Umgang Großvater verweigern möglich?

27. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
angle07
Status:
Schüler
(437 Beiträge, 87x hilfreich)
Umgang Großvater verweigern möglich?

Hallo,

angenommen es hat nur ein Elternteil das Aufenthaltsbestimmungsrecht, aber beide Elternteile haben das Sorgerecht.
Das Kind (4 Jahre alt) lebt beim Elternteil mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht. Der andere Elternteil möchte aber nicht, dass das Kind Umgang mit dem Großvater hat, da dieser stark Drogenabhängig ist und auch in seinem Rausch das Kind mit dem Auto abholt.
Hat dieser Elternteil eine Chance das Umgangsrecht zu verweigern bzw. zu untersagen?

LG
Angela

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(975 Beiträge, 107x hilfreich)

Zitat (von angle07):
Der andere Elternteil möchte aber nicht, dass das Kind Umgang mit dem Großvater hat, da dieser stark Drogenabhängig ist und auch in seinem Rausch das Kind mit dem Auto abholt.


Ich weiß nicht, welcher von den Elternteilen du bist, aber es sollte im Interesse von euch beiden sein, dass euer Kind nicht von seinem berauschten Großvater im Auto mitgenommen wird.

Zitat (von angle07):
Hat dieser Elternteil eine Chance das Umgangsrecht zu verweigern bzw. zu untersagen?


Gut möglich, ein Kontaktverbot gerichtlich durchzusetzen...denn das (s.o.) dient vermutlich nicht dem Kindeswohl.

-- Editiert von User am 27. November 2023 14:37

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#2
 Von 
angle07
Status:
Schüler
(437 Beiträge, 87x hilfreich)

Ich bin weder noch.
Es geht aber um den Elternteil, der nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat.

Der Elternteil mit dem Recht besteht auf den Umgang mit dem Großvater (um Freizeit zu haben, Kindeswohl ist egal)..

Es geht also darum, ob der andere Elternteil überhaupt eine Chance hat gehört zu werden.

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5864x hilfreich)

Zitat (von angle07):
Es geht also darum, ob der andere Elternteil überhaupt eine Chance hat gehört zu werden.
Ja natürlich. Wir sind hier im Bereich der Kindswohlgefährdung. Das Elternteil ohne Aufenthaltsbestimmungsrecht kann hier gegen das Elternteil mit diesem Recht gerichtlich vorgehen weil das Elternteil mit dem Recht das Kindswohl gefährdet indem es zulässt, dass der berauschte Großvater das Kind mit dem Auto abholt.

Signatur:

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#4
 Von 
angle07
Status:
Schüler
(437 Beiträge, 87x hilfreich)

Das geht dann wieder nur gerichtlich?
Was für ein Antrag muss da gestellt werden?

Holt das Gericht Beweise ein?

In der Vergangenheit war es so, dass es das Gericht nicht interessiert hat, was mit dem Kind ist.

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#5
 Von 
smogman
Status:
Student
(2754 Beiträge, 903x hilfreich)

Das Familiengericht kann das Umgangsrecht einschränken oder ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Es handelt sich bei Kindeswohlgefährdungen um gerichtliche Amtsermittlungsverfahren. Es reicht also bereits der bloße Hinweis an das Familiengericht. Man muss dazu keinen Antrag stellen oder gegen den anderen Elternteil vorgehen. Den Hinweis kann auch der Nachbar erteilen.

Zitat (von angle07):
Der andere Elternteil möchte aber nicht, dass das Kind Umgang mit dem Großvater hat, da dieser stark Drogenabhängig ist und auch in seinem Rausch das Kind mit dem Auto abholt.
Das ist allerdings etwas unverständlich. Wenn der Opa im offensichtlichen Rausch bei mir ankommt, lässt man ihn mit leerem Auto wieder nach Hause fahren oder ruft die Polizei, wenn er Stress macht. Das Kind würde ich selbst zum anderen Elternteil bringen und die Situation ansprechen. Passiert das ein zweites Mal, würde das Kind in meinem Haushalt verbleiben, bis die Situation durch Gerichtsbeschluss geklärt ist.

Der andere Elternteil ist bei Einverständnis über diese gefährdende Situation ggf. gar nicht in der Lage, das Sorgerecht für das Kind auszuüben. Da man selbst aber schon mal gerichtlich das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen bekommen hat, sollte die Geschichte dann besser auch der Wahrheit entsprechen.

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#6
 Von 
smogman
Status:
Student
(2754 Beiträge, 903x hilfreich)

Zitat (von angle07):
Holt das Gericht Beweise ein?
Wenn es das für die Entscheidung für notwendig hält, ja.

Zitat (von angle07):
In der Vergangenheit war es so, dass es das Gericht nicht interessiert hat, was mit dem Kind ist.
Das darf doch erheblich bezweifelt werden und entspricht wohl eher der subjektiven Einschätzung des dir bekannten Menschen. Wer mit einer Entscheidung des Gerichts nicht zufrieden ist und diese für falsch hält, kann Rechtsmittel einlegen.

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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38172 Beiträge, 13938x hilfreich)

Es ist mir alles hier zu schwammig. Grundsätzlich haben Kinder auch das Recht, mit Großeltern zu verkehren und umgekehrt auch. Allerdings ist dieses Recht schwächer ausgeprägt als das von Elternteilen, die nicht mit ihren Kindern zusammen leben. Allerdings langt allein die Tatsache, dass jemand ein Suchtproblem hat, nicht aus, um den Umgang mit einem Kind zu verhindern. Wir haben ja auch abhängige Eltern, bei denen die Kinder trotzdem leben. Man müsste schon etwas mehr konkretes, "anfassbares" haben, um hier vortragen zu können, dass es nicht gut für das Kindeswohl ist, wenn Großvater und Enkelkind miteinander verkehren. Das Familiengericht hat zwar einen (eingeschränkten) eigenen Ermittlungsauftrag; allerdings langen Vermutungen ohne irgend etwas konkretes nicht aus.

wirdwerden

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#8
 Von 
angle07
Status:
Schüler
(437 Beiträge, 87x hilfreich)

Danke euch für die Antworten.

Ist alles nicht so einfach. Habe es hautnah erlebt.
Es gibt illegal angefertigte Beweise, die beweisen wie die Mutter mit dem Kind umgeht.
Das Kind selbst will nicht mal zur Mutter. Jugendamt und Beistand haben aber bezeugt, dem Kind fehlt es an nichts.
Vater wollte das Aufenthaltsbestimmungsrecht haben um das Kind zu sich zu holen. Scheiterte leider durch gewisse Punkte (eigener Anwalt unterstützte nicht richtig, etc) an diesem Vorhaben.
Der Anwalt kam mit dem Antrag auf ein Gutachten nicht weiter. Gericht beschloss einfach, ohne weitere Anhörung und ohne jegliches Gutachten.
Stellungnahme vom Vater (vor dem Beschluss, über 10 Seiten) wurde auch nicht mehr beachtet.

Jeder schüttelt nur den Kopf. Das Kind muss dennoch bei der Mutter verbleiben. Der Vater soll sein Umgangsrecht wahrnehmen, wird andernfalls dazu gezwungen, damit die Mutter regelmäßig frei hat, da das Kind unter erheblichen Einschränkungen leidet.

Schwierig alles in einem kurzen Stück zusammenzufassen.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38172 Beiträge, 13938x hilfreich)

@angle: es geht hier in Deiner Anfrage nicht um die Mutter/Kindbeziehung. Da gibt es ein abgeschlossenes Gerichtsverfahren. Deshalb dazu nur ganz kurz. Das Gericht ist nicht verpflichtet, einen Gutachter beizuziehen. Ein Begutachtungsbedarf scheint hier ja nicht vorhanden gewesen zu sein. Und 10 Seiten Stellungnahme - das dürfte den Richter sehr nachdenklich gestimmt haben - und zwar nicht zu Deinen Gunsten. Und man sollte wirklich in so Fällen immer den Sachvortrag dem Fachmann, also seinem Anwalt überlassen und das Gericht nicht zumüllen.

Und jetzt willst Du keinen Umgang? Was ist das denn? Ist doch prima, dass Du das Kind regelmäßig siehst. Baue eine gute Beziehung zum Kind auf, lass es an Deinem Leben teilhaben. Oder siehst Du das Kind nur als Instrument, um die Mutter zu gängeln und zu ärgern? Dieser Eindruck könnte nach Deinen letzten Sätzen durchaus entstehen.

Nun zum Umgang mit dem Großvater: da hast Du auch nach meinem Hinweis hier nichts Substantiiertes rüber gebracht. Allgemeine Unmutsäußerungen - auch über 10 Seiten - ersetzen keine saubere Argumentation/keinen sauberen Sachvortrag.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6217 Beiträge, 1490x hilfreich)

Zitat (von angle07):
Das Kind (4 Jahre alt) lebt beim Elternteil mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht. Der andere Elternteil möchte aber nicht, dass das Kind Umgang mit dem Großvater hat, da dieser stark Drogenabhängig ist und auch in seinem Rausch das Kind mit dem Auto abholt.
Hat dieser Elternteil eine Chance das Umgangsrecht zu verweigern bzw. zu untersagen?

Die Eltern können das nicht, aber das Familiengericht kann es, wenn der Umgang mit dem Großvater das Kindeswohl gefährdet.

Die Kindeswohlgefährdung durch den nicht fahrtüchtigen Großvater ließe sich allerdings einfach dadurch beseitigen, daß das Kind nicht vom Großvater gefahren wird, sondern von einer fahrtüchtigen Person, und weitere eventuelle Gefährdungen wären abwendbar, wenn das 4jährige Kind nicht allein mit dem Großvater ist.

Das grundsätzliche Umgangsrecht, das Großeltern mit ihren Enkeln haben (und Enkel mit ihren Großeltern!), muss ja nicht unbegleitet wahrgenommen werden.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118645 Beiträge, 39613x hilfreich)

Zitat (von angle07):
da dieser stark Drogenabhängig ist und auch in seinem Rausch das Kind mit dem Auto abholt.

Nun, ein Tipp zur Rechten Zeit an die zuständige Polizei - und zumindest die Rauschfahrten dürften beendet sein.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38172 Beiträge, 13938x hilfreich)

Harry, das ging mir auch durch den Kopf. Da der Umgang Großvater/Enkelkind allerdings nicht in der Umgangszeit des Fragestellers stattfinden dürfte, weiß er doch gar nicht, ob und wann der Großvater mit seinem PKW unterwegs ist.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118645 Beiträge, 39613x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
weiß er doch gar nicht, ob und wann der Großvater mit seinem PKW unterwegs ist.

Wäre es mein Kind, wüsste ich das Problem zu lösen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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