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Kind möchte nicht zum Vater

 Von 
happymum123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Kind möchte nicht zum Vater

Guten Tag,

der Vater meiner Tochter und ich handhaben mit unserer 4 jährigen Tochter das 50/50 Wochenwechselmodell. (waren nie verheiratet, gemeinsames Sorgerecht) Es klappt mal gut mal weniger gut wie bei wahrscheinlich jedem mal. Nun nach extrem flottem Kennlernprozess der neuen Freundin meines Ex-Partners, möchte meine Tochter nicht mehr zu Papa. Trotz mehrmaligen gut Zuredens möchte sie nicht. Und das habe ich wirklch versucht. Traut sich aber auch nicht Papa was zu sagen. Auch in ihrer Art schien sie sehr verändert und überträgt das gerade auf alle Frauen in seinem Alltag.(sprich seine Logopädin ist auf einmal auch doof und sie will da nie mehr hin) Lässt kaum noch von mir ab und sagt mir immer wieder sie wolle für immer bei mir bleiben. Dennoch musste ich sie nun übergeben. Beratungsstellen sind kontaktiert, da jede Kommunikation mit ihrem Vater unmöglich ist. Weder die Aussagen unserer Tochter noch der Vorschlag uns zusammen zu setzen wurde wahr genommen. Welche Schritte kann ich im Härtefall einleiten? Ich habe etwas die Sorge, dass sie diese Aussage vor anderen außer vor mir oder meinem neuem Partner so nicht trifft, aus Angst. Aber ich weiß auch nicht wie ich ihr da helfen kann. Sie soll zu nichts gezwungen werden was sie nicht will. Ich nehme mir auch mal die Frechheit raus zu sagen, dass ihre Hauptbezugsperson schon immer eher ich war.

Können Sie mir hier eine Auskunft geben?
Vielen Dank und freundliche Grüße

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Tochter Geben Auskunft gut


24 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1283 Beiträge, 372x hilfreich)

Zitat (von happymum123):
Welche Schritte kann ich im Härtefall einleiten?
Man kann das elterlich vereinbarte Betreuungsmodell kippen und versuchen ein anderes durchzusetzen. Ich kann deinem Beitrag jedoch keine Problematik entnehmen, die das rechtfertigen würde. Ein 4-jähriges Kind umfasst wohl kaum die vollständige Tragweite seines Verhaltens. Und Eltern interpretieren manchmal etwas viel in das gelegentlich trotzige Verhalten eines Kindes hinein. Das Kind wird sich an die Partnerin des Vaters gewöhnen.



-- Editiert von smogman am 16.10.2020 08:31

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#2
 Von 
happymum123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Naja die Problematik dahinter ist, dass mein Kind bedrängt wird und die Situation zu viel ist für sie. Meiner Meinung nach. Was sie erzählt und ich kenne ja mein Kind, nehme ich ja in der Regel auch erstmal Ernst. Es ist eben auch schon die zweite Frau mit Kind und das im letzten halben Jahr. Das macht etwas Bauchschmerzen.

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#3
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1283 Beiträge, 372x hilfreich)

Was soll hier mit "bedrängt" gemeint sein? Der Vater ist sorgeberechtigt und betreuender Elternteil, genau wie du. Es geht deshalb überhaupt nicht um die Diskussion, ob das Kind zum Vater geht oder nicht, wie das z.B. beim Umgang der Fall wäre. Das Kind lebt in der Betreuungszeit des Vaters bei diesem und es hat sich mit den Bedingungen dort zu arrangieren, die eben bestehen. An der Stelle ist die Diskussion mit dem Kind beendet. Wenn das 4-jährige Kind durch trotziges Verhalten jetzt schon das Betreuungsmodell der Eltern kippen kann und die Mutter das Kind nicht mehr übergibt, dann verlieren nicht nur beide Eltern eine große Portion an Autorität. Es lässt sich dann auch relativ leicht prognostizieren, was das Kind in ein paar Jahren mit euch beiden anstellt.

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#4
 Von 
happymum123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Bedrängt im Sinne das die neue Partnerin Abends in das Bett meiner Tochter kriecht und ihr Geschichten vorliest oder wenn meine Tochter Nachts wach wird und zu Papa geht sie zwischen den beiden liegen soll um weiterzuschlafen. (wohlgemerkt das passierte alles beim zweiten Treffen) Sie möchte das aber nicht und traut sich nicht Papa das zu sagen und ich solle das tun. Leider funktioniert keine Kommunikation zwischen uns. Wie gesagt ich habe ihr immer wieder versucht zu erklären das es nichts schlimmes ist und Papa jetzt glücklich ist. Und auch für sie wird das eine neue Freundin werden. Wenn das Kind dann aber die ganze Woche dieses Thema immer wieder aufgreift und sich weinend an mir festklammert wird es doch schon etwas komisch das ganze.
Aber ich verstehe schon. Ein Kind mit 4 Jahren ist alt genug sich verständig zu machen aber zu jung um es für voll zu nehmen. Ist nicht böse gemeint aber es tut weh das zu sehen und aussitzen zu müssen bis es eventuell besser wird.

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#5
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1283 Beiträge, 372x hilfreich)

Ich kann die persönlichen Empfindungen über unterschiedliche Erziehungsmethoden in Trennungsfamilien nachvollziehen, aber die wird niemals jemand Drittes auflösen können. Gerade im paritätischen Wechselmodell sollten die Eltern zumindest versuchen, nahezu ähnliche Wertvorstellungen zu kommunizieren, um den Kind konstante Bedingungen in beiden Haushalten zu geben. Also sollte man immer das Verhalten der anderen Personen und auch sich selbst reflektieren.

Ist das Verhalten des Vaters und seiner neuen Partnerin anstößig oder moralisch nicht vertretbar?
Gibt es eine Alternative zum Verhalten des Vaters und seiner neuer Partnerin?
Würde man es selbst nicht so machen?
Wenn ja, aus welchem Grund?
Wenn doch, warum ist es dann dort ein Problem?
Wie stellt sich das Kind eine bessere Lösung vor? Macht der Vorschlag des Kindes Sinn ohne die grundsätzliche Situation des Wechselmodells und ggf. einer neuen Partnerin zu gefährden? >>> dann Weiterleitung des Vorschlages an den Vater
Zielt der Vorschlag des Kindes eventuell darauf ab, die Partnerin des Vaters grundlos auszubooten oder die beiden getrennten Eltern wieder zu versöhnen? >>> dann helfen nur wertvermittelnde und kindgerechte Gespräche und Erklärungen

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#6
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2578 Beiträge, 817x hilfreich)

Das Verhalten der neuen Partnerin finde ich als Übergriffig. So etwas gehört sich nicht.

- Vielleicht sprechen Sie mal mit der Frau
- Vielleicht hilft es, wenn Sie mit der Tochter mal Ihren Ex und die neue Partnerin besuchen

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#7
 Von 
happymum123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich selber habe vor einem Jahr diesen Prozess mit meinem jetzigen Partner und meiner Tochter durchlaufen. Sie ist ein Kind wie jedes andere in dieser Situation und wünscht sich sicherlich Papa und Mama zurück. Dies ist aber kein Thema mehr, da ihr bewusst ist, dass es sonst meinen Partner und dessen Kinder nicht mehr gäbe. Wir haben die Kinder erst sehr spät involviert und dann behutsam immer neue Situationen eingebaut. Eh es zu Übernachtungen kam, hat es lange gedauert da ich dies für wichtig hielt, dass sie sich mit allen Beteiligten wohl fühlt. Mir ist durchaus bewusst, dass meine Methode nicht die Vorgabe ist. Aber meine Tochter hat sich auch nie beschwert. Jeder Versuch zu sprechen oder ich zusammen zusetzen ist fehl geschlagen. Ich werde ignoriert und blockiert in sämtlichen Kanälen. Der Versuch die Dame einzubeziehen ist erfolgt. Jedoch auf sehr sachlicher, diskreter Ebene aber dazu gab es keine Rückmeldung. Warum sich meine Tochter nicht traut mit ihrem Vater zu sprechen kann ich nicht nachvollziehen, da sie bei mir direkt was sagt wenn ihr was nicht gefällt. Sie war schon immer sehr Mamalastig, allein schon daher, dass der Vater erst im Alter von 2 Jahren tatsächlich was mit ihr "anfangen" konnte wie er immer sagte. Auch bei Übergaben zu ihm hat sie immer sehr geweint und hat sich an mir fest gekrallt. Andersherum gab es dieses Problem nie. Daher haben wir persönliche Übergaben gestrichen. Meine Tochter sagte immer wieder die ganze Woche sie will nicht mehr zu Papa sie mag sie nicht, sie ist gemein. Sie wolle für immer bei mir bleiben. Ich bin ihre liebste Mama... Erschreckend fand ich dann auch ihren gezielten Vorschlag mit "Mama das ist nicht schlimm, ich kann Papa anrufen. Aber nur wenn sie nicht da ist." Das diese Gedankengänge immer so aus dem nichts auftauchen, beim Malen, beim basteln oder ähnlichen frag ich mich was in ihrem Kopf vorgeht dazu. Es kann ja nicht alles so gut sein wie es scheint.

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31278 Beiträge, 12434x hilfreich)

Wenn man nicht miteinander reden kann, dann kann das Wechselmodell nicht funktionieren. Dann ist der Punkt gekommen, in welchem man sich andere (Umgangs)Modelle überlegen muss. Wie steht denn der Vater zu einer eventuellen Änderung? Ich denke, ohne professionelle Hilfe wird da keine Lösung erarbeitbar sein.

Was mir auffällt, das ist, dass das Kind, welches ja noch recht klein ist, m.E. viel zu sehr in diese Angelegenheit einbezogen wird. Das kann doch nicht funktionieren. Letztlich müssen die Erwachsenen eine Lösung für das Kind finden. Bitte nicht vergessen: Kinder wollen artig sein. Es wird Dir was anderes sagen als dem Vater. Und - auf tränenreiche Abschiede würde ich nicht allzu viel geben. Mein Ältester hat das immer geschafft, wenn ich früh zur Arbeit ging. Ich war zerfressen von schlechtem Gewissen. Die Kinderfrau meinte, wenn ich außer Hörweite sei, würde er sofort und gerne umfassend mit ihr frühstücken, u.s.w. Ich bin dann mal ganz schnell umgekehrt und fand das Kind, was noch vor drei Minuten brüllend an mit gehangen hatte, fröhlich, lachend, scherzend zu Hause vor.

Also, ab zum Jugendamt oder einer anderen Beratungsstelle. Und dann sieht man weiter.

wirdwerden

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#9
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3181 Beiträge, 931x hilfreich)

Zitat (von smogman):
Was soll hier mit "bedrängt" gemeint sein? Der Vater ist sorgeberechtigt und betreuender Elternteil, genau wie du. Es geht deshalb überhaupt nicht um die Diskussion, ob das Kind zum Vater geht oder nicht, wie das z.B. beim Umgang der Fall wäre. Das Kind lebt in der Betreuungszeit des Vaters bei diesem und es hat sich mit den Bedingungen dort zu arrangieren, die eben bestehen.

Das Kind will nicht zum Vater.
Und spielt eine erhebliche Rolle, weil es dem Kindeswohl abträglich ist, wenn es gegen seinen Willen dazu gezwungen wird.

Zitat:

An der Stelle ist die Diskussion mit dem Kind beendet.

Nein. An dieser Stelle fängt die Diskussion aller Beteiligten überhaupt erst an.
Zitat:
Wenn das 4-jährige Kind durch trotziges Verhalten jetzt schon das Betreuungsmodell der Eltern kippen kann und die Mutter das Kind nicht mehr übergibt, dann verlieren nicht nur beide Eltern eine große Portion an Autorität. Es lässt sich dann auch relativ leicht prognostizieren, was das Kind in ein paar Jahren mit euch beiden anstellt.

Blödsinn.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#10
 Von 
happymum123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Die einzige akzeptierende Variante für den KV ist das aktuelle Modell. Alles andere würde er nicht akzeptieren da er der Meinung ist das er unerlässlich ist. Natürlich spielt er auch eine Rolle im Leben seines Kindes keine Frage aber wenn sie anfängt sich unwohl zu fühlen weil er mehr seinem Bedürfnis nach glücklicher Familie nachkommt anstelle dem Bedürfnis seines Kindes dann weiß ich auch nicht. Die Situation ist für ein Kind dieses Alters schwer genug. Muss man es seinem Kind schwerer machen als es so schon ist indem man ihr etwas aufzwingt oder eingetrichtert? Sie kann doch wohl ihr eigenes Tempo selber angeben. Aber wo ist der Rückzugsort für ein Kind ihres Alters wenn eine Frau die sie nicht mag in ihrem Bett liegt. Mir tut es weh sie so zu sehen. Trotzigkeit hin oder her. Als trotzigkeit im Alltag sehe ich aber andere Situationen. Mag sein das einiges an Kinderspinnerei mitspielt aber es trotzigkeit zu nennen finde ich nicht gut. Man sagt die sind alt genug und müssen das lernen das Leben der Eltern akzeptieren auf der anderen Seite sind sie aber zu jung um angehört zu werden. Nicht schön alles.

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31278 Beiträge, 12434x hilfreich)

Nee, schön ist das nicht. Aber die beste Lösung findet man nur mal in so einem verquasten Verfahren nur mit professioneller Hilfe und nicht in einem Forum.

wirdwerden

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#12
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3181 Beiträge, 931x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Wenn man nicht miteinander reden kann, dann kann das Wechselmodell nicht funktionieren.

Wenn man tatsächlich nicht mal so weit miteinander reden kann, daß das "Wechselmodell" nicht mehr funktioniert, dann muss man eben eine Mittelsperson suchen, die die "Übergabe" macht.

Zitat:
Ich denke, ohne professionelle Hilfe wird da keine Lösung erarbeitbar sein.

Völlig richtig, da braucht man neutrale Hilfe. Nur muss man eben auch sehen, daß es nie dem Kindeswohl dient, ein Kind zu einem Elternteil zu zwingen, wo das Kind partout nicht hin will. Und man sollte auch daran denken, daß Kinder nicht das Eigentum ihrer Eltern sind, und kein Elternteil "Anspruch" auf das Kind hat.

(Die Eltern haben nicht nur ein Umgangsrecht, sondern auch eine Umgangspflicht. Beim Kind ist das anders - das Kind hat ein Umgangsrecht mit seinen Eltern, beiden!, aber keine Umgangspflicht.)

Zitat:
Was mir auffällt, das ist, dass das Kind, welches ja noch recht klein ist, m.E. viel zu sehr in diese Angelegenheit einbezogen wird.

Das Kind kann überhaupt nicht "zu viel" mit einbezogen werden, sondern höchstens zu wenig.

Zitat:
Das kann doch nicht funktionieren. Letztlich müssen die Erwachsenen eine Lösung für das Kind finden.

Nein. Sie müssen eine Lösung mit dem Kind finden.

Zitat:

Also, ab zum Jugendamt oder einer anderen Beratungsstelle. Und dann sieht man weiter.

Genau so.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#13
 Von 
happymum123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Jugendamt sag auch nur mit dem KV reden bisher. Bei den Beratungsstellen bin ich dran aber bekomme nur wenig Rückmeldung bisher. Ich werde schauen wie meine Tochter nächste Woche sich verhält. Letzte Woche kam sie mit Erzählung und unterbrach dann mit dem Kommentar. Oh nein Papa hat gesagt ich darf dir das nicht sagen es ist ein Geheimnis. (Also die Tagesgeschehnisse mit der neuen Partnerin) das find ich schon sehr fies ihr sowas einzutrichtern. Sie soll doch mit uns beiden sprechen ohne Angst zu haben. Vor zwei Wochen hatte ich Geburtstag und es war Papa Woche. Ich habe mit Mühe und not ein Foto bekommen. Da ich nicht mit ihr telefonieren durfte. Ich denke das sagt schon alles zur Kommunikation oder zur Menschlichkeit.

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#14
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3181 Beiträge, 931x hilfreich)

Zitat (von happymum123):
Die einzige akzeptierende Variante für den KV ist das aktuelle Modell. Alles andere würde er nicht akzeptieren da er der Meinung ist das er unerlässlich ist.

Es geht um das Kindeswohl. Und wenn das Kind partout nicht zum Vater will, und zwar nicht, weil die Mutter ihm das einredet, sondern weil das Kind sich beim Vater - aufgrund seiner neuen Partnerin oder warum auch immer - nicht wohl fühlt, dann ist das relevant, und der Vater wird sich ggf. damit abfinden müssen, daß sein Umgang mit dem Kind anders geregelt wird.

Da gibt es ja nun nicht nur schwarz oder weiß, sondern stattdessen eine große Menge Grautöne.

Wenn die Eltern das nicht allein hin bekommen, können und müssen sie sich Hilfe holen. Die gibt's z.B. beim Jugendamt, das ist die erste Ansprechstelle.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#15
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3181 Beiträge, 931x hilfreich)

Zitat (von happymum123):
Das Jugendamt sag auch nur mit dem KV reden bisher.

Manchmal braucht man ein bißchen Hartnäckigkeit. Und wenn das JA so verschnarcht ist, dann führt der nächste Weg zum Anwalt, der versucht, das Umgangsrecht mit Hilfe des Gerichts anders zu regeln.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#16
 Von 
Sisaak
Status:
Schüler
(182 Beiträge, 28x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Es geht um das Kindeswohl. Und wenn das Kind partout nicht zum Vater will, und zwar nicht, weil die Mutter ihm das einredet, sondern weil das Kind sich beim Vater - aufgrund seiner neuen Partnerin oder warum auch immer - nicht wohl fühlt, dann ist das relevant, und der Vater wird sich ggf. damit abfinden müssen, daß sein Umgang mit dem Kind anders geregelt wird.

Wer soll das feststellen? Und wie?
Bis ein Familienpsychologisches Gutachten vorliegt, hat sich das Kind längst an die neue Frau im Haushalt des Vaters gewöhnt.
Zitat (von eh1960):
Und wenn das JA so verschnarcht ist, dann führt der nächste Weg zum Anwalt, der versucht, das Umgangsrecht mit Hilfe des Gerichts anders zu regeln.

Mit welcher Begründung soll ein Richter dies anordnen? Eine Kindswohlgefährdung ist ja hier eindeutig nicht gegeben. Es liegt hier keinerlei Grund vor, an der Umgangsregelung zu rütteln.
Zitat (von eh1960):
Wenn die Eltern das nicht allein hin bekommen, können und müssen sie sich Hilfe holen. Die gibt's z.B. beim Jugendamt, das ist die erste Ansprechstelle.

Genau so ist es. Die Neue Frau sollte sich eventuell anfangs mehr zurückhalten, die Mutter evtl an ihrer Bindungstoleranz arbeiten.
Zitat (von happymum123):
Oh nein Papa hat gesagt ich darf dir das nicht sagen es ist ein Geheimnis. (Also die Tagesgeschehnisse mit der neuen Partnerin) das find ich schon sehr fies ihr sowas einzutrichtern.

Kann es sein, dass du das Kind ausfragst?
Gezielte Fragen ergeben bei kleinen Kinder die gewünschten Antworten....
Zitat (von happymum123):
Mag sein das einiges an Kinderspinnerei mitspielt aber es trotzigkeit zu nennen finde ich nicht gut. Man sagt die sind alt genug und müssen das lernen das Leben der Eltern akzeptieren auf der anderen Seite sind sie aber zu jung um angehört zu werden. Nicht schön alles.

Keiner sagt, dass Kinder nicht gehört werden sollen. Aber alle Kinder müssen Dinge tun, die sie anfangs nicht gut finden. Und da gehört die neue Situation bei ihrem Vater dazu.
Zitat (von happymum123):
Welche Schritte kann ich im Härtefall einleiten?

Wie soll denn der Härtefall aussehen?
Solltest du auf ein Ok warten, den Umgang deswegen auszusetzen, bist du hier definitiv falsch....
Du bist nicht dabei, wenn deine Tochter beim Vater ist.
Ich kann immer nur als Beispiel die Weinkrämpfe von Kindern beim Abgeben im Kindergarten nennen. 3 Minuten ist die Mama weg und das Kind jubelt mit den anderen Kindern. Wer sagt, dass es beim KV nicht anders ist....

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#17
 Von 
happymum123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Also mir ist nicht bewusst das wenn ich mein Kind hole und frage ob sie eine schöne Woche hatte ich damit schon was verwerfliches mache. Und wenn sie mir dann sagt Mama ich mag sie nicht sie ist gemein zu mir dann sag ich ihr auch nicht tja ist wohl so. Reiß dich zusammen. Das hat auch nichts mit Bindungsangst zu tun. Lässt sich schwer hier nachvollziehen das ist mir schon klar. Aber sagen wir so die aktuelle Situation war jetzt nur die Kirsche auf der Torte. Natürlich wird sie sich früher oder später daran gewöhnen. Aber eh es so weit ist, ist es generell für Vati schon wieder Zeit für was neues. Aber gut ich habe es verstanden. Mamas müssen sich zusammenreißen um nicht als Helinopter Mutter zu enden und dulden das Papas frei drehen kann wie es ihm beliebt. So soll es wohl sein. Danke für die dennoch Großteils hilfreichen Tipps.

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#18
 Von 
Sisaak
Status:
Schüler
(182 Beiträge, 28x hilfreich)

Zitat (von happymum123):
Aber gut ich habe es verstanden. Mamas müssen sich zusammenreißen um nicht als Helinopter Mutter zu enden und dulden das Papas frei drehen kann wie es ihm beliebt.

Stell dich doch jetzt nicht als Opfer hin.
Das gilt für Väter genauso wie für Mütter.
Du solltest wirklich an deiner Einstellung arbeiten.

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#19
 Von 
happymum123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin nicht das Opfer, sondern meine Tochter. Ich bin nur die, die nach jeder Papa Woche die Scherben zusammenfegt. Muss ich an meiner Einstellung arbeiten weil ich mir Sorgen um mein Kind mache. Ist das sowas verwerfliches? Ist meine Einstellung falsch weil ich mich für mein kind und dessen Aussagen einsetze? Ich denke nicht das ich eine falsche Einstellung habe. Ich tröste mein kind und ich baue es auf. Ich versuche die Beziehung zum Vater harmonisch zu halten so gut es geht. Aber irgendwann ist es auch für mich genug.

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#20
 Von 
Sisaak
Status:
Schüler
(182 Beiträge, 28x hilfreich)

Zitat (von happymum123):
Ich bin nicht das Opfer, sondern meine Tochter.

Jetzt mach mal einen Punkt. Dein Kind ist Opfer welchen Verbrechens?
Sie kann die Neue des Vaters nicht leiden und ist nun Opfer, weil sie Zeit mit der verbringen muss?
Muss sie später nicht in die Schule, wenn sie die Lehrerin doof findet?
Dein Kind befindet sich seit eurer Trennung in Loyalitätskonflikt. Wenn du denkst, ein Kind hat eine Trennung der Eltern in ein paar Monaten durch gutes Zureden verarbeitet, liegst du falsch. Kinder kriegen alles mit. Wenn du die Neue nicht leiden kannst, wird es das Kind auch nicht. Weil es dir gefallen will.
Zitat (von happymum123):
Muss ich an meiner Einstellung arbeiten weil ich mir Sorgen um mein Kind mache.

Du darfst dir Sorgen machen. Ganz klar. Aber ihr musst eure Probleme besprechen.
Zitat (von happymum123):
Ist meine Einstellung falsch weil ich mich für mein kind und dessen Aussagen einsetze?

Du musst lernen, dass Kinder auch Dinge tun müssen, die ihnen nicht gleich gefallen.
Ich frage mich gerade, wie lange die Neue denn schon da ist und ihr eine Eingewöhnungszeit gewährt habt, bevor du an "weitere Maßnahmen" gedacht hast...

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#21
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1283 Beiträge, 372x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Und spielt eine erhebliche Rolle, weil es dem Kindeswohl abträglich ist, wenn es gegen seinen Willen dazu gezwungen wird.
Und wenn das Kind sich nicht die Zähne putzen will? Oder zwei Zeitungen im Supermarkt haben will, weil ein Plastikpony vorne drauf klebt?

Zitat (von eh1960):
Nein. An dieser Stelle fängt die Diskussion aller Beteiligten überhaupt erst an.
Sicher, man kann das 4-jährige Kind auch zum Elternabend schicken oder den Wochenkauf erledigen lassen.

Zitat (von eh1960):
Zitat (von smogman):
Wenn das 4-jährige Kind durch trotziges Verhalten jetzt schon das Betreuungsmodell der Eltern kippen kann und die Mutter das Kind nicht mehr übergibt, dann verlieren nicht nur beide Eltern eine große Portion an Autorität. Es lässt sich dann auch relativ leicht prognostizieren, was das Kind in ein paar Jahren mit euch beiden anstellt.
Blödsinn.
Starkes Argument!

Beim paritätischen Wechselmodell in einem Rechtsforum über das Umgangsrecht zu reden ist schon allein deshalb sinnfrei, weil die Betreuungszeiten in diesem Modell eben nicht dem Umgangsrecht entspringen. Deine ganzen daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind deshalb nicht nur inhaltlich dünn, sondern auch rechtlich irrelevant.

Zitat (von eh1960):
Zitat (von happymum123):
Das Jugendamt sag auch nur mit dem KV reden bisher.

Manchmal braucht man ein bißchen Hartnäckigkeit. Und wenn das JA so verschnarcht ist, dann führt der nächste Weg zum Anwalt, der versucht, das Umgangsrecht mit Hilfe des Gerichts anders zu regeln.
Das Jugendamt ist verschnarcht, weil es den Eltern das rät, wozu sie ein verfassungsmäßiges Recht haben - nämlich im Rahmen ihrer Elternverantwortung ihr Kind zu erziehen? Das Jugendamt hat hier beratende Funktion und keine Eingriffsrechte, was ist also die Erwartungshaltung? Der Anwalt kann gar kein Umgangsrecht regeln, weil es ein solches im paritätischen Wechselmodell nicht gibt. Zudem sind die rechtlichen Einschränkungen der §§ 1628, 1629 BGB zu beachten, die jegliche rechtliche Klärung im Wechselmodell vor eine zusätzliche Hürde stellen.

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#22
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31278 Beiträge, 12434x hilfreich)

smogman, ich frage mich, was in der Schule passieren soll, wenn das Kind sich weigert, in das Auto des Vaters einzusteigen? Reinprügeln oder wie?

wirdwerden

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#23
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1283 Beiträge, 372x hilfreich)

Was soll die Frage an mich? Das Kind ist 4 und besucht kein Schule.

Was machen denn Eltern, die nicht getrennt sind und deren Kind nicht in ein Auto einsteigen will? Reinprügeln oder wie? Das sind doch keine Fragen, die man dadurch löst, indem man einen Elternteil aus der Verantwortung entfernt. Und das sind vor allem keine Fragen, die das Kind beantwortet oder entscheidet. Wie ich oben bereits schrieb. Wenn man dem Kind schon früh vermittelt, dass es durch konsequentes Bemängeln einer Situation eine Wunschlösung erhält, statt kindgerecht die Situation und Entscheidung der Eltern zu erläutern, wird einem das Kind das später um die Ohren hauen. Und ja, dieses Kind wird sich wahrscheinlich weigern in das Auto eines Elternteils einzusteigen, wenn es darauf keinen Bock hat. Dabei spielt es noch nicht mal eine Rolle, ob die Eltern getrennt leben oder zusammen sind. Leider missverstehen einige wohl heutzutage die zu fördernde und förderliche kindliche Selbstbestimmung, weshalb ich klar für autoritative statt permissive Erziehung bin.

Wer sein Kind nicht mal ins eigene Auto bekommt, sollte jedenfalls mal seine Erziehungsmethoden aus der Vergangenheit reflektieren.

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#24
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31278 Beiträge, 12434x hilfreich)

Sorry, hab das mit dem ähnlichen Thread verwechselt, da ist das Kind 7 oder 8.

wirdwerden

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