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Handwerker von Vermieter beauftragt aber Rechnung an mich

6. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
Nina321
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Handwerker von Vermieter beauftragt aber Rechnung an mich

Hallo, folgendes Problem:

Mein VM hat Handwerker beauftragt weil unsere Toilette verstopft war (irgendwo tief in den Rohren).

Die Reinigungsfirma hat mir nun eine Rechnung über 455€ geschickt.

Mein Freund hat den Durchschlag unterschrieben und darauf stand mein Name.
Ich habe der Firma weder meinen Namen gegeben, noch habe ich unterschrieben.
Eigentlich müsste die Rechnung doch an dem VM gehen, da dieser Beauftragt hat.

Die Verstopfung wurde auch nicht durch uns verursacht. Wir haben die Toilette jederzeit sachgemäß benutzt.

Der Vermieter unterstellte mir Tampons und binden darin entsorgt zu haben, später dann haben wir angeblich nicht richtig abgespült (was alles nicht zutrifft).

Die Reinigungsfirma ist ein Bekannter von ihm.

Der Vermieter will die Rechnung nicht bezahlen. Er sagt, dass sein Abfluss ja nicht verstopft war.

Die Firma meinte zu uns vor Ort übrigens auch, dass es eben alte Rohre sind.
Außer Schlacke und etwas Toilettenpapier konnten sie nix entfernen. Sie haben 12,5m Spirale gelegt, erfolglos.
Die Verstopfung löste sich dann plötzlich von selbst.
Auch mit der Kamera konnten sie die Ursache nicht feststellen.

Nun also meine Frage:

An wen geht die Rechnung und wer zahlt?
Wie gesagt: ich habe nie was unterschrieben noch beauftragt, noch meinen Namen angegeben.

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Catslove
Status:
Praktikant
(576 Beiträge, 60x hilfreich)

Also, erst einmal würde ich der Firma mitteilen, dass es wohl zu einer Verwechslung kam und die Rechnung ja auf den Auftraggeber, Vermieter, lauten und gehen muss. Weswegen hat denn dein Freund da was unterschrieben, wenn es nicht seine Wohnung zu sein scheint?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Nina321
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Wir wohnen beide in der Wohnung. Stehen auch beide im Mietvertrag.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Catslove
Status:
Praktikant
(576 Beiträge, 60x hilfreich)

Zitat (von Nina321):
Wir wohnen beide in der Wohnung. Stehen auch beide im Mietvertrag.


Dann ist das natürlich nicht optimal, dass er unterschrieben hat. Was genau wurde unterschrieben?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102406 Beiträge, 37373x hilfreich)

Zitat (von Nina321):
ich habe nie was unterschrieben noch beauftragt, noch meinen Namen angegeben.

War offenbar gar nicht nötig
Zitat (von Nina321):
Mein Freund hat den Durchschlag unterschrieben




Zitat (von Nina321):
An wen geht die Rechnung und wer zahlt?

Kommt ganz darauf an, was auf dem Durchschlag steht den man da unterschieben hat.

Wenn das der übliche Durchschlag eines seriöse Unternehmens war, dann wäre das nur der Stundenzettel gewesen - in der anderen "üblichen" Variante wäre es das "Geständnis" des Mieters.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2171 Beiträge, 362x hilfreich)

Zitat (von Nina321):
Die Verstopfung wurde auch nicht durch uns verursacht. Wir haben die Toilette jederzeit sachgemäß benutzt.

Und wie können sie das beweisen?
Zitat (von Nina321):
Mein VM hat Handwerker beauftragt weil unsere Toilette verstopft war (irgendwo tief in den Rohren).

Offenbar ging es so schneller. Bei einer Verstopfung hat man schnell die "Überraschung" in der Wohnung haben.
Wie viele Wohneinheiten gibt es im Haus? Wer könnte außer ihnen die Verstopfung verursacht haben?
Und ja, aufgrund steigender NK kann durch Wassersparen so eine Verstopfung entstehen.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Ino75
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Und wie können sie das beweisen?


Bitte korrigieren, wenn ich falsch liege. Aber wenn der Vermieter Kosten für das Beseitigen einer Rohrverstopfung vom Mieter haben möchte, dann ist normalerweise auch der Vermieter in der Pflicht, zu beweisen, dass die Verstopfung vom Mieter verursacht wurde. Und nicht der Mieter, dass er es nicht war. Und wenn es sich auch noch um ein Mehrparteienhaus handelt, sieht es für den Vermieter leider düster aus, den Schädiger genau zu ermitteln. Besonders, wenn das Handwerksunternehmen 12,5 Meter Spirale einsetzen musste (was auf der Rechnung ganz sicher als Position auftaucht). Das ist ziemlich viel und geht in den meisten Fällen über die explizit einer Wohneinheit zuordbaren Rohre hinaus.

Zitat (von Nina321):
Die Reinigungsfirma ist ein Bekannter von ihm.


Das könnte für die Mieter in diesem Fall natürlich ungünstig sein, aber auch Richter haben tatsächlich schon von Gefälligkeitsaussagen gehört. Solange da also zusätzlich keine Bilder vorgelegt werden können, in denen ein Haufen Tampons/Binden aus der Toilette geholt wurden, würde eine Aussage des Handwerkers ggf. nicht als Beweis ausreichen. Ggf. aber schon, kommt auf den Einzelfall an.

Zitat (von Harry van Sell):
Kommt ganz darauf an, was auf dem Durchschlag steht den man da unterschieben hat.


Dem stimme ich zu. Wenn der Mieter auf diesem Durchschlag unterschrieben hat, dass er die Kosten übernimmt und die Rechnung direkt an ihn/die gemeinsam im Vertrag stehenden Mieter geschickt werden kann, ist der Drops wohl gelutscht. Wenn das nur der Stundenzettel war, dann das:

Zitat (von Catslove):
Also, erst einmal würde ich der Firma mitteilen, dass es wohl zu einer Verwechslung kam und die Rechnung ja auf den Auftraggeber, Vermieter, lauten und gehen muss.


-- Editiert von User am 07.08.2022 06:49

-- Editiert von User am 07.08.2022 06:51

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2171 Beiträge, 362x hilfreich)

@Ino75,
keine Aufregung am Sonntagmorgen.
Ist es ein Mehrfamilienhaus, schaut es ganz anders aus als bei einem Zweifamilienhaus.
Darüber wurde nichts mitgeteilt.

-- Editiert von User am 07.08.2022 07:31

0x Hilfreiche Antwort

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