Reiseveranstalter hat Reiseunterlagen mit falschen Flugzeiten zugeschickt

14. November 2022 Thema abonnieren
 Von 
amz620586-41
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Reiseveranstalter hat Reiseunterlagen mit falschen Flugzeiten zugeschickt

Hallo liebe Reisende,

ich habe da ein kleines Problem.
Meine Eltern, ich und meine Schwester haben über einen Veranstalter eine Kreuzfahrt gebucht. Im Paket war der Flug, Zug zum Flug, Transfer Flughafen-Schiff und die Kreuzfahrt selbst dabei.

Der Veranstalter hat uns auch die Reiseunterlagen rechtzeitig zuerst per Mail und dann auch per Post zugeschickt. Per Post kamen die Unterlagen einen Tag vor Abreise an, was an sich eh egal war, weil wir die gleichen Unterlagen per Mail bereits 2 Wochen erhalten haben.

Als wir am Flughafen angekommen sind und einchecken wollten, wurde uns das verweigert, weil keine Reservierung auf unseren Namen für diesen Flug vorlag.
Am Schalter der Fluggesellschaft wurde uns mitgeteilt, dass unser eigentliche Flug erst 3 Stunden später stattfinden soll. Ich habe direkt bei dem Veranstalter angerufen. Dieser meinte, dass der ursprüngliche Flug laut ihrem System so richtig ist und der Fluggesellschaft einen Fehler unterlaufen ist und dass sie gleich klären werden. Ich bin auch ca. 20 Minuten später vom Veranstalter angerufen worden mit der Information, dass es jetzt geklärt ist und wir den ursprünglichen Flug nehmen können.

Wir sind alle nochmal zum Schalter und haben von mal die Info erhalten, dass wir erst mit dem Flug 3 Stunden später abfliegen können. Der Mitarbeiter der Fluggesellschaft auch auch gefragt welche Zeiten wir denn bei dem Rückflug haben, die sich dann auch nicht übereinstimmend mit unseren Reiseunterlagen ergeben haben.
Dass der Hinflug sich um 3 Stunden verspätet hat, war für uns nicht schlimm, da für den Tag eh nichts geplant war. Dass der Rückflug aber mehr als 5 Stunden später sein sollte, war aus 2 Gründen ein Problem:
- Keine Z***erbindung nach Hause, weil nachts keine Züge fahren
- Meine Schwester musste am nächsten Tag wieder zur Arbeit, was das Problem Nr.1 verschlimmert.
Also haben wir nochmal den Veranstalter angerufen und nochmal nach den Flugzeiten gefragt. Laut dem System waren die Zeiten in den Reiseunterlagen richtig. Der Reiseveranstalter hat versprochen sich um den Rückflug zu kümmern und wir sind mit einer "Verspätung" von 3 Stunden abgeflogen.

Da wir eine Kreuzfahrt gemacht haben, hatten wir keine Internetverbindung auf dem Schiff. d.h. ich bin immer wenn wir am Land waren auf die Jagt nach W-Lan gegangen und habe per Email mit dem Veranstalter kommuniziert. Jedes mal wurde mir gesagt, dass man an dem Problem dran ist, es aber noch keine Lösung gibt. Während des letzten Landganges habe ich nochmal eine Email geschrieben mit der Aufforderung geschrieben, dass ich heute eine endgültige Antwort wegen des Fluges brauche. Als Alternative habe ich dem Veranstalter angeboten und entweder einen Transfer zu uns nach Hause zu organisieren oder ein Hotelzimmer zu buchen, damit wir am nächsten Tag mit dem Zug nach Hause fahren können, falls es mit dem ursprünglichem Flug nicht klappen sollte.
Als Antwort kam, dass die Kreuzfahrtgesellschaft (?? also doch nicht die Fluggesellschaft) bisher die Flüge nicht ändern konnten und ich soll mich bitte am Schalter des Kreuzfahrtschiffes nochmal deswegen melden. Ich muss zugeben, dass ich mich in dem Moment allein gelassen gefüllt habe. Zu einem war es unsere erste Kreuzfahrt und wir die Abläufe noch nicht gekannt haben und zum anderen, weil der Reiseveranstalter eine Woche Zeit gehabt hat das Problem zu lösen und mich dann einfach an die Rezeption weitergeleitet hat.

Ich bin dann zur Rezeption hin und sie meinten, dass die späteren Abflugzeiten so an meinen Reiseveranstalter rausgegangen sind und nicht nachvollziehen können warum wir die falschen Zeiten erhalten haben. Zudem habe die Kreuzfahrtgesellschaft unserem Reiseveranstalter angeboten die Flugzeiten gegen eine Gebühr von ca. 700€ p.P zu ändern, was vom Reiseveranstalter abgelehnt wurde.

Die Rezeption hat mir auch einen Anruf zu meinem Reiseveranstalter gewährt, was ich danken annahm. Der Mitarbeiter meinte, auf meinen Vorschlag hin uns doch ein Taxi bereitzustellen, nur, dass er nichts machen kann, da es Samstag ist und niemand da ist der das entscheiden kann und ich soll ein Taxi auf unsere kosten nehmen und evtl. wird dieser Betrag erstattet. Somit war für mich der Rest der Reise gelaufen. Während alle tollen Urlaub hatten, bin ich dem Veranstalter hinterher gelaufen und wurde dann doch allein gelassen. Während alle anderen schöne Landausflüge hatten bin ich der Möglichkeit online zu gehen nachgelaufen (Die Stopps waren zum Teil außerhalb EU) und habe nur auf mein Handy gestarrt mit der Hoffnung eine Email vom Veranstalter zu erhalten.

Wir sind dann mit dem Flug 5 Stunden später nach Deutschland geflogen und sind mit der Bahn so weit wie möglich Richtung nach hause gefahren und haben dann ein Taxi genommen (da wir immer noch annehmen, dass die Taxikosten nicht erstattet werden, haben wir versucht diese so gering wie möglich zu halten).

Und jetzt die eigentliche Frage: welche Ansprüche habe ich denn genau? Die Flüge sind ja an sich pünktlich abgeflogen. Es liegt kein Verschulden der Fluggesellschaft oder der Kreuzfahrtgesellschaft vor. Der Reiseveranstalter trägt die alleinige Schuld. Wenn wir die richtigen Abflugzeiten erhalten hätten, wären wir mit dem Auto zum Flughafen gefahren und es wäre alles bestens.
- Ich will auf jeden Fall die Taxikosten von 180€ erstattet bekommen.
- habe ich Anspruch auf Erstattung der Verpflegung am Flughafen auf der Hinreise? Und wie viel? Die Belege haben wir leider nicht behalten.
- Habe ich Anspruch auf Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude, weil ich die ganze Zeit versucht habe den Reiseveranstalter zu kontaktieren und deswegen permanent gestresst war?
- Hat meine Schwester Anspruch auf Entschädigung für alle vertanen Urlaubstage? Wegen der späten Heimreise gegen 3 Uhr nachts musste sie noch einen Urlaubstag extra nehmen.

Würde mich über eure Antworten sehr freuen.

P.S. meine Leertaste scheint zu spinnen, kann sein, dass ich viele Leerzeichen drin habe.

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107902 Beiträge, 38086x hilfreich)

Zitat (von amz620586-41):
ich bin immer wenn wir am Land waren auf die Jagt nach W-Lan gegangen

Zitat (von amz620586-41):
weil ich die ganze Zeit versucht habe den Reiseveranstalter zu kontaktieren und deswegen permanent gestresst war?

Auf welchem abgewracktem Seelenverkäufer war man denn da, das die kein WLAN an Bord hatten?



Zitat (von amz620586-41):
Wenn wir die richtigen Abflugzeiten erhalten hätten, wären wir mit dem Auto zum Flughafen gefahren

Mietwagen für die Rückfahrt buchen war warum genau nicht möglich?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
amz620586-41
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Auf welchem abgewracktem Seelenverkäufer war man denn da, das die kein WLAN an Bord hatten?

Internet kostet 100€ pro Woche pro Gerät. Außerdem war die Reise als Familienurlaub geplant d.h. Zeit, die man mit der Familie verbringt und nicht mit dem Mobilgerät.

Zitat (von Harry van Sell):
Mietwagen für die Rückfahrt buchen war warum genau nicht möglich?


Es war so kurzfristig nicht möglich ein Auto für 4 Personen und 4 Koffer zu bekommen. 2 Tage vor Rückflug war die Hoffnung noch da, dass der Veranstalter es doch noch hinbekommt die aus den Reiseunterlagen ersichtliche Zeiten anzubieten. Nach dem Anruf vom Schiff aus, hat sich diese Hoffnung in Luft ausgelöst.


Ich würde mich übrigens auch über konstruktive Beiträge Ihrerseits freuen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107902 Beiträge, 38086x hilfreich)

Zitat (von amz620586-41):
Internet kostet 100€ pro Woche pro Gerät.

Ok, es wäre also einfach gewesen Internet zur Kommunikation zu bekommen.



Zitat (von amz620586-41):
Außerdem war die Reise als Familienurlaub geplant d.h. Zeit, die man mit der Familie verbringt und nicht mit dem Mobilgerät.

Stattdessen hechelt man alleine an Land durch die Gegend um Hotspots zu finden?

E-Mails kann man auch über das Smartphone senden / abrufen.


Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude sehe ich unter den Umständen bei 0,0 EUR.
Aber man kann da durchaus erst mal was ansetzen, da kann man sich dann runterhandeln lassen.



Zitat (von amz620586-41):
Es war so kurzfristig nicht möglich ein Auto für 4 Personen und 4 Koffer zu bekommen.

Dann wäre das Taxi kein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht.



Zitat (von amz620586-41):
Hat meine Schwester Anspruch auf Entschädigung für alle vertanen Urlaubstage?

Welche Tage konkret waren das und warum konkret waren diese vertan?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
amz620586-41
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Welche Tage konkret waren das und warum konkret waren diese vertan?

Es wäre der Tag der Heimreise bzw. nach der Heimreise. Wir sind erst kurz vor 2 Uhr in der Nacht bei mir zu Hause angekommen und sie hätte noch über eine Stunde weiter fahren müssen. Sie hat dann einen extra Tag Urlaub genommen.

Zitat (von Harry van Sell):
Ok, es wäre also einfach gewesen Internet zur Kommunikation zu bekommen.

Wenn Sie es sich leisten können 100€ für paar Emails zu bezahlen, freut es mich sehr.

Zitat (von Harry van Sell):
Stattdessen hechelt man alleine an Land durch die Gegend um Hotspots zu finden?

E-Mails kann man auch über das Smartphone senden / abrufen.


Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude sehe ich unter den Umständen bei 0,0 EUR.
Aber man kann da durchaus erst mal was ansetzen, da kann man sich dann runterhandeln lassen.


Ich kann bestimmt alle meine Quallen, die ich auf dieser Reise erlebt habe sehr bildlich und detailliert auf mehreren Seiten beschreiben. Und die von meinen Eltern, die beide Mitte Sechzig sind und sich auf Ihre erste Kreuzfahrt und auf die erste Reise seit Corona gefreut haben und dabei so extrem von der Reiseleitung im Stich gelassen wurden. Es muss ja niemand wissen, dass es meinen Eltern egal war und ich die Emails bei einem Kaffee in einem schönen Café mit Meerblick geschrieben habe. Ich fühle mich vom Reiseveranstalter verarscht und will sie bluten sehen. Deswegen will ich auch alle möglichen Ansprüche geltend machen und mich dann evtl. runterhandeln. Dafür muss ich aber zuerst wissen was möglich ist. Die 180 € für das Taxi will ich auf jeden Fall erstatten bekommen. Kann ich die Verpflegung am Tag des Hinfluges geltend machen, obwohl ich keine Belege habe? Habe nämlich zu dem Zeitpunkt gedacht, dass es noch gut ausgehen wird und wir die Belege nicht benötigen werden.

Meine Schwester hatte aber wirklich Stress mit dem Arbeitgeber wegen dem extra Urlaubstag.

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#5
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4956 Beiträge, 1921x hilfreich)

Zitat:
Ich kann bestimmt alle meine Quallen, die ich auf dieser Reise erlebt habe sehr bildlich und detailliert auf mehreren Seiten beschreiben. Und die von meinen Eltern, die beide Mitte Sechzig sind und sich auf Ihre erste Kreuzfahrt und auf die erste Reise seit Corona gefreut haben und dabei so extrem von der Reiseleitung im Stich gelassen wurden. Es muss ja niemand wissen, dass es meinen Eltern egal war und ich die Emails bei einem Kaffee in einem schönen Café mit Meerblick geschrieben habe. Ich fühle mich vom Reiseveranstalter verarscht und will sie bluten sehen. Deswegen will ich auch alle möglichen Ansprüche geltend machen und mich dann evtl. runterhandeln. Dafür muss ich aber zuerst wissen was möglich ist. Die 180 € für das Taxi will ich auf jeden Fall erstatten bekommen. Kann ich die Verpflegung am Tag des Hinfluges geltend machen, obwohl ich keine Belege habe? Habe nämlich zu dem Zeitpunkt gedacht, dass es noch gut ausgehen wird und wir die Belege nicht benötigen werden.

Meine Schwester hatte aber wirklich Stress mit dem Arbeitgeber wegen dem extra Urlaubstag.


Fassen wir zusammen: Sie sind eine Drama-Queen!

Zitat:
Als wir am Flughafen angekommen sind und einchecken wollten, wurde uns das verweigert, weil keine Reservierung auf unseren Namen für diesen Flug vorlag.


Beim Online-Checkin ist dieser Fehler nicht aufgefallen?


Zitat:
Während alle anderen schöne Landausflüge hatten bin ich der Möglichkeit online zu gehen nachgelaufen (Die Stopps waren zum Teil außerhalb EU) und habe nur auf mein Handy gestarrt mit der Hoffnung eine Email vom Veranstalter zu erhalten.


Wie naiv sind Sie eigentlich?

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#6
 Von 
amz620586-41
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Fassen wir zusammen: Sie sind eine Drama-Queen!


Ich will das Maximum für mich ausschlagen. Wie Sie mich dabei nennen ist mir recht gleichgültig.
Wäre es ein Verschulden der Fluggesellschaft hätte ich Anspruch auf 450€ pro Strecke p.P. Da aber der Reiseveranstalter den Fehler gemacht hat, habe ich Anspruch auf gar nichts. Das ist schon eine spürbare Differenz.
Zitat (von vundaal76):
Beim Online-Checkin ist dieser Fehler nicht aufgefallen?

Da wir Gepäck dabei hatten und eh zum Schalter mussten, haben wir auch kein Online Check In gemacht.

Zitat (von vundaal76):
Wie naiv sind Sie eigentlich?


Erläutern Sie bitte diese Aussage. Am besten auch von der rechtlichen Seite, da es sich hier ja um einen Rechtsforum handeln soll.


Eine kurze Randnotiz:
Ich würde mich selbst nicht als Vielflieger bezeichnen, es ist nur meine vierte Flugreise dieses Jahr gewesen. Es ist auch nur die dritte Pauschalreise in den letzten 20 Jahren gewesen. Ich plane meinen Urlaub gerne selbst, weil ich dann das Maximum rausholen kann und wirklich das sehe was ich sehen will. Wenn ich bei der Planung Fehler mache, dass bade ich diese auch aus. In diesem Fall trifft mich kein Selbstverschulden. Im Nachhinein mir vorzuwerfen was man hätte besser machen können bringt mich im Moment auch nicht weiter.
Ich würde gerne Antworten auf meine Fragen haben. Bemerkungen über meine Charaktereigenschaften tendieren mich da eigentlich gar nicht,

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4956 Beiträge, 1921x hilfreich)

Zitat:
Am besten auch von der rechtlichen Seite, da es sich hier ja um einen Rechtsforum handeln soll.


Sie haben hier keinen monetären Anspruch gegenüber dem Reiseveranstalter.

Zitat:
Erläutern Sie bitte diese Aussage.


Die Pandemie scheinen Sie wohl nicht mitbekommen zu haben. Wer heutzutage in den Urlaub fliegt, muss einfach damit rechnen, dass was schiefgeht (insb. in Bezug auf die Flüge, als Teil einer Pauschalreise).

1. Man bleibt ruhig;
2. Man lässt sich dadurch nicht den Urlaub vermiesen;
3. Man beisst dann eben eine kurze Zeit (späte Ankunft des Rückflugs) in den Sauren Apfel;
4. Man sollte sich bei Störungen einen Plan B parat halten, z.B. die Selbstbuchung eines Ersatzflugs bei einer Flugplanänderung; Dann könnten sie oft eben die Kosten der Selbstbuchung bei der Fluggesellschaft im nachhinein geltend machen;

-- Editiert von User am 15. November 2022 15:03

-- Editiert von User am 15. November 2022 15:05

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
amz620586-41
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Sie haben hier keinen monetären Anspruch gegenüber dem Reiseveranstalter.


Danke
Zitat (von vundaal76):
Wer heutzutage in den Urlaub fliegt, muss einfach damit rechnen, dass was schiefgeht (insb. in Bezug auf die Flüge, als Teil einer Pauschalreise).

Ich glaube, dass es genau das ist was mich am meisten stört. Es gab keine Probleme mit dem Flug oder der Kreuzfahrt an sich. Der Flug war nicht verspätet, er war sehr pünktlich und angenehm. Nur haben wir die falschen Zeiten erhalten. Hätte man uns auch nur einen Tag vor Abflug informiert, dass die Abflugzeiten sich geändert haben, wäre das auch kein Problem. Dann hätten wir auch umplanen können und wären mit dem Auto gekommen. Es ist eher so, dass der Reiseveranstalter gar nicht mitbekommen hat, dass ihm ein Fehler unterlaufen ist und als es dann eindeutig war, wir einfach allein gelassen wurden.

P.S. der Urlaub war bis auf die Unannehmlichkeit mit dem Rückflug sehr schön. Ich werde auf jeden Fall nochmal auf eine Kreuzfahrt gehen, nur werde ich diesmal alles selber planen und buchen.

Vielen Dank an alle Beteiligten. Ich versuche jetzt mein Glück bei dem Reiseveranstalter.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
drkabo
Status:
Wissender
(14339 Beiträge, 8631x hilfreich)

Das Pauschalreiserecht sieht für Verspätungen von >4 Stunden eine Entschädigung von 5% des Tagesreisepreises vor.
Die Rechtsprechung geht davon aus, dass die Urlaubsqualität an den übrigen Tagen nicht beeinträchtigt ist, wenn die Fl***erspätung nur auf der Rückreise auftritt. (Auf dem Hinflug betrug die Verspätung "nur" 3 Stunden, die zählt also nicht.)
Also: Reisepreis geteit durch die Anzahl der Tage und davon 5% - das wird noch nichtmal ansatzweise die Taxikosten decken.

Aber weitergehende Ansprüche sehe ehrlich gesagt auch nicht.

Das Risko, nicht pünktlich zur Arbeit zu erscheinen, trägt in Deutschland der Arbeitnehmer. Deshalb sehe ich keine Grundlage für eine Erstattung der Taxikosten bzw. des zusätzlichen Urlaubstages Ihrer Schwester.

Verpflegungskosten auf dem Hinflug sind auch nicht zu ersetzten: Die Fluglinie muss nicht, weil ihr Flug ja pünktlich war und der Reiseveranstalter muss nicht, weil Verspätungen bis 4 Stunden entschädigungslos hinzunehmen sind.

Und entgangene Urlaubsfreude während der Kreuzfahrt: Wie erwähnt wird vor Gericht davon ausgegangen, dass bei einer Verspätung der Rückreise nur der Rückreisetag beeinträchtigt ist - aber nicht die Tage davor.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(15127 Beiträge, 5599x hilfreich)

Ich sehe das völlig anders als meine Vorposter. Die bestätigten Flüge konnten nicht genutzt werden. Der Urlaub stand immer unter dem Zwang valide Informationen über die Rückreise bekommen zu können. Das ist kein Urlaub, das ist Stress. Ich sehr hier durchaus gute Chance auf eine gute Erstattung. Man sollte dies allerdings einen auf Reiserecht spezialisierten Anwalt übertragen.

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Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107902 Beiträge, 38086x hilfreich)

Zitat (von amz620586-41):
Ich will das Maximum für mich ausschlagen. Wie Sie mich dabei nennen ist mir recht gleichgültig.

Ist halt nur dumm wenn dabei die Glaubwürdigkeit schneller sinkt als die Aktie der Wirecard AG ...
Wenn man seine Unfähigkeit mit allgemeinen Tätigkeiten des täglichen Lebens dermaßen postuliert, macht man sich eher lächerlich als das man als ernstzunehmender Kunde wahrgenommen wird.

Aber jeder ist frei darin seine eigene Taktik zu verfolgen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#12
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(15127 Beiträge, 5599x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn man seine Unfähigkeit mit allgemeinen Tätigkeiten des täglichen Lebens dermaßen postuliert
Davon kann ich hier nichts lesen.

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