Notar bei Trennungsvereinbarung nötig?

2. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
DarkDays
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Notar bei Trennungsvereinbarung nötig?

Hallo zusammen, wir wollen eine schriftliche Trennungsvereinbarung treffen. Kein Ehevertrag vorhanden, Zugewinngemeinschaft
Am wichtigsten sind die folgenden Punkte:
1. Die Ehefrau hat während der Ehe einen Geldbetrag von ihrem Vater geschenkt bekommen und einen Geldbetrag als virgezogenes Erbe. Diese Gelder sollen bei Trennung komplett der Ehefrau gehören.
2. Der Ehefrau gehört die Hälfte ihres Elternhauses, bereits vor Ehebeginn. Die Wertsteigerung der Immobilie während der Ehe soll komplett der Ehefrau gehören.
Benötigen wir dafür einen Notar oder ist es rechtlich bindend wenn Ehemann und Ehefrau diese Vereinbarung schriftlich verfassen und unterschreiben?
Das ist uns sehr wichtig.
Vielen Dank für eure Antworten.

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32215 Beiträge, 5659x hilfreich)

zu 1: Dafür benötigt man keinen Notar.
zu 2: Wichtig ist, wem die Immobilie nach der Trennung/Scheidung gehören soll.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
DarkDays
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
zu 2: Wichtig ist, wem die Immobilie nach der Trennung/Scheidung gehören soll.

Die Immobilie soll weiterhin der Ehefrau gehören, der Ehemann verzichtet auf die Wertsteigerung während der Ehezeit.
Braucht es dafür einen Notar?
Vielen Dank

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#3
 Von 
DarkDays
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von DarkDays):
Die Immobilie soll weiterhin der Ehefrau gehören

Ich sollte wohl noch dazu sagen, dass die zweite Hälfte der Immobilie nicht dem Ehemann gehört sondern der Schwester der Ehefrau.
Vielen Dank

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120199 Beiträge, 39848x hilfreich)

Ich sehe hier kein "muss" für einen Notar.


Man sollte aber bedenken, das ein Notar das wohl wesentlich rechtssicherer formulieren können dürfte als Laien.

Zudem kann man eine "Unterwerfung in die sofortige Zwangsvollstreckung" mit einbauen, da spart man sich bei Problemen eine gerichtliche Auseinandersetzung.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
DarkDays
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Man sollte aber bedenken, das ein Notar das wohl wesentlich rechtssicherer formulieren können dürfte als Laien.

Danke, wir würden das ganze aus kostengründen ohne Notar abwickeln wollen, wichtig wäre ob es bei einer unterschriebenen Vereinbarung im Ernstfall vor Gericht bestand hat oder ob es bei diesen speziellen finanziellen Dingen grundsätzlich eine notarielle Beglaubigung braucht.

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38463 Beiträge, 14009x hilfreich)

Ich staune immer wieder: die Hochzeitsfeier kann nicht teuer genug sein, die Scheidung nicht preiswert genug, obwohl da jedweder Patzer finanziell dauerhaft katastrophale Folgen haben kann, an denen man über Jahre knapst.

Man sollte sich erst einmal klar machen, was überhaupt der Regelung bedarf. Wo also die gesetzliche Regelung ausreicht, man selbst dasselbe anstrebt. Da bedarf es überhaupt keiner Vereinbarung, weder mit Notar noch ohne. Ich würde nach Einschätzung der mitgeteilten Fakten davon ausgehen, dass sowohl die Geldzuwendungen als auch das halbe Haus in das Anfangsvermögen der Frau gehört. Da bedarf es also überhaupt keiner teuren Regelung. Bleiben also Wertsteigerung des Hauses sowie mögl. Zinserlöse während der Ehe. Diese Beträge dürften ja nicht so hoch sein, also der Gegenstandswert sehr überschaubar.

So, jetzt zur Interessenlage: Du entscheidest für Dich, dass Du nichts geltend machst. Denn darüber muss im Rahmen des Scheidungsverfahrens überhaupt nichts geregelt werden. Wenn die Ehefrau sich absichern will, dann soll sie das auch organisieren und bezahlen.

wirdwerden

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#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32215 Beiträge, 5659x hilfreich)

Zitat (von DarkDays):
Die Immobilie soll weiterhin der Ehefrau gehören, der Ehemann verzichtet auf die Wertsteigerung während der Ehezeit. Braucht es dafür einen Notar?
Nein, auch dafür nicht, denn die Frau steht vermutlich noch immer allein im Grundbuch.

Außerdem:
Eine Wertsteigerung (der aktuelle Verkehrswert) könnte beim Verkauf der Haushälfte dazu führen, dass x€ Kaufpreis erzielt werden. Diese Summe stünde dann der Eigentümerin/Verkäuferin/Exfrau zu.
Dazu muss auch gar nichts in der *privaten* Trennungs- oder Scheidungsfolgenvereinbarung stehen, und ein Anwalt, der zur Scheidung nötig ist, erklärts auch ganz einfach...

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120199 Beiträge, 39848x hilfreich)

Zitat (von DarkDays):
wichtig wäre ob es bei einer unterschriebenen Vereinbarung im Ernstfall vor Gericht bestand hat

Tja, das wird man bei so selbst verfassten Teilen immer erst erfahren wenn es zu spät ist.



Zitat (von DarkDays):
ob es bei diesen speziellen finanziellen Dingen grundsätzlich eine notarielle Beglaubigung braucht.

Im hier genannten Fall ist die Beteiligung eines Notars nicht nötig.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47628 Beiträge, 16834x hilfreich)

Zitat (von DarkDays):
Die Ehefrau hat während der Ehe einen Geldbetrag von ihrem Vater geschenkt bekommen und einen Geldbetrag als virgezogenes Erbe.

Das gehört ins Anfangsvermögen und unterliegt daher nicht dem Zugewinnausgleich.

Zitat (von DarkDays):
Der Ehefrau gehört die Hälfte ihres Elternhauses, bereits vor Ehebeginn.

Das gehört ebenfalls ins Anfangsvermögen und unterliegt daher nicht dem Zugewinnausgleich.

Zitat (von DarkDays):
Die Wertsteigerung der Immobilie während der Ehe soll komplett der Ehefrau gehören.

Das Anfangsvermögen wird gesetzlich inflationsbereinigt.

Wenn man davon abweichen möchte und bei den Geldschenkungen auf eine Inflationsbereinigung verzichten will, dagegen bei der Immobilie die tatsächliche Wertsteigerung an die Stelle der Inflationsbereinigung setzen möchte, dann handelt es sich um eine modifizierte Zugewinngemeinschaft. Der Güterstand kann jedoch nur mit Hilfe eine notariellen Ehevertrages festgelegt, bzw. geändert werden.

Zitat (von DarkDays):
Benötigen wir dafür einen Notar oder ist es rechtlich bindend wenn Ehemann und Ehefrau diese Vereinbarung schriftlich verfassen und unterschreiben?

Es wird ein Notar benötigt. Allerdings sollten sich beide Ehegatten überlegen, ob sie nicht doch mit der gesetzlichen Regelung leben könnten. Die Unterschiede zur gewünschten Regelung sind nach meiner Einschätzung überschaubar.

Die gewünschte Vereinbarung kann erst nach einer Scheidung rechtssicher ohne Notar vereinbart werden.

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