner
(108 Beiträge, 24x hilfreich)

Zitat (von go532362-86):
in der Regel jede zweite Woche je 5 Tage

Hallo zurück,

wie sieht es in der Zeit dazwischen aus?

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#2
 Von 
go532362-86
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Nach einer Arbeitswoche habe ich fast immer komplett Frei, die Woche darauf da wird eine andere Teilzeitkraft eingesetzt. Dies wird mir im Vorraus immer mitgeteilt vom Entleiher.
Außer ist Not am Mann, wie diese Woche hab ich 25.11 bis Montag 02.12 gearbeitet da zu wenig leute verfügbar sind. je 7,5 std und heute Abend 9,5std da Sonntags immer die Schicht so lange geht.

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#3
 Von 
Stofferl
Status:
Beginner
(108 Beiträge, 24x hilfreich)

Dann kann ich keinen Fehler in der Abrechnung erkennen. Der Durchschnitt bezieht die freien Tage mit ein.

Umgekehrt wären dir die AU-Tage doch zu den gleichen Bedingungen vergütet worden, wenn es dich in einer freien Woche erwischt hätte.

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#4
 Von 
go532362-86
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Dann liege ich wohl im Irrtum. Ich dachte das die tatsächlich ausgefallene Zeit die ich laut Dienstplan ausgefallen bin wegen AU würde vergütet werden mit meinem Stundenlohn.
Ich wusste nicht, das ich wenn ich Frei/Kein Einsatz habe auch Anspruch auf Entgeldfortzahlung habe.

Leider bedeutet dies für mich, das ich durch eine AU mein Lohn immer Monat stark reduziert.
Auch wusste ich nicht, das falls ich Krank werde meine ZA mir eine Entgeldfortzahlung zahlen muss für Tage die sowieso Arbeitsfrei wären. Ist dies der Fall?

Hatte das "Motto" im Kopf, die ausgefallene Zeit durch AU mir keine Nachteile Lohnmäßig entstehen dürfen was ja eindeutig passiert um cirka 40% jetzt in den AU Tagen.

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#5
 Von 
Stofferl
Status:
Beginner
(108 Beiträge, 24x hilfreich)

Ich kenne eure internen Regelungen nicht. Aber bei uns wird das so gehandhabt.

Wie ist es denn, wenn du 2 Wochen verreisen willst - nimmst du dann nur eine Woche Urlaub, in der Hoffnung, in der anderen nicht plötzlich abgerufen zu werden?

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#6
 Von 
blaubär+
Status:
Unparteiischer
(9959 Beiträge, 4372x hilfreich)

Wenn du in der Woche krank gewesen bist, in der du zur Arbeit eingeteilt worden bist, hast du auch Anspruch auf Bezahlung, als ob du gearbeitet hättest. Ob das so ist, geht aus deiner Darstellung oben nicht so hervor, auch wenn es dafür spricht, dass du überhaupt Geld bekommen hast. ABER mit dem Durchschnitt zu arbeiten (wie es der AG anscheinend gemacht hat), ist hier nicht richtig. Denn in der arbeitsfreien Woche, schuldest du dem AG auch nix.

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#7
 Von 
go532362-86
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Da ich erst seit Mai 2020 dort Arbeite, hatte ich erst einmal Urlaub diesen Monat. Aber ich plane mit einer Frei Woche, da ich spätestens nach der 3.ten Arbeitswoche ja meine 108std die vertraglich vorgeschrieben sind erfüllt habe.

Mein Entleiher ist aber da kulant, und es wird auch gefragt ob ich dann Zeit habe. Da gabs bisher keine Probleme, falls ich mal absagen musste zu einem ungeplanten Einsatzt.
Ich hoffe zumindest das mein Urlaub dann voll bezahlt wird wie ein normaler Arbeitsstag, wie meine regulärer Lohn wäre. Also pro Tag etwa 110 Euro, und nicht wie hier nur mit 60€ Tagessatz berechnet wird.

Vlt versuche ich mich über das Bürgertelefon morgen mal auch dazu zu informieren, zusätzlich von der Hilfe hier.

Vielen Dank als für die mühe Antworten bereits.

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#8
 Von 
blaubär+
Status:
Unparteiischer
(9959 Beiträge, 4372x hilfreich)

Wenn deine Ausführungen #7 eine Antwort auf meine in #6 sein soll, verstehe ich nicht.
Die entscheidende Frage ist: arbeitspflichtig oder nicht. Gilt für Urlaub wie für Krankheit. Auch Urlaub musst du nicht nehmen für Zeiten, in denen du keine Arbeitsleistung zu erbringen hast.
Und bei dir ist das Schema ja ziemlich einfach eine Woche Ja, die andere Woche Nein.
Und wenn du Urlaub hast oder eine AU für deine Arbeitswochen, dann sind diese Zeiten auch auf dein Monatssoll anzurechnen. Sonst kommst du ja nie zu bezahltem Urlaub oder Entgeltfortzahlung bei Krankheit.

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#9
 Von 
go532362-86
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

@Blaubär+
Hab deinen Kommentar jetzt erst gelesen. #7 war nicht auf deine #6 bezogen. Bin gerade auf dem Weg zur Arbeit und schreibe vom Handy.

Ich war laut Dienstplan in der Woche der AU von Montag bis Freitag geplant. Bin natürlich wegen der AU zuhause geblieben und habe meinen Ausfall für die Woche gemeldet.

Wie gesagt wurden die Krankentage auch berücksichtigt und mit einem Tagessatz bezahlt 5*60euro Tagessatz laut Lohnabrechnung. Aber 60€ pro Tag, ist viel weniger wie ich ohne AU eigentlich an diesen Tagen verdient habe.
Ist das rechtens so, oder scheint dies falsch berechnet worden zu sein?

-- Editiert von go532362-86 am 01.12.2019 18:45

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#10
 Von 
Stofferl
Status:
Beginner
(108 Beiträge, 24x hilfreich)

blaubär hat ganz sicher Recht mit seiner Antwort Wenn du in der Woche krank gewesen bist, in der du zur Arbeit eingeteilt worden bist, hast du auch Anspruch auf Bezahlung, als ob du gearbeitet hättest.

Ich habe nicht geschnallt, dass du auf Stundenbasis bezahlt wirst. Bei uns sind es Festgehälter, also ein ganz anderes System.

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#11
 Von 
go532362-86
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Information, werde morgen meinen Ag informieren und darauf ansprechen. Ja werde nach Stunden bezahlt.

Ich hoffe er stellt sich nicht quer, anscheinend bekommen andere mitarbeiter auch weniger Geld im Krankheitsfall. Aber ehrlich gesagt, wenn mir mehr zusteht möchte ich dies auch gerne haben und wenn ich Krank bin nicht im Hinterkopf haben das mir mein Lohn nicht reicht falls ich zuhause bleibe.

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#12
 Von 
go532362-86
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich melde mich noch einmal zurück nach meinem Telefonat mit dem Arbeitgeber.

Der Sachbearbeiter der Firma hat mein Anliegen leider verneint, der Tagessatz ist richtig berechnet.
Es soll mit der Teilzeitstelle zusammenhängen, anscheinend soll mein Urlaubsgeld genauso wenig sein da beides ja unter Entgeldfortzahlung berechnet wird.
Sie konnte es mir aber nicht richtig erklären wieso dies so sein soll, speziel nachdem ich auf den Entgeldfortzahlungsgesetz §4 sowie dem IGZ-Tarifvertrag §6 hingewiesen habe.
Es hieß jetzt, in ein paar Wochen ruft mich "vielleicht!" die Buchhaltung an, Sie weiß da nicht genau bescheid.

Kann mir jemand einen Ratschlag geben wie ich vorgehen sollte. Erst einmal schriftlich die Lohnabrechnung Widerrufen mit oben gennanten § und zum korrigieren auffordern?
Das Problem ich weiß nicht ob ich dies formgerecht rüberbringen kann in Schriftform und gleichzeitig damit die Zeitarbeit überzeugen kann.
Oder direkt einen Arbeitsrechtsanwalt hollen (bekomme höchstwahrscheinlich eine Beratungsschein Amtsgericht) und/oder zum Amtsgericht? Welcher wäre der normale oder effektivste Weg?

Bin mir in der Sache ziemlich sicher das ich Recht (hoffe ich zumindest). Dies ist gleichzeitig auch nicht der einzige Fehler in der Lohnabrechnung aber anderes Thema und ziemlich speziel.

-- Editiert von go532362-86 am 03.12.2019 10:32

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#13
 Von 
blaubär+
Status:
Unparteiischer
(9959 Beiträge, 4372x hilfreich)

Entgeltfortzahlung ist schon richtig - muss aber auch richtig gemacht werden. Und dazu muss AN im Grunde nicht mehr wissen als den Grundsatz, dass Urlaub wie auch Krankheit 'erlaubte Abwesenheit' bedeutet und dass AN dafür so zu stellen ist, als hätte er gearbeitet.
Wenn dein AG keine Ahnung hat, wird auch der Verweis auf §§ nicht viel bringen. Anwalt brauchst du keinen - kostet nur dein Geld. In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht gibt es keinen RA-Zwang. - am besten gehst du direkt zu dem für dich resp. die Firma zuständigen Arbeitsgericht und reichst Lohnklage ein. Kostet nix, ein Rechtspfleger wird dir helfen, den Antrag zu formulieren.

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