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Verrechnung Kinderbonus mit Unterhalt - wann darf was verrechnet werden?

 Von 
syno123
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Verrechnung Kinderbonus mit Unterhalt - wann darf was verrechnet werden?

Hallo zusammen, eine dringende Frage zum Kinderbonus, Verrechnung mit Unterhalt.


Folgende Situation:
Tochter ist vor 1,5 Monaten 18 J. geworden und geht weiter aufs Gymnasium. Wir hatten bis zum 18. Geburtstag eine Beistandschaft beim Jugendamt. Der Vater hat vergessen, im September die 100,- vom Kinderbonus einzubehalten und überwies den normalen Unterhalt 326,- für 18Jährige. Zog nun aber im Oktober dafür 100,- ab statt nur die 50,-.

Ist das rechtens oder nicht?
Da er ja im Oktober eigentlich nur 50,- abziehen darf.

Auch forderte er mich/uns nicht schriftlich auf, auf den entsprechenden Betrag zu verzichten (wenn ich recht gehe, haben wir einen Titel gegen ihn, schon so lang her.., welcher aber ja nicht automatisch mit dem 18. Lebensjahr endet).

Ist es rechtens, ohne uns anzuschreiben das Geld einzubehalten oder nicht?

Und wenn nicht, wie kann ich ohne Anwaltskosten das zuviel einbehaltene Geld zurück bekommen? Ihn darüber informieren, dass das wohl (nahm ich einfach mal an) nicht rechtens war, habe ich bereits getan aber er stellt sich quer, wie alle Jahre, wo er sich nie um sein Kind gekümmert hat.

Danke,
Lg




-- Editiert von syno123 am 14.10.2020 23:55

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Unterhalt Geld Zurück Anwaltskosten


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1349 Beiträge, 387x hilfreich)

In dieser Konstellation dürften alle Monate falsch sein, denn der Kinderbonus ist in der Volljährigkeit in voller Höhe abzuziehen. Ausgehend von einer Unterhaltszahlung in Höhe von 100% des Mindestunterhaltes und davon, dass das Kind noch im August volljährig wurde, hätten sich somit richtigerweise für September 126 € und für Oktober 226 € ergeben.

Zitat (von syno123):
Auch forderte er mich/uns nicht schriftlich auf, auf den entsprechenden Betrag zu verzichten (wenn ich recht gehe, haben wir einen Titel gegen ihn, schon so lang her.., welcher aber ja nicht automatisch mit dem 18. Lebensjahr endet).
Auf was soll er warum verzichten?

Zitat (von syno123):
Ist es rechtens, ohne uns anzuschreiben das Geld einzubehalten oder nicht?
Zu seinen Ungunsten hat er vermutlich viel zu wenig einbehalten, zumindest in der Volljährigkeit.

Zitat (von syno123):
Und wenn nicht, wie kann ich ohne Anwaltskosten das zuviel einbehaltene Geld zurück bekommen?
Sofern du die Mutter bist, gar nicht. Denn du bist selbst barunterhaltspflichtig und darfst dein Kind nicht mehr vertreten.

Zitat (von syno123):
Ihn darüber informieren, dass das wohl (nahm ich einfach mal an) nicht rechtens war, habe ich bereits getan aber er stellt sich quer, wie alle Jahre, wo er sich nie um sein Kind gekümmert hat.
Jemandem aufgrund einer Annahme vorzuwerfen, dass er Unrecht getan habe und im gleichen Atemzug zu erwähnen, dass der unschuldig Verurteilte sich quer stelle, gepaart mit dem Vorwurf des fehlenden Kümmerns durch denjenigen, dessen gesetzliche Aufgabe das Kümmern ist. Ist das jetzt Sarkasmus oder doch nur Hohn?

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