Erben-Auseinandersetzung

10. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
Julli
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
Erben-Auseinandersetzung

Hallo ich hätte mal ne frage in die Runde..
Folgender Fall
Es gibt eine immobilie im Nachlass.
Die Erbengemeinschaft ist laut Testament
1/4 und 3/4
Im Grundbuch sind beide Erben als Eigentümer schon eingetragen.
Jetzt möchte die 1/4 erbin eine Erben-Auseinandersetzung. Das Haus soll aber nicht verkauft werden.
Kann mann das Erbe Auseinandersetzung in dem man im Grundbuch seine Anteile eintragen lässt ?
Ist das Erbe dann auseinandersetzt??
Oder muss mann das Haus zur Erben-Auseinandersetzung veräussern?
Vielen dank

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48124 Beiträge, 16998x hilfreich)

Zitat (von Julli):
Kann mann das Erbe Auseinandersetzung in dem man im Grundbuch seine Anteile eintragen lässt ?

Ja, das kann man aber warum will man das machen?
Das kostet Geld (Notar, Grundbuch) ohne dass sich dadurch in der Praxis etwas ändert.

Zitat (von Julli):
Ist das Erbe dann auseinandersetzt??

Wenn auch der gesamte Rest des Nachlasses aufgeteilt wurde, dann ist das Erbe auseinanderegesetzt.

Zitat (von Julli):
Oder muss mann das Haus zur Erben-Auseinandersetzung veräussern?

Nein

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#2
 Von 
Julli
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Ja, das kann man aber warum will man das machen?
Das kostet Geld (Notar, Grundbuch) ohne dass sich dadurch in der Praxis etwas ändert.


Weil die erbin 1/4 auch zusätzlich ein Wohnrecht an der Immobilie hat.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Julli
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Julli):
Ja, das kann man aber warum will man das machen?
Das kostet Geld (Notar, Grundbuch) ohne dass sich dadurch in der Praxis etwas ändert.


Hätte da noch eine Frage

Wenn das Wohnrecht an der Immobilie fast 90 % ausmacht und die 3/4 erbin dadurch nicht einmal ihr mindest erbanteil bekommt kann sie von der 1/4 erbin mit Wohnrecht
Eine Ausgleichszahlung nach der Erben-Auseinandersetzung verlangen??
Immobilie hat mit Wohnrecht einen Wert von 18900 Euro laut Gutachten
Ohne Wohnrecht 385.000 Euro

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48124 Beiträge, 16998x hilfreich)

Zitat (von Julli):
Weil die erbin 1/4 auch zusätzlich ein Wohnrecht an der Immobilie hat.

Ja und? Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

Zitat (von Julli):
Wenn das Wohnrecht an der Immobilie fast 90 % ausmacht und die 3/4 erbin dadurch nicht einmal ihr mindest erbanteil bekommt kann sie von der 1/4 erbin mit Wohnrecht
Eine Ausgleichszahlung nach der Erben-Auseinandersetzung verlangen??

Wenn das Wohnrecht auch testamentarisch vererbt wurde, dann ja. Alternativ kann die 3/4-Erbin ihre Zustimmung zur Eintragung des Wohnrechtes verweigern.

Sollte das Wohnrecht schon vor dem Erbfall eingetragen worden sein, dann kann es anders aussehen.

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#5
 Von 
Julli
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Wenn das Wohnrecht auch testamentarisch vererbt wurde, dann ja. Alternativ kann die 3/4-Erbin ihre Zustimmung zur Eintragung des Wohnrechtes verweigern.

Ja es wurde laut Testament als Vermächtnis vererbt.
Also sobald das Erbe auseinandersetzt ist bzw die Erbquoten im Grundbuch eingetragen sind kann die 3/4 erbin von der 1/4 erbin mit Wohnrecht ihren zusatzpflichtteil laut bgb2305 verlangen?

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#6
 Von 
gerlind
Status:
Schüler
(415 Beiträge, 32x hilfreich)

Hallo, Julli,

habe ich das richtig verstanden:

1. Es gibt 2 Erben; Einer 1/4, der andere 3/4

2. Der 1/4 Erbe hat ein 90%-iges Wohnrecht

[b][b] Ist dieses Wohnrecht bezogen auf den 1/4 Anteil oder auf das gesamte Haus?????
[/b][/b]


Wenn es auf das gesamte Haus bezogen ist, was will der andere Ere dann mit dem 34anteil???????


Signatur:

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#7
 Von 
Julli
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von gerlind):
Ist dieses Wohnrecht bezogen auf den 1/4 Anteil oder auf das gesamte Haus???


Laut Testament
Erbe 1 3/4 vom Nachlass
Erbe 2 1/4 vom Nachlass + Vorrausvermächtnis Wohnrecht an der ganzen Immobilie.

Laut Gutachten hat das Haus einen Wert von 385000 Euro
Mit Wohnrecht 18900 Euro

Das Wohnrecht hat somit einen Wert von 366.100 Euro.

Nach Abzug des 1/4 von Erbe 2 von dem Immobilienwert mit Wohnrecht verbleibt Erbe 1 nur noch ein Erbe von 14.175 Euro

Einem Erben soll doch aber mindestens die 1/2 seines mindes Pflichtanteils verbleiben das wären dann ja ca 48.125 Euro.

Kann Erbe 1 vor oder nach der Erben-Auseinandersetzung einen zusatzpflichtteil von Erbe 2 verlangen??
Das wären dann nach dem Abzug des Hauswertes ja noch 33.950 Euro.

Und die Immobilie bleibt aber weiterhin in Besitz beider Erben mit Eintragung der Erbquoten im Grundbuch?

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#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48124 Beiträge, 16998x hilfreich)

Zitat (von Julli):
Also sobald das Erbe auseinandersetzt ist bzw die Erbquoten im Grundbuch eingetragen sind kann die 3/4 erbin von der 1/4 erbin mit Wohnrecht ihren zusatzpflichtteil laut bgb2305 verlangen?

Nein, sie kann den Zusatzpflichtteil einfordern, sobald die 1/4-Erbin die Erfüllung des Vermächtnisses fordert. Dann greift § 2318 Abs. 3 BGB. Auf die Eintragung der Bruchteile in das Grundbuch kommt es nicht an.

Zitat (von Julli):
Kann Erbe 1 vor oder nach der Erben-Auseinandersetzung einen zusatzpflichtteil von Erbe 2 verlangen??

Erbe 1 kann gar keinen Zusatzpflichtteil fordern, sondern muss die Erfüllung des Vermächtnisses verweigern. Wie man das dann in der Praxis löst, ob mit Ausgleichszahlung oder mit Mietzahlung ist den Erben überlassen.

Wenn Erbe 2 sich weigert, einen wie auch immer gearteten Ausgleich zu leisten, dann verjährt sein Vermächtnisanspruch nach 3 Jahren.

Lösen muss man das somit über den Vermächtniserfüllungsvertrag, nicht über den Erbauseinandersetzungsvertrag. Beide Verträge können zwar gleichzeitig geschlossen werden, sogar in einem einheitlichen Vertragswerk, jedoch sollte die Erbauseinandersetzung nicht vor der Vermächtniserfüllung erfolgen.

Zitat (von Julli):
Und die Immobilie bleibt aber weiterhin in Besitz beider Erben mit Eintragung der Erbquoten im Grundbuch?

Es kann auch die Erbengemeinschaft eingetragen bleiben.

Die Erben können sich auch dahingehend einigen, dass Erbe 1 alleiniger Eigentümer wird und dadurch der Zusatzpflichtteil entsprechend geringer ausfällt.

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
gerlind
Status:
Schüler
(415 Beiträge, 32x hilfreich)

Zitat von hh
"Sollte das Wohnrecht schon vor dem Erbfall eingetragen worden sein, dann kann es anders aussehen."

@Jully

wurde das Wohnrecht schon VOR DEM ERBFALL eingetragen????

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#10
 Von 
gerlind
Status:
Schüler
(415 Beiträge, 32x hilfreich)

Sind Erbe 1 u. Erbe 2 Geschwister?

Wann wurde das Wohnrecht eingetragen?

Warum wurde das Testament so kompliziert erstellt? Falls man das weiss


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#11
 Von 
Julli
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von gerlind):
Sind Erbe 1 u. Erbe 2 Geschwister?

Wann wurde das Wohnrecht eingetragen?

Warum wurde das Testament so kompliziert erstellt? Falls man das weiss


Erbe 1 ist das Kind des Erblassers
Erbe 2 die Ehefrau des Erblassers

Ja es ist sehr kompliziert das Testament daher sollte man genau wissen wie die Rechtslage ist....

Das Wohnrecht ist ein vorrausvermächtnis laut Testament des Erblassers

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
gerlind
Status:
Schüler
(415 Beiträge, 32x hilfreich)

Hallo, Julli, ich verstehe den Erblasser jetzt. Er wollte eine Ehefrau für den Rest ihrer Lebenszeit schützen mit dem eingeräumt Wohnrecht. ... Ich würde den Ball sehr flach halten, denn obwohl du zu 3/4 erbst, hat sie die besseren Karten. Sie hat mit deinem Vater in dem Haus gelebt und möchte weiterhin ungestört dort leben für den Rest ihrer zeit. Das hat dein Vater so entschieden. Sie wird ja auch die mi dem Haus verbundenen kosten trafen in dieser Zeit. Ich kann dir nur raten, keinen Kampf zu beginnen und den Willen deines Vaters zu akzeptieren. Alles andere wird dir viel Ärger und kosten einbringen.

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