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Verlustvortrag noch zu retten?

 Von 
Fraglich123
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Verlustvortrag noch zu retten?

Sehr geehrte Forum,

folgende Frage interessiert mich sehr.

Angenommen Max Mustermann hat während seines Studiums in den Jahren 2017,2018,2019 einen Verlustvortrag i.H.v. 18.000€ gesammelt.

2020 war Max Mustermann bis November Arbeitslos und bezog ALGII.

Die letzten zwei Monate des Jahres wird Max Mustermann ca. 7500€ Brutto verdienen.

Frage:

Nun braucht Max Mustermann eine negative Einkommensbilanz, um den Verlustvortrag in das Jahr 2021 vortragen zu können, richtig?

Da SGBII nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegt, müsste MaX Mustermann Werbungskosten > 7500€ im Steuerjahr 2020 haben, richtig?

Könnte es für Max Mustermann Sinn ergeben, in diesem Jahr noch einige Arbeitsmittel zu erwerben? Was könnte er alles erwerben? (MacBook bis 952€ Brutto, Smartphone, Drucker, )? Oder evtl. ein Praktikum nebenbei?

Über Antworten freue ich mich!

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Werbungskosten Verlustvortrag Jahr


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Student
(2442 Beiträge, 580x hilfreich)

Zitat (von Fraglich123):
Nun braucht Max Mustermann eine negative Einkommensbilanz, um den Verlustvortrag in das Jahr 2021 vortragen zu können, richtig?

Der nicht verbrauchte Verlust wird vorgetragen.

Zitat (von Fraglich123):
Da SGBII nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegt, müsste MaX Mustermann Werbungskosten > 7500€ im Steuerjahr 2020 haben, richtig?

Nicht zwingend. Mindestens 10.500 Euro würden ja dennoch vorgetragen werden.

Zitat (von Fraglich123):
Was könnte er alles erwerben? (MacBook bis 952€ Brutto, Smartphone, Drucker, )?

Ob die Aufwendungen überhaupt als Werbungskosten absetzbar sind, hängt selbstverständlich mit der Tätigkeit und der ggf. nachzuweisenden beruflichen Nutzung zusammen.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28385 Beiträge, 15452x hilfreich)

Da von den 7.500 Euro 1.000 Euro WK-Pauschale abzuziehen sind, werden hier doch sogar 11.500 Euro nach 2021 weitergetragen...

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#3
 Von 
Fraglich123
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten.

Ich dachte, der Verlustvortrag verpufft in solchen Fällen immer.

Woran liegt es jetzt genau, dass dies nicht auf Max Mustermann zutrifft? Würde Max Mustermann in 2020 mehr als den Grundfreibetrag (2020: 9.408 Euro) verdienen, dann würde das zutreffen? Also der Verlustvortrag verpuffen?

Nochmal vielen Dank für die Antworten!

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#4
 Von 
nyr
Status:
Schüler
(294 Beiträge, 34x hilfreich)

Zitat (von Fraglich123):
Ich dachte, der Verlustvortrag verpufft in solchen Fällen immer.
Im Steuerrecht verpufft nichts.

Zitat (von Fraglich123):
Würde Max Mustermann in 2020 mehr als den Grundfreibetrag (2020: 9.408 Euro) verdienen, dann würde das zutreffen?
Nein. Es wird einfach nur von sämtlichen positiven Einnahmen abgezogen.

Es würde lediglich dann keine Wirkung entfalten, wenn man jedes Jahr im Grundfreibetrag bleiben würde bis der Verlustvortrag komplett abgebaut ist.

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(37907 Beiträge, 13604x hilfreich)

Zitat:
Ich dachte, der Verlustvortrag verpufft in solchen Fällen immer.

Der Verlustvortrag verpufft in Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte, hier in Höhe von 6.500€. Der Rest bleibt erhalten.

Zitat:
Könnte es für Max Mustermann Sinn ergeben, in diesem Jahr noch einige Arbeitsmittel zu erwerben? Was könnte er alles erwerben? (MacBook bis 952€ Brutto, Smartphone, Drucker, )? Oder evtl. ein Praktikum nebenbei?

Das hat sowieso nur soweit eine Wirkung, wie die Werbungskosten den Pauschbatrag von 1.000€ übersteigen.

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