Hallo Forum,
leider ein Fall der mich persönlich betrifft. Ich habe eine frsitlose Kündigung wegen "Vertrauensmißbrauch" bekommen - worin der Vertrauensmißbrauch lag wurde mir auch auf Nachfrage nicht genannt. Und natürlich habe mir rechtlichen Beistand geholt und Kündigungsschutzklage eingereicht. Der gerichtliche Gütetermin steht demnächst an.
Ich bin unhemlich verunsichert was bei dem Termin passiert und auch entschieden werden könnte. Zur Sachlage:
In Vorbereitung auf ein Personalgespräch mit dem einzigen Inhalt einer möglichen Gehaltserhöhung habe ich die Personalabteielung gebeten, mir die Kriterien zu nennen, die eine Gehalterhöhung befürworten und ausschließen. (Das Unternehmen ist nicht so groß, ca. 60 MA). Vor allem weil ich in vorherigen Gesprächen mit meiner Bitte abgelehnt wurde weil angeblich die finanzielle Situation dies nicht zulässt. Aus Gesprächen mit Kollegen habe ich aber erfahren, dass durchaus Gehltserhöhungen nicht ungewöhnlich sind.
Nun die möglichen Gründe bzw. Auslöser:
In diversen Social Media habe ich mein Konto auf "arbeitssuchend" gesetzt - das ist natürlich nicht verborgen geblieben und war wohl der erst und größte Stein des Anstoßes. Aus der Personalabteilung habe ich eine Nachricht erhalten, dass man über "sowas" doch vorher reden müsse.
In meiner Arbeit habe ich zudem Zugriff auf Personal-Abrechungsdaten - auf Ebene der Datenbanken. Darüber habe ich Informationen abgefragt ob und wer seit meiner ersten Ablehnung eine Gehaltserhöung bewilligt bekommen hat. Da vertraglich Schweigepflich zu Gehältern festgeschrieben ist (ich weiß dass das rechtich nicht haltbar ist), habe ich durch Gespräche nur von wenigen Kollegen Auskunft zu ihren eigenen Gehaltsverhandlungen bekommen - aber immer noch ausreichend um zu erkennen, dass der Grund "Kosten" so nicht haltbar zu sein scheint.
Die ermittelten Daten habe ich nur als Vorbereitung für das anstehende Gehaltsgespräch benutzt, weder anderen mitgeteilt, irgendwo aufgezeichnet oder sonstwie bekannt gemacht. Im Übrigen ist der Zugang zu den Datenbanken nicht sonderlich abgesichert. Es wird ein Benutzerkonto und Passwort "geteilt" und zwar hatten andere Kollegen Zugriff auf die Datenbanken als auch das Supportteam des Anbiteres unserer Software. Einen personalisierten Zugriff gab es nicht, daher wären im Zweifel viele Leute in der Lage solche Abfragen zu benutzen. Wobei ich nicht verschwegen will, dass sie aus meiner Feder stammen und isch sie nur wie beschrieben benutzt habe.
Meine Frage nun: Ist das ausreichend für eine fristlose Kündigung? Ich hatte vorher nie eine Abmahnung, hätte nich dieses Mittel auch gereicht?
Kann jemand abschätzen wie wohl der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht ausgehen wird - anhand der hier von mir geschilderten Sachlage?
fristlose Kündigung - ohne konkrete Begründung
31. Juli 2026
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Frage vom 31. Juli 2026 | 12:47
Von
Status: Frischling (8 Beiträge, 0x hilfreich)
fristlose Kündigung - ohne konkrete Begründung
#1
Antwort vom 31. Juli 2026 | 13:19
Von
Status: Philosoph (13690 Beiträge, 4866x hilfreich)
Zitat :Kann jemand abschätzen wie wohl der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht ausgehen wird - anhand der hier von mir geschilderten Sachlage?
Nein, denn ob das hier ->
dem Arbeitgeber bekannt ist, dürfte ein (mit-), wenn nicht der entscheidende Faktor sein.Zitat :In meiner Arbeit habe ich zudem Zugriff auf Personal-Abrechungsdaten - auf Ebene der Datenbanken. Darüber habe ich Informationen abgefragt
Zitat :Ist das ausreichend für eine fristlose Kündigung?
Ja, denn Du hast sensible Daten für Deine persönlichen Belange genutzt.
Zitat :Wobei ich nicht verschwegen will, dass sie aus meiner Feder stammen und isch sie nur wie beschrieben benutzt habe.
Darüber sollte man nochmal nachdenken, denn damit wäre der Vertrauensmissbrauch zugegeben, mit den entsprechenden Konsequenzen.
-- Editiert von User am 31. Juli 2026 13:20
#2
Antwort vom 31. Juli 2026 | 13:23
Von
Status: Praktikant (786 Beiträge, 501x hilfreich)
Sie haben schon einen Thread zu dem Thema - schreiben Sie bitte dort weiter.
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