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Mobbing: Gymnasium verklagen?

17.10.2020 Thema abonnieren
 Von 
DominikGX
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 2x hilfreich)
Mobbing: Gymnasium verklagen?

Mir ist drei Schuljahre am Gymnasium durch Mobbing massives Unrecht widerfahren. Ich bekam Tritte in die Kniekehle, man hat mich mit Papierkugeln beworfen, mich nachgeäfft, Ekelgeräusche von sich gegeben, mich beleidigt, mir die Haare angezündet, mir Sachen weggenommen und umhergeworfen. Man hat Kleidungsstücke von mir zerstört, mich systematisch ausgegrenzt, ich musste sehr oft allein sitzen und wurde soweit mundtot gemacht, dass ich eine schwere Depression mit Angststörung entwickelt habe, was sich auch in Leistungseinbußen bemerkbar gemacht hat. (https://www.123recht.de/forum/strafrecht/Koerperverletzung-schwere-Depression-bei-Mobbing-in-der-Schule-__f578034.html) Die Staatsanwaltschaft kam zu dem Ergebnis, dass es sich in einem Fall um gefährliche Körperverletzung gehandelt hat, jedoch wurde das Mobbing-Verfahren wegen Verjährung eingestellt.

Meine Frage ist nun, ob ich rechtlich gegen das Gymnasium vorgehen kann, wenn die Taten im Jahr 2008/2009 und 2010/2012 begangen wurden und die Aufsichtspflicht verletzt worden ist. Es war typisch, dass ich nach dem Gong der Pause vor dem Klassenzimmer wartete, die Lehrer jedoch immer verspätet gekommen sind. Oder der Informatiklehrer des Gymnasiums 2011/2012 zwar mitbekam, dass man mir die Haare angezündet hat (wegen dem starken Horngeruch), man aber die Entscheidung an mich deligiert hat, ob der Schüler mit Konsequenzen zu rechnen habe. Auch wurde ich in der 9. Klasse (2010/2011) vor der gesamten Klasse von der Klassleiterin bloßgestellt, ich war dann fortan das "Mobbingopfer". Auch wurde ICH zum Schulpsychologen geschickt, wo das Problem nicht von mir ausging. Ich sollte wegen dem familiären Streit, den das Mobbing am Gymnasium mitgebracht hat und den Haushaltspflichten, denen ich nicht gerecht wurde, noch mehr von meiner Mutter getrennt werden, indem ich ausziehe.

Wie seht ihr das? Welche rechtlichen Möglichkeiten sehr ihr, zur persönlichen Gerechtigkeit zu gelangen?

-- Editiert von DominikGX am 17.10.2020 01:55

-- Editiert von DominikGX am 17.10.2020 02:06

-- Editiert von Moderator am 17.10.2020 14:44

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31603 Beiträge, 12524x hilfreich)

Dominik, meine Antwort wird Dir nicht gefallen. Trotzdem: vergiss es.

Auch im Zivilrecht gibt es Verjährungsfristen. Aber, abgesehen davon: wie willst Du auf den Punkt beweisen, was wann von wem unterlassen oder getan worden ist. Diese Beweisführung ist unabdingbar für eine Anspruchsbegründung. Man hätte damals direkt was tun sollen. Dafür gibt es Aufsichtsbehörden, Vertrauenslehrer, Jugendämter, andere Beratungsstellen. Der Zug ist jetzt einfach abgefahren.

Jedem, wirklich jedem passiert im Leben mal was ganz Schlimmes. Man muss sich entweder schnell dagegen wehren, oder aber lernen, mit dieser Sache umzugehen.

Abgesehen davon, man kann nicht eine Schule verklagen, sondern den rechtsfähigen Träger. Und all die Lehrer von damals sind Zeugen. Das Ergebnis kannst Du Dir vorstellen. Dann hängst Du auch noch auf den Kosten der Gegenseite.

wirdwerden

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#2
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15646 Beiträge, 2349x hilfreich)

Zitat (von DominikGX):
Welche rechtlichen Möglichkeiten sehr ihr, zur persönlichen Gerechtigkeit zu gelangen?
Den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit hast du vermutlich noch nicht verstanden.

Du willst jetzt nach so vielen Jahren *späte Rache* üben.
Das hat weder etwas mit Recht noch mit persönlicher Gerechtigkeit zu tun.

Du schreibst hier im Unterforum *Schadensersatz*.
Eine Schadensersatzforderung bzw. eine solche Klage müsste eine Summe in € beinhalten.
Schadenshöhe X €.
Oder Schmerzensgeld in Höhe X €.
Das dürfte schlicht unmöglich zu beziffern sein.

Und würde trotzdem mE so ausgehen wie dein o.a. Verfahren.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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