1.300 Arbeitsplätze bei Alstom weg

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Alstom S.A. mit Sitz in Saint-Ouen-sur-Seine ist ein französischer börsennotierter Konzern, der eine führende Stellung im Transportbereich einnimmt (überwiegend in der Herstellung von Schienenfahrzeugen und -systemen).

Seit der Übernahme von Bombardier Transportation im Januar 2021 ist Alstom nach dem chinesischen Schienenfahrzeughersteller CRRC das zweitgrößte Unternehmen der Bahntechnik weltweit.

Jens Usebach
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Die deutsche Alstom-Gruppe beschäftigte vor der Übernahme von Bombardier Transportation etwa 2.500 Mitarbeiter und hatte 2018/2019 einen Jahresumsatz von 872 Millionen Euro.

Ihre Standorte befinden sich in Berlin, München, Waibstadt, Braunschweig, Salzgitter und Stendal.

Der ehemalige, 1994 erworbene Schienenfahrzeughersteller Linke-Hofmann-Busch in Salzgitter bildete als Produktionsstandort den Kern der Alstom Transport Deutschland.

Durch die Übernahme kamen in Deutschland rund 6.000 Mitarbeiter an den Produktionsstandorten Hennigsdorf, Bautzen, Görlitz, Siegen, Mannheim und Werk Kassel hinzu

Alstom will in Deutschland an mehreren Standorten insgesamt bis zu 1.300 Stellen abbauen.

Die Standorte in Berlin, Brandenburg und Sachsen sind am stärksten vom geplanten Personalabbau betroffen.

An allen deutschen Alstom-Standorten sind 9.400 Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Geschäftslage bei Alstom war in den vergangenen Jahren wiederholt schwierig.

Ende Januar schlossen die Franzosen ihre Fusion mit der Zugsparte des kanadischen Bombardier-Konzerns ab – so entstand die zweitgrößte Firma der Branche.

Zuvor war ein Zusammengehen mit der Zugtechnik von Siemens am Widerstand der EU-Kommission gescheitert.

Auch die Corona-Krise hatte für der Konzern Folgen. In der zweiten Hälfte des vorigen Geschäftsjahres 2020/2021 (Ende März) waren der Auftragseingang und der aus eigener Kraft erzielte Umsatz – ohne Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte – bei Alstom insgesamt rückläufig.

Der Nettogewinn ging auf 247 Millionen Euro zurück, nachdem ein Jahr zuvor ein Plus von 467 Millionen Euro in der Bilanz gestanden hatte.

Der geplante Stellenabbau soll bei Alstom in Deutschland bis zum Jahresende geregelt werden.

Alstom verhandelt dazu nun mit den Sozialpartnern – Betriebsrat und Gewerkschaft.

Rechtsanwalt & Fachanwalt Dipl.-Jur. Jens Usebach LL.M. mit den Tätigkeitsschwerpunkten Kündigungsschutz & Arbeitsrecht von der Schwerpunktkanzlei JURA.CC informiert Sie gern zum Kündigungsschutzrecht bei einer Kündigung des Arbeitsplatzes durch den Arbeitgeber.