Inkasso - Einkommensnachweis

7. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
merano
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 3x hilfreich)
Inkasso - Einkommensnachweis

Hallo,
habe vom Inkasso eine Kreditkarten- Forderung bekommen. Diese ist berechtigt, doch leider bin ich für die nächsten 3 Monate nicht in der Lage auch nur einen Cent zahlen zu können.
Sie wollen nun einen Einkommensnachweis. I
Hat ein Inkasso das Recht einen Einkommensnachweis zu fordern?
Sie versuchen mich mit angedrohten weiteren Maßnahmen und täglichen Zinsen derzeit 2.28 % einzuschüchtern.
Danke, für eine Antwort!!

-- Editiert von User am 7. Juli 2024 15:17

Post vom Inkassobüro?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33234 Beiträge, 5786x hilfreich)

Zitat (von merano):
doch leider bin ich für die nächsten 3 Monate nicht in der Lage auch nur einen Cent abzuzahlen zu können.
Deine Behauptung will das Inkasso durch einen Nachweis bestätigt haben.
Du bist nicht verpflichtet, solchen Nachweis vorzulegen. Dieses Recht hast du jedenfalls.

Dann läuft das Inkassoverfahren vermutlich teuer weiter oder schon zum Zoll oder GV.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
merano
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 3x hilfreich)

Herzlichen Dank für die Antwort!

Warum bitte zum Zoll? GV heißt wahrscheinlich Gerichtsverfahren, oder?

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122443 Beiträge, 40139x hilfreich)

Zitat (von merano):
Hat ein Inkasso das Recht einen Einkommensnachweis zu fordern?

Klar.
Bekanntermaßen kann man ja fast alles fordern.

Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen" , denn da spielen eine Vielzahl von Faktoren (kann er, will er, darf er, ist er vertraglich verpichtet, sind diese vertraglichen Verpflichtungen gültig, Gesetze, Verordnungen, …) mit.
Falls dann – so wie hier – keine Rechtsgrundlage erkennbar ist, tendieren die Erfolgsaussichten jedoch gegen 0, wenn der Schuldner nicht kooperiert.



Zitat (von merano):
Sie versuchen mich mit angedrohten weiteren Maßnahmen und täglichen Zinsen derzeit 2.28 % einzuschüchtern.

Das ist keien Einschüchterung, man wird netterweise vorgewarnt.
Wenn der Schuldner nicht kooperiert, lässt man das ganze inklusive seiner Zahlungsfähigkeit amtlich feststellen. Auf Kosten des Schuldners und mit nicht unerheblichen Nachteilen für seine Bonität.



Zitat (von merano):
Warum bitte zum Zoll?

Weil der - je nach Art der Schulden - zuständig sein kann.



Zitat (von merano):
GV heißt wahrscheinlich Gerichtsverfahren, oder?

Nein, GV = Gerichtsvollzieher


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1224 Beiträge, 134x hilfreich)

Zitat (von merano):
Hat ein Inkasso das Recht einen Einkommensnachweis zu fordern?


Nö.

Du hast aber auf der anderen Seite auch kein Recht auf eine Stundung.

Wenn du Entgegenkommen erwartest, wirst du die geforderten Nachweise vorlegen müssen.

Einen Ratenkredit erhältst du auch nicht, ohne dein Einkommen nachgewiesen zu haben.

Zitat (von merano):
Sie versuchen mich mit angedrohten weiteren Maßnahmen und täglichen Zinsen derzeit 2.28 % einzuschüchtern.


Wie kommst du darauf, dass man dich einschüchtern will?

Das ist die übliche Vorgehensweise gegenüber säumigen Schuldnern.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122443 Beiträge, 40139x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Nö.

Und die Rechtsgrundlage dafür wäre welche konkret?


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33234 Beiträge, 5786x hilfreich)

Zitat (von merano):
Warum bitte zum Zoll? GV heißt wahrscheinlich Gerichtsverfahren, oder?
Zoll könnte das HZA/Hauptzollamt werden und GV heißt Gerichtsvollzieher.
Es könnte auch ne Klage werden...

Ich weiß ja nicht, wie lange das Inkassobüro schon von dir was fordert. Doch warum sollte es glauben, dass du jetzt keinen Cent zahlen kannst?
Könnt ja jeder mit solcher *Begründung* kommen und die Gläubiger würden immer leer ausgehen.

Das mit dem*Einschüchtern* ist nur der Hinweis, dass es täglich teurer wird.
Weist du aber nach, dass du nur ein sehr geringes oder gar kein Einkommen hast, fordert man evtl. erst später weiter.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#7
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1224 Beiträge, 134x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und die Rechtsgrundlage dafür wäre welche konkret?


Für mich liest sich die Forderung nach Einkommensnachweisen im Eingangsbeitrag zusammenhängend mit dem Zahlungsaufschub, um den der TE gebeten hat.

Ob ein Inkassobüro ganz grundsätzlich das Recht hat, Einkommensnachweise zu verlangen, entzieht sich meiner Kenntnis...und das ist hier ja auch nicht das Thema. ;)

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122443 Beiträge, 40139x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Für mich liest sich die Forderung nach Einkommensnachweisen im Eingangsbeitrag zusammenhängend mit dem Zahlungsaufschub, um den der TE gebeten hat.

Richtig - bevor die sich überhaupt mal im Ansatz damit beschäftigen werden, wollen die erst mal Beweise für die Behauptung sehen.



Zitat (von Nana71):
und das ist hier ja auch nicht das Thema.

Zitat (von merano):
Hat ein Inkasso das Recht einen Einkommensnachweis zu fordern?



Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1224 Beiträge, 134x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Richtig - bevor die sich überhaupt mal im Ansatz damit beschäftigen werden, wollen die erst mal Beweise für die Behauptung sehen.


Du hättest einfach meinen kompletten Beitrag lesen müssen - ich habe nichts Gegenteiliges in #4 behauptet.

Zwingen kann man ihn nicht, aber wenn er die angeforderten Nachweise nicht erbringt, wird es halt nix mit der Stundung.


-- Editiert von User am 7. Juli 2024 18:30

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