Leiden an Lügen als Ursache des Scheiterns einer Corona-Aufarbeitung
Mehr zum Thema: Meinung, Aufarbeitung, Corona, Rechtsstaat, StaatszweiflerUnrechtserfahrungen können das Recht fortbilden - oder die Rechtsfortbildung behindern!
Es ist in der Rechtsgeschichte anerkannt, dass die Menschenrechte - etwa die Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu den Menschenrechten - Ergebnis von Unrechtserfahrungen sind. Wenn es die Schlacht von Solferino mit den vielen Toten und Verletzten nicht gegeben hätte, wäre das Rote Kreuz ebensowenig entstanden wie die Genfer Konventionen.
Indessen zeigt die jüngste Geschichte, dass die Menschen erlittenes Unrecht oder erkannte Lügen fixieren, so dass infolge einer Vielzahl an aufeinanderfolgenden Lügen weder eine Aufarbeitung noch eine Rechtsfortbildung erfolgt. Das hat meines Erachtens die Corona-Zeit gezeigt. Corona war eine derartig deutliche Unrechtserfahrung, dass all diejenigen, die vorher schon eine Lüge als solche erkannt hatten, ihre Stunde gekommen sahen.

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Die Liste an sogenannten Verschwörungstheorien ist lang. Der Begriff wurde staatlich auch in Deutschland beworben, als Zweifel an der offiziellen Darstellung des Kennedy-Mordes laut wurden. Tatsächlich sind viele der angeblichen Verschwörungstheorien im Nachhinein als Annahmen oder Hypothesen zu bewerten, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als richtig und zutreffend zu bewerten sind, etwa die Herkunft des tatsächlich durch Gain of Function gefährlich gemachten und damit durchaus neuartigen Corona-Virus.
Nun waren aber diejenigen, die wegen der herbeimanipulierten und grundgesetzwidrigen Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen, überwiegend noch befasst mit den vorher schon erkannten Lügen. Schätzungsweise 50 % der Montagsspaziergänger waren auch nicht überzeugt von den angeblichen Flugzeugen, die am elften September so zielgerichtet die Twin Towers zerstört haben sollen, und noch mehr zweifelten an der menschlich besatzten Mondlandung.
Dadurch, dass solche früheren Themen nicht losgelassen werden können, mangels Aufarbeitung, konnten sich all diese Menschen, die Corona als neue große Lüge erkannten, eben nicht fokussieren und zerstritten sich in Partikularinteressen. Dazu gehörten auch Zweifler an der Souveränität Deutschlands bzw. der Rechtsstaatlichkeit der Schweiz. Staatszweifler machten die Wirksamkeit der berechtigten Forderungen nach einer Aufarbeitung, wie es tatsächlich zur Corona-Krise gekommen ist, zunichte.
Meiner Überzeugung nach ist dies bereits in der reichhaltig durch Big Data gefütterten Black-Rock-Software Aladdin einkalkuliert gewesen. Genauso wie die Tatsache, dass eine Vielzahl der Montagsdemonstranten nunmehr tatsächlich in die ausländerfeindliche, insbesondere islamfeindliche Szene abgerutscht sind, was ich für eine Tragödie halte. Solche Leute waren jedenfalls noch 2020 und 2021 offen für Menschen jeglicher Herkunft und jeglichen Glaubens und ziehen nunmehr - in gewisser Weise die GEZ-Prophezeihungen im Nachhinein wahrmachend - über Einwanderer her und verallgemeinern einzelne Fälle von Straftaten, die auch von Einheimischen begangen werden, auf ganze Völker und Religionen.
Dass somit eine wirksame Aufarbeitung und auch Rehabilitierung von Koryphäen wie Wolfgang Wodarg, Andreas Sönnichsen, Martin Haditsch und vielen anderen gar nicht möglich sein wird, ist meines Erachtens schon längst im Vorhinein kalkuliert worden.
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