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Minusstunden als Werkstudent wegen Arbeitsmangel

13.1.2022 Thema abonnieren
 Von 
johnny93
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Minusstunden als Werkstudent wegen Arbeitsmangel

Hallo zusammen,

ich arbeite seit bald 2 Jahren als Werkstudent (40h/Monat) bei einer Firma, die mich vertraglich zum Führen eines Arbeitszeitkontos verpflichtet. Genaueres ist nicht geregelt.

Meine Arbeit habe ich schon vor Corona von zuhause auf Abruf geleistet (IT-Kram), sprich mein Chef hat mir Arbeit geschickt, die ich dann erledigt habe. Es gab also keine festen Arbeitstage.

Inzwischen habe ich einen ziemlichen Haufen Minusstunden angesammelt, da es für mich einfach nicht genug zu tun gab. Die monatlichen Stundenzettel habe ich allerdings (nach meinem damaligen Verständnis) ordnungsgemäß ausgefüllt, also wenn nur 10h gearbeitet wurde, dann habe ich das so abgegeben, aber immer volles Gehalt bekommen.

Verstehe ich die rechtliche Regelung richtig, dass wenn ich dieses Jahr kündige, mein AG mir nicht die Minusstunden vom Lohn abziehen kann, weil diese nicht von mir verschuldet wurden? Oder habe ich mir durch die Abgabe der Stundenzettel "mein eigenes Grab" geschaufelt und hätte einfach immer die 40h aufschreiben sollen?


Vielen Dank,

Johnny

-- Editiert von johnny93 am 13.01.2022 11:55

-- Editiert von johnny93 am 13.01.2022 11:57

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13000 Beiträge, 8259x hilfreich)

Vom Lohn abziehen geht nicht - das Risiko der fehlenden Arbeit trägt der Arbeitgeber.

Wenn ein Arbeitszeitkonto besteht, könnte der Arbeitgeber nach Eingang der Kündigung aber auf die Idee kommen, dass der Arbeitnehmer die noch fehlenden Stunden nacharbeiten könnte, bevor der Arbeitnehmer den Betrieb verlässt. Die Kündigungsfrist bietet dazu ja meist genug Zeit.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#2
 Von 
Alter Sack
Status:
Lehrling
(1188 Beiträge, 156x hilfreich)

Zitat (von johnny93):
Inzwischen habe ich einen ziemlichen Haufen Minusstunden angesammelt, da es für mich einfach nicht genug zu tun gab. Die monatlichen Stundenzettel habe ich allerdings (nach meinem damaligen Verständnis) ordnungsgemäß ausgefüllt, also wenn nur 10h gearbeitet wurde, dann habe ich das so abgegeben, aber immer volles Gehalt bekommen.


Es stellt sich im HO natürlich auch immer die Frage was Arbeitszeit und was Freizeit ist.

Also die Arbeitszeit nicht nicht nur die reine Onlinezeit in IT-System. Arbeitszeit ist ebenso der Ausbau/Abbau (Startup/Shutdown) der IT-Systeme in HO, das Aufräumen des Arbeitsplatzes im HO, etc...

Das sind Zeiten die zur Arbeitszeit gehören und so auch dem AG gegenüber kommuniziert werden sollen. Jeden Tag ca. 20 Minuten summiert sich im Monat auch auf ca. einen Arbeitstag.

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