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Leistung wurde nicht erbracht, zahle Rechnung nicht, jetzt Inkasso

22. September 2022 Thema abonnieren
 Von 
Mykhailo
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Leistung wurde nicht erbracht, zahle Rechnung nicht, jetzt Inkasso

Hallo,

ich habe eine Reinigung bei einem großen Putzkraftvermittlungsportal gebucht. Es wurde null komma nichts gemacht. Die Putzkraft hat einfachnichts gemacht. Die Putzkraft habe ich direkt nicht angesprochen, sondern dann beim Portal reklamiert.
Mir wurde eine Zahlungsfrist gesetzt. Ich habe dort mehrmals angerufen, sie sagten mir immer "wir werden uns darum kümmern, jetzt müssen sie nichts zahlen, bis Sie eine Antwort bekommen". Dann wurde mir ein 50% Rabatt angeboten. Das habe ich natürlich nicht akzeptiert und habe sie erneut angeschrieben.

Jetzt kriege ich eine Mail vom Inkasso.
WICHTIG: beim Anlegen des Kontos habe ich einen falschen Namen angegeben. Der Vorname ist komplett falsch und beim Nachnamen fehlt ein Buchstabe. So z.B. aus Michael Müller ist Johannes Mülle geworden. Die Inkasso-Mail ist natürlich auch an den falschen Namen adressiert.

Was soll ich jetzt machen?

Vielen Dank!

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
3113
Status:
Praktikant
(504 Beiträge, 107x hilfreich)

Schnell zahlen

Signatur:

3113

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1852 Beiträge, 589x hilfreich)

Zitat (von Mykhailo):
Was soll ich jetzt machen?

Korrekte Daten mitteilen + Erklärung warum man falsche Daten nannte + zahlen ... Hoffen das keine Anzeige wegen Betruges erfolgt.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Mykhailo
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von 3113):
Schnell zahlen
Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Korrekte Daten mitteilen + Erklärung warum man falsche Daten nannte + zahlen ... Hoffen das keine Anzeige wegen Betruges erfolgt.


Zahlen und dann?

Wenn zu Ihnen ein Handwerker kommt, ******* baut und dann eine Rechnung zuschickt, zahlen Sie auch?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104071 Beiträge, 37591x hilfreich)

Zitat (von Mykhailo):
Wenn zu Ihnen ein Handwerker kommt, ******* baut und dann eine Rechnung zuschickt, zahlen Sie auch?

Wenn ich alles getan hätte, das ein Dritter bei dem Sachverhalt zwangläufig direkt an Betrug / Betrugsversuch denken muss, würde ich den Ball so flach wie möglich halten.



Und so etwas lebensfernes
Zitat (von Mykhailo):
Die Putzkraft habe ich direkt nicht angesprochen, sondern dann beim Portal reklamiert.

hätte ich auch nicht gemacht.



Es gibt im übrigen derzeit auch kein Recht darauf die Rechnung nicht zu zahlen.
Man hätte ein Recht auf "Reklamation" / Nachbesserung. Dazu müsste man dann allerdings erst mal nachweisen, das überhaupt ein Mangel vorliegt, der zur "Reklamation" / Nachbesserung berechtigen würde.

Dabei hat man das Problem, das diese Schilderung
Zitat (von Mykhailo):
Es wurde null komma nichts gemacht. Die Putzkraft hat einfachnichts gemacht. Die Putzkraft habe ich direkt nicht angesprochen, sondern dann beim Portal reklamiert.

nicht unbedingt die Glaubwürdigkeit stärkt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cirius32832
Status:
Master
(4629 Beiträge, 1133x hilfreich)

Zitat (von Mykhailo):
WICHTIG: beim Anlegen des Kontos habe ich einen falschen Namen angegeben


Warum?

Zitat (von Mykhailo):
Die Putzkraft habe ich direkt nicht angesprochen, sondern dann beim Portal reklamiert.


Warum?

... sorry aber so funktioniert es nunmal nicht.



-- Editiert von User am 23. September 2022 09:06

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14518 Beiträge, 5503x hilfreich)

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Hoffen das keine Anzeige wegen Betruges erfolgt.
Von einem Betrug kann hier keine Rede sein. Der Fragesteller hat niemals auch nur ansatzweise versucht sich aus der Verantwortung zu stehlen..

Zitat (von 3113):
Schnell zahlen
Warum sollte man zahlen wenn keine Leistung erfogt ist?

Zitat (von Mykhailo):
Was soll ich jetzt machen?
Die realen Daten preisgeben, der Forderung komplett widersprechen (natürlich nur wenn tatsächlich keine Leistung erfolgt ist) und die weitergabe der eigenen Daten an Auskunfteien untersagen.
Irgendwann wird dann wohl ein gerichtlicher Mahnbescheid eintrudeln. Diesem dann widersprechen. Damit es dann weitergeht muss di Gegenseite klagen. Falls dies der Fall sein wird, wird sich vor Gericht alles entscheiden.

Signatur:

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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1852 Beiträge, 589x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Von einem Betrug kann hier keine Rede sein. Der Fragesteller hat niemals auch nur ansatzweise versucht sich aus der Verantwortung zu stehlen..

Selbstverständlich. Wer Waren und/oder Dienstleistungen mit falschen Daten bestellt macht sich mindestens des Betrugsversuchs schuldig. Wird die Staatsanwaltschaft bei Bedarf dem TE gerne mitteilen, ggf auch in Form eines Strafbefehls.


0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Daskalos
Status:
Praktikant
(668 Beiträge, 135x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Warum sollte man zahlen wenn keine Leistung erfogt ist?


Wenn die Putzfrau um 13h gekommen ist und um 15h gegangen ist, geht man halt davon aus, dass sie ihre Arbeit erledigt hat. Wenn der TS ein, zwei Tage später in ein Portal etwas anderes schreibt, fragt man sich, warum er - sollte es so sein - die Putzfrau nicht angesprochen hat, sie gleich heimgeschickt bzw sofort ihren Chef verständigt hat?
Dass der TS dann noch falsche daten angegeben hatte, macht seine Aussage noch weniger glaubwürdig.
Daher: Zahlen!

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104071 Beiträge, 37591x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Der Fragesteller hat niemals auch nur ansatzweise versucht sich aus der Verantwortung zu stehlen..

Das Problem wird nur sein, den Hergang plausibel genug zu schildern, dass das einen einer glaubt. Denn der Anschein ist erstmal der des typisch betrügerischen Handelns ...


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#10
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2287 Beiträge, 375x hilfreich)

Zitat (von Mykhailo):
Es wurde null komma nichts gemacht. Die Putzkraft hat einfachnichts gemacht.

Stand sie also nur herum und drehte Däumchen? Ein Foto zur Dokumentation gibt es sicher nicht?
Warum riefen sie nicht gleich bei der Firma an, selbige hätte die Putzhilfe tel. gefragt, warum sie nicht dem Auftrag nachkommt.
Stattdessen schreiben sie erst 2 Tage später ihr Problem auf dem Portal und wundern sich nun, dass sie eine Rechnung erhalten.
Warum auch ein falscher Name? Gab es da schon den Gedanken mit der Beschwerde in der Hoffnung, sie müssen dann die Rechnung nicht bezahlen?

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(12395 Beiträge, 4117x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Die Putzkraft hat einfachnichts gemacht.
Das ist ziemlich unrealistisch, daher: Wie kannst du das beweisen?
Und was bedeutet dein "nichts" eigentlich? Wirklich nichts, oder ist nur nicht zu erkennen, dass geputzt wurde? Das eine wäre keine Leistung, das andere eine mangelhafte Leistung; und das ist ein gewaltiger Unterschied.

Zitat:
Die Putzkraft habe ich direkt nicht angesprochen,
Warum nicht?
Wie lief das denn genau ab? Hast du am Ende etwas unterschrieben (Arbeitszettel oder so)? Warst du überhaupt anwesend?

Zitat:
Dann wurde mir ein 50% Rabatt angeboten. Das habe ich natürlich nicht akzeptiert und habe sie erneut angeschrieben.
Und was kam daraufhin als Reaktion? Nur das Inkassoschreiben?
Das wäre imho nicht rechtens, die Forderung war noch gar nicht fällig, weil noch keine Einigung vorlag.

Zitat:
Was soll ich jetzt machen?
Deine Identität richtigstellen, und ansonsten die Forderung vollumfänglich bestreiten. Oder zahlen.
Mit den bisherigen Infos kann man nicht abschließend einschätzen, ob du berechtigt nicht gezahlt hast.

Zitat:
Selbstverständlich. Wer Waren und/oder Dienstleistungen mit falschen Daten bestellt macht sich mindestens des Betrugsversuchs schuldig.
Selbstverständlich stimmt das nicht.
Es gibt zahlreiche Gründe seinen richtigen Namen nicht zu nennen. Manche davon sind legal, manche nicht, aber pauschal einen Betrugsversuch in den Raum zu stellen ist einfach falsch.

Ein Punkt der gegen einen Betrug spricht ist schon mal, dass es keine rein digitale Leistung war. Die Putzkraft musste zum Ort kommen, dort vielleicht einen Schlüssel sowie Anweisungen erhalten - da kann der Auftraggeber praktisch nicht mehr unerkannt bleiben.
Außerdem stimmte der Nachname doch (bis auf einen kleinen Schreibfehler, wie er etwa am Handy andauernd vorkommt). Leider antwortet der TS ja nicht auf die Frage, warum er einen falschen namen verwendet hat.

Stefan

Signatur:

Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104071 Beiträge, 37591x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
da kann der Auftraggeber praktisch nicht mehr unerkannt bleiben.

Im Gegenteil, das kann er sogar sehr gut.
Es fehlt Dir wohl nur die dazu nötige Erfahrung und kriminelle Energie ...




-- Editiert von User am 25. September 2022 00:19

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14518 Beiträge, 5503x hilfreich)

Zitat (von Ex Inkassomitarbeiter):
Selbstverständlich. Wer Waren und/oder Dienstleistungen mit falschen Daten bestellt macht sich mindestens des Betrugsversuchs schuldig.
Wie kommst du auf diese Aussage. DIese kannst du doch sicher belegen?

Signatur:

Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13837 Beiträge, 8495x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Wie kommst du auf diese Aussage. DIese kannst du doch sicher belegen?

Das ist die sogenannte "Schadensgleiche Vermögensgefährdung".
Hatten wie hier schon oft.

Kunde täuscht den Anbieter mit falschem Namen. Der Anbieter erbringt die Dienstleistung, weil er davon ausgeht einen durchsetzbaren Zahlungsanspruch gegenüber die Peson mit dem angegebenen Namen zu haben. Durch den falschen Namen ist der Zahlungsanspruch aber nicht oder nur erschwert durchsetzbar. Der Anbieter irrt also über die "Werthaltigkeit" des Zahlungsversprechens.

Damit sind die drei Merkmale des Betrugs erfüllt:
Täuschung (des Kunden bezüglich des Namens), Irrtum (des Anbieters bezüglich des Zahlungsanspruchs) und Vermögensverfügung (Anbieter erbringt kostenpflichtige Dienstleistung, die er nicht erbracht hätte, wenn er von der Täuschung gewusst hätte)

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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