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Üble Gerüche aus der Nachbarwohnung - Mietminderung?

28.6.2020 Thema abonnieren
 Von 
Thox99
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Üble Gerüche aus der Nachbarwohnung - Mietminderung?

Hallo zusammen,

der belästigte Mieter lebt im DG (rechts) eines Mehrfamilienhauses. Seit Corona und den eher eingeschränkten Aufenthaltsmöglichkeiten außerhalb der eigenen Wohnung halten sich in der Wohnung unterhalb des DG (rechts) häufiger 5 Erwachsene Personen (3 Hauptmieter + 2 (Dauer-)Gäste)) + 3 Katzen auf.

Öffnen die Mieter unterhalb des DG (rechts) die Balkontür oder wird auch nur ein Fenster auf Kipp geöffnet dringt ein unerträglicher Gestank in die DG (rechts) Wohnung.
Der Geruch wäre zu beschreiben als eine Mischung aus verbrauchter Luft, Körpergerüchen, Katzenurin.
Kriegt man eine "volle Ladung" ab ist ein würgen nicht ausgeschlossen.

Verlassen die geruchsintensiven Mieter die Wohnung über das Treppenhaus ist dies mindestens 30 Minuten lang unangenehm wahrnehmbar.

Für den Mieter des DG (rechts) ergeben sich nach eigener Ansicht die folgenden Mängel:

- Das Lüften der DG (rechts) Wohnung ist "unbeaufsichtigt" nicht möglich. (Türen Fenster müssen direkt geschlossen werden sobald die Mieter unterhalb eine Tür/Fenster öffnen)
- Der Balkon ist nur noch eingeschränkt und an manchen Tagen gar nicht mehr nutzbar.

Der Vermieterin wurden die genannten Mängel mit Dauer und Häufigkeit aufgezeigt. (Jedoch bisher nur telefonisch).
Die Vermieterin wurde zu einem Hausbesuch eingeladen, um sich selbst ein Bild zu machen, hat die Einladung jedoch nicht wahrgenommen.
Die Vermieterin hat die Mieter angeschrieben und auf die Beschwerden hingewiesen. Die beschuldigten Mieter streiten jegliche Geruchsbelästigungen ab und vermuten Mobbing hinter den Vorwürfen.

Die danebenliegenden Mieter (DG links) können die Geruchsbelästigungen bestätigen und haben sich selbst auch schon bei der Vermieterin beschwert. Sind jedoch je nach Wind Richtung und Stärke mal mehr oder weniger stark betroffen.

Eine erneute telefonische Beschwerde, da die Belästigung sich noch verschlimmert hat, wurde mit "Ich kann da nichts tun" seitens der Vermietung abgeschmettert. Das Ordnungsamt solle gerufen werden, falls es wieder zu einer Geruchsbelästigung kommen sollte.
Der Mieter (DG rechts) sieht jedoch das Ordnungsamt hier nicht in der Verantwortung und Befugnis etwas dagegen zu unternehmen.

Welche Möglichkeiten und welche Vorgehensweise wären hier sinnvoll?

Vielen Dank

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12815 Beiträge, 1960x hilfreich)

Zitat (von Thox99):
Welche Möglichkeiten und welche Vorgehensweise wären hier sinnvoll?
Schreiben statt telefonieren. Nachweislich das Schreiben zustellen. Fristen setzen. Mietminderung vorbehalten.

Was hat Corona mit der Situation zu tun? Kannst du nicht raus oder die Stinker?

Das O-Amt wird hier nichts tun, ist ja ne private Angelegenheit...

Meine Meinung?
Vermieter wird nichts erreichen. Es ist wie mit den Nachbarn, die rauchen....Die einen könnten ko*** und keine Fenster mehr öffnen und nicht mehr auf den Balkon. Die anderen halten Rauchen für ihr Lebensglück und Grundrecht und riechen nichts.

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#2
 Von 
Thox99
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):

Was hat Corona mit der Situation zu tun? Kannst du nicht raus oder die Stinker?

Die Stinker :) Zumindest ist dies meine Vermutung warum der üble Geruch seit dem letzten Jahr zu zugenommen hat. Früher hat es zwar auch mal gemüffelt, aber in einem zu ertragenden Maße.

Zitat (von Anami):

Meine Meinung?
Vermieter wird nichts erreichen. Es ist wie mit den Nachbarn, die rauchen....Die einen könnten ko*** und keine Fenster mehr öffnen und nicht mehr auf den Balkon. Die anderen halten Rauchen für ihr Lebensglück und Grundrecht und riechen nichts.

Ja leider ist das so. Ich bin da auch nicht überempfindlich. Besagte Nachbarn rauchen zwar auch, jedoch stört mich das (obwohl ich Nichtraucher bin) nicht allzu sehr.

Leider ist mit denen auch nicht zu reden. Aus deren Sicht stinkt nichts und alles ist eine große Verschwörung, um sie aus dem Haus zu kriegen.

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