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Strafantrag wegen Kindesunterhaltsverletzung

23.5.2020 Thema abonnieren
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Strafantrag wegen Kindesunterhaltsverletzung

Hallo,
Ich habe eine Frage an diejenigen, die schonmal einen Strafantrag gestellt haben. Ich habe einen Titel gegen den Kindsvater, dass er seit einem Jahr zu Unterhalt unserem Sohn gegenüber verpflichtet ist und eine erhöhte Erwerbsobliegenheit hat. Wer hat Erfahrungen diesbezüglich, wie lange sowas dauert, ob der Antragssteller über das Vorgehen wie bspw Durchsuchungen, Befragungen etc schriftlich informiert wird?
Ich habe ihn erst vor kurzem gestellt und wüsste gerne im Vorfeld ein bisschen mehr über Ablauf, Dauer etc

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31 Antworten
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#1
 Von 
Ratsuchender@123net
Status:
Student
(2499 Beiträge, 476x hilfreich)

:forum:

Der Beitrag sollte im Unterforum "Strafrecht" wohl eher beheimatet sein.

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30082 Beiträge, 12157x hilfreich)

Richtig, trotzdem antworte ich mal hier.

Ermittlungsbehörde ist die Staatsanwaltschaft, die sich üblicherweise ihrer "Hilfstruppe", der Polizei bedient. Normalerweise wird dann der Betroffene zur Vernehmung geladen, muss Unterlagen vorlegen, aus denen sich ergibt, was er verdient und muss darlegen, warum er nicht zahlt bzw. zahlen kann. So geht das Paket dann zur Staatsanwaltschaft, die über das weitere Vorgehen entscheidet. Durchsuchungen sind bei der Fallkonstellation in der Regel nicht erforderlich.

Nee, hier wird dem Strafanspruch des Staates Genüge getan. Du wirst gegebenenfalls über den Ausgang des Verfahrens informiert, oder aber, sofern Anklage erhoben wird, als Zeugin geladen.

So ein Verfahren dauert so lange, wie es dauert. Ein Staatsanwalt hat Neuzugänge im Jahr im dreistelligen Bereich. Da keine Haftsache, wird er sie letztendlich dann abschließend bearbeiten, wenn er alle erforderlichen Infos hat.

wirdwerden

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#3
 Von 
Zuckerberg
Status:
Schüler
(308 Beiträge, 496x hilfreich)

Zitat:
Normalerweise wird dann der Betroffene zur Vernehmung geladen
Nein. Das wäre die absolute Ausnahme.

Zitat:
muss Unterlagen vorlegen
Nein. Auf gar keinen Fall muss er das.

Zitat:
Ich habe einen Titel gegen den Kindsvater, dass er seit einem Jahr zu Unterhalt unserem Sohn gegenüber verpflichtet ist und eine erhöhte Erwerbsobliegenheit hat.
Diese Verpflichtung folgt schon aus dem Gesetz. Ob er nun diese Pflichten verletzt, wird strafrechtlich nochmals neu geprüft werden müssen. Der Titel stimmt natürlich optimistisch. Aber wirklich "helfen" kann er nicht. Das Strafverfahren könnte auch mit der Erkenntnis enden, dass der Vater eben doch keinen Unterhalt zahlen muss, da er zu wenig verdient oder ähnliches.

Warum lassen Sie nicht einfach vollstrecken? Hat der Vater kein Einkommen? Für eine Verletzung der Erwerbsobliegenheit wird man ihm im Strafverfahren meines Erachtens nachweisen müssen, dass er tatsächliche und konkrete Erwerbsmöglichkeiten (also konkrete Stllenangebote) hatte, mit denen er bei entsprechender Bemühung realistischerweise hätte ein ausreichendes Einkommen erzielen können, das dann aber mutwillig unterlassen hat. Ein allgemeines "er bemüht sich nicht" reicht dafür meines Erachtens ebenhalt nicht aus. Aber natürlich kann so ein Strafverfahren etwas "Druck" machen.

Zu einer Durchsuchung wird es hier wohl nicht kommen. Was sollte die Durchsuchung auch ergeben?

Wie lange es dauert, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt auch davon ab, wo in Deutschland Sie sich befinden. Es ist aber mindestens mit ein paar Wochen zu rechnen.


Aus Ihrem anderen Thread (Sie wollten einen der Threads schließen):

Zitat:
Ich wollte wissen, ob ich diesbezüglich auch von der Anwaltschaft "auf dem Laufenden" gehalten werde, ob bspw eine Durchsuchung oder Befragung der früheren Arbeitsstellen erfolgt etc
Nein. Sie werden über den Abschluss des Verfahren informiert oder ggf. nach weiteren Angaben gefragt. Sie bekommen aber keine regelmäßige Statusmeldung, jedenfalls nicht über einzelne Maßnahmen. Genau genommen haben Sie dran ja auch kein rechtliches Interesse.

-- Editiert von Zuckerberg am 23.05.2020 16:44

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#4
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ob er nun diese Pflichten verletzt, wird strafrechtlich nochmals neu geprüft werden müssen. Der Titel stimmt natürlich optimistisch. Aber wirklich "helfen" kann er nicht. Das Strafverfahren könnte auch mit der Erkenntnis enden, dass der Vater eben doch keinen Unterhalt zahlen muss, da er zu wenig verdient oder ähnliches.

Warum lassen Sie nicht einfach vollstrecken? Hat der Vater kein Einkommen?
Soweit ich weiß hat er derzeit kein Einkommen. Da seine neue Partnerin zu viel "verdient" bekommt er keine Unterstützung vom Amt.

Für eine Verletzung der Erwerbsobliegenheit wird man ihm im Strafverfahren meines Erachtens nachweisen müssen, dass er tatsächliche und konkrete Erwerbsmöglichkeiten (also konkrete Stllenangebote) hatte, mit denen er bei entsprechender Bemühung realistischerweise hätte ein ausreichendes Einkommen erzielen können, das dann aber mutwillig unterlassen hat. Ein allgemeines "er bemüht sich nicht" reicht dafür meines Erachtens ebenhalt nicht aus.
Ich kann mit Sicherheit sagen, dass er eine Stelle, wo er Vollzeit und Unbefristet (in der Probezeit), vorangekündigt krank gemacht hat woraufhin er die Stelle natürlich verlor. Danach hatte er ebenfalls eine Vollzeitstelle, ebenfalls unbefristet und bereits im festen Vertrag, diese Stelle hat er einfach gekündigt (Grund: er muss zu viel Arbeiten und verdient zu wenig). Daraufhin hat er eine Zweitlehre begonnen (wobei er schon eine abgeschlossene hat), diese hat er durch laufendes krank machen ebenfalls verloren und seine letzte Stelle hat er auch leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Dies war im Dez19 und seither hat er sich nur bei einer einzigen Stelle beworben.

Das hängt auch davon ab, wo in Deutschland Sie sich befinden.
Ich bin in Bayern

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#5
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1021 Beiträge, 296x hilfreich)

Nach einem Unterhaltstitel aus fiktiver Leistungsfähigkeit auch noch Strafanzeige zu stellen, ist in den meisten Fällen Tobak und absolut kontraproduktiv.

Arbeitet der Schuldner und erzielt nicht genügend Einkommen, könnte er durch eine Haftstrafe auch diese Arbeit verlieren und damit die Chance in diesem Job mehr zu verdienen. Auch schon durch polizeiliche Ermittlungen.

Wird das Verfahren eingestellt, wird der Schuldner dies dem Gläubiger immer wieder vor die Nase halten.

Ist er nicht erwerbstätig, wird er es durch eine Haftstrafe erst recht nicht.

Es gibt kaum einen erkennbaren Vorteil.

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30082 Beiträge, 12157x hilfreich)

Doch es gibt Vorteile. Ein übliches Modell ist, dass bei einem ersten Verfahren die Einstellung erfolgt gegen Auflage, den Verpflichtungen nachzukommen. Passiert das nicht, oder aber die Zahlungen werden eingestellt, dann kommt es zur Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung mit der Auflage, den Unterhalt zu zahlen. Wenn das dann wieder irgendwann nicht mehr klappt, gibt es eine Strafe ohne Bewährung.

Auch U-Haft ist möglich. Ich erinnere mich an einen Fall, in welchem jemand hartnäckig 10 Jahre keinen Cent Unterhalt zahlte. Als der wegen Wiederholungsgefahr in U-Haft kam, da hat dann die Familie gesammelt, und die verblüffte Staatsanwältin hatte einige Tage später die komplette Nachzahlung in bar auf dem Arbeitstisch. Wetten, dass der Bursche ab da gezahlt hat? Und, letztlich kann es der Berechtigten doch einerlei sein, ob der Betroffene nicht zahlen kann, weil er im Knast sitzt oder aus Bockigkeit nicht zahlt.

In meinem persönlichen Fall wurde Männe auch verhaftet, er hatte "vergessen," sich anzumelden. Der Haftbefehl wurde dann gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Ja, ab da klappte es dann auch auf niedrigem Niveau mit dem Unterhalt.

Was immer in diesem Zusammenhang vergessen wird: wenn die Kids älter sind, bekommen sie ja durchaus mit, dass sie dem Verpflichteten einerlei sind. Mein Jüngster sagte mal, ihm täte auch die kleine Zahlung gut, der Vater solle sich zumindest einmal im Monat dran erinnern, dass es ihn gäbe. Die Wut in der Stimme war nicht zu überhören.

Auch mal daran denken.

wirdwerden

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#7
 Von 
Zuckerberg
Status:
Schüler
(308 Beiträge, 496x hilfreich)

Zitat:
Passiert das nicht, oder aber die Zahlungen werden eingestellt, dann kommt es zur Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung mit der Auflage, den Unterhalt zu zahlen.
Die Vergleichweise frühe Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe mag "beliebt" sein und als zweckmäßig angesehen sein. Vorrangig wäre gleichwohl eine Geldstrafe zu verhängen. Aber auch bei der Bewährungsstrafe hat der Vater die Verfahrenkosten zu zahlen.

Und vor allem ist keineswegs gesagt, dass es nur Einstellung gegen Geldauflage oder Verurteilung geben kann. Es kann auch die folgenfreie Einstellung oder einen Freispruch geben. Dann ist man bei dem Problem, dass smogman befürchtet hat ("vor die Nase halten").

Aus der Schilderung hier ist nicht klar erkennbar, ob nun eine Strafbarkeit vorliegt oder nicht. Das mit dem "Der Vater macht ständig krank" sehe ich kritisch. Wenn "krank machen" bedeutet, dass er eine AU-Bescheinigung hatte, dann wird kein Strafgericht dem nunmal AU geschrieben Vater für diesen Zeitraum einen Vorwurf machen. Umgekehrt wird der Vater mit (nachgewiesenermaßen) häufiger Krankschreibung dann direkt eine gute Erklärung dafür haben, wieso es für ihn auf dem Arbeitsmarkt schwieriger ist als für andere.

Dann bleibt noch, dass der Vater seine Vollzeitstelle gekündigt haben soll. Offenbar hat er aber (unmittelbar?) im Anschluss daran eine Zweitausbildung gemacht. Das klingt zwar kritisch. Aber da wird man sich die genaue Chronologie ansehen müssen. ir ist auch nicht klar, wie lange das jetzt her ist.

Übrig bleibt nur, dass der Vater sich seit Dezember nur auf eine einzige Stelle beworben haben soll. Aber woher die Kenntnis? Da der Vater doch schon den Titel gegen sich hat und die Staatsanwaltschaft bisher nicht involviert war, hatte er keinen Grund, seine Bewerbungen zu dokumentieren oder irgendwelche Angaben dazu zu machen.

Unklar ist mir vor allem, wovon der Vater momentlan lebt? Arbeitslosengeld 2? Dann sollte man annehmen, dass bereits das Jobcenter dafür sorgt, dass er sich regelmäßig bewirbt.

Ich bin da auf jeden Fall etwas skeptisch. Aber nun wurde ja Anzeige erstattet und man muss abwarten.

Zitat:
Auch U-Haft ist möglich. Ich erinnere mich an einen Fall, in welchem jemand hartnäckig 10 Jahre keinen Cent Unterhalt zahlte. Als der wegen Wiederholungsgefahr in U-Haft kam, da hat dann die Familie gesammelt, und die verblüffte Staatsanwältin hatte einige Tage später die komplette Nachzahlung in bar auf dem Arbeitstisch.
Dieser Fall hat sich mit zeimlicher Sicherheit niemals ereignet. Zumindest nicht in Deutschland. Dieses Vorgehen wäre offensichtlich verfassungswidrig.

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#8
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zuckerberg:

Aus der Schilderung hier ist nicht klar erkennbar, ob nun eine Strafbarkeit vorliegt oder nicht. Das mit dem "Der Vater macht ständig krank" sehe ich kritisch. Wenn "krank machen" bedeutet, dass er eine AU-Bescheinigung hatte, dann wird kein Strafgericht dem nunmal AU geschrieben Vater für diesen Zeitraum einen Vorwurf machen.

Da ich den KV lange kenne und er bereits durch "vorangekündigtes Krank machen" einen Job verloren hat liegt das andere denke ich auch ziemlich klar auf der Hand. Er hat es ständig gemacht nur eben dann schlau OHNE vorher anzukündigen.


Dann bleibt noch, dass der Vater seine Vollzeitstelle gekündigt haben soll. Offenbar hat er aber (unmittelbar?) im Anschluss daran eine Zweitausbildung gemacht. Das klingt zwar kritisch. Aber da wird man sich die genaue Chronologie ansehen müssen. ir ist auch nicht klar, wie lange das jetzt her ist.

Nein nicht unmittelbar im Anschluss eine Lehre begonnen er hatte eine andere Stelle. Ihm war die andere Arbeit zu viel für das, was er (laut ihm "gerade mal") verdient hat. Die Lehre hat er erst nach meiner Trennung von ihm begonnen was dem Gericht im Beschluss missfiel da er bereits eine abgeschlossene Ausbildung hat.

Übrig bleibt nur, dass der Vater sich seit Dezember nur auf eine einzige Stelle beworben haben soll. Aber woher die Kenntnis?

Von einer "Nahestehenden" der Familie. Begründung, man bekommt derzeit kaum eine Arbeit wegen Corona. Sehe ich jedoch anders. Aber gut.

Unklar ist mir vor allem, wovon der Vater momentlan lebt? Arbeitslosengeld 2? Dann sollte man annehmen, dass bereits das Jobcenter dafür sorgt, dass er sich regelmäßig bewirbt.

Der Vater lebt derzeit vom Kindergeld und Unterhalt seines knapp 10 jährigen Sohnes. Seine Freundin "verdient" zu viel und muss für alles weitere aufkommen.

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#9
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1021 Beiträge, 296x hilfreich)

Verbleibt die Frage, welchen positiven Effekt das Strafverfahren (auf die Unterhaltszahlung) haben soll oder ob es da - wie nämlich meistens - vielleicht einfach ums Prinzip geht. Man weiß, dass man ohnehin nie etwas bekommt und im Wissen darüber soll der Vater dafür büßen. Oft leben die Strafantragsteller selbst ohne eigenes Einkommen, was das ganze weiter ad absurdum führt.

Ich könnte die weiter oben begonnene Aufzählung negativer Folgen eines solchen Verfahrens fortführen.

Ich halte persönlich nur ganz wenige Fälle für geeignet, nämlich diese in denen offensichtlich ein gutes Einkommen besteht und trotzdem kein Unterhalt geleistet wird. Gesellschaftende Geschäftsführer, die sich nur 1000 € auszahlen, im Ausland untergetauchte Väter, Selbstständige, Lottogewinner, reiche Erben o.ä.

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#10
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Effekt davon soll sein, dass er seinen väterlichen Pflichten nachkommt und seinen Arsch bewegt, in die Arbeit geht und an seinen Sohn den Unterhalt zahlt, der ihm zusteht. Es kann nicht sein, dass Männer ein Kind zeugen und sich dann nicht kümmern und ihren Pflichten nachkommen! Geld kassieren kann er, verprassen zum Zocken, für Drogen kann er aber keinen Unterhalt zahlen können!? Sorry aber i.wo is da ein Fehler findest Du nicht? Klar, leben und leben lassen. Aber seinen Pflichten sollte man dennoch nachkommen! Wir Mütter, die von den KV nieder gemacht werden und alles tun, um dem Kind ein schönes Leben zu bieten, wo es an nichts fehlt bleiben auf der Strecke genauso wie die Kinder und das nur, weil es solche Männer gibt, denen ihre Hobbys mehr bedeuten wie ihre Kinder. Sorry aber pfui solche Männer MUSS man "zwingen" ihren Pflichten nachzukommen und sie daran zu erinnern, dass es auch IHRE Kinder sind

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#11
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1021 Beiträge, 296x hilfreich)

Mir geht es nicht um leben und leben lassen. Mir geht es darum, dass genau das, was du dir erhoffst, durch das was du tust, nicht eintreten wird. Du befeuerst damit im Regelfall genau das Gegenteil. Auch ein Strafverfahren kann Geld nur dort zum Vorschein bringen, wo auch tatsächlich welches ist - siehe meine beispielhafte Aufzählung. Du erwartest, dass ein nach deiner Aussage Drogen konsumierender Mensch nach einem Strafverfahren Geld erwirtschaftet? Ernsthaft?

Deshalb meine Gegenfragen:
- Besteht hier Umgang oder existiert der auch nicht?
- Wovon bestreitest du deinen Lebensunterhalt? Bist du überhaupt in der Ausfallhaftung, weil du den fehlenden Unterhalt durch eigenes Einkommen regulieren musst? Oder beziehst du eventuell Sozialleistungen? Vielleicht sogar Unterhaltsvorschuss, welcher zusammen mit dem Kindergeld den Mindestunterhalt beträgt?

Aus deinem Beitrag lässt sich in Ansätzen bereits das erkennen, was tatsächlich meistens der ausschlaggebende Grund für einen solchen Antrag ist.

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#12
 Von 
Sisaak
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von fb547263-77):
Geld kassieren kann er, verprassen zum Zocken, für Drogen kann er

Woher hat er denn das Geld dafür?

Du bekommst doch sicherlich Unterhaltsvorschuss, oder?
Dir kann doch eigentlich egal sein, woher du den Unterhalt bekommst.

Zitat (von smogman):
Verbleibt die Frage, welchen positiven Effekt das Strafverfahren (auf die Unterhaltszahlung) haben soll oder ob es da - wie nämlich meistens - vielleicht einfach ums Prinzip geht. Man weiß, dass man ohnehin nie etwas bekommt und im Wissen darüber soll der Vater dafür büßen

100%ige Zustimmung. Wird hier wohl so sein.

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#13
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Da leider die meisten Männer nicht in solchen Situationen stecken haben sie einfach keinen blassen Schimmer worum es geht. Ich will hier jetz keinen angreifen aber mein Kind oder die Kinder der anderen alleinerziehenden Mütter haben nunmal ein Anrecht auf ihren Unterhalt und dieser sollte nicht vom Amt sondern vom Vater gezahlt werden! Er ist bereits berufstätig gewesen wo er Unterhalt hätte zahlen müssen und hat es nicht getan trotz Aufforderung vom Anwalt. Ernsthaft!? Drogenmissbrauch, zocken,...sowas wird unterstützt indem man die alleinstehenden Mütter so hinstellt als wollen sie nur "Rache"!? Sorry, aber das ist sicher NICHT mein Anliegen. Da hätte ich schon längst andere Mittel und Wege eingeleitet wenn es mir rein um Rache ginge

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#14
 Von 
Sisaak
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von fb547263-77):
Da leider die meisten Männer nicht in solchen Situationen stecken haben sie einfach keinen blassen Schimmer worum es geht

Ich bin Alleinerziehender Papa und bekomme von der KM keinen Cent. Ich weiß worum es geht.
Zitat (von fb547263-77):
Drogenmissbrauch, zocken,...sowas wird unterstützt indem man die alleinstehenden Mütter so hinstellt als wollen sie nur "Rache"!? Sorry, aber das ist sicher NICHT mein Anliegen. Da hätte ich schon längst andere Mittel und Wege eingeleitet wenn es mir rein um Rache ginge

Hier unterstützt doch keiner den Drogenmissbrauch deines Ex. Welche Mittel und Wege sind denn schlimmer als Haft?
Zitat (von fb547263-77):
Ich will hier jetz keinen angreifen aber mein Kind oder die Kinder der anderen alleinerziehenden Mütter haben nunmal ein Anrecht auf ihren Unterhalt und dieser sollte nicht vom Amt sondern vom Vater gezahlt werden!

Der Unterhalt steht deinem Kind zu. Und dem ist es wahrscheinlich egal, ob das Amt oder der KV zahlt.
Hast du eine Beistandschaft beim Jugendamt?

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#15
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30082 Beiträge, 12157x hilfreich)

Sisaak, ich achte hier zumindest immer peinlich drauf, dass bei dieser Problematik nicht die Geschlechterkeule rausgeholt wird. Wahrscheinlich zahlen mehr unterhaltspflichtige Mütter keinen Unterhalt als unterhaltspflichtige Väter, einfach weil viele Frauen immer noch schlechter ausgebildet sind, also weniger verdienen, oder auch einfach zu lange aus dem Beruf raus waren. Und häufig immer noch die Haltung da ist, der Vater habe für das Finanzielle zu sorgen. Das liegt dann aber auch an der Erziehung von zu Hause aus, das bekommt man wohl nicht schnell aus den Köppen raus. Ich hoffe sehr, dass sich da längerfristig was ändert.

Beistandsschaft ist prima, nur man kann bei diesem Service nicht punktgenaues Engagement erwarten. Strafanzeigen werden von dort in der Regel nicht erstattet, ein paar Pfändungsaufträge, das war es dann in der Regel. Hartnäckigen Unterhaltsverweigerern kann man im Rahmen der Beistandsschaft nicht beikommen. Und, es werden auch keine Ermittlungen angestellt. Das ist nicht die Aufgabe, die im Rahmen der Beistandsschaft zu erfüllen sind. Es ist also, wie in all diesen Fällen, viel Eigeninitiative erforderlich. Dazu gehören in diesem Fall das Erforschen der Lebensumstände des Schuldners, die Strafanzeige.

Traurig, dass es in vielen Fällen so weit kommen muss.

wirdwerden

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#16
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Sisaak, glaub mir, in meinem Fall weißt Du das nicht direkt.

Welche Mittel und Wege ich noch ergreifen könnte? Seit einem Jahr sitze ich mit meinem Sohn ziemlich auf dem Trockenen. Ja, ich bekomme Alg2 und ja ich bekomme auch UVG, dennoch ist es nunmal so, dass, wie ich bereits geschrieben habe, mein Sohn das Recht auf das Geld hat! Ich hätte längst Anzeige wegen Diebstahl machen können, vor Gericht ziehen können wegen meines Eigentums, welches er mir nicht geben will, auch die gemeinsam gekauften Sachen, die zur Hälfte mir gehören würden gibt er mir nicht. Sowie die Hälfte der Schulden er auch nicht trägt trotz anwaltlicher Aufforderungen. Ich trage die Schulden ALLEINE mit Alg2. Wow was für eine Gerechtigkeit. Hinzu kommt noch so einiges anderes, was von ihm kommt und auf mich "abgewälzt" wird! Er ist auch "alleinerziehender Vater" mit Freundin und zwei anderen Kindern. Er bekommt von der KM seines Sohnes Unterhalt. Sogar MEHR als ihm zustehen würde. Ich wüsste, dass wenn dies nicht der Fall wäre hätte er schon um einiges "schlimmeres" gemacht um an den Unterhslt zu kommen. Glaub mir, der is zu vielem, fast allem bereit wenn es um Geld geht! Sein Sohn ist lange in Schule und ner Einrichtung wo er locker arbeiten gehen kann. Ich suche mich dumm und dämlich nach nem Job, der mit den Zeiten der KiTa passen würde leider hab ich noch nichts gefunden! Und und und...
Nein ich habe keine Beistandschaft beim JA da das nur sehr wenig bringt.

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#17
 Von 
Sisaak
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 10x hilfreich)

Das ist ja alles schön und gut. Aber für dich macht das doch finanziell keinen Unterschied, ob Unterhalt vom Amt kommt oder vom KV.
Ihr tut euch doch alle keinen Gefallen damit, euch gegenseitig anzuzeigen und zu verklagen.
Schließe doch für dich ab. Sonst schaukelt sich das ins unermessliche. Und glaube mir, ich spreche aus Erfahrung. Das ist nicht schön und Kinder kriegen alles mit.
Dass du die gemeinsamen Schulden alleine tragen musst, ist natürlich nicht fair. Aber ihr haftet nun mal gesamtschuldnerisch. Das hab ich auch spüren müssen und neben Anwalts-, Gerichtskosten auch gemeinsame Schulden und Kredite bedient, weil meine Ex keinen Bock hatte, sich zu beteiligen. Aber bei dir ist ja ebenfalls nichts zu holen, oder?
Die Privatinsolvenz aus deinem anderen Post hast du beantragt?

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#18
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein, bei mir ist nichts zu holen. Ich zahle meine Schulden ab. Ich hatte vor längerer Zeit mal eine Privatinsolvenz werde mich kein zweites mal da hinbegeben. Bei der Insolvenz um welche ich da gefragt hatte bzw Infos einholen wollte geht es nicht um mich da handelt es sich um einen Bekannten, der sich bisschen zu viel geleistet hat und wollte ihm damit helfen, rauszufinden, was passieren könnte.

Na dann sind wir wohl beide ziemlich Gleichgesinnte.

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#19
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1021 Beiträge, 296x hilfreich)

Also keine Ausfallhaftung. Geschlechter spielen für mich keine Rolle. Der Fall stellt sich nach ein paar Nachfragen genau so dar, wie er es fast immer tut. Eine Mutter, die aufgrund des potentiell möglichen Anspruchsübergangs nach § 33 SGB II und § 7 UVG - mindestens für die Vergangenheit - gar nicht befugt ist Unterhalt für ihr Kind einzufordern, möchte von einem Drogenkonsumenten Unterhalt haben. Dieser kann jedoch nicht zahlen, eben weil er Drogen konsumiert und Spiele kauft und soll nun durch ein Strafverfahren mit ggf. anschließender Haft plötzlich leistungsfähig werden. Passiert genau so oft: Nie. Für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass der Vater durch die JVA geläutert würde und nun plötzlich Geldregen auf seinem Konto niederschlägt, ändert sich für die Mutter genau das: Nichts. Für das Kind ändert sich genau das: Nichts.

Zitat (von fb547263-77):
...sowas wird unterstützt indem man die alleinstehenden Mütter so hinstellt als wollen sie nur "Rache"!? Sorry, aber das ist sicher NICHT mein Anliegen.
Ich unterstütze keine asozialen Drogenkonsumenten. Ich unterstütze aber auch keine vollversorgten Sozialleistungsempfänger, bei denen gar keine Bedürftigkeit mehr besteht. Und Bedürftigkeit ist nun mal eine der drei Säulen des Unterhaltsrechts. Was ist also sonst dein Anliegen, wenn nicht das reine Prinzip, welches du aber halt trotzdem nicht erreichen wirst. Selbst dann, wenn man dir Recht geben würde.

Zitat (von wirdwerden):
Strafanzeigen werden von dort in der Regel nicht erstattet
Ja, weil Beistandschaften auf ein schier unendliches Portfolio an Berufserfahrung zurückblicken und Prognosen bilden können und weil sie viel besser als die meisten dazu in der Lage sind, Fallkonstellationen objektiv und sachgerecht abzuarbeiten. Es gibt zig juristische Ausarbeitungen über Sinn und Unsinn von § 170 StGB. Hier wird aber keine rechtliche Entscheidung diskutiert, sondern eine emotionale.

Zitat (von wirdwerden):
Hartnäckigen Unterhaltsverweigerern kann man im Rahmen der Beistandsschaft nicht beikommen. Und, es werden auch keine Ermittlungen angestellt. Das ist nicht die Aufgabe, die im Rahmen der Beistandsschaft zu erfüllen sind. Es ist also, wie in all diesen Fällen, viel Eigeninitiative erforderlich. Dazu gehören in diesem Fall das Erforschen der Lebensumstände des Schuldners, die Strafanzeige.
Selbstverständlich sind intensive Ermittlungen und die Zusammenarbeit mit dem Gläubiger und auch dem Schuldner Teil einer ordentlichen Beistandschaft. Davon bekommen Externe oft gar nichts mit, weil sie es auch nicht mitkriegen müssen.

Zitat (von fb547263-77):
Seit einem Jahr sitze ich mit meinem Sohn ziemlich auf dem Trockenen. Ja, ich bekomme Alg2 und ja ich bekomme auch UVG, dennoch ist es nunmal so, dass, wie ich bereits geschrieben habe, mein Sohn das Recht auf das Geld hat!
Selbst wenn der Vater dir 300 Euro zahlen würde, hättest du am Ende genauso viel wie vorher. Und welcher Schriftverkehr mit der Vorschusskasse und dem Jobcenter für vergangene Zeiträume zwischen Vater und Behörde existiert, weißt du auch nicht.

Zitat (von fb547263-77):
Ich hätte längst Anzeige wegen Diebstahl machen können, vor Gericht ziehen können wegen meines Eigentums, welches er mir nicht geben will, auch die gemeinsam gekauften Sachen, die zur Hälfte mir gehören würden gibt er mir nicht.
Das zu machen halte ich für wesentlich sinnvoller als die Anzeige nach § 170 StGB. Denn das hätte möglicherweise sogar einen nachvollziehbaren positiven Effekt.

Zitat (von fb547263-77):
Er ist auch "alleinerziehender Vater" mit Freundin und zwei anderen Kindern.
Diese Familie würde durch eine Haftstrafe auch geschädigt werden. Auch die Kinder, die nichts für ihren Vater und dessen Unterhaltsschuld können, diesen aber sicherlich lieber zuhause haben als in der JVA zu besuchen.

Zitat (von fb547263-77):
Er bekommt von der KM seines Sohnes Unterhalt. Sogar MEHR als ihm zustehen würde.
Das glaube ich erst, wenn ich die konkrete Summe kenne.

Zitat (von fb547263-77):
Ich suche mich dumm und dämlich nach nem Job, der mit den Zeiten der KiTa passen würde leider hab ich noch nichts gefunden!
Viel Erfolg bei der Suche.

Zitat (von fb547263-77):
Nein ich habe keine Beistandschaft beim JA da das nur sehr wenig bringt.
Das kann ich nicht unterschreiben.

Ich empfehle allen ALG II Empfängern zum Thema Unterhalt einfach gar nicht tätig zu werden, weil es schlicht nichts bringt außer Ärger und zusätzlichen Aufwand für alle Beteiligten. Eine regelmäßige Unterhaltszahlung vom Jobcenter und UVK ist zehnmal besser als eine unregelmäßige vom Vater. Das wird dir jeder Unterhaltsempfänger bestätigen, der alle 8 Wochen beim Jobcenter eine Neuberechnung mit Nachzahlung oder Rückforderung erhält und pausenlos am rangieren ist.

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#20
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12211 Beiträge, 1894x hilfreich)

Recht herzlichen Dank, @smogman

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#21
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30082 Beiträge, 12157x hilfreich)

Die Fragestellerin ist auf Jobsuche. Ich gehe mal davon aus, dass sie auch einen Job finden wird, Corona geht ja mal vorbei. Sisaak, so einfach ist das nicht. Ich schreibe da auch aus Erfahrung. Mein Ex führte seiner neuen Frau den Haushalt (wie er schrieb, keine Kinder da). Mein jüngster Sohn ist Autist, eine Behandlungsstunde kostete 176 DM, Krankenkasse zahlte diese Behandlungen seinerzeit noch nicht, dazu kam die Kinderfrau. Jugendamt hatte dieselbe Einstellung wie smogman, meinte, ich solle doch zu Hause bleiben, dann blieb mir mehr Geld zum Leben. Ich hab selbst seinen Aufenthaltsort ermittelt, auch alles andere wie den Beruf der Ehefrau u.s.w. Nix mit Jugendamt und der großen Ermittlung von Amts wegen. Ja, er ging wegen nicht nachvollziehbarer Erwerbsuntätigkeit nach einiger Zeit in den Knast. Hat geholfen.

Und dem Jüngsten hat es gut getan. Der hat nämlich bei Klassenkameraden gesehen, dass es auch anders geht, wenn die Eltern getrennt leben. Er hat unter dem Verhalten des Vaters tierisch gelitten. Und irgendwann kam nämlich die Frage auf, was ich denn mit dem Unterhaltszahlungen des Vaters so machen würde. Als sie dann kamen, da war dann die teure Behandlungsserie vorbei, ebenso die Kinderfrau. Da konnte ich das Geld sparen und dem Kind zum 18. Geburtstag geben.

Über meinen Schreibtisch wandern immer noch viele vergleichbare Akten. Mit nicht akzeptablem Verhalten des Jugendamtes. Und, es sind durchaus Erfolge zu beobachten, eben aus der Kombi Titel erwirken, gründlich recherchieren, was der Schuldner so macht, Strafanzeige. Mitunter bekommt man über die Strafanzeige dann aus der Akte auch die Infos, die man benötigt, um erfolgreich vollstrecken zu können. Diese Vorgehensweise macht schon Sinn.

Dem Sohn geht es gut, aber die Wut auf den Vater ist auch nach all den Jahren noch da. Der Vater bemüht sich seit etlichen Jahren wieder um Kontakt, da er sehr krank sei ....... es funktioniert vom Sohn aus nicht. Es gibt auch so was wie Unwiederbringlichkeit. Hat der Eumel immer noch nicht kapiert.

wirdwerden

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#22
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7293 Beiträge, 2916x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Recht herzlichen Dank, @smogman

Auch von mir.

Signatur:"Juristen haben keinen Sex, sondern stellen eine Geschlechtsgemeinschaft her" :D
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#23
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30082 Beiträge, 12157x hilfreich)

Noch etwas in Ergänzung: ich rate in so Fällen immer, alles zusammenzutragen, als ALG II Empfänger hat man ja die Zeit, um dann in dem Augenblick, in welchem man wieder arbeitet, loslegen zu können.

wirdwerden

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#24
 Von 
Zuckerberg
Status:
Schüler
(308 Beiträge, 496x hilfreich)

Zitat:
Jugendamt hatte dieselbe Einstellung wie smogman, meinte, ich solle doch zu Hause bleiben, dann blieb mir mehr Geld zum Leben.
Das ist überhaupt nicht das, was smogman gesagt hat.

Zitat:
Er bekommt von der KM seines Sohnes Unterhalt. Sogar MEHR als ihm zustehen würde.
Wie viel verdient die Mutter denn und wie viel zahlt sie ihm? Ohne diese beiden Zahlen zu kennen, kann man nicht sagen, ob der Sohne (!) wirklich mehr bekommt als er sollte. Und wenn dies tatsächlich so ist, dann steht da doch nur eine Mutter, die für Ihr Kind mehr leistet als sie es gesetzlich müsste. Diese Mutter nimmt die Mehrbelastung dann freiwillig auf sich, ohne zu klagen. Ist das nicht lobenswert?

Ich möchte meine persönliche Meinung mitteilen: Ihren eigenen Angaben nach haben Sie also eine kleine Familie gegründet mit jemandem, der bereits (alleinerziehender) Vater war, der Drogen konsumiert und der allgemein etwas arbeitsfaul ist. Sowas kommt nicht von heute auf morgen. Das ist irgendetwas zwischen Lebenssituation und Einstellungssache. Und wer sich auf diese EInstellung einlässt und dann sogar noch ein Kind in die Welt setzt (offenbar ohne eigenen Job!), der wird dann selbstredend nie in Geld schwimmen.

An diesem Urteil würde auch das Geld des Vaters nichts ändern. Das würden die Behörden anrechnen. Sie und das gemeinsame Kind sitzen dann weiter "auf dem Trockenen". Auch strafrechtlich ist bei dem Vater im besten Falle nur der Mindestlohn zu holen, kein Reichtum. Wenn Sie von dem "Trockenen" wegkommen wollen, dann geht das nur aus eigener Kraft.

Meiner Meinung nach sollten Sie also keine Strafanzeigen usw. erstatten. Sie sollten eine Beistandschaft beim Jugendamt errichten und dann die gewonnene Zeit in die eigene Jobsuche investieren.

Zitat:
Sein Sohn ist lange in Schule und ner Einrichtung wo er locker arbeiten gehen kann. Ich suche mich dumm und dämlich nach nem Job, der mit den Zeiten der KiTa passen würde leider hab ich noch nichts gefunden! Und und und...
Hmm. Dann ist doch der Vater sowieso Betreuungselternteil. Dann ist er doch auch job-technisch in einer ähnlichen, wenn auch etwas besseren Situation als Sie. Sie selber geben an, selber keinen Job zu finden. Da ist es doch nicht unvorstellbar, dass auch dem Vater dies schlichtweg nicht gelingt. Wenn die Aussage, dass er sich nur ein einziges Mal seit Dezember beworben habe, allein durch die Angabe einer dritten Person belegt ist, bleibe ich skeptisch.

Warum geben Sie das von Ihnen betreute Kind dann nicht auch zum Vater, wo auch die (Halb-)Geschwister des Kindes leben? Dann wird der Vater seiner Elternrolle doch durch die Erzeihung gerecht. Da er das andere Kind schon bei sich hat, müsste man doch meinen, dass er grundsätzlich dazu bereit/fähig ist. Dann sind Sie nicht mehr durch Kinderbetreuung gebunden und können auf dem Arbeitsmarkt durchstarten. Wäre das nicht ein GEwinn für alle? Wenn Sie die Kinderbetreuung auf verschiedene Elternteile/Haushalte aufteilen, sorgen sie natürlich auch dafür, dass die schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt überall sind. Also gibt es nirgendwo einwandfreie Chancen.

Es mag sein, dass der Vater hier Unterhaltspflichtverletzungen begeht. Das ist aber nicht sicher. Und wie schon angemerkt wurde, wäre es vielleicht gar nicht im allseitigen Interesse, wenn das weiter aufgeklärt wird.

Dass Sie einen Titel erwirken konnten, ist ein erstes Indiz dafür, dass der Vater sich tatsächlich strafbar macht. Aber eigentlich sagt das noch gar nichts aus. Die Staatsanwaltschaft wird den Fall eigenständig prüfen. Dazu sichtet sie die Tatsachenlage. Und die sieht möglicherweise anders aus, als Sie es vermuten.

Weite Teile Ihrer Auffassung beruhen offenbar auf Hörensagen und Vermutungen. Die mögen im Ergebnis zutreffen. Das wissen wir alle nicht. WIr sollten da aber skeptisch bleiben. Auch Sie.

Zitat:
Aber für dich macht das doch finanziell keinen Unterschied, ob Unterhalt vom Amt kommt oder vom KV.
Sehe ich auch so. Und für das Kind noch weniger. Das Kind hat im Zweifelsfall sogar mehr davon, wenn Geld vom Amt kommt, weil der Familie dann insgesamt mehr Geld zufließt beziehungsweise die Eltern nicht so viel bei der Arbeit sind und mehr Zeit für Erziehung usw. bleibt.

Vor allem hat das Kind nichts davon, wenn gegen seinen Vater strafrechtlich ermittelt wird. Das zerrüttet nur das Elternverhältnis weiter. Und davon hat das Kind ganz bestimmt nichts.

Hier scheint es aber auch nicht wirklich um das Geld zu gehen. Auch nicht um das Kind und dessen Interessen.

Die Erzählungen von "wir Mütter" und "die Väter" sprechen für sich.

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#25
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1021 Beiträge, 296x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Jugendamt hatte dieselbe Einstellung wie smogman, meinte, ich solle doch zu Hause bleiben
Eine solche Einstellung habe ich nicht geäußert.

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#26
 Von 
Sisaak
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Dem Sohn geht es gut, aber die Wut auf den Vater ist auch nach all den Jahren noch da. Der Vater bemüht sich seit etlichen Jahren wieder um Kontakt, da er sehr krank sei ....... es funktioniert vom Sohn aus nicht. Es gibt auch so was wie Unwiederbringlichkeit. Hat der Eumel immer noch nicht kapiert.

Da muss man klar trennen.
Wenn Kinder alt genug sind, können sie gerne mitbekommen, dass der Umgangsberechtigte Elternteil nicht bezahlen kann/will. Warum sollte man ein eh schwieriges Vater/Kind Verhältnis zusätzlich belasten? Kinder haben meiner Meinung nach nichts von den Nebenkriegsschauplätzen nichts mitzukriegen.
Ich habe selbst erlebt, (zu einer Zeit, in der die Höhe des Kindesunterhaltes gerade berechnet wurde) dass mich mein Kind fragte, warum ich nicht bezahlen würde....Gehetzt von der KM. Damals 5 jähriger....
@wirdwerden soll nicht heißen, dass die Abneigung deines Kindes dem KV gegenüber auf Unterhaltsverweigerung zurückzuführen ist. Ich meine da schon allgemein. .
Was mich bei der Fragestellerin noch interessieren würde, findet denn Umgang regulär statt?
Hat wahrscheinlich keinen Einfluss auf die Unterhaltspflicht, bei einer Umgangsverweigerung aber vielleicht verständlicher.

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#27
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Der große Sohn lebt auch nur bei seinem Vater weil die Mutter einen schweren Unfall hatte! Um den Sohn habe meist ich mich gekümmert und jetz kümmert sich die Freundin um den Jungen. Für ihn wäre es aber viel BESSER wenn er nichtmehr dort sondern bei seiner Mutter wäre die ihn jedoch nichtmehr nehmen kann Aufgrund ihres schweren Unfalls. Der Junge ist knapp zehn und da ja er eh ne neue LG hat kann sie sich ebenfalls um den Jungen kümmern. Ich finde Männer, die sich von Frauen "aushalten" lassen widerlich. Sorry aber wie gesagt, es hat sich erst ca ein halbes Jahr vor unserer Trennung rausgestellt, was für ein Mensch er WIRKLICH ist und ich weiß genug über ihn um reinen Gewissens sagen zu können, dass er nur aus einem einzigen Grund nicht zahlt. Aber egal. Und, wir wohnen nur 5km auseinander, ich lebe über mein halbes Leben schon in diesem LK und habe viele Freunde. Abgesehen davon erzählt er selbst mir auch vieles wo SEIN Fehler dann ist.

Zu der Zeit, wo wir zusammen kamen war er nicht so, wie er jetzt ist! Er hatte immer Arbeit, von Drogenkonsum wusste ich damals genauso wenig wie von seiner Glücksspielsucht.

Mein Kleiner ist da, weil mir das Geschenk gemacht wurde aufgrund einer Diagnose von 2% Schwanger werden zu können! Und hey, never, nie in meinem Leben und wenn es das letzte wäre was ich tun würde, würde ich den Kleinen zu dem geben! NIEMALS!!! Er will der "Beste Vater" sein und is eigtl nur ein Blender (was ich lange Zeit nicht gemerkt habe).

Das Jugenamt und auch einige Einrichtungen inklusive seiner Familienhilfe wissen, was er seinem großen Sohn schon "angetan" und kein ******* hat was gemacht dagegen! Hätte ich die Möglichkeit gehabt den Jungen mit zu mir zu nehmen hätte ich es getan!!!

Ich finde es manchmal schlimm, wie sich manche ein Urteil bilden wollen wobei sie nicht viel wissen und nur so auf Dinge schließen, die ich teils grausam finde. Ich werde noch einen Job finden nur wenn mein Kind gerade mal Di&Mi von 8.30Uhr-12Uhr und Do&Fr von 8.30Uhr-14Uhr in die KiTa geht is es nunmal extrem schwer. Der große von ihm geht Vormittag Schule und anschließend bis halb sechs in die SPT. Er wurde, wie der Vater die Lehre anfing, morgens ab halb fünf allein gelassen, musste sich selbst frühstück machen, herrichten für Schule etc. Da ging das, BIS die neue Freundin kam. Da wurde dann immerzu krank gemacht weil er bei ihr sein wollte und ihr am Arsch kleben wolle, was mir egal is weil ich froh bin ihn los zu sein...

Ach ja, die KiMu seines großen Jungen arbeitet nur Teilzeit. Sie kann nur derzeit mehr zahlen weil sie von der Versicherung was bekommen hat zwecks des Unfalls. Jetz lass ihr mal das Geld ausgehen und sie kann aufgrund des "nur" Teilzeitjob keinen Unterhalt mehr zahlen. Was glaubst Du, zu was der Mann alles für Mittel greift um an den Unterhalt weiterhin zu kommen!? Da will ich dann nicht unbedingt in ihrer Haut stecken! Sie wird die Hölle auf Erden haben und er wird sie hassen. So, wie er mich hasst nur, weil ich ihn verlassen habe und mein Eigentum, die Hälfte der Schulden UND die Hälfte von dem gemeinsamen. Warum ich da nicht weiter kämpfe!? Weil ich, was das betrifft bereits alles nach und nach besorgt habe, dass ich "versorgt" bin und davon nixmehr brauche. Ich hätte alles belegen müssen und haargenau beschreiben um auch nur annähernd an mein Eigentum zu kommen und ganz ehrlich,...wer hat ne Rechnung von Sachen zuhause, die keine Garantie mehr haben? Abgesehen davon hätte das an die zwei Jahre wenn nicht sogar länger gedauert, bis es da zu was kommt weil der die meisten schreiben, unter andrem jetz auch grad den Rentenaufteilungsvertrag, einfach ignoriert und entweder in nen Schrank oder in den Müll schmeißt

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#28
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Sisaak zu Deiner Frage ob Umgang statt findet. Bis vor drei Wochen ja. Der Kleine wird drei demnächst und hat seine Phasen und Launen. Nur, weil er nicht am Arsch seiner LG klebt, sie kaum beachtet (Papa und Kids sind ihm, wie soll ich das erklären, wichtiger, für ihn interessanter) er sagt nicht immer zu jedem Hallo und tschüss. Begründung genug für den Vater seinen Sohn nichtmehr zu holen.ich habe das aber nichtmal von ihm, seine Familienhilfe musste Kontakt aufnehmen zu mir, da er scheinbar nicht den "Arsch in der Hose" hat das selber mit mir zu klären!!! Was für ein toller Mann und Vater...wirklich beeindruckend wie er den Kleinen aus dem ganzen raus lässt! Der wird grade dreifach gestraft da er weder seinen Vater, noch den Halbbruder sieht und meine Gemütsverfassung leider auch mitbekommt! Er behauptet, ich würde den Kleinen beeinflussen, ihm einreden, dass er nicht zu ihr gehen darf was absoluter Schwachsinn ist. Warum sollte ich jetzt, nach einem Jahr damit anfangen? Und abgesehen davon, Kinder zwischen zwei und vier (?) Kann man bei sowas garnicht (noch nicht) beeinflussen sie sind einfach noch zu klein. Der Kleine geht zu denen hin, die er mag, die ihm sympathisch sind und vor allem auf Männer. Er hat auch bei meiner Mutter schon gesagt, dass sie weggehen soll oder beachtet meine Schwester und meine Schwägerin kaum. Da sind nur der Freund, der Ops oder aber vor allem die Kinder interessant. Er braucht die volle Aufmerksamkeit seines Vaters. Ich habe versucht, im guten, ihm das zu erklären. Da er nicht mit mir redet eben per Whatsapp und was denkst du kam zurück von ihm? NICHTS KEIN WORT und von ihr,...nur Anschuldigungen die mein Ex ihr in die Ohren gesetzt aber nicht wahr sind!

Ich will nicht sagen, dass ich keine Fehler mache oder perfekt bin. Nein, ich habe und mache auch Fehler und bin bei weitem nicht perfekt ABER ich habe IMMER versucht mein Kind zu schützen und aus der Sache rauszuhalten!!! Was ich bei dem KV nicht sagen kann!

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#29
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12211 Beiträge, 1894x hilfreich)

@TE
Bitte konzentriere dich darauf, vom JC weg zu kommen.
Mindestens soviel zu verdienen, dass du Wohngeld bekommen kannst.

Dann bekommst du das Kindergeld--- obendrauf.
Dann bekommst du den UHV ---obendrauf.
Diese Zahlungen sind dir sicher.

Alles andere--- auch das, was du hier schreibst--- kannst du in einer Therapie *auskotzen*, sorry.
Bitte nicht hier.

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#30
 Von 
fb547263-77
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Anämie. Ich beantworte die Fragen, die gestellt werden das hat wohl nichts mit auskotzen vll ein klein bisschen was zu tun ist aber nicht so gemeint da ich wie gesagt nur die Fragen beantworte! Da wirst Du wohl den Fragestellern/innen sagen müssen, dass sie solche Fragen nicht stellen sollten.

Wenn mein Kind bald in den Kindergarten geht hab ich mehr Spielraum für ne Arbeit und glaube ich ich freue mich darauf nichtmehr vom JC abhängig zu sein.

Und wenn Dich stört, dass ich die Fragen beantworte dann brauchst Du es nicht zu lesen. Nicht böse gemeint.

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