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Hausübertragung an ein Kind und Auszahlung an zweiten Sohn

13.9.2020 Thema abonnieren
 Von 
Abendsonne83
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Hausübertragung an ein Kind und Auszahlung an zweiten Sohn

Hallo zusammen. Vielleicht könnt Ihr mir helfen.
Folgende Situation. Meine Mutter möchte unser Elternhaus in dem sie lebt an meinem jüngeren Bruder überschrieben. Er würde dann in das Haus ziehen und sie würde sich einen Anbau ans Haus bauen lassen. . Sie meint sie wuerde gern ohne ein Gutachten das Haus schätzen. Dann diese Schätzung durch drei Personen (Sie, mein Bruder und ich) Teilen und dann würde mich mein Bruder mit dieser Summer (das Drittel) auszahlen. Nach dem Tod meiner Mutter soll ich dann aber keinerleih Erbrechte mehr haben. Ich sei ja dann ausgezahlt.
Ich habe dazu folgende Fragen. Muss der Wert des Objekte nicht nur durch zwei Personen geteilt werden (mein Bruder und ich), da es ihm ja dann offiziell alles gehört?
Was ist mit dem Finanziellen Teil den meine Mutter aus Ihrem ersparten in das Haus dann für den Ausbau weiter investiert? Habe ich hier noch Rechte?
(Noch kurz zur information. Mein Vater ist vor zehn Jahren gestorben und ich musste mejner Mutter damals unterschrieben, dass ich erstmal auf mein Erbteil verzichte)
Mir wäre es am liebsten, wenn wir das alles mit einer offiziellen Schätzung der Immobilie machen,wuerde mivh aber sehr freuen vielleicht ueber dieses Forum einpaar Informationen zu erhalten.
Vielen Dank

Liebe grüsse.

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
user08154711
Status:
Praktikant
(539 Beiträge, 68x hilfreich)

Um es ganz einfach auszudrücken: wenn das Haus Deiner Mutter gehört, kann sie damit machen, was sie möchte. Sie könnte es auch an jemand dritten verkaufen und den erzielten Kaufpreis einfach verjubeln. Oder sie verkauft / überschreibt es Deinem Bruder. Du hast an der Stelle keine Ansprüche.

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#2
 Von 
Solan196
Status:
Schüler
(486 Beiträge, 38x hilfreich)

Durch Drei teilen, weil alle gemeinsam Erben des Vaters sind, wenn ihm das Jaus alleine gehörte.

Rein rechnerisch müsste sie jedoch dann ihr Erbe noch einmal durch zwei teilen und davon dir den Anteil geben. Wenn es denn ein Erbe sein soll. Was eigentlich falsch wäre, ohne Testament würde die Frau 1/2 Erbanteile haben und die Kinder je 1/4.

Ob das, was mein Vorschreiber meint richtig ist, weiß ich nicht. Ich meine aber, dass Schenkungen Erbtechnisch irgendwie noch berücksichtigt werden. Es kommt immer darauf an, wie lange die Schenkung her ist.

Lass das bitte von einem Fachmann schätzen, so bist du was das Erbe deines Vaters betrifft auf der sicheren Seite


-- Editiert von Solan196 am 13.09.2020 10:19

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#3
 Von 
Solan196
Status:
Schüler
(486 Beiträge, 38x hilfreich)

Hier ist es richtig

Schenkungen sind 10 Jahre lang gem § 2325 BGB
auf den Pflichtteil anzurechnen.

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#4
 Von 
user08154711
Status:
Praktikant
(539 Beiträge, 68x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Ich meine aber, dass Schenkungen Erbtechnisch irgendwie noch berücksichtigt werden
Auch hier: die Mutter lebt! Und zu Lebzeiten kann die mit ihrem Eigentum machen was sie möchte.

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#5
 Von 
Solan196
Status:
Schüler
(486 Beiträge, 38x hilfreich)

Klar kann sie machen was sie will, darum geht es doch nicht.

Wenn sie das Haus dem Bruder übereignet hätte das andere Kind immer noch einen Anspruch, wenn die Mutter innerhalb der nächste zehn Jahre stirbt.

Auch ist nicht klar, ob das Haus beiden Eltern gehörte oder nur dem (verstorbenen?) Vater, oder nur der Mutter.

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#6
 Von 
Abendsonne83
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Haus gehörte Mutter und Vater. Ales er verstorben ist mussten wir was unterschrieben, dass sie uns das Erbe nicht auszahlen musste.

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#7
 Von 
Solan196
Status:
Schüler
(486 Beiträge, 38x hilfreich)

Familiär gesehen kann ich das nachvollziehen, erbrechtlich (nur das materielle gesehen) nicht.

Es ist so wie mein Vorschreiber sagte, zu Lebzeiten kann sie machen was sie will, ihr habt auf das väterliche Erbe verzichtet, gab es für den Verzicht einen Obolus?

Was schwebt dir denn so vor an vorerblicher Auszahlung? Wenn ihr darüber normal reden könnt, dann tauscht euch aus.

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#8
 Von 
cruncc1
Status:
Senior-Partner
(6087 Beiträge, 3830x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Hier ist es richtig

Schenkungen sind 10 Jahre lang gem § 2325 BGB
auf den Pflichtteil anzurechnen.


Die Kinder wurden Erben, daher gibt es keinen Pflichtteilsanspruch.
Zitat:
Wenn sie das Haus dem Bruder übereignet hätte das andere Kind immer noch einen Anspruch, wenn die Mutter innerhalb der nächste zehn Jahre stirbt.

Da verwechselst du was.

-- Editiert von cruncc1 am 14.09.2020 12:57

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#9
 Von 
Solan196
Status:
Schüler
(486 Beiträge, 38x hilfreich)

Es geht um das Erbe der noch nicht verblichenen Mutter, falls man auf den vorgeschlagenen Deal nicht eingeht.

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#10
 Von 
Abendsonne83
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Solan, wir haben verzichtet! Weil meine Mutter uns je das Viertel des Erbes nach dem Tod meines Vaters nicht auszahlen wollte.
Jetzt ist es so, dass sie ihr Erbe Regeln möchte. Das soll so ausschauen, dass meinem Bruder das Haus überschrieben wird. Der Wert des Hauses soll durch drei (meine Mutter, mein Bruder und ich) geteilt werden und diesen Wert würde mein Bruder mir Auszahlen. Sollte meine Mutter irgendwann sterben sollen jedoch dann auch sämtliche finanzielle Ersparnisse an meinen Bruder gehen.

Für mich hört sich das irgendwie nicht richtig an. Oder liege ich da falsch?
Sollte der Wert des Hauses nicht durch zwei geteilt werden?

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#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(37651 Beiträge, 13515x hilfreich)

Zitat:
Solan, wir haben verzichtet!

In welcher genauen Form? Habt Ihr Eure Erbteile notariell an Eure Mutter überschrieben?

Bei der eigentliche Frage muss man zwischen Moral (=Gerechtigkeit) und Gesetz unterscheiden.

Gerecht wäre es, wenn Du die Hälfte bekommen würdest. Nun kann man noch mit einbeziehen, dass durch die räumliche Nähe im Pflegefall wohl Dein Bruder die Last der Pflege hätte. Wenn das berücksichtigt werden soll, dann sollte es aber auch in den notariellen vertrag aufgenommen werden.

Rechtlich ist es dagegen so, dass Du zu Lebzeiten Deiner Mutter gar keine Ansprüche hast. Wenn Deine Mutter verstirbt, dann kann es Pflichtteilergänzungsansprüche geben, die jedoch auch jedes Jahr um 10% sinken und nach 10 Jahren dann bei 0 liegen. Aber selbst, wenn Deine Mutter unmittelbar nach der Schenkung versteerben würde, so beträgt der Pflichtteilergänzungsanspruch nur 1/4.

Da die rechtlichen Ansprüche somit geringer sind als das, was Deine Mutter Dir angeboten hat, kannst Du nur mit Moral und Gerchtigkeit argumentieren.

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