Anwaltliches Marketing 3

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Die Rechtsdienstleistung

Die Leistungen eines Rechtsanwalts fallen unter dem Begriff der Dienstleistungen. Daher lassen sich die Marketingaktivitäten wie folgt definieren:

„Marketing bedeutet Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die vorhandenen und potenziellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten.“ [1]

Diese Definition setzt den vorhandenen und potenziellen Markt in den Mittelpunkt aller Aktivitäten. Der wichtigste Grundsatz lautet daher: mandantenorientiertes Handeln.

Die Leistung eines Rechtsanwalts ist immateriell und aufgrund ihrer Komplexität für den Laien stark erklärungsbedürftig. Hinter den Leistungen steht kein fertiges Produkt, so dass die Visualisierung der Leistung über die Person des Rechtsanwaltes als solche entsteht. Damit ist gemeint, dass im Mittelpunkt der Leistung und der Wahrnehmung durch den Mandanten immer die Person des Rechtsanwalts selbst steht.

 Das Problem eine anwaltliche Leistung zu bewerben ist, dass sie stets und zum großen Teil an den Mandanten, als externen Faktor, angepasst werden muss. Die Leistung ist dadurch sehr individuell und nur schwer fassbar. Folglich kann der Rechtsanwalt nur sein Leistungspotenzial und nicht die einzelne Leistung bewerben. Es muss eine Möglichkeit gefunden werden Eigenschaften wie die Vertrauenswürdigkeit, Integrität, Verschwiegenheit und Fachkompetenz des Rechtsanwaltes nach außen an vorhandene und potenzielle Mandanten zu kommunizieren. [2]



[1] Der Marketingberater für Dienstleister, Wolfgang Formatschek, 9

[2] AnwBl 6 / 2010, Welche Werbemittel halten Anwälte für wirksam?, Soldan Institut, 428

Leserkommentare
von Marloon am 06.12.2017 16:30:21# 1
Auch SEO-Marketing spielt für Anwälte derzeit eine immer bedeutendere Aufgabe: https://www.kanzleimarketing.de/marketing-online/seo/ Da leider kaum noch jemand einen Anwalt im Gelbe-Seiten-Buch sucht...
    
von axt-im-walde am 01.03.2019 07:14:22# 2
Das Thema Pfändungsschutzkonto ist in Deutschland weitgehend bekannt - kürzlich wurde ich im Telefonat mit einer deutschen Bank sogar aktiv darauf hingewiesen, obwohl ich keinen akuten Bedarf hatte. Viele Banken haben in ihren Onlineportalen sogar einen gut sichtbaren Button, um direkt zur Pfändungsschutzabteilung zu gelangen.

Wie sieht es aber in unseren europäischen Nachbarländern aus ? Soweit ich weiß, muss ein Schuldner bei Pfändungen den Pfändungsschutz und die Bewahrung eines zum Leben ausreichenden Geldeinganges für sich selbst (plus ggfs. Familie) im Einzelfall mit dem Gläubiger aushandeln.

So gibt es manche im Ausland lebende Personen, welche in Deutschland ein Girokonto unterhalten.

Mich würde interessieren, wonach sich im Pfändungsfall die Höhe des geschützten Betrages richtet: Nach der Rechtslage im Ausland bezogen auf den dort lebenden Bürger ? Oder nach den in Deutschland geltenden Regeln, als würde die Person in Deutschland leben ?
    
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