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Ratenzahlung- Anerkenntnis Rechnung

26.12.2020 Thema abonnieren Zum Thema: Rechnung Forderung
 Von 
hannelorerecht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Ratenzahlung- Anerkenntnis Rechnung

Ist die Ratenzahlung auf eine Rechnung ein Anerkenntnis der Forderung?

A erhält eine Arztrechnung über ein Factoring Unternehmen. Dabei ist ein Angebot Ratenzahlung in Anspruch zu nehmen.

A macht das. Kurz darauf erfährt er, die Rechnung ist falsch und moniert diese, ohne Erfolg, es wird auf falsche Rechnung beharrt.

A widerruft Ratenzahlung und überweist den unstrittigen Betrag.

Das Factoring beauftragt Anwalt, zur Durchsetzung des strittigen Betrags.

A weist zurück. und auch die Anwaltsgebühren

Nunmehr wird A daraufhingewiesen, das Ratenzahlung ein Anerkenntnis ist.

Trotz Monierung und offensichtlich falscher Rechnung?

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Rechnung Forderung


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84959 Beiträge, 34598x hilfreich)

Zitat (von hannelorerecht123):
Nunmehr wird A daraufhingewiesen, das Ratenzahlung ein Anerkenntnis ist.

Trotz Monierung und offensichtlich falscher Rechnung?


Unter Umständen ja, kommt auf auf die Details der vertraglichen Vereinbarungen an.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9339 Beiträge, 2930x hilfreich)

Vielleicht mal erklären warum die Rechnung falsch ist.

Oder geht es garnicht um die Rechnung als solche, sondern um Positionen aus der Rechnung wie Anzahl oder Menge oder Einzelwert?
Dann wäre die Rechnung nur inhaltlich falsch.

Berry

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#3
 Von 
hannelorerecht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Es wurde eine Position berechnet, wofür es ein Verbot der Berechnung gibt.

Das wurde moniert, ohne Erfolg.

Eine Rechnung ist nicht fällig, wenn sie offensichtlich falsch ist.

Der unstrittige Betrag wurde bezahlt.

Dann gab es irgendwann das Wort Kulanz, was eben falsch ist. Eine Korrektur erfolgte bis heute nicht.

Eine Anwaltskanzlei wurde beauftragt um den strittigen Betrag einzutreiben, mit deren Gebühren

Das wurde zurückgewiesen.

Nunmehr das Argument- Ratenzahlung ist Anerkennung.

Es ist doch eine Täuschung, denn bewusst wurde eine gesetzlich ausgeschlossene Leistung berechnet.

Täuschung der Rechnungsschuld?

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84959 Beiträge, 34598x hilfreich)

Zitat (von hannelorerecht123):
Täuschung der Rechnungsschuld?

Eine Täuschung ist aus der Sachverhaltsschilderung nicht erkennbar.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
hannelorerecht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke

Auch in der Geltendmachung einer Forderung, auf die kein Anspruch besteht, kann eine schlüssige Täuschung über Tatsachen liegen.

Dies ist der Fall, wenn mit dem Einfordern der Leistung ein Bezug zu einer unzutreffenden Tatsachenbasis hergestellt oder das Vorliegen eines den Anspruch begründenden Sachverhalts behauptet wird


Position wird berechnet. Gesetzlich ist das ausgeschlossen und auch verboten.

Man moniert.

Rechnung wird so beibehalten, es wird bekräftigt das der Anspruch so besteht.

Mehrfacher Schriftwechsel folgt...

Man moniert weiter.

Rechtsanwälte versuchen nun mit verschiedenen Argumenten Anspruch zu begründen.

Man moniert und kann das auch belegen. Ärztekammer hat hierzu Stellung genommen.

Rechtsanwälte meinen plötzlich Kulanz über den falschen Betrag, aber Anwaltsgebühren wären zu zahlen.

Man weist dies zurück. Rechtsanwälte wären nicht nötig gewesen, Korrektur der Rechnung und gut ist.

Kulanz bedeutet ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, bei falscher Berechnung nicht richtig.

Dann fordern die Rechtsanwälte wieder den vollen falschen Betrag, zuzüglich Gebühren.

Mit der Ratenzahlung kann man anerkennen.

Jedes Factoring Unternehmen (das wurde hier beauftragt) bietet als Standard Ratenzahlung an.


Wenn man also etwas einforder was gesetzlich ausgeschlossen ist, Ratenzahlung anbietet, ist das legitim?

Die falsche Rechnung muss dann bezahlt werden?

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#6
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 12x hilfreich)

Vielleicht. Eventuell. Oder nicht.

Was ist eigentlich so schwer Rückfragen zu beantworten?

Signatur:Ich weis das ich nicht alles weis. Manchmal ist es schön nicht alles zu wissen.
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#7
 Von 
hannelorerecht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Vielleicht. Eventuell. Oder nicht.

Was ist eigentlich so schwer Rückfragen zu beantworten?

Welche Rückfrage genau?

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#8
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von hannelorerecht123):
Welche Rückfrage genau?

Die in 1.

Signatur:Ich weis das ich nicht alles weis. Manchmal ist es schön nicht alles zu wissen.
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#9
 Von 
hannelorerecht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Zitat (von hannelorerecht123):
Welche Rückfrage genau?

Die in 1.

Es gibt gar keine richtige Vereinbarung. Deshalb wusste ich nicht genau, wie darauf zu antworten ist.

Die Rechnung ist an ein Factoring Unternehmen abgetreten worden. Das habe ich unterschrieben.

Nach Zugang der Rechnung wurde Ratenzahlung vereinbart. Online, ohne schriftliche Nachweis

Nachdem ich die Rechnung monierte und nicht die gesamten Raten zahlte, einbehalten habe ich den strittigen Betrag, haben die, die Ratenzahlung aufgekündigt

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84959 Beiträge, 34598x hilfreich)

So wie sich das bisher liest, hat ABC an hannelorerecht123 eine Rechnung über X EUR gestellt, die angezweifelt wird.
Mit XYZ hat hannelorerecht123 eine vertragliche Vereinbarung getroffen, diesen Rechnungsbetrag X EUR in Raten von Z EUR zu finanzieren. Es gilt "Pacta sunt servanda" (Verträge sind einzuhalten), man wird diesen Vertrag also so wie geschlossen erfüllen müssen.

Der andere Part ist die verbotenen Position, da müsste man wohl an den Rechnungsersteller gehen und die entsprechende Forderung stellen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#11
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(390 Beiträge, 106x hilfreich)

Soweit verstehe ich das auch, aber die TE möchte die Anwaltsgebühren verständlicherweise nicht bezahlen.

Die Frage ist halt, ob durch Bezahlung der Rechnung, oder Vereinbarung einer Ratenzahlung zur Begleichung der Rechnung, eine offensichtlich unzulässige Rechnungsposition dennoch geschuldet wird?

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