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Bauträgervertrag m. Preisklausel: Auswirkung MwSt Senkung

7.1.2021 Thema abonnieren
 Von 
lordkewl
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Bauträgervertrag m. Preisklausel: Auswirkung MwSt Senkung

Hallo,

wir haben im Frühjahr 2020 eine Eigentumswohnung vom Bauträger erworben, die momentan gebaut wird. Der Vertrag enthält eine Preisanpassungsklausel m. folgendem Wortlaut:

Bei einer Erhöhung oder Ermäßigung der gesetzlichen Mehrwertsteuer verändern sich alle Kaufpreisraten, die später als einen Monat nach Inkrafttreten der Steueränderung fällig werden, entsprechend der Steuererhöhung bzw. -ermäßigung; dies gilt nicht für die erste Kaufpreisrate sowie für alle übrigen Kaufpreisraten, die innerhalb von vier Monaten ab heute fällig werden.

Sind die betroffenen Raten, die bis einschließlich 31.12. fällig werden nun entsprechend zu reduzieren oder nicht? Ein Bauträgervertrag fällt ja eigentlich nicht unter die MwSt.

Unser Bauträger hat uns just diese Woche zwei Raten in Rechnung gestellt, natürlich ohne Reduzierung. Dass die Raten "zufällig" prompt am 4.1.21 fällig werden und nicht mehr im alten Jahr, ist wohl kein Zufall. Der Betrieb auf der Baustelle widerrum ruht seit Mitte Dezember.

Danke für die Hilfe!

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(16496 Beiträge, 2588x hilfreich)

Zitat (von lordkewl):
Ein Bauträgervertrag fällt ja eigentlich nicht unter die MwSt.
Was meinst du damit?
Der Bauträger als Unternehmer hat die geltende MwSt. ans Finanzamt zu melden/abzuführen.
Für Erwerber/Käufer gilt der Bruttopreis.
Zitat (von lordkewl):
die innerhalb von vier Monaten ab heute fällig werden.
Du weißt, wann dieser Kaufvertrag so vereinbart wurde und wann 4 Monate vergangen waren.

Eine Rechnung, die in 2021 fällig ist, hat zwangsläufig 19% auf der Rechnung.

Zitat (von lordkewl):
Der Betrieb auf der Baustelle widerrum ruht seit Mitte Dezember.
Ja, und? Könnte es an den Feiertagen und am Winter liegen?
Mit der MwSt. hat das jedenfalls nichts zu tun.

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#2
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2908 Beiträge, 859x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von lordkewl):

Eine Rechnung, die in 2021 fällig ist, hat zwangsläufig 19% auf der Rechnung.

Zitat (von lordkewl):
Der Betrieb auf der Baustelle widerrum ruht seit Mitte Dezember.
Ja, und? Könnte es an den Feiertagen und am Winter liegen?
Mit der MwSt. hat das jedenfalls nichts zu tun.

Anami du bist doch ein alter Hase. Du weisst doch dass damit das Bild des Bauträgers schlechter gemacht werden soll und dieses schlechtere Bild eine Antwort auf die Frage beeinflussen soll.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#3
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(16496 Beiträge, 2588x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Du weisst doch
Ja, schon. Trotzdem wollte ich erklären, dass der Bauträger hier in diesem Falle mal nicht *der Böse* ist...

...und dafür werde ich per PM noch blöd angemacht... :crazy:

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84959 Beiträge, 34598x hilfreich)

Zitat (von lordkewl):
Sind die betroffenen Raten, die bis einschließlich 31.12. fällig werden nun entsprechend zu reduzieren oder nicht?

Ja, sind sie.



Zitat (von lordkewl):
Ein Bauträgervertrag fällt ja eigentlich nicht unter die MwSt.

Wie kommt man denn darauf?



Zitat (von lordkewl):
Unser Bauträger hat uns just diese Woche zwei Raten in Rechnung gestellt, natürlich ohne Reduzierung.

Tja, Pech gehabt ...



Zitat (von lordkewl):
Dass die Raten "zufällig" prompt am 4.1.21 fällig werden und nicht mehr im alten Jahr, ist wohl kein Zufall.

Warum nicht?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
lordkewl
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von cirius32832):
Du weisst doch
Ja, schon. Trotzdem wollte ich erklären, dass der Bauträger hier in diesem Falle mal nicht *der Böse* ist...
:

Es geht nicht darum, wer hier der Böse ist, sondern darum, ob die Raten zu reduzieren sind oder nicht.
Und wenn mir der Bauträger die Fälligkeitsmitteilung am 4.1. zukommen lässt, der Baufortschritt real aber schon deutlich vor dem Jahreswechsel erreicht wurde (teilw. je nach Gewerk sogar schon im Herbst), ist es doch eine gerechtfertigte Frage, was maßgeblich ist....
Es geht ja schließlich nicht um Centbeträge.

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