Reparaturkosten Warmwasseranschluss

17. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Bibi@123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Reparaturkosten Warmwasseranschluss

Hallo zusammen,
es geht darum das ich jetzt 10 Monate nach Beendigung des Mietvertrages eine Rechnung vom Vermieter bekommen habe das ich die Reparatur des Wasseranschlusses zahlen soll.
Im Detail: Wohnungsübergabe ohne Mängel, leider kein Abnahmeprotokoll. Rechnung vom 04.09.2023, Rechnung wurde auf den neuen Mieter
geschrieben. Der neuer Mieter wohnte bereis zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung. Küche vom neuen Mieter war da bereits eingebaut. Vermieter will das ich die Rechnung bezahle sonst bekomme ich weder das Guthaben der Nebenkostenabrechnung noch die Kaution zurückerstattet. Wie sieht die rechtliche Lage aus? Muss ich das bezahlen oder muss ich rechtliche Schritte deswegen einleiten
Vielen lieben Dank für die Antworten

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6538 Beiträge, 2326x hilfreich)

Frage nicht zu beantworten, da Sachverhalt mangelhaft.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#2
 Von 
Bibi@123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Sachverhalt ist dieser, das der alte vermieter mir Reparaturkosten auferlegen möchte obwohl die Wohnung ohne Mängel übergeben wurde.

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#3
 Von 
Solan196
Status:
Junior-Partner
(5053 Beiträge, 608x hilfreich)

Warum sollst denn du das bezahlen?

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#4
 Von 
Bibi@123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Angeblich haben wir die Küchenamatur, also den Anschluss, unsachgemäß ausgebaut. Ich muss dazu sagen der Anschluss ist 30 Jahre alt. Aber seltsamerweise wurde er erst repariert als der neue Mieter seine Küche bereits aufgebaut hatte. Steht auch in der Rechnung drin, Küchenschrank demontiert und wieder montiert.

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#5
 Von 
Solan196
Status:
Junior-Partner
(5053 Beiträge, 608x hilfreich)

Dir steht am Schluss immer frei, die Kaution und die Gutschrift einzuklagen.

Ich kenne die Gegebenheiten nicht, du bist seit Juni 2023 da raus? Dann wird es imho auch für den VM schwierig hier dich als Schadensverursacher festzunageln. Meine Einschätzung basiert aber nur auf deiner recht übersichtlichen Schilderung.

-- Editiert von User am 17. Februar 2024 10:48

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#6
 Von 
Bibi@123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Aus der Wohnung sind wir seit 01.05.2023 raus. Wunderlich ist das die Rechnung auch auf den Namen des neuen Mieters läuft und diese zum 04.09.2023 ausgestellt wurde.

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#7
 Von 
cauchy
Status:
Gelehrter
(10015 Beiträge, 4509x hilfreich)

Wer der Verursacher ist, ist tatsächlich irrelevant. 6 Monate nach Rückgabe verjähren die Ansprüche des Vermieters wegen Schäden an der Mietsache. Er darf danach auch nicht mehr aufrechnen, sofern er nicht innerhalb der 6 Monate eine konkrete Geldforderung an den ehemaligen Mieter gestellt hat oder dieser anderswie den Schaden anerkannt oder rechtswirksam auf die Einrede der Verjährung verzichtet hat.

Der Darstellung nach ist nichts davon passiert. Daher würde ich den Vermieter nur kurz auf die Verjährung hinweisen und ihm mitteilen, dass bei einer Aufrechnung mit der Kaution bzw. mit einem Nebenkostenguthaben eine Klage eingereicht wird. Warum ist die Kaution eigentlich noch beim Vermieter? Die wäre spätestens 6 Monate nach Rückgabe der Mietsache abzurechnen gewesen.

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#8
 Von 
Solan196
Status:
Junior-Partner
(5053 Beiträge, 608x hilfreich)

Zitat (von Bibi@123):
Aus der Wohnung sind wir seit 01.05.2023 raus


Und zu wann wurde der Mietvertrag beendet?

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#9
 Von 
Bibi@123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Und zu wann wurde der Mietvertrag beendet?

Zum 01.05.2023

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#10
 Von 
Solan196
Status:
Junior-Partner
(5053 Beiträge, 608x hilfreich)

Zitat (von Bibi@123):
Zum 01.05.2023


Wenn ihr unstrittitg ordentlich gekündigt habt, die Wohnung am 01.05.23 übergeben wurde, dann hat euer VM eben Pech.

Wird aber nichts daran ändern, dass ihr wohl tätig werden müsst um Kaution und Guthaben aus der NKAbr zu erhalten.

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#11
 Von 
Bibi@123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Habe mir gedacht ich setzte ein Schreiben auf in dem ich den Kosten wiederspreche und eine Frist setzt zur Rückerstattung des Guthabens und der Kaution. Wie würdet ihr das am besten formulieren.

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#12
 Von 
Solan196
Status:
Junior-Partner
(5053 Beiträge, 608x hilfreich)

Zitat (von Bibi@123):
Habe mir gedacht ich setzte ein Schreiben auf in dem ich den Kosten wiederspreche und eine Frist setzt zur Rückerstattung des Guthabens und der Kaution


Einwurf-Einschreiben würde ich empfehlen, und deine Formuierungen hier im Forum sind OK, wende sie auch im Schreiben an, Frist 14 Tage sollten ausreichend sein.

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#13
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16928 Beiträge, 9426x hilfreich)

Hat der Vermieter die Kaution inzwischen zurückgezahlt?

Wenn nicht, wäre das schlecht.
Denn heute hat der BGH ein Urteil gefällt, das in derartigen Konstellationen die Rechte des Vermieters deutlich stärkt (VIII ZR 184/23).

Zitat (von cauchy):
Wer der Verursacher ist, ist tatsächlich irrelevant. 6 Monate nach Rückgabe verjähren die Ansprüche des Vermieters wegen Schäden an der Mietsache. Er darf danach auch nicht mehr aufrechnen, sofern er nicht innerhalb der 6 Monate eine konkrete Geldforderung an den ehemaligen Mieter gestellt hat oder dieser anderswie den Schaden anerkannt oder rechtswirksam auf die Einrede der Verjährung verzichtet hat.

Die Rechtslage hat sich da heute gedreht.
Eine Aufrechnung ist auch nach mehr als 6 Monaten noch möglich. Es ist nicht mehr erforderlich, dass sich konkrete Geldforderungen noch vor Ablauf der 6 Monate gegenüber stehen. Für Mieter eine klare Verschlechterung.


Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#14
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 58x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Eine Aufrechnung ist auch nach mehr als 6 Monaten noch möglich. Es ist nicht mehr erforderlich, dass sich konkrete Geldforderungen noch vor Ablauf der 6 Monate gegenüber stehen. Für Mieter eine klare Verschlechterung.


Ja, habe ich auch mitgekriegt. Dürfte nur für diesen Fall absolut irrelevant sein.

Zitat (von Bibi@123):
Rechnung vom 04.09.2023, Rechnung wurde auf den neuen Mieter

Zitat (von Bibi@123):
Der neuer Mieter wohnte bereis zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung. Küche vom neuen Mieter war da bereits eingebaut.

Zitat (von Bibi@123):
Aus der Wohnung sind wir seit 01.05.2023 raus.


Es ist ja nach wie vor zwingend erforderlich, dass der Vermieter ein Verschulden des Mieters nachweist. Das halte ich hier aber für absolut unmöglich. Ein Schaden, der erst nach 4 Monaten, und nachdem da bereits ein neuer Mieter wer weiß wie lange wohnt, entdeckt wird, lässt sich nicht wirklich gut eindeutig den Vormietern zuordnen. Da kann ja in der Zwischenzeit seit Übergabe des Mietobjekts wer weiß was passiert sein.

Und zusätzlich habe ich das BGH Urteil auch nicht so verstanden, dass der Vermieter sich jetzt grundsätzlich mit allem die übliche 3-jährige Verjährungsfrist Zeit lassen kann. Die 6-monatige Verjährungsfrist im Mietrecht ist durch den Gesetzgeber ausdrücklich gewünscht, um schnell Rechtsfrieden herzustellen. Die wurde nicht grundsätzlich abgeschafft.

Ganz generell gilt, nicht nur im Mietrecht, um überhaupt jemals Ansprüche geltend machen zu können, muss man einen Mangel/Schaden dem Verursacher bekanntgeben. Das gilt nicht nur für Mieter, sondern analog auch für Vermieter. Und zwar zeitnah. Also allerspätestens mit Bekanntwerden des Problems hätte der Vermieter seine Ex-Mieter informieren müssen, dass es einen Schaden gibt, er sie für die Verursacher hält und sich vorbehält, ggf. Schadenersatzansprüche zu stellen. Also ungefähr Ende August/Anfang September, basierend auf dem Rechnungsdatum des Handwerkers. Das sagt übrigens auch das neue Urteil: der Vermieter muss den Schaden innerhalb der 6-Monatsfrist bekanntgeben. Die tatsächliche Bezifferung kann dann auch nach den 6 Monaten stattfinden. Und hier mangelt es, dem Sachverhalt nach, bereits daran, dass der Schaden erst nach 10 Monaten überhaupt bekanntgegeben wurde.

Zitat (von Bibi@123):
es geht darum das ich jetzt 10 Monate nach Beendigung des Mietvertrages eine Rechnung vom Vermieter bekommen habe das ich die Reparatur des Wasseranschlusses zahlen soll.


Allein aus dem Grund sehe ich hier schon keine Möglichkeit mehr für den Vermieter, noch eine rechtlich durchsetzbare Forderung an den Mieter zu haben. Auch nicht mit dem neuen Urteil von gestern... obwohl ich gespannt bin, was sich da in Zukunft draus ergibt.

-- Editiert von User am 11. Juli 2024 06:47

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