kompliziert Hund beisst Hund und mehr

23. August 2008 Thema abonnieren
 Von 
guest-12304.05.2010 10:24:55
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
kompliziert Hund beisst Hund und mehr

Hallo bitte mal um Ihre Meinung bei folgenden Problem um evt. mein Wochenende noch zu retten.

Wir wohnen in der Hälfte eines Forsthauses. Nebenan wohnt ein Berufsjäger ( ist aber nicht hier im Wald Jäger)der hier eine ******hundstation
betreibt. Er hat 2 Hunde und wir haben auch zwei. Zwei deutsche Doggen.
Jedenfalls haben wir rings um die Weiden für unsere Pferde gepachtet sowie den Stall. Der Nachbar hat nichts außer seiner Haushälfte.
Auf unserem gemeinsam genutzten Platz vor dem Haus lässt er schon immer seine Hunde unangeleihnt laufen. natürlich kennen die Hunde keine Besitzstände
und rennen auch über unsere Koppeln und Gärten . Sie koten auch alles voll.
Unsere Vormieter hatten auch schon Ärger mit dem Nachbarn weil er denkt das er tun und lassen kann was er will weil er ein Jäger ist.

Nun zum eigentlichen Fall:

Meine Hunde hatten Welpen welche wir in unserem Stall hatten. Die Elterntiere hatten wir auch dort untergebracht. Eines Tages ging ich mit meinen zwei Hunden auf unsere Weide hinter dem Stall spielen. Meine Frau machte Gartenarbeit. Sie sah noch wie unser lieber Nachbar wieder einfach seine Haustür öffnete und sein Hund zum "Geschäft verrichten" raus ließ und die Tür wieder von Innen zumachte. Er machte das immer so, denn er geht mit den Tieren nicht Gassi.

Es kam wie es kommen musste. Der Hund des Nachbarn sah mich mit meinen zwei Hunden auf der Weide und kam kläffend auf uns zugerannt . Auch noch an dem Stall vorbei wo die Welpen drin waren. Meine Hündin natürlich voll auf den Hund des Nachbarn drauf (auf unsere Weide) ich rief sie sofort zur Ordnung und der Nachbarshund lief jammernd nach Hause. Von dem Vorfall aufmerksam geworden kam der liebe Nachbar dann auch gleich raus und fragte was los gewesen sei. Ich sagte ihm was passiert ist und er war außer sich. Er fuhr zum Tierarzt . Er behauptete das mein Rüde seine Hündin angefallen habe. Er macht Flyer auf dem sein Hund auf dem OP Tisch lag und schrieb darunter das mein Rüde seinen Hund hinterrücks angefallen hat und heftete diese Flyer Leuten ans Auto die sich bei uns Welpen ansahen .

Ein Schreiben von seinem Anwalt ließ auch nicht lange auf sich warten. Er verlangte das ich die volle Summe der OP (450) Euro zu übernehmen habe oder ich solle ihm die Haftpflicht mitteilen. Ich lehnte ab, da ich mich bis dato in Recht fühlte .
Einige Tage später kam das Ordnungsamt ins Haus da eine Anzeige wegen des Beißvorfalls vom Nachbarn gestellt wurde. Die Beamten begutachteten meine Hunde insbesondere den Rüder weil ja er angeblich der Verbrecher war und laut Nachbar sei er auch noch psychisch gestört da er ein Weibchen angefallen hat.

Die Beamten befanden meine Hunde als normal aber übergaben den Fall der Kreisamtstierärztin. Sie ließ auch nicht lange auf sich warten und begutachtete ebenfalls meine Hunde. Sie führte mit beiden eine Art Wesens test durch und befand sie als völlig normal und auf meine Befehle hörend. Sie schrieb in ihren Bericht das nicht einmal eine Maulkorb pflicht besteht. Die Akte wurde geschlossen und die Anzeige niedergelegt.

Die ganze Sache ist nun bestimmt 3 Monate her. Es ist wieder alles beim alten. Der Nachbarn lässt seine Hunde frei rumlaufen, diese jagen meine Katzen auf unserem Grundstück und die Antwort vom Nachbarn ist darauf das läge in der Sache der Natur das Hunde Katzen jagen.

Ich wiederum habe mich entschlossen meine Hunde nur noch mit Maulkorb auf unseren Weiden laufen zu lassen damit so ein Vorfall nicht wieder passiert.

Heute kam ein Ladung zur Verhandlung beim Amtsgericht wegen dem Beißvorfall. Wir sollen dem Nachbarn rund 600 Euro plus Anwaltskosten und Zinsen erstatten.
Die Verhandlung ist in 2 Wochen.


Hat jemand Erfahrung in einen ähnlichen Fall? Was wird auf uns zu kommen? Wer hat Recht? Wir oder Nachbar. Falls Nachbar Recht bekommt, kann man das nachträglich der Versicherung melden oder wird diese sagen zu spät? Wenn wir recht bekommen könen wir wegen falscher Behauptungen anzeige Erstatten? A war es nicht mein Rüde und B war es nicht im Wals wie er jetzt behauptet.( Wald grenzt an die Koppeln) Reicht meine Frau als Zeuge? Er hatte keinen.


Vielen Dank und ein schönes Wochenende

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1 Antwort
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#1
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(13069 Beiträge, 4448x hilfreich)

@Mikesch:

Den Schaden jetzt noch der Versicherung zu melden, wird gar nichts bringen, da diese Schadensmeldung immer unverzüglich nach dem entsprechenden Vorfällen erfolgen muss. Ich verstehe auch immer die Leute nicht, die eine Haftpflichtversicherung für solche Fälle haben, und dann einen Schaden nicht melden, weil sie der Meinung sind, nicht zahlen zu müssen. Es ist unter anderem auch Aufgabe einer Haftpflichtversicherung, zu prüfen, ob überhaupt eine Schadensersatzpflicht besteht. Das heitß, entweder die Versicherung hätte bezahlt, oder eben nicht. Und wenn nicht, dann wäre es jetzt Sache der Versicherung, sich der gerichtlichen Klärung zu unterwerfen, und nicht Deine. So kommen dann möglicherweise auch noch die Gerichtskosten auf Dich zu.

Wie so oft, wird auch dieser Fall wohl darauf hinauslaufen, dass vor Gericht ein Vergleich geschlossen wird. Das heißt, ein Teil des Schadens wird von Dir bezahlt, der Rest eben nicht. So würde ich im Übrigen auch die Haftungsfrage sehen. Ob der Hund des Nachbarn nun überhaupt auf diese Koppel durfte, oder nicht, spielt m.E. nur eine untergeordnete Rolle. Jedenfalls konnte er auf diese Koppel, weil diese wohl nicht hundesicher eingezäunt ist, und Du wusstest aus der Vergangenheit, dass die Hunde des Nachbarn immer auf die Koppel rennen. Somit war auch für Dich der Vorfall vorhersehbar und vermeidbar. Ich denke daher, dass Du zumindest einen Teil des Schadens wirst ersetzen müssen. Aber wohl nicht den kompletten, da natürlich auch der Nachbar seinen Teil der Schuld zu tragen hat.

Gruß,

Axel

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"Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung. Wer welche findet, darf sie gerne behalten."

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