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Ist meine Hausverwalter-Vergütung steuerpflichtig?

23. Juni 2022 Thema abonnieren
 Von 
Viktor_V1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Ist meine Hausverwalter-Vergütung steuerpflichtig?

Guten Tag, ich bin neu hier und habe gleich mal eine Frage.
Mit meinen Schwestern besitze ich gemeinsam 3 Mehrfamilienhäuser. Die gesamte Verwaltung wird von mir erledigt, und wir Geschwister sind übereingekommen, dass ich die Vergütung in der Höhe wie ein externer professioneller Verwalter bekommen soll.
Frage: muss ich diese Vergütung versteuern, oder kann ich die Verwalter-Vergütung steuerfrei als Privatentnahme vom Konto nehmen?
Gruß Viktor

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Garfield73
Status:
Lehrling
(1578 Beiträge, 517x hilfreich)

Zitat (von Viktor_V1):
kann ich die Verwalter-Vergütung steuerfrei als Privatentnahme vom Konto nehmen?

Interpretiere ich das richtig, dass ihr zwar die Zahlungen an Dich als Ausgaben ansetzen möchtet, Du im Gegenzug die Einnahmen nicht versteuern möchtest?
Das geht natürlich nicht.
Sofern Deine Einnahmen 410 € übersteigen, muss Du diese auch versteuern.

Signatur:

Nachdenken ist wie googeln .... nur krasser!

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Viktor_V1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Garfield73):
Interpretiere ich das richtig, dass ihr zwar die Zahlungen an Dich als Ausgaben ansetzen möchtet, Du im Gegenzug die Einnahmen nicht versteuern möchtest?

Nein, die Zahlungen der Verwaltergebühr an mich sollen nicht als Betriebsausgaben angesetzt werden.
Muss ich das trotzdem versteuern, evtl. als Schenkung?

-- Editiert von Viktor_V1 am 23.06.2022 10:39

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(42779 Beiträge, 15284x hilfreich)

Zitat (von Viktor_V1):
die Zahlungen der Verwaltergebühr an mich sollen nicht als Betriebsausgaben angesetzt werden.


Dieser Verzicht führt aber nicht dazu, dass die Einnahmen bei Dir steuerfrei sind.

Zitat (von Viktor_V1):
Muss ich das trotzdem versteuern,


Ja

Zitat (von Viktor_V1):
evtl. als Schenkung?


Warum sollte das eine Schenkung sein? Das ist natürlich in der Einkommensteuererklärung anzugeben.


-- Editiert von hh am 23.06.2022 17:00

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Cybert.
Status:
Bachelor
(3554 Beiträge, 838x hilfreich)

Eine Schenkung wäre ohne Gegenleistung. Sie erbringen jedoch eine Leistung für das Geld.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."
Bert Rürup

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
taxpert
Status:
Lehrling
(1859 Beiträge, 501x hilfreich)

Zitat (von Viktor_V1):
Die gesamte Verwaltung wird von mir erledigt, und wir Geschwister sind übereingekommen, dass ich die Vergütung in der Höhe wie ein externer professioneller Verwalter bekommen soll.
Das ist letztendlich nichts anderes als eine Gewinnabrede. Vom Ergebnis her ist es zunächst egal, ob diese Abrede auf gesellschaftsrechtlicher oder zivilrechtlicher Ebene getroffene wurde, da hier ja keine Kapitalkonten darzustellen sind.

Darstellung für beide Fälle an Hand eines Beispiels: Überschuss sei 20.000 €, Vergütung sei 2.000 €, 3 Beteiligte.

Vereinbarung auf gesellschaftsrechtlicher Basis:
Zahlung an Verwalter stellt auf Gesamthandsebene keine Wk dar, Überschuss beträgt 20.000 €, davon nach Quote zu verteilen 18.000 €, abweichend von Quote zu verteilen (hier nur auf "Verwalter") 2.000 €.

Ergebnis: Verwalter 2.000 € plus 6.000 € zu versteuern, andere Beteiligte je 6.000 €.

Vereinbarung auf zivilrechtlicher Basis:
Zahlung an Verwalter stellt auf Gesamthandsebene Wk dar, Überschuss beträgt daher 18.000 € der nach Quote verteilet wird. Die Zahlung stellt auf Gesellschafterebene jedoch Sondereinnahme des Gesellschafters in Höhe von 2.000 € dar.

Ergebnis: Verwalter 2.000 € Sondereinnahmen plus 6.000 € Beteiligung, andere Beteiligte je 6.000 €.

Kurzversion:
Variante 1 findet nur in der Anlage FE1 bei der Gewinnverteilung statt.
Variante 2 findet in Anlage V und Anlage FE1 statt.

taxpert

Signatur:

"Yeah, I'm the taxman
and you're working for no one but me!"

The Beatles, Taxman

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Viktor_V1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Das ist natürlich in der Einkommensteuererklärung anzugeben.

Vielen Dank Ihnen/Euch allen für die sehr hilfreichen Antworten

0x Hilfreiche Antwort

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