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Fall: Umsatzsteuer-Identnummer nötig & Umsatzsteuer in Deutschland zahlbar?

 Von 
nordsee87
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Fall: Umsatzsteuer-Identnummer nötig & Umsatzsteuer in Deutschland zahlbar?

Hallo an alle,

folgender Fall:

- Unternehmen A mit Sitz außerhalb der EU (Taiwan)
- verkauft Waren über Onlineplattformen wie zB Amazon oder Ebay an deutsche Kunden
- Liefervolumen pro Jahr ca. 35.000 Euro (nach Deutschland)

Es werden zwei Produktypen verkauft:

a) Produkte die in Deutschland gelagert werden und von einem Erfüllungsgehilfen versendet werden
b) Produkte die direkt aus Taiwan versendet werden.

Ist eine Umsatzsteuer Identnummer nötig? Falls ja, muss für a) und b) in Deutschland Umsatzsteuer gezahlt werden?

Ich bedanke mich für jegliche Hilfe.

Viele Grüße

nordsee87

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Umsatzsteuer Deutschland verkauft


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Student
(2558 Beiträge, 596x hilfreich)

M.E. zumindest bei b) 2x Nein.
Ggf. ist Einfuhr-USt zu zahlen.

Bei a) wird m.E. zumindest keine USt-IdNr. gebraucht.

Amazon und EBay werden allerdings eine Bescheinigung nach § 22f UStG fordern.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#2
 Von 
taxpert
Status:
Lehrling
(1353 Beiträge, 348x hilfreich)

Für a):

Zitat (von nordsee87):
Ist eine Umsatzsteuer Identnummer nötig?
Nein, keine UStIDNr, denn der ausländische Unternehmer muss sich ja bereits beim FA Berlin-Neukölln erfassen lassen und bekommt eine deutsche Steuernummer unter der er seine Umsätze in D anmelden muss!

Zitat (von nordsee87):
Falls ja, muss für a) ... in Deutschland Umsatzsteuer gezahlt werden?
Aber natürlich!

taxpert

Signatur:"Yeah, I'm the taxman and you're working for no one but me!" The Beatles, Taxman
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#3
 Von 
nordsee87
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke fuer die für die Antworten.

Ich habe mich selber nun nochmal weiter mit dem Thema beschäftigt.

a) in Deutschland gelagert und innerhalb Deutschlands versendet: Es wird die Umsatzsteuer Identnummer benötigt.

Frage a1) Das Unternehmen zahlt dem Erfüllungsgehilfen in Deutschland eine Prämie. Darf die dafür gezahlte Umsatzsteuer abgezogen werden?

Beispiel.

Verkaufspreis inkl. Umsatzsteuer 11,90 Euro. Prämie für Erfüllungshgehilfen inkl. Umsatzsteuer 5,95 Euro. Zu entrichtende Umsatzsteuer: 0,95 Euro. Korrekt?

b) Aus Taiwan nach Deutschland versendet: Keine Besteuerung in Deutschland.

korrekt?

Danke nochmals

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#4
 Von 
Cybert.
Status:
Student
(2558 Beiträge, 596x hilfreich)

Zu a1) Richtig!

Zu b) wie bereits oben dargestellt kann EUSt anfallen.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#5
 Von 
Cybert.
Status:
Student
(2558 Beiträge, 596x hilfreich)

§ 3c UStG soll durch das JStG 2020 auf das Drittland ausgeweitet werden.

Insoweit könnte sich ab nächstem Jahr auch für b) eine Besteuerung in D ergeben.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#6
 Von 
nordsee87
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):

Zu b) wie bereits oben dargestellt kann EUSt anfallen.

Die dann aber nicht von dem Unternehmen, sondern dem Warenempfaenger zu zahlen ist ( bis 150 Euro Warenwert). Richtig?

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#7
 Von 
nordsee87
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich würde gerne einen weiteren Sonderfall beifügen.

Unternehmen in Taiwan lagert die Ware nicht in Deutschland, sondern lässt diese nach Auftragseingang in Deutschland von einem Erfüllungsgehilfen produzieren und versenden. Beispiel: Druck von Postern.

Wäre die steuerliche Behandlung hier mit Fall a) identisch?

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