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Für Stromzähler Einbau Kaution einbehalten

 Von 
go563807-72
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Für Stromzähler Einbau Kaution einbehalten

Ich bin vor 2 Monaten aus meiner alten Wohnung ausgezogen. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten hatte ich den Strom nicht bezahlt und der Energieversorger hat den Stromzähler ausgebaut, meine Frage jetzt darf der Vermieter die Kosten für den Einbau des Stromzählers von der Kaution abziehen?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Kosten Vermieter Kaution Frage


37 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1191 Beiträge, 100x hilfreich)

Zitat (von go563807-72):
meine Frage jetzt darf der Vermieter die Kosten für den Einbau des Stromzählers von der Kaution abziehen?

Interessante Frage. Hast du den VM informiert, dass du keinen Strom mehr zahlst und der Energieversorger damit droht den Zähler auszubauen?

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#2
 Von 
go563807-72
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein er hatte das vom Hausmeister erfahren.

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#3
 Von 
Leo4
Status:
Praktikant
(592 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von go563807-72):
und der Energieversorger hat den Stromzähler ausgebaut, meine Frage jetzt darf der Vermieter die Kosten für den Einbau des Stromzählers von der Kaution abziehen?

Der VM darf berechtigte Forderungen von der Kaution abziehen; ist hier ja
der Fall.

Signatur:Meine persönliche Meinung.
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#4
 Von 
go563807-72
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Leo4):
Zitat (von go563807-72):
und der Energieversorger hat den Stromzähler ausgebaut, meine Frage jetzt darf der Vermieter die Kosten für den Einbau des Stromzählers von der Kaution abziehen?

Der VM darf berechtigte Forderungen von der Kaution abziehen; ist hier ja
der Fall.

Ja das habe ich mir auch gedacht habe jetzt aber von mehreren Leuten gehört das es bei Stromzähler nicht der Fall ist

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#5
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7614 Beiträge, 3779x hilfreich)

Du hast eine Wohnung mit Stromzähler gemietet. Du hättest eine Wohnung mit Stromzähler zurückgeben müssen. Hast du aber nicht. Den dadurch entstehenden Schaden musst du ersetzen.

Der Vermieter muss dirgegenüber den Schaden innerhalb von 6 Monaten nach Rückgabe der Mietsache geltend machen und kann ihn dann von einer eventuell vorhandenen Kaution abziehen.

PS: Dazu würden auch Folgeschäden gehören. Ich weiß ja nicht, wielange es bis zum Wiedereinbau gedauert hat und ob ein möglicher Nachmieter ohne Strom nicht einziehen konnte.

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#6
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Du hast eine Wohnung mit Stromzähler gemietet. Du hättest eine Wohnung mit Stromzähler zurückgeben müssen. Hast du aber nicht. Den dadurch entstehenden Schaden musst du ersetzen.

Der Vermieter muss dirgegenüber den Schaden innerhalb von 6 Monaten nach Rückgabe der Mietsache geltend machen und kann ihn dann von einer eventuell vorhandenen Kaution abziehen.

PS: Dazu würden auch Folgeschäden gehören. Ich weiß ja nicht, wielange es bis zum Wiedereinbau gedauert hat und ob ein möglicher Nachmieter ohne Strom nicht einziehen konnte.

Wem gehört denn der Stromzähler? Hier sitzen alle dem Irrglaube auf, dass der Stromzähler dem Vermieter gehört. Dies ist aber sehr wahrscheinlich nicht der Fall. Der Zähler gehört sehr wahrscheinlich dem Messstellenbetreiber. Dieser kann den Zähler bei Nichtbezahlung der Rechnungen entfernen und die Energielieferung damit unterbinden. Die Kosten für den erneuten Einbau des Zählers, wenn wieder Energie geliefert werden soll, werden vom Messstellenbetreiber übernommen. Dieser stellt auch den Zähler selbst zur Verfügung, nicht der Vermieter!

-- Editiert von GMB am 19.11.2020 12:45

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#7
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1191 Beiträge, 100x hilfreich)

Es geht nicht darum wem der Zähler gehört, sondern dass die Wohnung mit einem solchen vermietet wurde. Ich sehe das wie couchy,.

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#8
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7614 Beiträge, 3779x hilfreich)

Zitat (von GMB):
Die Kosten für den erneuten Einbau des Zählers, wenn wieder Energie geliefert werden soll, werden vom Messstellenbetreiber übernommen.
Wenn dem so ist, so entsteht dem Vermieter auch kein Schaden. Ohne Schaden, kein Abzug von der Kaution. Wenn der Betreiber jedoch eine berechtigte Rechnung an den Vermieter für diesen Einbau stellt, so entsteht dem Vermieter ein Schaden, welcher dieser gegenüber dem ehemaligen Mieter geltend machen kann.

Natürlich wäre im Zweifel der Vermieter beweispflichtig, dass ihm ein Schaden entstanden ist.

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83310 Beiträge, 34318x hilfreich)

Es gibt 2 Möglichkeiten: der Messstellenbetreiber baut ihn ein und berechnet es
- dem Schuldner
oder
- dem Vermieter

Je nach Lage kann der Vermieter einen angemmessenen Betrag für mindestens 6 Monate einbehalten.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#10
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Es geht nicht darum wem der Zähler gehört, sondern dass die Wohnung mit einem solchen vermietet wurde. Ich sehe das wie couchy,.

Seit wann können Vermieter etwas vermieten, was ihnen gar nicht gehört? Das wäre mir neu.

Der Vermieter hat mit dem Zähler nichts zu tun. Der Messstellenbetreiber ist Eigentümer des Zählers. Wenn der Mieter den Strom nicht bezahlt (natürlich immer angenommen es ist kein Zwischenzähler o.ä.), dann muss der Vermieter auch nicht die Kosten tragen für den Schaden. Das ist Sache zwischen Messstellenbetreiber und Mieter.

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#11
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zitat (von GMB):
Die Kosten für den erneuten Einbau des Zählers, wenn wieder Energie geliefert werden soll, werden vom Messstellenbetreiber übernommen.
Wenn dem so ist, so entsteht dem Vermieter auch kein Schaden. Ohne Schaden, kein Abzug von der Kaution. Wenn der Betreiber jedoch eine berechtigte Rechnung an den Vermieter für diesen Einbau stellt, so entsteht dem Vermieter ein Schaden, welcher dieser gegenüber dem ehemaligen Mieter geltend machen kann.

Natürlich wäre im Zweifel der Vermieter beweispflichtig, dass ihm ein Schaden entstanden ist.

Wenn der Vermieter auf eigene Veranlassung wieder einen Zähler anmeldet, übernimmt trotzdem der Betreiber die Kosten für den Einbau. Dann entsteht wieder kein Schaden. Die Kaution einzubehalten ist in so einem Fall ungerechtfertigt.

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#12
 Von 
Leo4
Status:
Praktikant
(592 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von GMB):
Die Kosten für den erneuten Einbau des Zählers, wenn wieder Energie geliefert werden soll, werden vom Messstellenbetreiber übernommen. Dieser stellt auch den Zähler selbst zur Verfügung, nicht der Vermieter!

Dieser stellt den Zähler üblicherweise nicht umsonst bzw. ohne Berechnung zur Verfügung; wenn doch, wäre es einfach Kulanz. So geht das bei uns.

Signatur:Meine persönliche Meinung.
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#13
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von Leo4):
Zitat (von GMB):
Die Kosten für den erneuten Einbau des Zählers, wenn wieder Energie geliefert werden soll, werden vom Messstellenbetreiber übernommen. Dieser stellt auch den Zähler selbst zur Verfügung, nicht der Vermieter!

Dieser stellt den Zähler üblicherweise nicht umsonst bzw. ohne Berechnung zur Verfügung; wenn doch, wäre es einfach Kulanz. So geht das bei uns.


Die Zählermiete wird natürlich, einhergehend mit der Energielieferung, monatlich abgerechnet. Ob der Vermieter also in Zeiten des Leerstands dort einen geringen Abschlag leistet oder der neue Mieter dann bei Neubezug ändert nichts an der Tatsache, dass dem Vermieter keine Kosten entstehen. Somit hat er keinen Schaden und kann auch die Kaution nicht einbehalten. Die Gebühr, welche vom Messstellenbetreiber erhoben werden darf, ist im übrigen gedeckelt.
Also ich sehe hier keinerlei zusätzliche Kosten für den Vermieter, außer dass er ggfls. einen Termin vereinbaren muss und den Monteur hereinlassen muss.
Aber da denke ich nicht, dass er dies als "Schaden" geltend machen kann...

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#14
 Von 
Leo4
Status:
Praktikant
(592 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von GMB):
Seit wann können Vermieter etwas vermieten, was ihnen gar nicht gehört? Das wäre mir neu.

Es geht ja nicht um die Vermietung des Stromzählers, vielmehr um die Kosten für Aus- und Wiedereinbau des Zählers. Diese Kosten hat der Mieter verursacht und hat die Rechnung des Stromanbieters auch zu begleichen.
In diesem Fall an den Vermieter, weil der die Rechnung erhielt, und wahrscheinlich auch bezahlte.
Kann ja gebietsweise anders ablaufen, allerdings kenne ich kein Unternehmen, welches kostenlos liefert.

Signatur:Meine persönliche Meinung.
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#15
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1191 Beiträge, 100x hilfreich)

Zitat (von GMB):
Zitat (von Solan196):

Seit wann können Vermieter etwas vermieten, was ihnen gar nicht gehört? Das wäre mir neu.

Passiert häufig Id Automobilbranche.

Ich habe ja nicht gesagt, dass der Zähler mitvermietet wurde, sondern dass die Wohnung inklusive dem Zähler vermietet wurde. Die Wohnung ist so zurückzugeben wie übernommen. Dazu gehört eben auch der Zähler.

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#16
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von Leo4):
Zitat (von GMB):
Seit wann können Vermieter etwas vermieten, was ihnen gar nicht gehört? Das wäre mir neu.

Es geht ja nicht um die Vermietung des Stromzählers, vielmehr um die Kosten für Aus- und Wiedereinbau des Zählers. Diese Kosten hat der Mieter verursacht und hat die Rechnung des Stromanbieters auch zu begleichen.
In diesem Fall an den Vermieter, weil der die Rechnung erhielt, und wahrscheinlich auch bezahlte.
Kann ja gebietsweise anders ablaufen, allerdings kenne ich kein Unternehmen, welches kostenlos liefert.

Du hast aber schon gelesen, was ich geschrieben habe?
Der Vermieter hat da garantiert keine Kosten übernommen, wird er auch nie müssen. Das ist Sache des Messstellenbetreibers.
Das hat mit "Gebieten" nichts zu tun.
Wenn man von der Materie keine Ahnung hat, dann sollte man es besser sein lassen, sich dazu zu äußern.

Also nochmal für dich:
Der Mieter schließt einen Vertrag mit dem Lieferanten ab über die Belieferung mit elektrischer Energie (technisch falsch aber umgangssprachlich oft "Stromliefervertrag" genannt).
Der Lieferant beauftragt dann seinen Messstellenbetreiber (wenn er das nicht selber ist) zur Installation des Zählers beim Kunden (hier: Mieter).
Der Kunde (hier: Mieter) zahlt mit den monatlichen Abschlägen auch die Kosten für die Zählermiete. Er bezahlt NICHT einmalig für die Installation des Zählers! Dies ist in den pauschalen Mietkosten für den Zähler enthalten.
Stellt der Kunde (hier: Mieter) jetzt die Zahlung des Abschlags ein, wird nach erfolgloser Mahnung der Zähler ausgebaut und die Energielieferung gestoppt.
Möchte der Kunde (hier: Mieter) nun erneut mit elektrischer Energie versorgt werden, muss er zunächst den Rückstand der Abschläge begleichen.
Sofern er dies nicht tut, wird der Energielieferant (NICHT der Messstellenbetreiber!) ihm keine Energie mehr liefern, somit auch den Messstellenbetreiber nicht mehr beauftragen den Zähler wieder zu montieren.

Sofern der Mieter nun also auszieht, und kein Zähler in der Verteilung gibt, dann muss der Vermieter einen neuen Liefervertrag abschließen. Dies hätte er aber ohnehin genutzt, oder den Zähler abmelden müssen, wenn er in Zeiten des Leerstands keine Kosten haben will.

Dann würde ein neuer Mieter einen neuen Vertrag abschließen und der Lieferant würde wieder den Messstellenbetreiber beauftragen, um den Zähler zu montieren. Der neue Mieter zahlt dann wieder über die Abschläge die Pauschale für die Zählermiete, welche auch die Kosten der Montage beinhaltet.

Ist das denn so schwer zu verstehen?

Der Vermieter hat mit dem Zähler absolut gar nichts zu tun, der Zähler gehört ihm nicht, er darf ihn nicht ausbauen, er darf ihn auch nicht einbauen. Er kann den Zähler auch nicht zur "Mietsache" erklären, da man ja schlecht etwas vermieten kann, was einem nicht gehört und was man selber nicht mietet o.ä. (um auf das Beispiel der Vermietung eines Leasingfahrzeugs einzugehen, wie es oft von den großen Auto-Vermietern getan wird).

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#17
 Von 
Leo4
Status:
Praktikant
(592 Beiträge, 142x hilfreich)


Mal vorerst nur ein Hinweis: Stromsperre. Leider kann ich im Moment die Quelle nicht benennen, liefere aber nach...

"Wenn dein Stromanbieter den Strom abstellt, kann das ganz schön teuer werden. Durchschnittlich berechneten Stromversorger laut Bundesnetzagentur 2014 47 Euro für das Sperren eines Anschlusses. Die höchsten Kosten lagen dabei bei 146 Euro! Auch das Entsperren wird dir von deinem Versorger in Rechnung gestellt. Durchschnittlich 100 Euro musst du dafür einkalkulieren."

Sollte der Mieter die Kosten nicht begleichen wenden sich die Anbieter an den Vermieter, denn dieser ist es i.d.R. welcher weiterhin einen Stromzähler
für den nächsten Mieter braucht. Der VM wird diese Kosten von der Kaution- sofern vorhanden- abziehen.

Signatur:Meine persönliche Meinung.
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#18
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von Leo4):
Mal vorerst nur ein Hinweis: Stromsperre. Leider kann ich im Moment die Quelle nicht benennen, liefere aber nach...

"Wenn dein Stromanbieter den Strom abstellt, kann das ganz schön teuer werden. Durchschnittlich berechneten Stromversorger laut Bundesnetzagentur 2014 47 Euro für das Sperren eines Anschlusses. Die höchsten Kosten lagen dabei bei 146 Euro! Auch das Entsperren wird dir von deinem Versorger in Rechnung gestellt. Durchschnittlich 100 Euro musst du dafür einkalkulieren."

Sollte der Mieter die Kosten nicht begleichen wenden sich die Anbieter an den Vermieter, denn dieser ist es i.d.R. welcher weiterhin einen Stromzähler
für den nächsten Mieter braucht. Der VM wird diese Kosten von der Kaution- sofern vorhanden- abziehen.

Wenn der "alte" Mieter am selben Ort wieder Strom haben will, dann wird er für die Entsperrung (das ist NICHT gleich "Einbau des Zählers"!) zahlen müssen.

Aber: wenn der Grund für die Sperre entfallen ist (z.B. der säumige Mieter wohnt nicht mehr dort), dann muss der Versorger auch wieder für einen neuen Kunden (Vermieter, neuer Mieter) einen neuen Zähler einbauen, ohne dass die Gebühr berechnet werden darf (§ 19 Absatz 4 StromGVV)!

Der säumige Mieter hat aber dann Pech, denn er als Kunde ist mit den Zahlungen in Verzug, nicht sein ehemaliger Vermieter. Wenn er anderswo einen neuen Zähler anmelden möchte, passiert dies erst, wenn er die Pauschale beglichen hat.

Also hat der Vermieter weiterhin keinerlei Kosten und keinerlei Schaden...



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#19
 Von 
Lolle
Status:
Bachelor
(3362 Beiträge, 1869x hilfreich)

Der Zähler ist Eigentum des Messstellenbetreibers - soweit so gut.

Aber - au Backe

Zitat (von GMB):
Der Vermieter hat da garantiert keine Kosten übernommen, wird er auch nie müssen. Das ist Sache des Messstellenbetreibers.

Da ist ein Mieter ausgezogen - hat Stromschulden und einen gesperrten*) Stromzähler hinterlassen.
*) Stromzähler werden heutzutage nicht mehr ausgebaut, der Messstellenbetreiber baut einfach eine verplompte Sperrsicherung ein, die erst entfernt wird wenn der säumige Schuldner bezahlt hat
Entsprechende Rechnungen/Mahnungen an den ausgezogenen Mieter kamen i.d.R. zwischenzeitlich als unzustellbar zurück.
Also voll gegen die Wand gefahren, wenn der Auszug bereits vor 2 Monaten war :bang:

Natürlich versucht es der Gläubiger/Messstellenbetreiber dann beim Eigentümer/Vermieter.
Und selbst wenn nicht, steht der zwischen den Stühlen und wird sich notgedrungen ggf. selbst beim Grundversorger/Netzbetreiber/Messstellenbetreiber melden MÜSSEN, denn
> infolge der Säumigkeit des ausgezogenen Mieters hat er nun eine unbewohnbare Wohnung, weil ohne Strom
> dazu muss er noch seine Schadensminderungspflichten bedenken, wenn sich der Nachfolgemieter (zurecht) weigert eine unbewohnbare Wohnung anzunehmen = Folgeschaden (evtl. noch Ersatzunterbringung des Nachfolgemieters, Umzugsmehraufwendungen o.Ä.)
> ergo tritt erstmal der Eigentümer/Vermieter für die Kosten in Vorlage, die der Messstellenbetreiber fordert, um den Strombezug wieder zu ermöglichen

Zitat (von go563807-72):
meine Frage jetzt darf der Vermieter die Kosten für den Einbau des Stromzählers von der Kaution abziehen?

im Ernst?
Ja, aber natürlich hat der geschädigte Vermieter Anspruch darauf die notgedrungen von ihm vorgelegten Kosten für die Wiederinbetriebsetzung der Stromversorgung vom Schädiger = vom ausgezogenen Mieter als säumiger Schuldner des Stromversorgers ersetzt zu bekommen!
und nicht nur das: eben auch den von dir dadurch eventuell weiter verursachten Folgeschaden (ggf. Mietminderung, Schadenersatzansprüche des Nachfolgemieters)!

Du darfst aber gern Belege (Rechnung, Mietminderungsaufstellung, angemeldete Schadensersatzforderungen des Nachfolgemieters) für die mit der Kaution aufgerechneten Schadensersatzforderung des Vermieters verlangen.

Quellen/Beispiele für die zu erwartenden Forderungen hinsichtlich der Wiederinbetriebsetzung des Zählers, z.B.
https://kostencheck.de/strom-abgestellt-kosten
zusammenstellung der vhb-nrw

Signatur:Es hilft nichts,das Recht auf seiner Seite zu haben.Man muss auch m.d. Justiz rechnen - D Hildebrand
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#20
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Nein, der Messstellenbetreiber kann sich nicht einfach an den Vermieter wenden dort die Kosten eintreiben. Auf welcher Grundlage? Er hat mit dem Vermieter keinerlei Vertragsverhältnis. Wie ich oben bereits gesagt hatte, wird der Zähler wieder eingebaut oder die SLS wieder entsperrt, sobald der Vermieter oder ein neuer Mieter einen neuen Vertrag zur Energielieferung abschließen. Der Grund für den Sperre ist dann nämlich entfallen.
Ergo hat der Vermieter immer noch keine Kosten.

Also ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommen kann, dass der Vermieter für die Schulden beim Stromlieferanten aufkommen sollen muss. Das ist totaler Humbug!
Wenn der Mieter jetzt bei der Telekom auch Schulden hat, und die Telekom die Leitung tot schaltet, dann muss da der Vermieter auch nicht für aufkommen und ein neuer Mieter kann natürlich am selben Anschluss, ohne erst die Schulden des Vormieters zu begleichen, sich wieder einen Anschluss schalten lassen.

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#21
 Von 
go563960-35
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Also erst mal danke für die vielen Antworten.

Der neue Zähler wurde bereits 2 Tage vor meinem Auszug eingebaut also war mein Nachmieter schon mal nicht betroffen.

Habe inzwischen auch die Abrechnung bekommen aus der hervorgeht das mein ehemaliger Vermieter 394,32€ +
Ich Zitiere:
Anfallende Arbeitsstunden durch Kontakte und Ortstermine mit den "Firmen" im Rahmen des ausgebauten Stromzählers

4 Stunden a 30€ = 120€

von der Kaution abzieht.

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#22
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1191 Beiträge, 100x hilfreich)

Da kommst du recht preiswert davon. Wenn du meinst dich dagegen erfolgreich wehren zu können, nur zu. Update wäre interessant.

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#23
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7614 Beiträge, 3779x hilfreich)

Zitat (von go563960-35):
Anfallende Arbeitsstunden durch Kontakte und Ortstermine mit den "Firmen" im Rahmen des ausgebauten Stromzählers

4 Stunden a 30€ = 120€

Das klingt danach, als ob der Vermieter seinen eigenen Aufwand in Rechnung stellt. Das halte ich für fragwürdig. Nicht nur in der Höhe sondern auch überhaupt.

Da sind dann ja aber noch 270 Euro übrig. Werden dazu Rechnungen vorgelegt und wenn ja waren das notwendige Kosten zur Wiederherstellung der Stromversorgung?

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#24
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83310 Beiträge, 34318x hilfreich)

Zitat (von GMB):
Nein, der Messstellenbetreiber kann sich nicht einfach an den Vermieter wenden dort die Kosten eintreiben.

Doch, er kann - und es gibt sogar welche die das machen.



Zitat (von GMB):
Auf welcher Grundlage?

Ganz einfach: Es ist nicht grundsätzlich verboten etwas zu fordern das der andere nicht zahlen müsste.



Zitat (von go563960-35):
394,32€

Wofür genau?



Zitat (von go563960-35):
4 Stunden a 30€

Ist das eine Gesellschaft oder ein Privatmann?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#25
 Von 
go563807-72
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wofür genau?

1 Monteur 11:00 - 13:30 Uhr 2,5 Std für Zählereinbau -> 116,25€
1 Stk. Zählerpauschale (Zählerantrag erstellen und Zähler bei Westnetz abholen) -> 150€
Zählereingangssatz L60 -> 14,50€
Zählerabgangssatz L10 -> 22,45€
Adapterplatte -> 74,50€
10% Rabatt -> -37,77€
16%USt. -> 54,39€

Summe= 394,32€


Zitat (von Harry van Sell):
Ist das eine Gesellschaft oder ein Privatmann?


Privatvermieter

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#26
 Von 
go563807-72
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Da sind dann ja aber noch 270 Euro übrig. Werden dazu Rechnungen vorgelegt und wenn ja waren das notwendige Kosten zur Wiederherstellung der Stromversorgung?

Ne die 120€ für die 4 Stunden sind extra die gehören nicht zu den 394,32€

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#27
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1191 Beiträge, 100x hilfreich)

Zitat (von go563807-72):
Ne die 120€ für die 4 Stunden sind extra die gehören nicht zu den 394,32€

Zeitaufwand, vier Stunden, dafür 2,5 Std. analog angesetzt, zum Elektriker und dann den anderen Aufwand, den er hatte, find ich jetzt nicht zu viel, weder zu teuer noch zu viele Stunden.

Er wird das von der Kaution abziehen, du kannst dir ja überlegen, ob du das einklagen willst oder nicht.

In Zukunft melde sowas deinem Vermieter, dann ersparst du dir viel Geld und anderen Menschen sehr viel Ärger.

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#28
 Von 
go563807-72
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Zitat (von go563807-72):
Ne die 120€ für die 4 Stunden sind extra die gehören nicht zu den 394,32€

Zeitaufwand, vier Stunden, dafür 2,5 Std. analog angesetzt, zum Elektriker und dann den anderen Aufwand, den er hatte, find ich jetzt nicht zu viel, weder zu teuer noch zu viele Stunden.

Er wird das von der Kaution abziehen, du kannst dir ja überlegen, ob du das einklagen willst oder nicht.

In Zukunft melde sowas deinem Vermieter, dann ersparst du dir viel Geld und anderen Menschen sehr viel Ärger.

Was genau meinst du mit den 2,5 Std?

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#29
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von GMB):
Nein, der Messstellenbetreiber kann sich nicht einfach an den Vermieter wenden dort die Kosten eintreiben.

Doch, er kann - und es gibt sogar welche die das machen.



Zitat (von GMB):
Auf welcher Grundlage?

Ganz einfach: Es ist nicht grundsätzlich verboten etwas zu fordern das der andere nicht zahlen müsste.



Zitat (von go563960-35):
394,32€

Wofür genau?



Zitat (von go563960-35):
4 Stunden a 30€

Ist das eine Gesellschaft oder ein Privatmann?


Fordern kann man viel, ich kann von dir auch was fordern, aber was bringt mir das? Gar nichts.
Sicher probiert der Messstellenbetreiber irgendwo Geld her zu bekommen. Sicher zahlen auch viele Vermieter erstmal aus Sorge und Unwissenheit. Wenn man sich tiefer mit der Materie befasst, merkt man dann, dass man gar nicht verpflichtet war, die Schulden eines anderen zu begleichen.
Ich bräuchte bitte nochmal deine Adresse, damit ich dir auch Rechnungen schicken kann, mit denen du gar nichts zu tun hast. Vielleicht hab ich ja Glück und du bezahlst ;)

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#30
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1191 Beiträge, 100x hilfreich)

Analog zum Monteur dessen Arbeiten (mutmaßlich) beaufsichtigt wurden.

Da der Vermieter diese Beträge sowieso mit der Kaution verrechnet wirst du dir überlegen müssen, ob und wie du dagegen vorgehen willst.

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