Hyundai Dieselskandal - Jetzt handeln! Auffällige Abgaswerte – Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt

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Das Kraftfahrtbundesamt hatte nach Aufkommen des Dieselskandals bei Volkswagen im September 2015 zahlreiche Fahrzeuge getestet. Im Mai 2016 wurde berichtet, dass ein Hyundai ix 35 2.0 mit der Abgasnorm 5 unter Straßenbedingungen 692,61 mg/km NOx emittiert hat. Auf dem Prüfstand waren 180 mg/km erlaubt.  

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen Hyundai und Kia im Dieselskandal 

Nach übereinstimmenden Medienberichten haben zahlreiche Ermittler in acht Objekten in Deutschland und Luxemburg Durchsuchungen durchgeführt. Dabei ging es um mutmaßlich 210.000 Dieselfahrzeuge, die bis 2020 zugelassen worden waren. Dabei stand auch der Zulieferer BorgWarner im Fokus der Behörden. Dabei soll die Motorsteuerung dafür verantwortlich sein, dass die Abgasreinigung in vielen Alltagssituationen abgeschaltet oder eingeschränkt wurde. Die vorgegebenen Abgasnormen seien nicht erreicht worden und damit die Kunden getäuscht. Mehr Berichte zu anderen Fahrzeugen von Hyundai finden Sie auf unserer Website unter Hyundai Diesel Skandal und in regelmäßigen Beiträgen hier auf 123recht.de.

Malte Brix
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Hyundai und Kia dürften im Dieselskandal angekommen sein 

Die Schilderungen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt deuten auf einen ausgeprägten Dieselskandal bei Hyundai und Kia hin. Die Formulierung, dass die „Abgasreinigung in vielen Alltagssituationen abgeschaltet oder eingeschränkt wurde" ist aus Stellungnahmen des Kraftfahrtbundesamtes bezüglich der Abschalteinrichtungen von anderen Herstellern wohlbekannt. So heißt es z.B. vom Kraftfahrtbundesamt zur Abschalteinrichtung der Kühlmittel-Solltemperatur-Regelung von Daimler regelmäßig, dass diese dafür sorgt, dass sie im Straßenverkehr oft abgeschaltet ist bzw. regelmäßig nicht aktiv ist. Was heißt: Die Funktion sorgt nur unter Prüfstandsbedingungen für hohe Abgasrückführungsraten und damit vorschriftsmäßige Abgasreinigung im Straßenverkehr, aber nie bzw. so gut wie nie. 

Schadensersatz gegen Hyundai und Kia einklagen 

Bei Schadensersatzklagen gegen Hersteller kann entweder auf Rückabwicklung des Kaufvertrags geklagt werden oder auf reinen Schadensersatz. Bei der Rückabwicklungsklage bekommt der Kläger im Erfolgsfall den Kaufpreis unter Anrechnung der Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer erstattet gegen Rückgabe des Fahrzeugs. Bei reinen Schadensersatzklagen wird z.B. 25 % vom Kaufpreis eingeklagt. Im Erfolgsfall kann der Kunde sein Fahrzeug behalten und bekommt im Klagewege oder durch Vergleich bei Bereitschaft des Herstellers zwischen 15 und 25 % pauschal als Schadensersatz vom Kaufpreis erstattet. Aufgrund der Enthüllungen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen dürften die Klageaussichten gut sein. Das gilt auch für den Hyundai Tucson Diesel Skandal, bei dem es um das besonders beliebte Modell Tuscon geht.

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