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Überstunden bei geringfügige Beschäftigung

16.9.2020 Thema abonnieren
 Von 
Tobias2020
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Überstunden bei geringfügige Beschäftigung

Hallo Leute,
Wir haben zwar viel gesucht aber schlauer sind wir auch nicht geworden.

Es geht darum, dass meine Freundin seit dem 1.9.20 eine geringfügige Beschäftigung in der Reinigung begonnen hat.
Sie muss abends in einer Behörde, wo sie von 16.40 bis 21.50 arbeitet und am darauf folgenden Tag zu einer Baustellereinigung muss, ( die Arbeitsanweisungen werden angeordnet ) bzw mit dem Satz " kannst du bitte morgen an dem Objekt sein, das und das ist zu tun"..welche nicht immer täglich ist aber von 8 bis 12.00 oder 13.00 dauert und dann abends wieder zur Behörde von 16.50 bis 21.50 und es ist kein Ende in Sicht.

Seit dem 1.9.20 hat sie bereits 134 Std gesammelt obwohl sie eine wöchentliche Arbeitszeit von 25 Std und eine tägliche Arbeitszeit von 5 std hat, auf Fragen wie die std ausgezahlt werden gibt keine Antwort.

Könnt ihr uns vllt sagen ob das so rechtens ist und ob sie wirklich alles mit machen muss oder sie auch verneinen kann und wie die mehr Stunden ausgezahlt werden müssten.


Hier ein Auszug vom Vertrag...

2.1 Die Arbeitnehmerin erhält den Tariflohn von zurzeit 10.55 pro std.
Die Arbeitszeit beträgt täglich 5 std
Wöchentliche Arbeitszeit 25 std bei einer 5 tage Woche

2.2 Die zeitliche der Arbeitszeit richtet sich nach den betrieblichen Erfordernissen,
Insbesondere den Verhältnissen des Reinigungsobjektes und bleibt dem
Weisungsrecht des Arbeitgebers im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes vorbehalten.
Die Arbeitnehmerin verpflichtet sich, je nach betrieblichen Bedarf in Abweichung
Von 2.1 Mehrarbeit ( Überstunden) zu leisten.

Hab ein Bild vom Vertrag gemacht.. hoffe es klappt mit dem link..

https://www.bilder-upload.eu/bild-3e35b5-1600271234.jpg.html



Wäre nett wenn uns das einer erklären kann,

Mit freundlichen Grüßen https://www.bilder-upload.eu/bild-3e35b5-1600271234.jpg.html

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12533 Beiträge, 5131x hilfreich)

Zitat (von Tobias2020):
auf Fragen wie die std ausgezahlt werden gibt keine Antwort.
Das steht im Vertrag:
Zitat (von Tobias2020):
2.1 Die Arbeitnehmerin erhält den Tariflohn von zurzeit 10.55 pro std.

Täglich darf bis zu 8h gearbeitet werden. Mit Ausgleich in Ausnahmefällen auch bis zu 10h. Wieviele Arbeitstage gab es denn bis jetzt? 14?

Also das was da abgeht ist sicherlich nicht normal und schon gar nicht bei einem Teilzeitjob. Hier wird deutlich die Grenze des zumutbaren überschritten. Deine Freundin muss hier lernen "Nein" zu sagen und dies notfalls vor dem Arbeitsgericht einklagen. Da sie wohl in der Probezeit ist sollte auch klar sein, dass eine Kündigung folgen wird. Das ist aber immer noch besser als sich dermaßen ausbeuten zu lassen!

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#2
 Von 
Tobias2020
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Sie hat mit heute 12 arbeitstage und im Vertrag steht leider nix wegen den Überstunden.

Also darf sie auch pro Tag 8 std arbeiten ? Ist das nicht eine Vollbeschäftigung ?
Wie viele Überstunden wären den bei teilzeit normal ?



-- Editiert von Tobias2020 am 16.09.2020 18:20

-- Editiert von Tobias2020 am 16.09.2020 18:20

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17694 Beiträge, 7838x hilfreich)

Gar keine. Ihre Partnerin sollte einfach klarstellen, dass sie fuer 25 Stunden eingestellt wurde und nur imAusnahmefall mehr arbeiten wuerde.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#4
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28277 Beiträge, 15389x hilfreich)

Der Vertrag ist oberfaul. Selbst wenn sie nur 25 h/Woche arbeitet, käme sie ja auf ca. 1100 Euro brutto - wie soll das denn "geringfügig" sein?

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#5
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12533 Beiträge, 5131x hilfreich)

Zitat (von Tobias2020):
Sie hat mit heute 12 arbeitstage und im Vertrag steht leider nix wegen den Überstunden.
Wie??? du selbst schreibst doch:
Zitat (von Tobias2020):
Die Arbeitnehmerin verpflichtet sich, je nach betrieblichen Bedarf in Abweichung
Von 2.1 Mehrarbeit ( Überstunden) zu leisten.
Das ist auch so in dem verlinkten Vertrag zu lesen.

Zitat (von Tobias2020):
Also darf sie auch pro Tag 8 std arbeiten ?
ja

Zitat (von Tobias2020):
Ist das nicht eine Vollbeschäftigung ?
Nein. Laut Vertrag immer noch Teilzeit.

Zitat (von Tobias2020):
Wie viele Überstunden wären den bei teilzeit normal ?
Hier gibt es kein "Normal".
Irgendwann ist halt mal die Grenze des zumutbaren überschritten.
Selbst wenn man jetzt mal 10h pro Tag ansetzen würde, dann wären 134h immer noch weit über dem was in Ausnahmefällen maximal erlaubt wäre.
Das geht so gar nicht, deine Freundin muss das klarstellen. Notfalls halt vor dem Arbeitsgericht. Das kostet zunächst auch mal nichts.

Zitat (von muemmel):
wie soll das denn "geringfügig" sein?
Der Fragesteller meint damit sicherlich Teilzeit. Das ist ja auch aus dem Arbeitsvertrag ersichtlich. Geringfügige Beschäftigung ist dort nämlich nicht ausgewählt.



-- Editiert von -Laie- am 16.09.2020 18:55

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#6
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28277 Beiträge, 15389x hilfreich)

Nein, der TE bezieht sich auf den Vertrag - den hat er uns ja verlinkt. Und da ist in der Tat von einer geringfügigen Beschäftigung die Rede...

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#7
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12533 Beiträge, 5131x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Und da ist in der Tat von einer geringfügigen Beschäftigung die Rede...
Nein! Sieh dir den Vertrag mal genau an! Es ist eben kein Vertrag einer geringfügigen Beschäftigung. Der Fragesteller hat sich nur falsch ausgedrückt. Ich habe es oben schon geschrieben, die geringfügige Beschäftigung ist eben NICHT angekreuzt.
Das ist ein ganz normaler Arbeitsvertrag mit 25h/Woche.





-- Editiert von -Laie- am 16.09.2020 19:03

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#8
 Von 
dummfragerin
Status:
Schüler
(461 Beiträge, 269x hilfreich)

Die Ruhezeit wird übrigens auch nicht eingehalten!

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#9
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28277 Beiträge, 15389x hilfreich)

Ich habe den Vertrag noch mal gelesen - es ist KEINE geringfügige Besch., weil das schlicht nicht angekreuzt ist.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#10
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12533 Beiträge, 5131x hilfreich)

Zitat (von dummfragerin):
Die Ruhezeit wird übrigens auch nicht eingehalten!
Korrekt, das kommt auch noch hinzu.

Zitat (von muemmel):
es ist KEINE geringfügige Besch., weil das schlicht nicht angekreuzt ist.
O.k., jetzt sind wir wieder auf einer Wellenlänge.

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#11
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28277 Beiträge, 15389x hilfreich)

Im Übrigen schreibt § 5 ArbZG eine 11stündige Ruhezeit vor - bis 21:50 Uhr zu arbeiten und dann am nächsten Tag ab 8 Uhr wieder, wäre daher unzulässig.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#12
 Von 
Tobias2020
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Wow erstmal danke für das Feedback :)
Für mich heisst das..
Also ist es ein teilzeit arbeitsvertrag und sie ist damit bereits über dem zumutbaren Arbeitsstunden binnen 12 tagen.. angenommen sie verneint die Baustellereinigung gibt sich aber willig die normale arbeit 16.50 bis 21.50 durchzuführen dürfte ihr doch kein strick von Arbeitgeberseite gedreht werden oder ?
Dann hätte sie ab heute bis Monatsende ( 10 arbeitstage ) nochmal 50 std wäre für diesen Monat 184 std.

Im Fazit heißt, sie kann sich auf die 25 std bereit erklären und Überstunden nur in Vereinbarung machen, nicht zwingend notwendig.

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#13
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28277 Beiträge, 15389x hilfreich)

angenommen sie verneint die Baustellereinigung gibt sich aber willig die normale arbeit 16.50 bis 21.50 durchzuführen dürfte ihr doch kein strick von Arbeitgeberseite gedreht werden oder ? Doch - sie hat ja einen Vertrag unterschrieben, in dem sie Überstunden zustimmt. Im Übrigen kann der AG sie ja schon wegen der Probezeit jederzeit fristgerecht entlassen - die Frage, ob Mehrarbeit verweigert werden darf, käme ja ohnehin nur bei einer fristlosen Kündigung auf den Tisch. Aber ehrlich gesagt - bei der Firma wird sie nicht glücklich, insofern wäre eine Kündigung ja auch nicht so tragisch. Ich würde aber davon ausgehen, dass die Bezahlung der Überstunden auch nur per Arbeitsgericht durchgesetzt werden kann.

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