Abmahnungen, arbeitsrechtliche Konsequenzen

10. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
ArbeitnehmerDeluxe
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Abmahnungen, arbeitsrechtliche Konsequenzen

Hallo,

bei uns auf der Arbeit wurden einige Mitarbeiter abgemahnt, weil sie zu spät gekommen sind. Nun habe ich eine Abmahnung angeschaut (alle Abmahnungen sind identisch) und mir ist aufgefallen, dass der Arbeitgeber in keinem Punkt erwähnt, welche Konsequenzen (Arbeitsrechtlich etc), falls es weitere Male zu einer Verspätung kommt. Das hat mich dann ganz verschwommen daran erinnert, dass dies auf jeden Fall in eine Abmahnung reingehört, ansonsten könnte die Abmahnung anfechtbar sein. Kennt sich jemand da aus?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33279 Beiträge, 5789x hilfreich)

Zitat (von ArbeitnehmerDeluxe):
ansonsten könnte die Abmahnung anfechtbar sein.
Auch mit Konsequenz könnte man eine Abmahnung anfechten. Im Allg. ficht man aber Abmahnungen nicht an, sondern *schluckt* sie, heftet sie ab und verursacht möglichst keine weitere Abmahnungen, auch nicht wegen Zuspätkommen.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
ArbeitnehmerDeluxe
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Wieso sollte man nicht versuchen eine Abmahnung anzufechten, sprich sie aus der Akte verschwinden zu lassen (im Gegenzug für eine Ermahnung zb?)

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17752 Beiträge, 6585x hilfreich)

Zitat (von ArbeitnehmerDeluxe):
(alle Abmahnungen sind identisch)

... wirklich identisch können die Abmahnungen nur sein, wenn die AN alle zur selben Zeit zu spät zur Arbeit erschienen sein sollten - wenigstens in diesem Punkt sollte es also Unterschiede geben beim Zuspätkommen an verschiedenen Tagen.

I.d.R. benennt eine Abmahnung die Verfehlung, fordert vertragsgerechtes Verhalten ein und droht arbeitsrechtliche Konsequenzen an für den Fall der Wiederholung, ohne dass selbige konkret benannt würden.
'Anfechtbar' sind Abmahnungen immer - das geht auch noch, wenn AG darauf eine Kündigung stützen will; es ist also nicht angesagt, gleich gegen Abmahnungen vorzugehen, AN versäumt dabei nichts und steht auch nicht schlechter da deswegen. Übrigens behält eine formal unzureichende Abmahnung auf jeden Fall ihre Funktion als Ermahnung. Angemerkt sei auch, dass auch eine berechtigte Abmahnung ihre Drohpotenz mit den Jahren verliert.

Eine Abmahnung anzufechten oder auch bloß eine Gegendarstellung lohnt in aller Regel nur, wenn sie komplett falsch wäre (Verwechselung von Personen, Beschuldigung trotz Abwesenheit ...)
Eine Abmahnung ohne Not anzufechten, kann ungeplante Effekte haben - etwa das Thema am Köcheln halten, wo besser Gras darüber wachsen sollte. Deswegen ist der Rat von Anami (Abheften und keinen weiteren Grund Liefern) im Arbeitsalltag oft richtig. Ich habe es mehr als einmal erlebt, dass AN sich mit Gegendarstellungen erst recht reingeritten haben - muss nicht sein.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33279 Beiträge, 5789x hilfreich)

Zitat (von ArbeitnehmerDeluxe):
Wieso sollte man nicht versuchen eine Abmahnung anzufechten,
Ich schrieb doch, dass mans kann. Also fechte sie an, versuchs nicht nur.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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