Schwarzenegger lässt Homo-Ehe terminieren

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Gouverneur von Kalifornien begrüßt Aussetzung der umstrittenen Heirat

Der Supreme Court von Kalifornien erklärte die Eheschließung zwischen Gleichgeschlechtlichen am Donnerstag für vorerst ausgesetzt. Er folgte damit einem Antrag des kalifornischen Justizministers Bill Lockyer. Das Oberste Gericht des Staates gab allerdings zu bedenken, dass die Frage, ob die Homo-Ehe legal ist oder nicht, noch nicht abschließend beantwortet wurde. Dazu müsse der Fall erst vor niederen Instanzen verhandelt werden.

Der republikanische Gouverneur Schwarzenegger zeigte sich über das Urteil erfeut. Er hatte die Homo-Ehe zuvor scharf kritisiert und von der Bevölkerung von Kalifornien verlangt, Recht und Gesetz zu befolgen. Der Antrag Lockyers wurde auf sein Drängen hin eingereicht.

Gegner der „Same Sex“-Trauung hatten einen Artikel der kalifornischen Verfassung, der die Ehe als Institution zwischen Mann und Frau definiert, als Begründung für ihr Votum ins Feld geführt. Die Homo-Ehe sei gesetzeswidrig. San Francisco habe sich damit über Staatsrecht hinweggesetzt, hieß es.

Befürworter der Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen, darunter auch der Bürgermeister von San Francisco, Gavin Newsom, konterten: Das Verbot der Homo-Ehe würde gegen das in der Verfassung festgesetzte Recht auf Gleicheit verstoßen.
Die Stadtverwaltung von San Francisco rief bereits ein kalifornisches Gericht an, um die Aussetzung der Homo-Ehe anzufechten.

Del Martin und Phyllis Shannon, die sich als erstes lesbisches Paar in San Francisco trauen ließen, sahen das jetzt veröffentlichte Urteil des Supreme Courts nur als eine Pause auf dem Weg zur vollen Gleichstellung ihrer Lebensgemeinschaft an. „Am Boden zerstört“ war allerdings Megan Wharton. Sie war mit ihrer Lebensgefährtin Patricia Egan in die Westküstenstadt gereist, um sich trauen zu lassen. Leider zu spät. Auf dem Standesamt sagte man ihnen, sie hätten genau zwei Minuten früher kommen müssen.

In der kalifornischen Stadt wurde ab Anfang Februar die Möglichkeit geboten, gleichgeschlechtliche Ehen zertifizieren zu lassen. Mehr als 4.000 Paare aus den gesamten USA hatten davon Gebrauch gemacht. Auch in anderen Bundesstaaten gibt es ähnliche Vorstöße zur Liberalisierung. Unterdessen hat US-Präsident Bush eine Änderung der Bundesverfassung zum Schutz der Ehe zwischen Mann und Frau zum Wahlkampfthema gemacht.

Quellen: aktuell.focus.msn.de, nytimes.com