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Beratungsschein Anwalt. Sohn Deutscher, Mutter aus Tunesien. Pflegebedürftige Mutter

15.10.2020 Thema abonnieren
 Von 
fb560612-20
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Beratungsschein Anwalt. Sohn Deutscher, Mutter aus Tunesien. Pflegebedürftige Mutter

Hallo,

A ist deutscher und lebt in Deutschland. Mutter B hat die tunesische Staatsangehörigkeit.

Mutter B lebt in Tunesien. Hat dort niemanden und ist Pflegebedürftig geworden.

Vater C von A und Ehemann von Mutter B will weder die Ehefrau zu ihrem Sohn, noch zu sich nach Deutschland holen.

C ist deutscher und lebt in Deutschland.

Mutter B bezieht eine deutsche Rente aufgrund der Erziehung ( mehr als 20 Jahre in Deutschland gelebt)

Hab ich als Deutscher Sohn ein Anspruch auf beratungsschein für einen Anwalt um meine Mutter hierher zu bringen? Die ABH will nicht.

Danke

-- Editiert von fb560612-20 am 15.10.2020 19:32

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(82381 Beiträge, 34156x hilfreich)

Zitat (von fb560612-20):
Hab ich als Deutscher Sohn ein Anspruch auf beratungsschein für einen Anwalt um meine Mutter hierher zu bringen?

Zum einen bekommt man mit einem Beratungsschein auch nur genau das, eine Beratung.
Zum anderen muss man dafür bedürftig sein, das wird dann bei Antragstellung geprüft.


Und die Mutter hierherbringen, wenn denn eine Erlaubnis erteilt werden sollte, das reisen kostet auch Geld, das muss man auch selber aufbringen.



Zitat (von fb560612-20):
Die ABH will nicht.

Das ist auch nicht deren Aufgabe, die erteilt höchstens die Gehmigung.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
fb560612-20
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von fb560612-20):
Hab ich als Deutscher Sohn ein Anspruch auf beratungsschein für einen Anwalt um meine Mutter hierher zu bringen?

Zum einen bekommt man mit einem Beratungsschein auch nur genau das, eine Beratung.
Zum anderen muss man dafür bedürftig sein, das wird dann bei Antragstellung geprüft.


Und die Mutter hierherbringen, wenn denn eine Erlaubnis erteilt werden sollte, das reisen kostet auch Geld, das muss man auch selber aufbringen.



Zitat (von fb560612-20):
Die ABH will nicht.

Das ist auch nicht deren Aufgabe, die erteilt höchstens die Gehmigung.


Nehmen wir an: der deutsche Sohn ist ebenfalls auf Harz4 aus gesundheitlichen Gründen angewiesen. Die Reisekosten wären kein Problem.

Die Frage war, ob ich die Beratung eines Anwalt in Anspruch nehmen darf, durch einen beratungsschein?

Da sich die Beratung für die Erteilung eines Visums für meine Mutter bezieht, darf ich also Berwtungsschein erhalten sowie ggf Prozesskostenhilfe?

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(82381 Beiträge, 34156x hilfreich)

Zitat (von fb560612-20):
Die Frage war, ob ich die Beratung eines Anwalt in Anspruch nehmen darf, durch einen beratungsschein?

Zitat (von fb560612-20):
Da sich die Beratung für die Erteilung eines Visums für meine Mutter bezieht, darf ich also Berwtungsschein erhalten sowie ggf Prozesskostenhilfe?

Ja, sofern man entsprechend bedürftig ist, wird das von Staat vorfinanziert.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
Ballivus
Status:
Schüler
(291 Beiträge, 79x hilfreich)

Streng genommen dürfte es sich wohl um ein rechtliches Problem der Mutter handeln und nicht des Sohnes. Mithin keine Beratungshilfe für den Sohn.

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#5
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(14950 Beiträge, 2240x hilfreich)

Zitat (von fb560612-20):
Die Frage war, ob ich die Beratung eines Anwalt in Anspruch nehmen darf, durch einen beratungsschein?
Der Sohn kann den Antrag stellen--- aber er will für seine Mutter etwas erreichen. Nicht für sich. Also würde der Sohn gar keinen BerH-Schein erhalten. Und auch keine PKH.

Als Hartz-4-Bezieher kann er seine Mutter weder nach Deutschland holen noch komplett für sie sorgen.

Ein Visum wäre nur für die Reise.
Die Mutter würde dann hier in D. aber keine Aufenthaltserlaubnis erhalten. So hat die ABH das wohl gesagt.

Die Möglichkeit eines *Schengen-Visum* für 90 Tage könnten vielleicht Personen erhalten, die in D. von ihrem Sohn während der Zeit komplett unterhalten werden können. Der Sohn müsste eine Verpflichtungserklärung abgeben.
Wohnung, Unterhalt, Krankenversicherung bezahlen.
Als Hartz-4-Bezieher ist dem Sohn auch das unmöglich.

Die pflegebedürftige Mutter würde also gar kein Reisevisum erhalten.

Aber du kannst hier für kleines Geld und viel schneller eine Auskunft von einem Anwalt erhalten---

Oben in der grünen Menüleiste--- klick auf *Rechtsberatung*...

edit

Zitat (von fb560612-20):
Mutter B bezieht eine deutsche Rente
Wenn die Rente der Mutter sehr hoch ist, kann sich eine andere Möglichkeit ergeben.



-- Editiert von Anami am 16.10.2020 19:12

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(82381 Beiträge, 34156x hilfreich)

Zitat (von Ballivus):
Mithin keine Beratungshilfe für den Sohn.

Kommt darauf an, das wird ja im Rahmen der Bedürftigkeitsprüfung auch geprüft.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31348 Beiträge, 12451x hilfreich)

Ein Anspruch des Sohnes auf Einreise der Mutter besteht nicht. Folglich kann er auch keinen Antrag auf Beratungshilfe stellen bzw. der Antrag müsste abschlägig beschieden werden.

Bleibt der Anspruch der Mutter auf Beratungshilfe. Grundsätzlich gibt es zwar auch grenzüberschreitende Beratungshilfe, die ist nach meiner Kenntnis aber auf die EU-Staaten begrenzt.

wirdwerden

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