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3 Monate Kündigungsfrist trotz Selbstständigkeit?

30.6.2020 Thema abonnieren
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)
3 Monate Kündigungsfrist trotz Selbstständigkeit?

Liebe Helfer...

Vielen Dank, dass es solch eine Plattform gibt (Bin ganz Neu und gerade erst darauf aufmerksamgeworden)
und wollte mich zunächst bei so vielen Nutzern bedanken, die hier helfen.

Ich habe m 01.10.2018 einen Handelsvertretervertrag bei einem Immobilienunternehmen unterschrieben und dort als Makler gearbeitet.
Leider wurde mir erst nach einiger Zeit klar, dass es ein absolut unfaires Unternehmen ist und die Makler als Handelsvertreter (Selbstständig) eingestellt werden um die Sozialabgaben zu sparen, zusätzlich sind noch während der Corona Zeit so einige Sachen passiert, die ich mit mir nicht vereinbaren konnte.

Aus diesen und weiteren Gründen, habe ich noch im Mai "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" gekündigt.
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass es einen Auflösungsvertrag gibt, da es normalerweise so gemacht wird, jedoch fühlten sich die Vorgesetzten etwas beleidigt und möchten mich nun solange auf Remote halten um mir eins auszuwischen. (Wurde mir mündlich auch so mitgeteilt)

In dem 2018 geschlossenen Vertrag gibt es unter Paragraph 3. Laufzeit des Vertrages folgendes:

"Das Vertragsverhältnis beginnt am 01.10.2018, frühestens jedoch mit der Erteilung der oben genannten Erlaubnis und läuft auf unbestimmte Zeit. Es kann unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende von beiden Seiten gekündigt werden"


Seht ihr eine Möglichkeit, dass ich eher aus dem Vertrag komme? Evtl weil ich meine Beschäftigungszeit dort unter 2 Jahre liegt oä?

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen, da es schon existenziell für mich ist.

Vielen Dank und genießt den Tag

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22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
calimero2010
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 274x hilfreich)

Das ist kein Arbeitsrecht, da ja kein Arbeitsverhältnis besteht.
Warum die 3 Monate nicht gelten sollten sehe ich leider auch nicht. Wenn der Vertrag von beiden Seiten so akzeptiert wurde...
Schließt der Vertrag denn aus, dass man für andere Unternehmen tätig sein darf? Dann könnte es Richtung Scheinselbständigkeit gehen. Ansonsten wird es, ohne den Vertrag zu kennen, schwer zu helfen.

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#2
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12882 Beiträge, 1968x hilfreich)
Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78763 Beiträge, 33582x hilfreich)

Zitat (von pwein):
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass es einen Auflösungsvertrag gibt,

Den hätte man dann abschließen müssen - man hat aber gekündigt.



Zitat (von pwein):
3 Monate Kündigungsfrist trotz Selbstständigkeit?

Die Frage verstehe ich nicht - als Unternehmer kann man fast beliebige Kündigungsfristen vereinbaren.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von calimero2010):
Das ist kein Arbeitsrecht, da ja kein Arbeitsverhältnis besteht.
Warum die 3 Monate nicht gelten sollten sehe ich leider auch nicht. Wenn der Vertrag von beiden Seiten so akzeptiert wurde...
Schließt der Vertrag denn aus, dass man für andere Unternehmen tätig sein darf? Dann könnte es Richtung Scheinselbständigkeit gehen. Ansonsten wird es, ohne den Vertrag zu kennen, schwer zu helfen.

Vielen Dank Calimero,

anbei der Original Vertrag:

Die Vorderseite: https://www.bilder-upload.eu/upload/0d71dc-1593595238.jpg

Die Rückseite: https://www.bilder-upload.eu/upload/91e378-1593595126.jpg

Die Daten und % habe ich gelöscht.

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#5
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Vielleicht findest du erst einmal raus, was du eigentlich bist?
selbständig oder angestellt...
https://ra-dominiknowak.de/2014/10/urteil-handelsvertreter-selbststaendiger-oder-unselbststaendiger-angestellter/

Vielen Dank Anami,

das ist ja Teil des Problems und ein Kündigungsgrund, der Arbeitgeber sagt Selbstständig, ich befürchte die Scheinselbstständigkeit.

Es genau zu sagen ist glaube ich schwierig, wenn es so einfach wäre gäbe es ja keine gerichtlichen Auseinandersetzungen zu diesem Thema?!

Den Vertrag habe ich in meiner Antwort an Calimero hinzugefügt!

-- Editiert von pwein am 01.07.2020 11:33

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#6
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von pwein):
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass es einen Auflösungsvertrag gibt,

Den hätte man dann abschließen müssen - man hat aber gekündigt.

Normalerweise lief es in dem Unternehmen so, dass nach der Kündigung vom Unternehmen aus der Auflösungsvertrag kam, damit man auch keinen Zugriff mehr auf Kundendaten etc. hat.
Davon bin ich auch ausgegangen, jedoch wie bereits beschrieben, wollte man mir eins "auswischen" und hält mich desshalb im Vertrag fest. (Wurde mir auch mündlich so gesagt)

Zitat (von pwein):
3 Monate Kündigungsfrist trotz Selbstständigkeit?

Die Frage verstehe ich nicht - als Unternehmer kann man fast beliebige Kündigungsfristen vereinbaren.

Ich habe ja damals den Handelsvertretervertrag unterschrieben und hier befindet sich der Passus, dass der Vertrag von beiden Seiten mit einer Frist von 3 Monaten zu kündigen ist.



Zitat (von Anami):
Vielleicht findest du erst einmal raus, was du eigentlich bist?
selbständig oder angestellt...
https://ra-dominiknowak.de/2014/10/urteil-handelsvertreter-selbststaendiger-oder-unselbststaendiger-angestellter/


Vielen Dank Anami,

das ist ja Teil des Problems und ein Kündigungsgrund, der Arbeitgeber sagt Selbstständig, ich befürchte die Scheinselbstständigkeit.

Es genau zu sagen ist glaube ich schwierig, wenn es so einfach wäre gäbe es ja keine gerichtlichen Auseinandersetzungen zu diesem Thema?!

Den Vertrag habe ich in meiner Antwort an Calimero hinzugefügt!

-- Editiert von pwein am 01.07.2020 11:34

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#7
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12882 Beiträge, 1968x hilfreich)

Ich kann deine Bilder nicht öffnen.

Zitat (von pwein):
ich befürchte die Scheinselbstständigkeit.
Es geht doch weniger um die Befürchtung, oder?
Zitat (von pwein):
habe ich noch im Mai "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" gekündigt.
Das wären nach deinem Vertrag als Handelsvertreter im Angestellten-Verhältnis dann 3 Monate/ zu Ende August.
Zitat (von pwein):
als Handelsvertreter (Selbstständig)
würdest du deine SV-Abgaben jeden Monat selbst bezahlt haben...das wüsstest du. HAST du die KV,PV, Steuer, Alovers. und RV selbst bezahlt?
Oder hast du ein Brutto-/Nettoeinkommen mit einer monatlichen Lohn-/Gehaltsabrechnung bekommen?

Gerichtliche Auseinandersetzungen gibt es immer, auch zu völlig klaren Sachverhalten. Einer siehts eben anders.

Als angestellter AN kann man auch fristlos kündigen. Dazu sollte man aber im Vertrag genau die Klauseln mit dem o.a. Wettbewerbsrecht usw. finden...und verstehen.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78763 Beiträge, 33582x hilfreich)

Zitat (von pwein):
Es genau zu sagen ist glaube ich schwierig,

Da kann man auch ein Statusfeststellungsverfahren anleiern, das hat man etwas das durchaus verbindlich ist...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#9
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Ich kann deine Bilder nicht öffnen.

Hier nun per WeTransfer hochgeladen: https://we.tl/t-0k8dE1SEYd


Klappt es jetzt?

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#10
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von pwein):
als Handelsvertreter (Selbstständig)
würdest du deine SV-Abgaben jeden Monat selbst bezahlt haben...das wüsstest du. HAST du die KV,PV, Steuer, Alovers. und RV selbst bezahlt?
Oder hast du ein Brutto-/Nettoeinkommen mit einer monatlichen Lohn-/Gehaltsabrechnung bekommen?
Gerichtliche Auseinandersetzungen gibt es immer, auch zu völlig klaren Sachverhalten. Einer siehts eben anders.

Als angestellter AN kann man auch fristlos kündigen. Dazu sollte man aber im Vertrag genau die Klauseln mit dem o.a. Wettbewerbsrecht usw. finden...und verstehen.


Nochmals Danke,

Vielleicht siehst du es ja jetzt in dem Vertrag über WeTransfer, es ist einfach so dass ich einen gewissen Anteil in Rechnung stelle und das wars, mehr zahlt die Firma für mich nicht, ich zahle alles selbst.
KV, PV, meine Steuern alles.

Wenn ich eine Immobilie verkaufe stelle ich dem Unternehmen eine Rechnung über meinen Anteil aus und fertig, das Unternehmen zahlt keinen einzigen € für mich irgendwohin.

LG

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#11
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von pwein):
Es genau zu sagen ist glaube ich schwierig,

Da kann man auch ein Statusfeststellungsverfahren anleiern, das hat man etwas das durchaus verbindlich ist...

Hallo Harry, wollte dich nur kurz erwähnt haben und mich bedanken,

Zitat (von Anami):
Ich kann deine Bilder nicht öffnen.

Den Vertrag habe ich per WeTransfer hochgeladen: https://we.tl/t-0k8dE1SEYd

Wie oben beschrieben musste ich ein Gewerbe gründen, ich verkaufe eine Immobilie, das Unternehmen für das ich arbeite stellt dem Käufer/Verkäufer die Rechnung, ich stelle nach Zahlungseingang dem Unternehmen meine REchnung über meinen Anteil, DAS WARS.
Ich zahle meine Steuern, KV, PV etc. das Unternehmen gibt keinen einzigen Cent an Abgaben für mich aus.

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#12
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12882 Beiträge, 1968x hilfreich)

Zitat (von pwein):
ich zahle alles selbst. KV, PV, meine Steuern alles.
Dann bist du nicht angestellt.
Zitat (von pwein):
musste ich ein Gewerbe gründen,
Dann bist du auch kein Angestellter.

Damit erübrigt sich eine solches Status-Feststellungsverfahren.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78763 Beiträge, 33582x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Dann bist du nicht angestellt.

das weis man noch nicht.



Zitat (von Anami):
Dann bist du auch kein Angestellter.

Blödsinn.


Zitat (von Anami):
Damit erübrigt sich eine solches Status-Feststellungsverfahren.

Totaler Unfug...



Zitat (von pwein):
musste ich ein Gewerbe gründen,
...
ich stelle nach Zahlungseingang dem Unternehmen meine REchnung über meinen Anteil,
...
Ich zahle meine Steuern, KV, PV etc. das Unternehmen gibt keinen einzigen Cent an Abgaben für mich aus.

Es gibt da einige Kriterien, welche die DRV zur Beurteilung heranzieht:
. nicht frei darin ist, seine Arbeitszeit oder die geschuldete Leistung zu gestalten oder seinen Arbeitsort zu bestimmen
b. die geschuldete Leistung überwiegend in Räumen eines anderen erbringt
c. zur Erbringung der geschuldeten Leistung regelmäßig Mittel eines anderen nutzt
d. keine eigene betriebliche Organisation unterhält, um die geschuldete Leistung zu erbringen
e. die geschuldete Leistung in Zusammenarbeit mit Personen erbringt, die von einem anderen eingesetzt oder beauftragt sind
f. ausschließlich oder überwiegend für einen anderen tätig ist und die Tätigkeit nicht nur projektbezogen, im voraus begrenzt und vorübergehender Art ist
g. Kein unternehmertypisches Handeln / Auftreten nach außen hin
h. Leistungen erbringt, die nicht auf die Herstellung oder Erreichung eines bestimmten Arbeitsergebnisses oder eines bestimmten Arbeitserfolges gerichtet sind
i. für das Ergebnis seiner Tätigkeit keine Gewähr leistet
j. Regelmäßig keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer im Zusammenhang mit der selbständigen Tätigkeit beschäftigt


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#14
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Nochmals Vielen Dank an euch beide, habt ihr euch den Vertrag ansehen können? Wir würdet ihr denn meine Chancen einschätzen vorzeitig daraus zu kommen? Für mich aus verschiedenen Gründen wichtig.

Evtl. sollte ich einmal näher erläutern wie die Beschäftigung vor Ort aussieht.

Also die Immobilienfirma stellt die Räume, sowie Arbeitsplätze zur Verfügung. (Man wird jedoch nicht gezwungen an seinem Arbeitsplatz zu sein, es ist nur erwünscht, und einmal wöchentlich gibt es ein Meeting.

Die einzelnen Makler bekommen eine Handynummer vom Unternehmen und sollen auch keine eigene Nutzen.

Die Makler dürfen natürlich nicht anderweitig tätig sein.

Alle Makler nutzen "den Innendienst" und auch die Portalzugänge des Unternehmens. Man verkauft die Immobilien nicht im eigenen Namen sondern im Namen der Immobilienfirma.

Sobald eine Immobilie verkauft wird, stellt die Immobilienfirma die Rechnung und die Makler dann der Firma. Sodass ich nun in den knapp zwei Jahren immer nur der einen Firma Rechnungen gestellt habe, einen anderen Rechnungsempfänger hatte ich nicht und "durfte" ich auch nicht haben.

Die ganze Werbung etc war immer auf die Immobilienfirma und nicht auf den Makler bezogen,

somit würde ich sagen, dass 80% der Punkte von Harry hier gelten, aber bringt mir das etwas um eher aus dem Vertrag zu kommen?

Ich möchte niemandem eins "auswischen" lediglich aus dem Vertrag kommen um meiner Arbeit nachzugehen und Geld zu verdienen anstatt noch 2 Monate auf dem Abstellgleis zu stehen.

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#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78763 Beiträge, 33582x hilfreich)

Zitat (von pwein):
Wir würdet ihr denn meine Chancen einschätzen vorzeitig daraus zu kommen?

Den Chef noch mal per Telefon nach einem Aufhebungsvertrag fragen.
Nachdem er abgelehnt hat, mitteilen das man nun ein Statusfeststellungsverfahren anleiern wird - nicht nur für sich sondern für alle die dort arbeiten.
Dann auflegen.
Und abwarten.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#16
 Von 
Jonathon
Status:
Praktikant
(711 Beiträge, 256x hilfreich)

Genauso würde ich das machen.
Ich war so frei mir den Vertrag anzusehen.

Meiner Meinung nach handelt es sich hier um eine Scheinselbstständigkeit, da Dir die Arbeit für andere Kunden als Makler untersagt wird.
Sprich mit der Vertragserfüllung garantiert sich Dein Auftraggeber, dass Du nur exklusiv für Ihn arbeiten darfst.

Aber etwas anderes:
Was hast Du denn vor, dass Du früher raus möchtest?

Falls Du wieder als Angestellter arbeiten möchtest, mache das doch. Der Vertrag hindert Dich nicht daran.

Dann noch ein Hinweis:
Ich konnte nichts über Vertragsstrafen finden mit Ausnahme der fristlosen Kündigung.


-- Editiert von Jonathon am 02.07.2020 00:51

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt: Keine Rechtsberatung. Es gilt §675(2) BGB.
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#17
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Jonathon):
Genauso würde ich das machen.
Ich war so frei mir den Vertrag anzusehen.

Meiner Meinung nach handelt es sich hier um eine Scheinselbstständigkeit, da Dir die Arbeit für andere Kunden als Makler untersagt wird.
Sprich mit der Vertragserfüllung garantiert sich Dein Auftraggeber, dass Du nur exklusiv für Ihn arbeiten darfst.

Aber etwas anderes:
Was hast Du denn vor, dass Du früher raus möchtest?

Falls Du wieder als Angestellter arbeiten möchtest, mache das doch. Der Vertrag hindert Dich nicht daran.

Dann noch ein Hinweis:
Ich konnte nichts über Vertragsstrafen finden mit Ausnahme der fristlosen Kündigung.


-- Editiert von Jonathon am 02.07.2020 00:51





Vielen Dank für deine Meinung,

ich möchte tatsächlich zur Konkurrenz wechseln, dies war der Auslöser warum das jetzige Unternehmen überhaupt so reagiert.

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#18
 Von 
philosoph32
Status:
Praktikant
(787 Beiträge, 101x hilfreich)

Zitat (von Jonathon):
Meiner Meinung nach handelt es sich hier um eine Scheinselbstständigkeit, da Dir die Arbeit für andere Kunden als Makler untersagt wird.

Das sehe ich anders. Es ist durchaus üblich, dass man in solchen Handelsvertreterverträgen ausschließt, dass der Handelsvertreter für einen Wettbewerber arbeitet. Der TE kann durchaus ohne Probleme auch Autos verkaufen, ohne dass es eine vertragliche Pflicht verletzt.

Zitat (von pwein):
ich möchte tatsächlich zur Konkurrenz wechseln, dies war der Auslöser warum das jetzige Unternehmen überhaupt so reagiert.

Dann wirst Du abwarten müssen.....

und anscheinend hast Du das mit der Handelsvertretertätigkeit nicht richtig verstanden, Du bist nicht verpflichtet auch nur einen Finger krumm zu machen für die Firma, Du darfst so wie der Vertrag aussieht auch für einen anderen Makler tätig werden, nur darfst Du nicht Unterlagen oder Kontaktdaten aus der jetzigen Tätigkeit mitnehmen und dafür verwenden.

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#19
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von philosoph32):
Zitat (von Jonathon):
Meiner Meinung nach handelt es sich hier um eine Scheinselbstständigkeit, da Dir die Arbeit für andere Kunden als Makler untersagt wird.

Das sehe ich anders. Es ist durchaus üblich, dass man in solchen Handelsvertreterverträgen ausschließt, dass der Handelsvertreter für einen Wettbewerber arbeitet. Der TE kann durchaus ohne Probleme auch Autos verkaufen, ohne dass es eine vertragliche Pflicht verletzt.

Zitat (von pwein):
ich möchte tatsächlich zur Konkurrenz wechseln, dies war der Auslöser warum das jetzige Unternehmen überhaupt so reagiert.

Dann wirst Du abwarten müssen.....

und anscheinend hast Du das mit der Handelsvertretertätigkeit nicht richtig verstanden, Du bist nicht verpflichtet auch nur einen Finger krumm zu machen für die Firma, Du darfst so wie der Vertrag aussieht auch für einen anderen Makler tätig werden, nur darfst Du nicht Unterlagen oder Kontaktdaten aus der jetzigen Tätigkeit mitnehmen und dafür verwenden.

Danke für deine Antwort,

Zu 1: Ich denke man kann von niemanden erwarten Branchenübergreifend Geld verdienen zu können, dann gäbe es kaum Scheinselbstständigkeiten, da man immer noch das offen lassen könnte "Der Mitarbeiter hätte ja für einen Fleischfabrikanten arbeiten können oder auf eigene Rechnung Treppenhäuser fegen"


Zu 2: Das war tatsächlich mein Argument im Gespräch wobei mir dann gesagt wurde, dass der erste Satz dies impliziert und die Arbeit für einen anderen Makler ausschließt:

"Der Handelsvertreter vertritt ausschließlich die Interessen der oben bezeichneten Immobilienfirma"


Was sagst du dazu? Danke und LG

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#20
 Von 
philosoph32
Status:
Praktikant
(787 Beiträge, 101x hilfreich)

Zitat (von pwein):
Zu 1: Ich denke man kann von niemanden erwarten Branchenübergreifend Geld verdienen zu können, dann gäbe es kaum Scheinselbstständigkeiten, da man immer noch das offen lassen könnte "Der Mitarbeiter hätte ja für einen Fleischfabrikanten arbeiten können oder auf eigene Rechnung Treppenhäuser fegen"

Beispiel Textilzulieferbranche:
Da gibt es Handelsvertreter, die arbeiten gleichzeitig für eine Etikettenfirma, für einen Knopfhersteller, einen Reißverschlusshersteller und einen Folienhersteller, also für 4 Unternehmen gleichzeitig. Was sie i.d.R. nicht dürfen ist für 2 Knopfhersteller, welche im Wettbewerb sind, zu arbeiten.

Im Maklerbereich kannst Du z.B. auch als Versicherungsmakler arbeiten neben dem Immobilienmakler.

Ich stimme aber grundsätzlich zu, dass solche Maklerfirmen einfach keine Festangestellte sich ans bein binden wollen und daher auf Handelsvertreter setzen.


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#21
 Von 
pwein
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von philosoph32):
Zitat (von pwein):
Zu 1: Ich denke man kann von niemanden erwarten Branchenübergreifend Geld verdienen zu können, dann gäbe es kaum Scheinselbstständigkeiten, da man immer noch das offen lassen könnte "Der Mitarbeiter hätte ja für einen Fleischfabrikanten arbeiten können oder auf eigene Rechnung Treppenhäuser fegen"

Beispiel Textilzulieferbranche:
Da gibt es Handelsvertreter, die arbeiten gleichzeitig für eine Etikettenfirma, für einen Knopfhersteller, einen Reißverschlusshersteller und einen Folienhersteller, also für 4 Unternehmen gleichzeitig. Was sie i.d.R. nicht dürfen ist für 2 Knopfhersteller, welche im Wettbewerb sind, zu arbeiten.

Im Maklerbereich kannst Du z.B. auch als Versicherungsmakler arbeiten neben dem Immobilienmakler.

Ich stimme aber grundsätzlich zu, dass solche Maklerfirmen einfach keine Festangestellte sich ans bein binden wollen und daher auf Handelsvertreter setzen.

Danke, ich stimme zu, das geht sicherlich in einigen Branchen und in anderen nicht, hast du denn noch eine Meinung zum ersten Satz? Siehst du irgendwo etwas bzgl. einer Vertragsstrafe oä?

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#22
 Von 
philosoph32
Status:
Praktikant
(787 Beiträge, 101x hilfreich)

Zitat (von pwein):
Danke, ich stimme zu, das geht sicherlich in einigen Branchen und in anderen nicht, hast du denn noch eine Meinung zum ersten Satz? Siehst du irgendwo etwas bzgl. einer Vertragsstrafe oä?

Ich denke eher, der jetzige Auftraggeber könnte Provisionen, die Du durch eigene Abschlüsse erzielst, einfordern solange der Vertrag noch läuft.

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