Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
542.187
Registrierte
Nutzer

Zeitarbeit: Equal Pay verhindert erreichen von Mindeststunden

26.3.2020 Thema abonnieren
 Von 
Möhrli
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Zeitarbeit: Equal Pay verhindert erreichen von Mindeststunden

Hallo,
Ich hoffe mir kann hier jemand helfen.
Ich arbeite schon mehrere Jahre als Leiharbeitnehmer in 3 Kliniken ( X, Y, Z), eine davon (X) fiel plötzlich (und ohne Ankündigung/Warnung des Arbeitgebers) durch Equal Pay aus, nun bleiben 2 Kliniken (Y & Z) da ich keine Möglichkeiten habe in anderen Kliniken welche weiter weg sind zu arbeiten. Ich arbeite standardmäßig immer im Nachtdienst, mein Tagesablauf passt sich dem also an (tagsüber schlafen bzw nach frei oder Urlaub auch vorschlafen).

Durch die Equal pay regulierung will mein Arbeitgeber mich nicht in der einen betroffenen Klinik (X) einsetzen, diese Situation lässt mich nun in minusstunden kommen, da angeblich keine anderen Einsatzmöglichkeiten in den anderen beiden Kliniken (Y & Z) für mich vorhanden wären.

Da ich ständig sinnlos unter Strom stehe und ich kaum Ruhe finde wegen der Situation (ich sitze quasi jeden Tag an dem ich Dienst haben sollte von 8 bis 20 uhr rum und warte auf eine Nachricht zur arbeit) würde ich gerne nurnoch dienste bis 14.00 Uhr annehmen, für die Arbeit muss ich um 20.30/21 Uhr aus dem Haus. Diese 6 Stunden dazwischen würde ich nutzen zur Vorbereitung auf die 8/9h nachtschicht. Nun will mein Arbeitgeber aber nicht das ich nur bis 14.00 Uhr dienste annehme, da es ja die Situation angeblich schwieriger macht dienste zu finden für mich (ich kriege sonst immer meine dienste in der Zeit von 9.00 bis 14.00 Uhr, sehr sehr selten später).
Stattdessen will mein Arbeitgeber das ich dann, statt nur bis Uhrzeit # dienste anzunehmen, Urlaub nehme (unbezahlt oder bezahlt), was wiederum ich nicht will da es ja nicht mein Verschulden ist das keine Einsätze verfügbar sind.

In einem Gespräch zuvor hieß es, die Firma hätte zu viele Mitarbeiter für zu wenig Dienste Anfang des Jahres, was aber in den Jahren zuvor keine Wirkung hatte auf mich oder meine Arbeitsstunden.

Was kann ich tun? Ist es mein recht zu sagen ich bin bis Uhrzeit # verfügbar oder muss ich permanent an einem Dienst-Tag auf Abruf sein und generell um jede Uhrzeit arbeit annehmen? Es gab damals nach büro-schluss Zeiten noch eine freundliche Frage bis wann man verfügbar wäre für einen dienst, dies ist mittlerweile auch nicht mehr der Fall.

Des Weiteren will mein Chef das ich meine freien Tage am Monatsende plane, nach dem erreichen der Stunden auf dem Vertrag, was aber verständlicherweise nicht absehbar ist in meiner Situation.

Was kann ich tun? Was sind meine rechte?

Ich hoffe mir kann jemand helfen.
Danke im voraus.

Verstoß melden



2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(10771 Beiträge, 4594x hilfreich)

Deine Anfrage scheint mir eher Rechtsberatung zu verlangen als Erörterung in einem Laienforum. Ganz sicher wird jemand sich deinen AV anschauen müssen - darin stehen deine Rechte und Pflichten. Und die Praxis, wie das alles abläuft (scheint mir doch einigermaßen intransparent). Was der AG will oder nicht will, ist dann eine andere Frage.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4297 Beiträge, 2164x hilfreich)

Zitat (von Möhrli):
lässt mich nun in minusstunden kommen, da angeblich keine anderen Einsatzmöglichkeiten in den anderen beiden Kliniken (Y & Z) für mich vorhanden wären.

Das ist aber nicht dein Problem, sondern das des AG. Du bekommst keine Minusstunden, nur weil der AG keine Einsatzmöglichkeit hast. Also den AG schriftlich auffordern, dir Arbeit zuzuweisen bzw. die entsprechenden Stunden gut zu schreiben.

Zitat (von Möhrli):
Was kann ich tun? Ist es mein recht zu sagen ich bin bis Uhrzeit # verfügbar oder muss ich permanent an einem Dienst-Tag auf Abruf sein und generell um jede Uhrzeit arbeit annehmen?

Der AG hat den Dienst rechtzeitig vorher mitzuteilen. Und da reden wir nicht von Stunden sondern von Tagen vorher. Ohne entsprechenden Ausgleich besteht für dich überhaupt keine Verpflichtung ans Telefon zu gehen, wenn der AG anruft.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 189.147 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
79.711 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.