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Umgang vater mit 5jähriger tochter

16. September 2022 Thema abonnieren
 Von 
linda80
Status:
Frischling
(42 Beiträge, 8x hilfreich)
Umgang vater mit 5jähriger tochter

Hallo,
Vor ein paar Jahren schrieb ich schon mal wegen Schwierigkeiten mit dem Vater unserer jetzt 5jährigen Tochter. Leider hatte sich nicht wirklich etwas geändert.
Trotz vieler Bemühungen haben wir erst diesen Sommer angefangen, dass ich mit ihr jedes 2. Wochenende an 1 Tag mit ihr zu ihm fahre. Ein weiterer vereinbarter Besuch von ihm bei uns jeden Donnerstag fand das letzte Mal Anfang August statt, jedes mal sagt er den Tag wegen migräne ab. Unsere tochter sagte jetzt sogar "das hab ich mir schon gedacht, ich bin es ja gewöhnt, ich hab mir schon eine alternative überlegt" - das tat mir im herzen weh.
Nun wollten wir morgen wieder zu ihm fahren, da schrieb er, er könne mir nicht wirklich fahrgeld geben, da es ständig regnet könnten sie sich ja 2 Filme ansehen oder ich solle bastelsachen mitbringen.
Das kann es doch nicht sein, dass das seine Vorstellung vom Umgang mit seiner Tochter ist?
Einerseits bin ich nun wütend aber auch sehr enttäuscht. Habt Ihr eine Idee, was ich machen kann. Ich hab keine Ahnung mehr, wie sich das weiter entwickeln soll.
Linda

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104156 Beiträge, 37606x hilfreich)

Zitat (von linda80):
Habt Ihr eine Idee, was ich machen kann.

Ja, es schlicht und einfach sein lassen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1391 Beiträge, 996x hilfreich)

Zitat:
Unsere tochter sagte jetzt sogar "das hab ich mir schon gedacht, ich bin es ja gewöhnt, ich hab mir schon eine alternative überlegt" - das tat mir im herzen weh.
Wer kennt sie nicht? Die Fünfjährigen, die ihr Wochenende selbst planen und dafür weit genug im Voraus denken. Bisher gab es solche Geschichten nur bei Twitter zu lesen.

Zitat:
Das kann es doch nicht sein, dass das seine Vorstellung vom Umgang mit seiner Tochter ist?
Grundsätzlich entscheidet jeder Elternteil selbst, wie er seine Zeit mit dem Kind verbringt. Filmgucken ist vielleicht nicht optimal, aber akzeptabel. Gegen das Basteln scheint nichts zu sprechen.

Vielleicht idt der Vater nicht ideal. Wer ist das schon? Vielleicht fehlen ihm auch einfach die Ideen. Sie verbringen mehr Zeit mit der Tochter. Und der Vater ist wenigstens (anders als viele anderen Väter, von denen wir hier lesen) bemüht. Machen Sie also doch dem Vater ein paar konstruktive Vorschläge. Sagen Sie ihm, was der Tochter gefällt und was sie gerne mit dem Vater geneinsam machen würde

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13863 Beiträge, 8502x hilfreich)

Aber mal grundsätzlich:
Das Holen und Zurückbringen des Kindes ist klar die Aufgabe des Umgangselternteils, hier also des Vaters.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35352 Beiträge, 13325x hilfreich)

Nun ja, dass es seine Vorstellung von Umgang ist, das kann ja sehr wohl sein, wie man sieht. Ich hab mir gerade noch mal den alten Thread angeschaut. Es hat sich also in den zwei Jahren nichts geändert. Meine Ratschläge von damals sind immer noch aktuell.

Was dazu gekommen ist, das ist, dass trotz des Alters des Kindes der Umgang immer noch zu dritt stattfindet. Das ist ein Unding, da kann sich keine Beziehung zu dem Vater aufbauen. Schon damals war ja für Dich nicht vorstellbar, dass der Vater auch nur 1,5 Stunden in einem PKW allein zum Besuch der Oma fährt. Ich konnte mir damals schon nicht vorstellen, wieso es der Vater nicht schaffen sollte, diese Strecke mit einem ordnungsgemäß gesichertem Kind im PKW zu überbrücken.

Hier ist von beiden Seiten viel schief gelaufen. Vater und Tochter hatten nie eine echte Chance. Alleine bekommt Ihr das nach so vielen Jahren nicht mehr hin. Nehmt professionelle Hilfe in Anspruch, erarbeitet gemeinsam ein Konzept, welches auch durchgezogen werden kann. Und bei diesem Umgang solltest Du nicht dabei sein, auch nicht in der Nähe wartend. Und, es geht nicht darum, ein Unterhaltungs/Bespassungsprogramm bei dem Vater durchzuziehen. Das Kind soll dort am Alltagsleben des Vaters teilnehmen.

Ich wünsche Euch, dass Ihr das jetzt endlich auf die Reihe bekommt.

wirdwerden

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#5
 Von 
linda80
Status:
Frischling
(42 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo und erstmal Danke für Eure Antworten :)
Da sind ja viele verschiedene Meinungen dabei.


Zitat (von Zuckerberg):
Wer kennt sie nicht? Die Fünfjährigen, die ihr Wochenende selbst planen und dafür weit genug im Voraus denken. Bisher gab es solche Geschichten nur bei Twitter zu lesen.

Tja, das passiert wenn sie immer wieder vergeblich gewartet hat und ich dann gesagt habe, wir suchen eine Alternative ;)

Zitat (von Zuckerberg):
Gegen das Basteln scheint nichts zu sprechen.

Dafür soll ich aber die Bastelsachen besorgen und das sehe ich nicht wirklich ein.

Zitat (von Zuckerberg):
Und der Vater ist wenigstens (anders als viele anderen Väter, von denen wir hier lesen) bemüht.

Nein, der Vater ist leider eben nicht bemüht - sämtliche Vorschläge, Veränderungsmöglichkeiten u.ä. kamen die letzten Jahre von mir. Wenn er gekommen ist, hat unsere Tochter gespielt und er hat ihr dabei zugesehen.

Zitat (von wirdwerden):
Schon damals war ja für Dich nicht vorstellbar, dass der Vater auch nur 1,5 Stunden in einem PKW allein zum Besuch der Oma fährt. Ich konnte mir damals schon nicht vorstellen, wieso es der Vater nicht schaffen sollte, diese Strecke mit einem ordnungsgemäß gesichertem Kind im PKW zu überbrücken.

Es ging um eine Fahrtstrecke von insgesamt 3 Stunden für 1 Stunde dasein - und das konnte ich mir nicht vorstellen.

Wir haben professionelle Hilfe und damit wurde der Umgang vereinbart: 1 x die Woche Nachmittags und jedes 2. Wochenende 1 Nachmittag (verschiebbar falls Migräne von Sonnabend auf Sonntag).
Das Ergebnis ist z.B. das sie sich dieses gesamtes Jahr bis Anfang Juli 13 mal gesehen haben, seid Juli fahre ich sie jedes 2. Wochenende an einem Tag zu seinem Wohnort (4 mal) und er war 1 x hier.

Natürlich müssen die beiden alleine sein: In meiner Wohnung jedoch nicht! In seinem Wohnort wollte er bisher mit ihr nur auf den Spielplatz, dann kam seine Freundin hinzu (dadurch konnten wir uns auch kennenlernen und etwas Vertrauen aufbauen).

Ich hoffe auch sehr, dass wir es endlich auf die Reihe bekommen. Ich habe aber leider nicht das Gefühl, dass er es ernsthaft möchte, er schreibt es immer nur, aber ändern oder Vorschläge von ihm kommen leider gar nicht (und ich habe bald nicht mehr die Kraft es immer und immer wieder zu versuchen).

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Lehrling
(1140 Beiträge, 93x hilfreich)

Der Vater hat kein Bock auf das Kind. Das merkt jeder.
Ich frage mich? Warum quält man das Kind weiter? Was sit der Sinn?

Signatur:

Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Manchmal ist es schön, nicht alles zu wissen.

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35352 Beiträge, 13325x hilfreich)

Bertram, ob der Vater Bock auf das Kind hat, das wissen wir nicht. Wir wissen allerdings, dass die Beiden bisher keine echte Chance hatten, es mal richtig zu versuchen, ohne Mama und ohne Bespassungsprogramm. Deshalb meine Überlegung, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, und schauen, ob sich da was aufbaut. Wenn da dann keine Regelmässigkeit mit Übernachtung rein kommt, dann stimme ich Dir zu, dann sollte man die Taue kappen.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104156 Beiträge, 37606x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Bertram, ob der Vater Bock auf das Kind hat, das wissen wir nicht.

Naja, wenn ich so lese was er macht und was er nicht macht, dann sehe ich da schon eine starke Tendenz in Richtung "kein Bock".
Ob das nun so ist weil er es bewusst so macht oder ob das medizinische Hintergründe hat, ist erst mal egal.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
linda80
Status:
Frischling
(42 Beiträge, 8x hilfreich)

Nachdem heute die Fahrt zu ihm wieder nicht möglich war (er hat wieder wegen Migräne abgesagt) werden wir es morgen nochmal probieren.
"Er hat "Bock" und vermisst sie und es tut ihm so leid, das er sie nicht sehen kann und ich weiß gar nicht wie weh das tut, das er sie nicht sehen kann und ich weiß gar nicht wie schlecht es ihm geht und und" - zumindest schriftlich (Zitate aus seinen Nachrichten). :( :(

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
linda80
Status:
Frischling
(42 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo,
nach das Treffen letzten Sonntag endlich geklappt hat, möchte der Vater nun, dass unsere Tochter mal bei ihm und seiner Freundin übernachtet.
Wenn er wieder Migräne hat würde seine Freundin unsere Tochter betreuen.
Unsere Tochter möchte aber nur dorthin wenn auch seine Freundin da ist (sie wohnt dort aber nicht offiziell und arbeitet auch).

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104156 Beiträge, 37606x hilfreich)

Zitat (von linda80):
Unsere Tochter möchte aber nur dorthin wenn auch seine Freundin da ist

Und dagegen spräche jetzt was genau?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
linda80
Status:
Frischling
(42 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo und tut mir leid, das ich erst jetzt antworte, aber meine Tochter hatte einen kleinen Unfall und war ein paar Tage im Krankenhaus.

Zitat (von Harry van Sell):
Und dagegen spräche jetzt was genau?


1. Das unsere Tochter nicht mit ihrem Vater alleine sein möchte (und er sollte ja die Bezugsperson sein)
2. Seine Freundin wohnt dort nicht und arbeitet auch - was passiert wenn er wieder Migräne hat? Beschäftigt sich unsere Tochter dann alleine?

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104156 Beiträge, 37606x hilfreich)

Zitat (von linda80):
1. Das unsere Tochter nicht mit ihrem Vater alleine sein möchte

Das ist ja nun das genaue Gegenteil von "dagegen sprechen"



Zitat (von linda80):
2. Seine Freundin wohnt dort nicht und arbeitet auch

Ja und?



Zitat (von linda80):
was passiert wenn er wieder Migräne hat? Beschäftigt sich unsere Tochter dann alleine?

Hat er doch schon geregelt
Zitat (von linda80):
Wenn er wieder Migräne hat würde seine Freundin unsere Tochter betreuen.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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