Die Nachbesserung

Mehr zum Thema: Kaufrecht, AGB, Allgemeine, Geschäftsbedingungen
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Gerne verwendet wird in AGB die Klausel der Nachbesserung. Wenn dann Fehler an einer Kaufsache auftreten, die den Käufer nach den gesetzlichen Vorschriften zur Zurückgabe der Kaufsache (Rücktritt oder Wandlung) oder Herabsetzung des Kaufpreises berechtigen (Minderung), so muss der Käufer aufgrund dieser Klausel zunächst eine Nachbesserung akzeptieren.

Der Verkäufer wird sich dann bemühen, die fehlerhafte Sache zu reparieren. Dauert aber die Reparatur so lange, dass dem Käufer dies nicht zuzumuten ist, kann er trotzdem auf die gesetzlichen Gewährleistungsrechte der Wandlung oder Minderung zurückgreifen. Der Zeitraum der Reparatur muss angemessen sein, hierbei kommt es wieder einmal auf den Einzelfall an, und es ist anhand der Besonderheiten des Kaufs zu urteilen.

In der Regel hat der Verkäufer drei Reparaturversuche. Wird die Kaufsache allerdings dringend benötigt, ist von nur einem Versuch auszugehen.

Vorsicht: Alte Rechtslage! Seit der Schuldrechtsreform 2002 hat der Käufer auch das Recht der Nachbesserung: Nach neuem Schuldrecht kann man nun auch vom Verkäufer verlangen, dass er den Fehler am Produkt behebt. Er muss es also kostenfrei reparieren oder ein neues liefern (so genannte Nacherfüllung oder Nachbesserung).

Näheres zum neuen Kaufrecht finden Sie hier.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
Seite  2:  Wie allgemeine Geschäftsbedingungen wirksam werden
Seite  3:  Was nicht in allgemeinen Geschäftsbedingungen bestimmt werden darf
Seite  4:  Die Nachbesserung
Leserkommentare
von Rechtsanwalt Dr. Alexander Stevens am 07.04.2010 17:43:45# 1
Achtung. Artikel offenkundig falsch! Bereits nach der ersten missglückten Nachbesserung bestehen Rücktritts- und Schadensersatzrechte, soweit man zuvor eine angemessene Frist zur Nachbesserung gesetzt hatte!
    
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