Vorladung als Zeuge, aber nicht erscheinen

21. Juni 2024 Thema abonnieren
 Von 
go672816-83
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Vorladung als Zeuge, aber nicht erscheinen

Hallo,

ich wurde von der Polizei vorgeladen um als Zeuge auszusagen. Ich habe dem Polizist dann eine Mail geschrieben, dass ich nicht aussagen möchte und nicht erscheinen werde. Der Polizist rief mich an und teilte mir mit das ich verpflichtet bin zu erscheinen, wenn nicht, ich sonst gezwungen werden kann.

Konkret geht es um in der Vorladung um Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Da kann es aber nur um mich selbst gehen, (da mir das auch passiert ist) da ich nichts gesehen habe bei anderen etc.

Was kann ich jetzt gegen diese Vorladung tun? Ich möchte nämlich auf gar keinen Fall aussagen.
mfg

-- Editiert von User am 21. Juni 2024 14:00

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33137 Beiträge, 17351x hilfreich)

Was kann ich jetzt gegen diese Vorladung tun? Gar nichts.
Ich möchte nämlich auf gar keinen Fall aussagen. Es ist aber nicht relevant, was Sie möchten. Zeugenaussagen können mit Zwangsmitteln durchgesetzt werden - siehe hier: https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__70.html
Da kann es aber nur um mich selbst gehen Zeuge ist man auch, wenn es um Straftaten gegen die eigene Person geht - es gibt da folglich kein Aussageverweigerungsrecht, es sei denn, man müsste gegen nahe Verwandte aussagen.

-- Editiert von User am 21. Juni 2024 16:07

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
CarstenF
Status:
Lehrling
(1022 Beiträge, 175x hilfreich)

Bei solchen schwere Vergehen sollte man doch auch alles Mögliche tun, um zur Aufklärung beizutragen und den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Damit verhindert man auch eventuelle weitere potentielle Opfer, die werden dir dankbar sein.

-- Editiert von User am 22. Juni 2024 11:02

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#3
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8525 Beiträge, 4064x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Was kann ich jetzt gegen diese Vorladung tun? Gar nichts.
Bist du dir da sicher?

der TE wurde "nur" von der Polizei vorgeladen, nicht von der Stattsanwaltschaft oder vom Gericht. Wenigst schreibt er es so im EP.

Einer polizeilichen Vorladung ohne Anweisung von der Staatsanwaltschaft müsste er meiner Meinung nach nicht nachkommen, auch würden für ihn da keinerlei rechtliche Konsequenzen entstehen...

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#4
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33137 Beiträge, 17351x hilfreich)

Und dass keine staatsanwaltschaftliche Anweisung vorliegt, weiss man jetzt woher?

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122665 Beiträge, 40166x hilfreich)

Zitat (von CarstenF):
Bei solchen schwere Vergehen sollte man doch auch alles Mögliche tun, um zur Aufklärung beizutragen und den Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Es könnte schlicht daran liegen, das dabei die eigenen unbewältigte Traumata wieder hochkommen. Was denknotwendigerweise selbst bei fachkundiger Begleitung zu schweren Belastungen führen würde.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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