Bestatunngskosten was nun ?

5. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
Marc827
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)
Bestatunngskosten was nun ?

Hallo, ich habe von einem Bekannten den Tipp bekommen, das ich mich mit dem Anliegen hier mal melden soll.

Ich habe gelesen das es hier keine verbindliche beratung gibt, aber es erscheint mir sinnvoller als im netzt druch google etc. verschiedene Antworten zu finden, wobei ja auch nicht jede Seite immer richtig liegt.

Daher hoffe ich hier auf Rat von Personen die sich damit auskennen.

Schon mal vielen Dank fürs lesen und eure Antworten.

Meinne Erzeugerin ist vor einer Weile gestorben. (Bitte kein mitleid)
Ich wurde von Gericht angeschrieben bezüglich des Erbes, welches ich natürlich ausgeschlagen habe, mir ist egal ob was zu erben da war oder nicht...... Diese Person war lediglich meine Erzeugerin.

Zum Verlauf bereits mit 8 Jahren gab sie mich in ein Heim. Wie ich später erfahren habe, wäre sie mit einem Kind überfordert gewesen, jedoch war sie kurz darauf schwanger und hatt 2 weitere Kinder.
Trotz vieler kontaktversuche blocke sie später alles ab. Irgendwann das war glaube ich mit 22 Jahren habe ich es aufgegeben. Vor knapp 3 Jahren stand sie Dan bei mir vor der Türe und bettelte mich um Geld an, danach Geschah dies regelmäßig und sie brüllte sogar vor meiner Wohnung nachts rum sie bräuchte meine Hilfe, Geld etc.
Daher wurde sie auch 2 oder 3 mal von der Polizei vom Platz verweisen.

Nun habe ich einen Brief der Gemeinde erhalten in der sie wohl gelebt hat und verstorben ist. Ich soll nun als 1 von 3 Kindern die offenen Bestattungs Gebühren zahlen die die Gemeinde vorgestreckt hat. Also somit 1/3 immerhin 190 Euro.

Ehrlich gesagt sehe ich es nicht ein.
Natürlich möchte ich dagegen Wiederspruch einlegen, und bitte daher um eure Hilfe.

Gibt es hierzu Urteile oder pharagrafen auf die ich mich bei dem Wiederspruch berufen kann ?

Wie sollte ich diesen am besten formulieren bzw. Soll ich den ganzen Verlauf schildern ?

-- Editiert von User am 5. Juli 2024 22:06

-- Editiert von Moderator topic am 6. Juli 2024 16:11

-- Thema wurde verschoben am 6. Juli 2024 16:11

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17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122836 Beiträge, 40173x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
Ehrlich gesagt sehe ich es nicht ein.






Zitat (von Marc827):
Gibt es hierzu Urteile oder pharagrafen auf die ich mich bei dem Wiederspruch berufen kann ?

Nö.

Ein Kind muss auch bei zerrütteter Erzeuger-Kind-Beziehung für die Bestattungskosten aufkommen.
Ausnahmen von dieser Pflicht gäbe es nur bei schwerwiegendem Fehlverhalten des Erzeugers (z.B. Misshandlungen, schwere Straftaten).




-- Editiert von User am 5. Juli 2024 23:41

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33421 Beiträge, 5805x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
Ehrlich gesagt sehe ich es nicht ein. Natürlich möchte ich dagegen Wiederspruch einlegen, und bitte daher um eure Hilfe.
Ob du es einsiehst oder nicht, ist egal. Du bist 1Erbe.
Widerspruch bringt mE nichts, ob mit oder ohne Hilfe.

Mein Rat:
Zahlen ...und fertig bist du mit dieser extrem billigen Sache.

Warum soll die Allgemeinheit diese Kosten tragen, wenn 3 Kinder als engste Angehörige/Kinder/Erben da sind?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122836 Beiträge, 40173x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Du bist 1Erbe.

Mal wieder Probleme mit "lesen und verstehen"?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33421 Beiträge, 5805x hilfreich)

oops. Schluckauf.

Schlägt ein Kind eines Erblassers das Erbe aus, ist es trotzdem (hier anteilig) als Angehöriger kostentragungspflichtig.
Die Gemeinde holt sich die Kosten im Rahmen der Unterhaltspflicht von den Unterhaltspflichtigen zurück. Das sind hier 3 Kinder dieser Mutter.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#5
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16999 Beiträge, 9452x hilfreich)

Der Bayrische Verwaltungsgerichtshof hat ein ähnlichen Fall entschieden - zuungunsten des Kindes:
VGH München, Urteil v. 28.04.2023 – 4 B 22.2078

Da wurde das Kind schon mit 2 Jahren weggegeben. Bezahlen musste es trotzdem.
Von daher würde ich sagen: keine realistische Aussicht, den Kosten zu entgehen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#6
 Von 
Marc827
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich danke euch für eure Antworten, ja es ist leider sehr ernüchternd und ich werde das Geld mit zähneknirschen zahlen.
Ein Anwalt etc. Würde wohl mehr kosten.

Dennoch finde ich es total "bescheuert " das ich für diese Person zahlen soll, die mich weggegeben und abgestoßen hat, uns sich erst meldet als sie Geld brauchte.

Was ich jedoch heute von meinem stifbruder erfahren habe hat dem fass sowieso dem Boden ausgeschlagen, das Erbe bestand aus fast 100.000 Euro Schulden....... was diese Frau wohl gemacht hat. Naja das ist mir auch egal. 190 Euro sind mir Dan doch lieber als 33.000 Euro Schulden.

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 21:48

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#7
 Von 
cruncc1
Status:
Richter
(8161 Beiträge, 4540x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
Ich danke euch für eure Antworten, ja es ist leider sehr ernüchternd und ich werde das Geld mit zähneknirschen zahlen.
Ein Anwalt etc. Würde wohl mehr kosten.
Dennoch finde ich es total "bescheuert " das ich für diese Person zahlen soll, die mich weggegeben und abgestoßen hat, uns sich erst meldet als sie Geld brauchte.

Weshalb soll ich mit meinen Steuergeldern für die Beerdigung deines Vates zahlen?
Zitat:
Was ich jedoch heute von meinem stifbruder erfahren habe hat dem fass sowieso dem Boden ausgeschlagen, das Erbe bestand aus fast 100.000 Euro Schulden.

Wenn du das Erbe form- und fristgerecht ausgeschlagen hast, ist doch alles gut.

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#8
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1254 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
Dennoch finde ich es total "bescheuert " das ich für diese Person zahlen soll, die mich weggegeben und abgestoßen hat, uns sich erst meldet als sie Geld brauchte.


Bevor die Allgemeinheit zahlt, bittet man die kostentragungspflichtigen Angehörigen zur Kasse - und das finde ich auch richtig so.

Trotz allem tut es mir sehr Leid, was du mit deiner "Mutter" erlebt hast.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#9
 Von 
Marc827
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich verstehe euren Unmut.
Klar okay der Steuerzahler ist wohl der falsche der zu Kasse gebeten werden sollte, das kann ich nachvollziehen.

Aber nach dem was passiert ist sehe ich mich in diesem Fall halt nicht als nächster Angehöriger.

Zumindest nicht emotional und sozusagen wenn überhaupt höchstens auf Papier.

Wäre alles anders gelaufen, und sie hätte mich nicht weggegeben etc. Hätte ich überhaupt kein Problem dies zu zahlen.

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#10
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1254 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
Klar okay der Steuerzahler ist wohl der falsche der zu Kasse gebeten werden sollte, das kann ich nachvollziehen.


Naja, es kommt außer dem Steuerzahler und deinen beiden Halbgeschwistern (die ja eh schon zahlen müssen) niemand in Frage.

Deinen Anteil auf die beiden verteilen, das wäre auch nicht gerecht.

Die Verstorbene hatte drei Kinder.

Zitat (von Marc827):
Aber nach dem was passiert ist sehe ich mich in diesem Fall halt nicht als nächster Angehöriger.


Gesetzlich bist du aber nun mal zusammen mit deinen Halbgeschwistern der nächste Angehörige.

Deine persönliche Sicht kann dabei logischerweise keine Rolle spielen.

Und mit 190 Euro kommst du wirklich noch günstig weg.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#11
 Von 
Marc827
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Ja da stimme ich dir zu, meine halb Geschwister haben ähnliches durchgemacht, und keiner interessierte sich für die Beerdigung.
Daher ist es laut schreiben ein anonymes Grab. Daher ist es wirklich noch günstig.

Und hätte ich jetzt das Erbe an der backe, würde der Schaden noch größer sein.

Was mich nun mal rein hypothetisch interessieren würde:

Hätte sie mich direkt nach der Geburt weggeben, wie sähe es Dan aus ?

-- Editiert von User am 7. Juli 2024 11:43

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#12
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33421 Beiträge, 5805x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
das Erbe bestand aus fast 100.000 Euro Schulden.......
Das kommt schnell zusammen--- und die Ausschlagung war das Beste, was die Kinder tun konnten.

Eine anonyme Bestattung dürfte mE immer mehr als 570,- kosten.
Evtl. hat jemand anders bereits einen Kostenanteil übernommen.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#13
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1254 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
Hätte sie mich direkt nach der Geburt weggeben, wie sähe es Dan aus ?


Das dürfte keinen Unterschied machen.

Adoptiert wurdest du doch nicht?

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#14
 Von 
Marc827
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Das ist jetzt nur interessierte halber.

Heißt wenn sie mich direkt nach der Geburt weggeben hätte und ich adoptiert worden wäre, müsste ich nicht für sie zahlen Sonden für die Frau die mich adoptiert hat ?

Ich habe keine ahnung wie teuer das sonst wahr, bzw. Ob jemand schon was gezahlt hat. Laut schreiben handelt es sich um kosten die die Gemeinde vorgestreckt hat und die nun zurückgefodert werden.

Durch den kontaktabbruch weiß ich nicht ob es da noch Familie gibt oder nicht.

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#15
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16999 Beiträge, 9452x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
Heißt wenn sie mich direkt nach der Geburt weggeben hätte und ich adoptiert worden wäre, müsste ich nicht für sie zahlen

Ja
Zitat (von Marc827):
Sonden für die Frau die mich adoptiert hat ?

Ja

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122836 Beiträge, 40173x hilfreich)

Zitat (von Marc827):
Wäre alles anders gelaufen, und sie hätte mich nicht weggegeben etc. Hätte ich überhaupt kein Problem dies zu zahlen.

Zum Thema "weggegeben" - mitunter kann das das beste sein, was Dir passieren konnte.



Zitat (von Marc827):
Hätte sie mich direkt nach der Geburt weggeben, wie sähe es Dan aus ?

Nicht anders würde ich meinen.

Ändern würde es sich erst mit der erfolgten Adoption, da erlöschen Verwandtschaftsverhältnisse des Kindes und seiner Abkömmlinge und damit auch die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#17
 Von 
Marc827
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Ja da hast du recht, das war wahrscheinlich das beste so.
Wer weiß was ich sonst hätte alles mitmachen müssen. Meine stiefgeschwister bezeichnen sie als rabenmutter. War wohl besser so.

Aber zum Glück ist es ja jetzt mit der Zahlung erledigt, ich habe das Geld heute morgen online angewiesen, uns kann nun mit der Sache abschließen.

Vielen Dank nochmals für eure Hilfe und euren Rat.

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